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    <title>Blog</title>
    <link>https://www.hartmutulrich.de</link>
    <description>Mein digitales Notizbuch, Texttraining, Gedanken, Baustelle, Sammelsurium, Erinnerungen.</description>
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      <title>Blog</title>
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      <link>https://www.hartmutulrich.de</link>
    </image>
    <item>
      <title>Die Weihnachtsschraube</title>
      <link>https://www.hartmutulrich.de/die-weihnachtsschraube</link>
      <description>Torx-Schrauben sind nicht nur sehr praktisch, sie sehen auch besonders hübsch aus, beinahe so wie kleiner Weihnachtsschmuck. Besonders mit Zusatzsternchen am Rand.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h1&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Weihnachtsschraube
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h1&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/schraube.jpeg" alt="Schraube, torx"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Jetzt ist ja Vorweihnachtszeit, und morgen ist schon wieder der 2. Advent. Die Innenstädte sind routinemäßig voller Lichterketten und Sterne, neuerdings mit LEDs. Deren Licht ist zwar nicht ganz so warm wie Glühbirnen, dafür verbrauchen sie nicht mal zehn Prozent des Stroms. Zwar haben Lichterketten mittlerweile mehr mit Konsumstimmung zu tun als mit Besinnlichkeit, aber
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://de.statista.com/statistik/daten/studie/2425/umfrage/gfk-konsumklima-index/" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           selbst die Konsumfreude ist nicht mehr das, was sie e
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           inmal zu sein pflegte
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            . Auf den Weihnachtsmärkten verklebt billiger Fusel in teurem Glühwein Tassen und Gemüter, und die Nachrichten sind so voller finsterer Details, dass man sich ohne Zuhilfenahme von Glühwein schon ein wenig schwer tut mit dem "warm ums Herz". Genug
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Realismus
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Sarkasmus, das hier soll ja eine süße kleine Schraubenstory werden.
            &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.google.com/search?q=torx+schrauben&amp;amp;oq=torx&amp;amp;gs_lcrp=EgRlZGdlKgoIARAAGLEDGIAEMgwIABBFGDkYsQMYgAQyCggBEAAYsQMYgAQyCggCEAAYsQMYgAQyCggDEAAYsQMYgAQyBwgEEAAYgAQyBwgFEAAYgAQyBwgGEAAYgAQyBwgHEAAYgAQyCAgIEOkHGPxV0gEIMjM4NmowajGoAgCwAgA&amp;amp;sourceid=chrome&amp;amp;ie=UTF-8" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Torx
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            -Schrauben jedenfalls, um also gerade noch rechtzeitig die Kurve zu kriegen, sind insofern großartig, weil sie die Kontaktflächen des Schraubwerkzeugs deutlich vergrößern gegenüber ihren antiquierten Vorgängern, den Schlitzschrauben. Und deswegen viel besser greifen als alle Lösungen zuvor, seien es Kreuzschlitz- oder Innensechskantschrauben.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Torx
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            -Schrauben sind geschützt, genauso wie 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.google.com/search?q=Inbus&amp;amp;oq=Inbus&amp;amp;gs_lcrp=EgRlZGdlKgwIABBFGDkYsQMYgAQyDAgAEEUYORixAxiABDIKCAEQABixAxiABDIHCAIQABiABDIHCAMQABiABDIHCAQQABiABDIKCAUQABixAxiABDIHCAYQABiABDIHCAcQABiABDIICAgQ6QcY_FXSAQgxNzI1ajBqMagCALACAA&amp;amp;sourceid=chrome&amp;amp;ie=UTF-8" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Inbus
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            (mit N wie "innen", nicht mit M). Es muss schon großes Ungeschick oder rohe Gewalt wirken, dass eine Torx-Schraube mal rund wird und das Werkzeug nicht mehr greift. E
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           her reißt der Schaft ab. Oder das Werkzeug (ich weiß nicht, wie viele Euro ich schon in Ersatzbits der Größe T20 gesteckt habe). Im Grund genommen nüchterne Physik, aber trotzdem ein Fortschrittswunder. Man fragt sich ernsthaft, warum es den sternförmigen Innensechskant nicht schon viel länger gibt, im Gegensatz zur Schraube an sich: Die ersten eindeutig belegten Gewindeschrauben wurden schon ca. im 4. Jahrhundert v. Chr. benutzt, im griechisch-hellenischen Raum. Lag vielleicht an den Fertigungsmöglichkeiten. So eine Torx-Schraube möchtest du jedenfalls unbedingt erfunden haben (und patentiert). Hab ich leider nicht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Außerdem sind Torx-Schrauben richtig hübsch, finde ich. Das mag eine etwas ungewöhnliche Sichtweise sein, wer freut sich schon über die Schönheit von sowas Banalem wie einer Schraube! Ich finde jedenfalls, sie sind beinahe wie ein kleines metallenes Schmuckstück. Von eben betrachtet, ein kleiner metallener Weihnachtsstern. Der Weihnachtsstern ist ja das biblische Symbol für Hoffnung. Hoffnung  konnten nicht nur zu Zeiten des Kaisers Augustus die Einwohner von Galiläa brauchen, der Bedarf an Hoffnung ist bis heute annähernd gleich groß geblieben unter den Menschenkindern. Der Stern wies den Hirten und den drei Königen den Weg zur Krippe in Bethlehem, und selbst wenn die Geschichte erfunden ist, ist sie so grandios erzählt, dass sie zweitausend Jahre überstanden hat und heute als Lichterkette in der Fußgängerzone leuchtet, wenn auch wie gesagt inhaltlich etwas entfremdet vom ursprünglichen Kern. Vielleicht bräuchte es mal wieder eine neue Erzählung mit einer derartigen Strahlkraft. Letztlich sind es ja die grandiosen Erzählungen, an denen die Menschheit sich durch die Geschichte hinweg geklammert hat. Im Moment wird zwar viel und laut und allerhand durcheinander geredet. Eine große Erzählung aber, die den Menschen wirklich wirklich Hoffnung macht, ist aber tendenziell eher nicht in Sicht. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
            Schrauben also. Klein und unscheinbar, meist übersehen, kaum beachtet. Für mich aber lauter kleine Weihnachtssternchen. In meinem besonderen Fall hat der große Stern in der Mitte sogar noch einen klitzekleinen Begleiter. Man entdeckt ihn erst auf den zweiten Blick, weil er so winzig ist wie das
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2018/11/16/sternengeschichten-folge-312-mizar/" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Augenprüferlein
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            im Sternbild des Großen Wagen. Das sieht auch nicht jeder. Die meisten Menschen tun sich bereits schwer damit, überhaupt den großen Wagen am Himmel zu finden,wenn sie was finden, dann allenfalls übers Navi des großen Wagens, in dem sie gerade sitzen. Ach, Verzeihung, die Ironie wollte ich ja weglassen. In so einer Torx-Schraube mit Begleitersternchen jedenfalls steckt ein kleines Lächeln. Oder, um genauer zu sein, das Lächeln steckt gar nicht in der Schraube. Es steckt in dir selber.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Einen schönen 2. Advent wünsche ich Euch allen!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/01.jpg" alt=""/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           &amp;#55357;&amp;#56393; kleine Beiträge wie dieser sind Erinnerungen: an reine Freude, die ich empfunden habe - und häufig auch immer wieder, wenn ich sie sehe. Ein ungewöhnlicher Blick, überraschende Sichtweisen und Entdeckungen, inspirierende Kreativität, ein schöner Gedanke, gelungenes Handwerk, schöne Formulierungen, Dinge mit Seele. Sie sind vollkommen zweck- und absichtsfrei - und trotzdem alles andere als sinnlos: Es tut unendlich gut, sich jeden Tag über etwas zu freuen. Und sei es noch so unbedeutend. Enjoy!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Sat, 06 Dec 2025 12:49:13 GMT</pubDate>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>A story has to have a problem</title>
      <link>https://www.hartmutulrich.de/a-story-has-to-have-a-problem</link>
      <description>Urlaube sind normalerweise viel zu banal, um daraus Geschichten zu machen. Es passiert einfach nichts. Und nicht jeder Urlaub ist auch ein Abenteuer.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h1&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           "A story has to have a problem"
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h1&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/45462067-End.JPG" alt="Brombeere, Hirschbeere"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Besteht am Ende des Weges nicht grundsätzlich Lebensgefahr? Ich entschuldige mich für die schlechte Bildqualität, immerhin entstand das Foto unter Lebensgefahr &amp;#55357;&amp;#56834; (Wolfsschlucht im Mangfallgebirge südlich von Wildbad Kreuth, © Hartmut Ulrich, Mai 2004)
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die meisten Urlaube sind gar keine Abenteuer. Kann sein, dass Tante Erika das ein bisschen anders wahrnimmt, die seit über 30 Jahren nicht viel mehr von der Welt gesehen hat als das Rasenhandtuch hinter der Doppelhaushälfte und den Weg zum Edeka. Dann wird jede Entfernung größer 30 Kilometer zum Abenteuer, der Gedanke an eine Fahrt in welches Ausland auch immer bereits Anlass für Schnappatmung. Und dann gibt es ja auch Urlaube, die von vorneherein als Abenteuer geplant waren - oder unfreiwillig zu welchen wurden. Schief gehen kann schließlich immer was, und zack, hast du vor Ort vielleicht nicht so viel Spaß, hinterher aber eine großartige Geschichte zu erzählen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Nein, ich meine den klassischen Familienurlaub. Da passiert einfach nichts. Soll es ja auch gar nicht. Du liegst z.B. an einem Strand im heißen Sand, kühlst dich gelegentlich ab, verbrauchst im Laufe einer Woche eine Flasche Sonnenmilch, gehst am Abend irgendwo essen oder legst einen Fisch auf den Grill, trinkst ein bisschen zu viel, vergisst auf die Uhr zu gucken, weißt nicht, welcher Wochentag gerade ist, lebst in den Tag hinein, entdeckst wieder, wie toll es ist, in einem Buch zu versinken und es tatsächlich bis zum Ende zu lesen. Neue Bilder entstehen auch nicht, zumindest keine, die etwas anderes wären als banal. Interessiert genau niemanden außer dich selbst und deine Familie. End of Story.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Bei Abenteuern hingegen ergeben sich immer Geschichten, Dramen. Sie erzählen sich von alleine, du musst sie lediglich irgendwann aufschreiben. Weil es Schwierigkeiten zu überwinden gab, Pannen, Probleme. Weil du vielleicht gescheitert bist mit etwas, worauf  du Monate hingearbeitet hast. Die
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Heldenreise" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           klassische Heldenreise
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           . Rührend, ungewöhnlich, emotional, spannend, unterhaltsam. Aber erst hinterher.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Regisseurin Doris Dörrie hat mal
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.zeit.de/2025/20/doris-doerrie-regisseurin-leben-geburtstag" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           in einem Interview gesagt
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           : "A story has to have a problem". Beim Bergsteigen oder bei den großen Radtouren trifft das so gut wie immer zu - und ganz nebenbei ergeben sich fast immer auch außergewöhnliche Bilder. Mit der klitzekleinen Einschränkung vielleicht, dass die Probleme, die bei einem Radrennen oder beim Bergsteigen üblicherweise auftreten, vielleicht nicht von jedermann oder -frau so ohne weiteres nachvollziehbar sind...
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Also dann: erholsamen Urlaub!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           &amp;#55357;&amp;#56393; kleine Beiträge wie dieser sind Erinnerungen: an reine Freude, die ich empfunden habe - und häufig auch immer wieder, wenn ich sie sehe. Ein ungewöhnlicher Blick, überraschende Sichtweisen und Entdeckungen, inspirierende Kreativität, ein schöner Gedanke, gelungenes Handwerk, schöne Formulierungen, Dinge mit Seele. Sie sind vollkommen zweck- und absichtsfrei - und trotzdem alles andere als sinnlos: Es tut unendlich gut, sich jeden Tag über etwas zu freuen. Und sei es noch so unbedeutend. Enjoy!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/45462067-End.JPG" length="203175" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Fri, 24 Oct 2025 10:09:37 GMT</pubDate>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Oldschool</title>
      <link>https://www.hartmutulrich.de/oldschool</link>
      <description>Wie viele fünfstellige Zahlen lassen sich aus einer Menge von sieben ganzzahligen Ziffern bilden? Bedingung: Keine der Zahlen darf sich wiederholen.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h1&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Oldschool
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h1&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/pascal.jpg" alt="Brombeere, Hirschbeere"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Jüngst begab es sich, dass Sohnemann mit einer Schulaufgabe nicht weiter wusste (man muss ja schon dankbar sein, wenn sie überhaupt fragen).
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
           Wie viele fünfstellige Zahlen lassen sich aus einer Menge von sieben Ziffern bilden?
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Bedingung: Keine der Ziffern darf sich innerhalb der Zahlen wiederholen. Schreibe alle möglichen Varianten auf. Papi hirntot vom Arbeitstag (und auch vom Feierabendbier) aber: geil, eine Denkaufgabe!
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.google.com/search?q=kombinatorik&amp;amp;oq=kombinatorik&amp;amp;gs_lcrp=EgRlZGdlKg8IABBFGDkYgwEYsQMYgAQyDwgAEEUYORiDARixAxiABDIHCAEQABiABDIHCAIQABiABDIHCAMQABiABDIHCAQQABiABDIHCAUQABiABDIHCAYQABiABDIHCAcQABiABDIICAgQ6QcY_FXSAQgyMzgxajBqMagCALACAA&amp;amp;sourceid=chrome&amp;amp;ie=UTF-8" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Kombinatorik
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ,
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.google.com/search?q=stochastik&amp;amp;oq=stochastik&amp;amp;gs_lcrp=EgRlZGdlKgwIABBFGDkYsQMYgAQyDAgAEEUYORixAxiABDIHCAEQABiABDIHCAIQABiABDIHCAMQABiABDIHCAQQABiABDIHCAUQABiABDIHCAYQABiABDIHCAcQABiABDIICAgQ6QcY_FXSAQgyODMzajBqMagCALACAA&amp;amp;sourceid=chrome&amp;amp;ie=UTF-8" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Stochastik
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            , da war doch mal was. Genau!
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Fakult%C3%A4t_(Mathematik)#:~:text=Die%20Fakult%C3%A4t%20(manchmal%2C%20besonders%20in,%E2%80%9EF%C3%A4higkeit%E2%80%9C)%20daf%C3%BCr%20einf%C3%BChrte.&amp;amp;text=0!&amp;amp;text=1!&amp;amp;text=2!&amp;amp;text=3!&amp;amp;text=4!&amp;amp;text=5!&amp;amp;text=6!&amp;amp;text=7!&amp;amp;text=8!&amp;amp;text=9!&amp;amp;text=10!&amp;amp;text=11!&amp;amp;text=12!&amp;amp;text=13!&amp;amp;text=14!&amp;amp;text=15!&amp;amp;text=16!&amp;amp;text=17!&amp;amp;text=18!&amp;amp;text=19!" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Fakultät!
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Mit Ausrufezeichen! Kennt Ihr noch? Fakultät definiert sich als Produkt aller natürlichen Zahlen (außer Null, weil Null würde ja immer alles kaputt machen), die kleiner sind als die Zahl der Fakultät. 5! ist also 5*4*3*2*1 = 120. Wenn n die Zahl der Ziffern im Pool ist (7) und k die Zahl der vorgegebenen Stellen (5), dann ist das n über k. Ein
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.google.com/search?q=binomialkoeffizient&amp;amp;sca_esv=bdbe2dd8fffd653b&amp;amp;udm=50&amp;amp;fbs=AIIjpHw2KGh6wpocn18KLjPMw8n5Yp8-1M0n6BD6JoVBP_K3fXXvA3S3XGyupmJLMg20um-mJAeO36stiqcDeSp1syInrodDcdKxMuB2TiCVf45CLzCoNRKRBZlvU8DUj0lI7KC-ZRxX-gxikqc1yM1oJcoJGNUwir8qlkx4kLIK4GELCJ58DYXpqPW_aK1GFeloqICCzjL7&amp;amp;aep=1&amp;amp;ntc=1&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwid3dHTxaiQAxV_SPEDHf79MmgQ2J8OegQIAxAE&amp;amp;biw=1487&amp;amp;bih=1744&amp;amp;dpr=0.9&amp;amp;mstk=AUtExfAKhQbFiyhys4ve0ZCf9gHhz3A7jpbZDHawwsZBNPAk4FOsgm2mTBwCfsvDaIr-ArZcdiEAemEWoEuCN7GsEKJTgUExQMrIEHD1s3QIk_oq74ootAyOp9sSLZ1bRm0Enxgebsa0uO5avVhNmDmxExY1sbGuaR1zf9ch37q9FzHW-or2OfhH-LLvPexWOou7MQVMsuxbDVaTD5Rhj3FNMleB1_ym6GkivZ88MwZw6uMLQ0cYLcvwFfdOd0MV7MTEN_D1l_-tQQrkvQ&amp;amp;csuir=1" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Binominalkoeffizient
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            . Kennt Ihr noch? Also ich kannte es nicht mehr. Nicht wissen macht nichts - aber
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.perplexity.ai/search/ich-mochte-eine-mathematische-Irns4ma5QGe4RByQVsVTlg#0" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           einer KI-Suchmaschine die richtigen Fragen stellen musst du können
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            (die bietet dann auch gleich noch Quellen, Übungsaufgaben und Flashkarten mit an)
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wikipedia? Wikipedia auf,
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Binomialkoeffizient" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           kurz erschrecken
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           , Wikipedia wieder zu. Wikipedia bleibt unersetzlich als enzyklopädische Sammlung und Wissensbasis, aber da toben sich zu viele Auskenner aus, denen es nicht auf Verständlichkeit und Vermittlung ankommt, sondern auf die Expertentum-Bühne - eine Form von intellektueller Angeberei, die es überall gibt, auch an den Universitäten, wo sie sich (besonders in Deutschland) in einer Kompliziert- und Geschraubtheit von Fachsprache äußert, die eher als Distinktionsmerkmal dient und weniger zur Wissensvermittlung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Youtube sei Dank!
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.youtube.com/results?search_query=Binominalkoeffizient" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Mathe-Erklärvideos
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            sind Minimum 5-Fakultät leichter zu verstehen (allerdings auch nicht alle) als die entsprechenden Wikipedia-Einträge oder mathematische Lehrbücher. Isso. 7 über 5 ist 21, das lässt sich übrigens nicht nur als Binominalkoeffizient errechnen, sondern alternativ auch mit dem
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.google.com/search?q=pascalsches+dreieck&amp;amp;oq=Padcalsches+&amp;amp;gs_lcrp=EgRlZGdlKg8IARAAGA0YgwEYsQMYgAQyBggAEEUYOTIPCAEQABgNGIMBGLEDGIAEMgkIAhAAGA0YgAQyCQgDEAAYDRiABDIJCAQQABgNGIAEMgkIBRAAGA0YgAQyCQgGEAAYDRiABDIJCAcQABgNGIAEMgkICBAAGA0YgAQyCAgJEOkHGPxV0gEINTA3NGowajGoAgCwAgA&amp;amp;sourceid=chrome&amp;amp;ie=UTF-8" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Pascalschen Dreieck
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           . Kennt Ihr noch? Das Problem ist allerdings: Das war's noch nicht. Wer damit begonnen hat, die möglichen Kombinationen systematisch aufzuschreiben, erkennt ziemlich schnell, dass 21 nicht stimmen kann. Der Binominalkoeffizient funktioniert ja auch nur dann, wenn die Reihenfolge egal ist, bei bunten Kugeln zum Beispiel. Bei Zahlen ist die Reihenfolge der Ziffern innerhalb der Zahlen aber ganz und gar nicht egal. Das erhöht die Zahl der möglichen Lösungen ein bisschen: 21*5! = 2.520.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Danach konnte ich mich direkt hinlegen.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/Unbenanntes+Bild.png" alt=""/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Woher ich diese sehr passende Statistik zur Aufgabe habe, habe ich leider vergessen. Sollte die Urheberin sie hier wiedererkennen: gerne melden, dann korrigiere ich die Quellangabe.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           &amp;#55357;&amp;#56393; kleine Beiträge wie dieser sind Erinnerungen: an reine Freude, die ich empfunden habe - und häufig auch immer wieder, wenn ich sie sehe. Ein ungewöhnlicher Blick, überraschende Sichtweisen und Entdeckungen, inspirierende Kreativität, ein schöner Gedanke, gelungenes Handwerk, schöne Formulierungen, Dinge mit Seele. Sie sind vollkommen zweck- und absichtsfrei - und trotzdem alles andere als sinnlos: Es tut unendlich gut, sich jeden Tag über etwas zu freuen. Und sei es noch so unbedeutend. Enjoy!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Thu, 16 Oct 2025 11:03:43 GMT</pubDate>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Mehr dorniges Gestrüpp!</title>
      <link>https://www.hartmutulrich.de/mehr-dorniges-gestruepp</link>
      <description>Als ich klein war, sind wir im Spätsommer mit zwei Blecheimern in den Wald gegangen, um Brombeeren zu sammeln. Das Glücksgefühl trage ich bis heute in mir.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h1&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mehr dorniges Gestrüpp!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h1&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/Brombeeren.JPEG" alt="Brombeere, Hirschbeere"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Hirsche suchen im Spätsommer gezielt nach Brombeerranken, daher heißt die Brombeere auch „Hirschbeere“. Der Name „Bombeere“ stammt aus dem Althochdeutschen "brāma" = „Dornstrauch“, daraus entwickelte sich "Brombeere", „Beere des Dornstrauchs“.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Botanisch sind Brombeeren übrigens gar keine Beeren, sondern eine sog. Sammelsteinfrucht mit ca. 20-50 kleinen Einzelfrüchten. Sie sind reich an Vitamin A, C und E sowie an Ballaststoffen. Ihre Anthocyane verleihen der reifen Frucht die dunkle Farbe. Sie wirken stark antioxidativ, Studien zeigen entzündungs- und krebshemmende Effekte. Die Brombeerblätter enthalten Gerbstoffe, als Tee werden sie gegen Durchfall und Entzündungen eingesetzt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Als wir vor einigen Jahren das Haus bezogen, in dem wir gerade wohnen, gab es im Garten vor allem Pflanzen, die wir spöttisch „Friedhofsbotanik“ schimpften: Bevorzugt immergrünes Zeug, das auf jedem Friedhof das Vegetationsbild dominiert. Kein einziger Obstbaum oder Beerensträucher - nichts, was bunt blüht, dafür reichlich Dunkelgrün und Bodendecker wie Efeu oder der aggressive
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Hartriegel" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Hartriegel
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            (der wild wuchert, wenn man ihn nicht ständig rigoros zurückschneidet, riesig wird und alle anderen Pflanzen um sich herum  verdrängt),
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.google.com/search?q=Scheinzypresse&amp;amp;oq=Scheinzypresse&amp;amp;gs_lcrp=EgRlZGdlKgwIABBFGDkYsQMYgAQyDAgAEEUYORixAxiABDIHCAEQABiABDIHCAIQABiABDIHCAMQABiABDIHCAQQABiABDIHCAUQABiABDIHCAYQABiABDIHCAcQABiABDIICAgQ6QcY_FXSAQgyNTIyajBqMagCALACAA&amp;amp;sourceid=chrome&amp;amp;ie=UTF-8" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Scheinzypressen
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ,
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.google.com/search?q=Thuja&amp;amp;sca_esv=d2ab6361f8823ac8&amp;amp;ei=PXXVaJyLM9e_xc8P7q-vqQ4&amp;amp;ved=0ahUKEwjcndvhsfSPAxXXX_EDHe7XK-UQ4dUDCBA&amp;amp;uact=5&amp;amp;oq=Thuja&amp;amp;gs_lp=Egxnd3Mtd2l6LXNlcnAiBVRodWphMgoQABiwAxjWBBhHMgoQABiwAxjWBBhHMgoQABiwAxjWBBhHMgoQABiwAxjWBBhHMgoQABiwAxjWBBhHMgoQABiwAxjWBBhHMgoQABiwAxjWBBhHSMEIULMHWLMHcAF4AZABAJgBAKABAKoBALgBA8gBAPgBAZgCAaACBJgDAIgGAZAGB5IHATGgBwCyBwC4BwDCBwMyLTHIBwM&amp;amp;sclient=gws-wiz-serp" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Thuja
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            (die man nicht richtig zurückschneiden kann, weil sie außen zwar immergrün aber innen braun und tot sind und außerdem giftig),
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Lorbeerkirsche" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Kirschlorbeer
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            (immergrün und ebenfalls giftig), eine Zierkirsche ohne Kirschen (die Eigentümer scheuten wohl die "Sauerei" mit richtigen Kirschen) sowie eine Trauerweide, bei der du schon beim Hingucken Depressionen bekamst.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Anfang der 70er, als das Haus umgebaut und erweitert wurde, war das offenbar alles sehr angesagt: Nutzwert spielte keine Rolle mehr, man leistete sich den reinen Status und richtete es sich dabei auch im Garten möglichst bequem ein - eine Grundhaltung, die sich bis heute durch Wohlstandsgesellschaften zieht und die ziemlich sicher ihren Teil zur Naturentfremdung beigetragen hat – nur noch übertroffen von den unsäglichen Steingärten, die in einigen Bundesländern
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.br.de/radio/bayern1/steingarten-102.html" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           mittlerweile sogar verboten sind
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            , weil sie zu noch mehr zur Überhitzung bebauter Flächen beitragen als die verkorkste Stadtplanung ohnehin schon zu verantworten hat, mit ihrer Vorliebe für fantasielose und sterile Flächenversiegelung. Wer z.B. je durch Bielefeld* gegangen ist, vom Bahnhof über den Neumarkt
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.bauwelt.de/themen/bauten/Kesselbrink-in-Bielefeld-Aufwertung-innerstaedtischer-Platz-2154982.html" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           vorbei am Kesselbrink
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            durch die Fußgängerzone und über
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://panoviewer.toolforge.org/#Bielefeld_Jahnplatz_Panorama.jpg" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           den Jahnplatz
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            bis vors Rathaus, der kann berichten vom schier grenzenlosen Reichtum der Stadt an trostlos zugepflasterter urbaner Alltagshölle.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wir haben dann also begonnen, die vorhandene Friedhofsbotanik schrittweise zu ergänzen durch ein kleines Apfelbäumchen, echten Wein, Himbeer- und Stachelbeersträucher, einen Schmetterlingsflieder (der mit seinen lila Blütendolden tatsächlich jede Menge Falter und Hummeln anlockt, sogar mitten in München) und Kapuzinerkresse, die zwar auch lustig alles überwuchert, im Spätsommer aber wundervolle gelbe und orange Blüten treibt. Die sind nicht nur wirklich hübsch, man kann sie auch essen. Sie schmecken leicht scharf und würzig und veredeln jeden Salat. Zwischen dem
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Rhododendren" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Rhododendron
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            jedenfalls (Friedhofsbotanik!) drängt sich seit diesem Jahr langsam aber unaufhaltsam eine Brombeere ans Licht. Jetzt im Spätsommer trägt sie erste Früchte. Und damit sind wir beim eigentlichen Teil der Geschichte: Mit Brombeeren verbinde ich ganz wundervolle Kindheitserinnerungen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.google.com/search?q=harald+welzer&amp;amp;oq=Harald+welzer&amp;amp;gs_lcrp=EgRlZGdlKg0IABAAGIMBGLEDGIAEMg0IABAAGIMBGLEDGIAEMgcIARAAGIAEMgcIAhAAGIAEMgcIAxAAGIAEMgcIBBAAGIAEMgcIBRAAGIAEMgcIBhAAGIAEMgcIBxAAGIAEMggICBDpBxj8VdIBCDI2NjlqMGoxqAIAsAIA&amp;amp;sourceid=chrome&amp;amp;ie=UTF-8" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Der Soziologe Harald Welzer
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            hat einmal in einem Interview (über Politik) gesagt: „Ich wollte verstehen, wie sich unsere Gefühlsstrukturen überhaupt bilden, weil sie ja für unsere Orientierung oder im negativen Fall Desorientierung verantwortlich sind. Dazu gehören Kindheitserinnerungen, Heimatgefühle, Gerüche, Klänge, Fantasie. All das bildet den Hintergrund unseres Lebensgefühls, wenn man so will, unsere Beziehung zur Welt. Die ist unbewusst, aber gerade deshalb unheimlich wirksam.“ Treffender ließe sich kaum umschreiben, warum Brombeeren mich so berühren. Möglicherweise empfindet der Bielefelder aus genau dem gleichen Grund ähnlich beim Anblick vereinzelter eng in Beton eingesperrter Stadtbäume (Freiflächengestaltungsverordnung! Angemessene Stadtbegrünung! Bebauungsvorschrift!), kann es mir aber nicht so richtig vorstellen. Viel eher empfindet er gar nichts mehr, und Welzer würde diese beinahe schon notwehrähnliche Gleichgültigkeit dem eigenen Wohnort gegenüber wohl eher als "negative Desorientierung" bezeichnen. Natürlich ist das gemein. Der Bielefelder fährt ja zum Beispiel sehr gerne Rad (die Stadt ist reich an Fahrradhistorie und -kultur und müht sich sehr um eine gute Fahrrad-Infrastruktur). Wer Rad fährt, nimmt seine Umwelt definitiv anders wahr, intensiver und bewusster als z.B. aus einem vollklimatisierten Auto. Und mit dem Rad ist man auch in Bielefeld schnell dort, wo es viel schöner ist als zwischen Kesselbrink und Rathaus. Ich für meinen Teil bevorzuge jedenfalls Brombeeren.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Als ich selbst noch ein kleiner Junge war, gingen wir im Spätsommer mit zwei großen Blecheimern in den Wald, um Brombeeren zu sammeln (an anderen Tage Pilze und Heilkräuter). Wir kannten etliche Stellen, an denen die Brombeerhecken meterhoch wucherten und ein nahezu undurchdringliches Dickicht bildeten, in das man aber dennoch hinein konnte, wenn man wusste wie und wo, um drinnen dann wie in einer dornigen Festung umgeben zu sein von unzähligen üppigen Dolden voller tiefschwarzer dicker reifer Brombeeren. Die Blecheimer standen auf einer kleinen freien Fläche mitten im dornigen Gestrüpp und füllten sich langsam aber unaufhaltsam. Wir hatten alte Kleider angezogen und Bauhandschuhe, um beim Arbeiten in dem verwunschenen Gestrüpp geschützt zu sein. Und wenn wir am Abend müde nach Hause kamen, waren die beiden Eimer voll mit Beeren, die Hände und Münder blauviolett, und die Mutter hatte bereits ein frisches Geschirrtuch zwischen den Beinen eines umgedrehten Küchenstuhls festgespannt, durch das die frischen Beeren dann mit einem großen Holzlöffel gedrückt und umgehend zu Saft und Gelee weiterverarbeitet wurden, noch bevor sie den ersten Schimmel ansetzen konnten (was meist nur eine einzige Nacht dauerte, ungewaschen und so ganz ohne Konservierungsmittel).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Gefühl völliger Geborgenheit auf der kleinen sonnendurchfluteten Lichtung mitten in den Brombeerhecken trage ich bis heute in mir. Um dich herum war der Wald mit all seinen Gerüchen und kleinen Geräuschen, die Zivilisation und die nächste Ortschaft schienen unendlich weit entfernt, der Spätsommerhimmel mit seinem unverwechselbaren Licht, bei dem sich zur Wärme immer auch schon eine melancholische Note mischte, die den nahenden Herbst bereits erahnen ließ. Dann dieser ganz besondere unvergleichlich wild-würzige Duft der Brombeerhecken, ein paar Vogelstimmen, allerlei Insekten, durch das Zwielicht wabernde Spinnfäden, ein vollkommenes Idyll von heiler Welt, in der Erinnerung natürlich zusätzlich ins wild Romantische verklärt. Der kleine Junge hat sich damals selbst gefühlt wie ein Waldtier, das zuhause war in den Brombeerhecken. Dazu dieses wunderliche, beinahe rauschhafte Glücksgefühl im Kopf (wahrscheinlich war es ja doch nur der Fruchtzucker - möglicherweise aber auch 100.000 Jahre alte Jäger-Sammler-Artefakte in den Genen).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vielleicht steckt ja viel von der Tragik des modernen Stadtmenschen in der Tatsache, wie wenig er noch für dornige Hecken übrig hat.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Geht mit Euren Kindern in die Brombeeren!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           * Es könnte sich auch problemlos um beinahe jede andere deutsche Stadt handeln. Nicht umsonst gibt es beispielsweise das Schimpfwort "Münchner Bauträgerarchitektur", die in ihrer Einfalls- und funktionalen Trostlosigkeit häufiger an Justizvollzug erinnert und sehr viel weniger an eine Antwort darauf, was lebenswertes Wohnen sein könnte. München kann so abstoßend hässlich sein wie jede andere Stadt auch (vor allem in unmittelbarer Nähe zum Mittleren Ring). Nur, dass man dieser Erkenntnis in München auch ganz prima aus dem Weg gehen kann, in Isarnähe oder dem Englischen Garten. Aus Bielefeld kenne ich das Flächenversiegelungs-Trauerspiel jedenfalls aus häufiger eigener Begehung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           &amp;#55357;&amp;#56393; kleine Beiträge wie dieser sind Erinnerungen: an reine Freude, die ich empfunden habe - und häufig auch immer wieder, wenn ich sie sehe. Ein ungewöhnlicher Blick, überraschende Sichtweisen und Entdeckungen, inspirierende Kreativität, ein schöner Gedanke, gelungenes Handwerk, schöne Formulierungen, Dinge mit Seele. Sie sind vollkommen zweck- und absichtsfrei - und trotzdem alles andere als sinnlos: Es tut unendlich gut, sich jeden Tag über etwas zu freuen. Und sei es noch so unbedeutend. Enjoy!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Thu, 25 Sep 2025 17:19:47 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Overnighter am letzten Sommer-Wochenende</title>
      <link>https://www.hartmutulrich.de/overnighter-am-letzten-sommer-wochenende</link>
      <description>Von München aus  mit dem Fahrrad zum Walchensee und über die Jachenau und den Isarradweg wieder zurück - ein wundervoller Overnighter am letzten Sommerwochenende.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h1&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bikepacking-Overnighter am letzten Sommer-Wochenende
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h1&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Walchensee ist legendär schön, so dass er seit jeher an sonnigen Tagen Tausende von Besuchern anzieht. Dann steht alles voll mit Autos. Nur in den frühen Morgenstunden, wenn noch alles kalt und klamm ist, erlebst du den See ganz still und menschenleer.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Es gibt einige Gründe, nach München zu ziehen
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.hartmutulrich.de/liebeserklaerung" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           und nie wieder weg
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            . (das mag nicht für jeden Charakter gelten und nicht für jede Erwartungshaltung - ich jedenfalls könnte mir keinen besseren Ort wünschen). Einer der besten Gründe, für immer zu bleiben, ist ganz ohne Frage das bayerische Voralpenland im Spätsommer. Am besten, du erkundest dieses idyllische Fleckchen Erde mit dem Rad. Zu Fuß ist es natürlich mindestens so schön (beim Wandern
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.hartmutulrich.de/ueberschreitung-des-rabenkopf" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           auf den Bergkämmen der Münchner Hausberge
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           ; du musst nur die Wege kennen, die nicht so überlaufen sind - also überall dort, wo es steil und mühsam ist und vielleicht ein bisschen ausgesetzt und wo auf keinen Fall eine Bahn hinauf geht). Aber auf dem Rad siehst du in viel kürzerer Zeit viel mehr vom Land. Wenn du ein bisschen planst, entdeckst du ungezählte Stellen von entzückender Schönheit, die du mit dem Auto niemals zu Gesicht bekommen wirst.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der Leo wollte jedenfalls schon die ganze Zeit mal eine Radtour mit mir machen - mit Übernachtung im Zelt und richtigem Outdoor-Abenteuer und so. Er liebt sein Liegerad,
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.veloplan.de/autonom-und-selbstwirksam-unterwegs-freiheit-mit-dem-liegerad/" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           das ihm trotz Gehbehinderung ein hohes Maß an Autonomie und Beweglichkeit schenkt
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           . Das E-Bike schafft voll beladen mit zwei Akkus (500 Wh und 400 Wh) etwas über 100 Kilometer, und das ist auch ziemlich genau die Distanz, die Leo an einem Tag körperlich bewältigen kann (ganz ohne Treten geht es ja auch bei einem E-Bike nicht, und das sind dann immerhin rund fünf Stunden on the road). Er fährt einfach gerne, liebt die Dynamik, die Bewegung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Schon seit Wochen hatten wir ein Auge auf die Wetterbedingungen, aber es wollte einfach nicht so richtig passen. Dieser Sommer 2025 hatte seine heißen Phasen, war aber in Summe eher durchaus durchwachsen und an vielen Wochenenden mindestens einen Tag regnerisch. Das geht zwar auch, mit der richtigen Ausrüstung (meist regnet es tatsächlich viel weniger als prognostiziert), macht aber nicht so viel Spaß. Dieses Mal passte es perfekt: Das vorletzte Spätsommer-Wochenende im September zeigte zwei makellose Sonnen in der Wetter-App, so gut wie keinen Wind und nochmal hochsommerliche Temperaturen. Yeah! DIE Gelegenheit, dem Wiesn-Anstich in München zu entkommen (nix gegen die Wiesn - entspannt gegen Wiesn-Ende Anfang Oktober ist mir aber lieber).
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zu dieser Jahreszeit ist das Licht mit Abstand am schönsten, die Natur erscheint geradezu kitschig verklärt, ganz besonders in Oberbayern. Noch sind die Wiesen im welligen Voralpenland satt grün, bei trockenem Wetter ein letztes Mal vor dem Winter frisch gemäht, und es durftet überall nach Heu. Die Bäume mischen erste Gelb- und Brauntöne zum Wiesengrün, darüber ein strahlend blauer Himmel, nicht mehr so hart ultraviolett wie im Hochsommer, dazu das tiefe Grünblau der Isar... wie gesagt, da willst du nie wieder weg.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Leo und ich haben also am Freitag Abend ein paar Sachen gepackt, das treue Expeditionszelt, das schon über 20 Jahre alt ist, und das uns
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.hartmutulrich.de/backpacking-patagonia" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           schon in Patagonien
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            treue Dienste geleistet hat, Schlafsäcke, Isomatten, den Jetboil-Gaskocher, Wasserflaschen, Mineralpulver, Stirnlampe, Ersatzakku, Powerbank.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auf dem Campingplatz am Walchensee haben wir gerade noch den letzten freien Stellplatz reserviert (ein kleines Zelt und zwei Fahrräder gehen eigentlich immer). Wild Campen wäre zwar auch denkbar gewesen zur Not – aber nicht in einem derart überlaufenen und stark überwachten Gebiet wie dem Walchensee - oder gar im Naturschutzgebiet (da kennen die Förster zu Recht keine Gnade). Außerdem solltest du beim Wildcampen kein Zelt aufstellen und eher mit Camouflage unterwegs sein (ein fauchender Gaskocher ist dann auch nicht unbedingt das Gelbe vom Ei). Und ein Biwak unter freiem Himmel ist Ende September sowieso immer eine grenzwertige, weil nasse Angelegenheit: über Nacht fällt nach einem warmen Sommertag schon ordentlich Tau, und es kühlt stark ab. Außerdem musst du dann auch Akkus für die Rückfahrt dabei haben oder irgendwo unterwegs laden - eigentlich keine Option mit E-Bike, der 500er-Akku braucht fünf Stunden, bis er wieder voll ist.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Komoot bietet eine Menge Routen-Alternativen von München an den Walchensee, es ist problemlos möglich, größere Straßen fast vollständig zu meiden und komplett auf einsamen Landsträßchen oder Waldwegen zu rollen, zum Beispiel auf dem wundervollen Isarradweg.
            &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nur am Kesselberg kommst du kaum vorbei, das Nadelöhr, das sich in Serpentinen vom Kochel am See hinauf zum Walchensee windet: Wenn du diese Route meiden willst, musst du entweder einen ultrasteilen Schottertrail von Kochel am See wählen. Der ist aber nur mit dem Mountainbike zu bewältigen – und nicht mit einem beladenen Liegerad. Wir haben das versucht, sind dann aber bereits am ersten Anstieg umgekehrt, weil das Liegerad schlicht nicht genug Druck aufs Hinterrad bringt für so eine Route. Und es keinen Sinn hat, mitten in einem derartigen Anstieg nicht mehr weiter zu kommen. Wir sind also direkt umgedreht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Was immer geht: über Lenggries, Bad Tölz und die Jachenau. Eine landschaftlich atemberaubend schöne Route, die wir uns allerdings für den Rückweg reserviert hatten, weil es da über viele Kilometer flach und mühelos vom Walchensee hinausrollt bis runter nach Lenggries. Wenn du das von der anderen Richtung kommst, hast du eben über viele Kilometer Steigung. Die dritte Variante führt über Krün an die Rückseite des Walchensees, mit Westumfahrung des Kochelsees. Diese Variante wäre allerdings auch wieder eine Streckenverlängerung gewesen, die wir mit Blick auf die Akkukapazität des E-Bikes nicht ausprobieren wollten - und nach dem Umkehren am Anstieg bei Kochel auch zu umständlich.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Also sind wir den Kesselberg rauf. Das ist in keinem Fall eine empfehlenswerte Erfahrung mit dem Fahrrad, zwischen ungeduldigen bis aggressiven Auto- und Motorradfahrern, Lärm und Abgasgestank. Saugefährlich, ein brutaler Gegensatz zum lieblichen Rest der Tour. Andererseits dauert der Anstieg auch nicht ewig. Und es gibt am Fuß ds Bergs grad eine Baustelle mit Ampel, so bekommst du immer ein paar Minuten Ruhe wenn die Gegenspur Grün hat, dann kommen zehn oder zwölf Autos hintereinander weg, danach ist wieder kurz Ruhe. Ging also - braucht trotzdem kein Mensch.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Kurz vor Anmeldeschluss um 18 Uhr und auf dem letzten Balken im Display des zweiten Akkus erreichen wir schließlich den Campingplatz am See, stellen flugs unser Zelt auf, blinzeln noch einmal in die Sonne, die gerade hinter dem Berg verschwindet und gehen schnell noch was was essen. In den Restaurants entlang des Sees ist es, als wäre die Zet stehen geblieben: Die gleichen Salatkombinationen, Schnitzel und Ketchuptütchen gab es schon in den 70er-Jahren, als ich mit meinen Eltern hier Urlaub machte. Als wir zurück zum Zelt radeln, wird es bereits dunkel und kalt (der Walchensee liegt auf 800 Metern).
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           So ein bewirtschafteter Zeltplatz benötigt gewisse Formalien und Geduld (die stets gute gelaunte Betreiberin nimmt sich für jeden einzelnen Gast Zeit, um die Platzeinweisung in epischer Länge zu präsentieren, und wenn vor dir noch fünf weitere Ankömmlinge stehen...). Der Platz bietet sehr saubere Toiletten, an zahlreichen Wasserhähnen am Platz frisches Wasser und für einen Euro eine warme Dusche - ein Luxus, den wir uns gerne  leisten. Gegen 20 Uhr liegen wir satt und frisch geduscht in den Schlafsäcken. Für zwei Euro habe ich mir außerdem den Schlüssel für eine der Außensteckdosen am Infohäusel geliehen und den ersten leeren E-Bike-Akku angeschlossen. Der braucht wie gesagt fünf Stunden. Ach ja, Ohrenstöpsel solltest du dabei haben, ein Campingplatz ist niemals ganz still, schon wegen der Straße nicht, die auch in der Nacht deutlich zu hören ist. Leo hat keine dabei und schläft deswegen sehr unruhig. Ich habe welche dabei, schlafe aber auch unruhig, weil es mir erst viel zu warm und später zu kalt ist.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Nacht ist nasskalt, reichlich Tau von außen und Kondensflüssigkeit von innen, sie läuft sogar am Innenzelt herunter. Am Morgen kriechen wir klamm und kalt aus dem klitschnassen Zelt, schütteln die Planen ein bisschen ab und rollen es nass zusammen wie es ist. Mit dem E-Bike spielt das Mehrgewicht keine Rolle. Wäre ich allein unterwegs, sähe das anders aus. Dann hätte ich aber wahrscheinlich gar kein Zelt dabei, sondern nur einen Biwaksack.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich hätte schwören können, zwei Tütchen Instant-Kaffeepulver eingesteckt zu haben, finde sie aber nicht. Gibt’s halt nur eine Tasse heißes Wasser, auch ok. Die Sonne wird es erst sehr viel später über den Berg schaffen, so lange können wir nicht warten. Immerhin haben wir nun wieder knapp 100 Kilometer vor uns. Nochmal in der Schlange anstehen mit den unendlichen Gesprächen (gezahlt wird bei Abreise) und schnell noch Schoko-Croissants,  Bananen und ein Snickers zum Frühstück, dann geht's auf die Straße. Die Mautstraße führt am Ostufer des Walchensees entlang und ist jetzt am Morgen ein Traum. Wo tagsüber kein einziger Stellplatz mehr frei ist, ist nun am frühen Morgen noch Stille und Einsamkeit. Das wird sich rasch ändern (der Sonntag wird ja ein letztes Mal richtig warm werden) - aber da liegt der See längst hinter uns.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Rückfahrt über die Jachenau und ab Lenggries über den Isarradweg entschädigt uns voll für die eher mühsame Nacht. Für mich ist die Isar der schönste Fluss der Welt, von ihrem Ursprung im Karwendel bis durch München hindurch ein naturbelassener bzw. renaturierter Traum in Schotter und Grün – als wärst du irgendwo in Kanada.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das letzte Stück bis nach München zieht sich dann doch, der Leo bleibt aber tapfer und strampelt auch die letzten 20 Kilometer, vorbei an der Pupplinger Au und der Kugler Alm (
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.google.com/search?q=kugler+alm+radfahrer&amp;amp;oq=Kugler+alm+ra&amp;amp;gs_lcrp=EgRlZGdlKgcIARAAGIAEMgoIABAAGIAEGPkHMgcIARAAGIAEMgYIAhBFGDkyCAgDEAAYFhgeMggIBBAAGBYYHjIKCAUQABiABBiiBDIKCAYQABiABBiiBDIKCAcQABiiBBiJBTIKCAgQABiABBiiBDIICAkQ6QcY_FXSAQg2ODc5ajBqMagCALACAA&amp;amp;sourceid=chrome&amp;amp;ie=UTF-8" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           wo die drei Bodenschwellen liegen, die gerade sehr viel mediale Aufmerksamkeit kriegen
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           ), der Nussbaumranch und schließlich schnurgerade durch den Perlacher Forst bis nach Hause.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zuhause scheint gerade noch die warme Spätnachmittagssonne. Schnell das triefend nasse Zelt ausgepackt und zum Trocknen in den letzten Sonnenstrahlen ausgebreitet. Zur Belohnung gibt’s ein eiskaltes Bierchen, und ich verabschiede diesen Sommer, indem ich wie eine Katze mit halb geschlossenen Augen in die tief stehende Sonne blinzle, bis sie komplett hinter dem Haus verschwunden ist. Dann ist dieses unvergessliche und wunderbare Wochenende auch schon wieder zu Ende.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und der Sommer leider auch.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           &amp;#55357;&amp;#56393; kleine Beiträge wie dieser sind Erinnerungen: an reine Freude, die ich empfunden habe - und häufig auch immer wieder, wenn ich sie sehe. Ein ungewöhnlicher Blick, überraschende Sichtweisen und Entdeckungen, inspirierende Kreativität, ein schöner Gedanke, gelungenes Handwerk, schöne Formulierungen, Dinge mit Seele. Sie sind vollkommen zweck- und absichtsfrei - und trotzdem alles andere als sinnlos: Es tut unendlich gut, sich jeden Tag über etwas zu freuen. Und sei es noch so unbedeutend. Enjoy!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Sun, 21 Sep 2025 11:22:11 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.hartmutulrich.de/overnighter-am-letzten-sommer-wochenende</guid>
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      <media:content medium="image" url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/Walchensee.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/Walchensee.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Überschreitung des Rabenkopf</title>
      <link>https://www.hartmutulrich.de/ueberschreitung-des-rabenkopf</link>
      <description>Schöne Tageswanderung von Kochel hinauf bis zum Rabenkopf. Mit Blick aufs Murnauer Moos, den Kochelsee, Herzogstand, Jochberg, Heimgarten und Bedendiktenwand.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h1&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Überschreitung des Rabenkopf
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h1&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Rabenkopf steigt vom Kochelsee aus rund 1.000 Höhenmeter an und gehört zu den leicht erreichbaren Münchner Hausbergen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Was eine "kleine Tagestour" von München aus ist, definieren ja nicht nur die Konditionsverhältnisse und die Höhenmeter, es kommt auch immer auf die Verkehrslage an. Zum Kochelsee über den Mittleren Ring und die A95 Richtung Garmisch geht aber eigentlich immer - anders als über die notorisch überfüllte A8 Richtung Salzburg.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Für diese Tour musst du auch nicht unbedingt im Morgengrauen aufstehen, es reicht, wenn du gegen acht aus dem Bett kriechst und um zehn oder auch um elf vor Ort in Kochel einen Parkplatz suchst (Bahn geht auch aber der Zeitaufwand ist dann deutlich höher).
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Tour beginnt mit sanftem Anstieg entlang eines murmelnden Alpenbächleins mit zahlreichen grünen Gumpen, und kaum bist du richtig warm, begrüßen dich auch schon zwei allerliebste Wasserfälle im romantischen alten Märchenwald. Danach geht es erst richtig zur Sache: Die Mehrzahl der Parkplatzvollsteller kommt eh nicht weiter als bis zum hinteren Wasserfall und geht auf gar keinen Fall einen der steilen Trails. Spätestens ab da bist du allein, auch wenn unten an den Wasserfällen eigentlich immer wer ist. Nun geht es  mehr oder weniger in der Diretissima in engen Schleifen den Berg rauf. Im Handumdrehen hast du mehrere hundert Höhenmeter gewonnen und der Rücken am Rucksack ist erst mal verschwitzt. Aber die Aussicht ist grandios.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Es geht ein gutes Stück durch den sehr stillen und weiter sehr steil ansteigenden Wald, der Waldboden federt torfig-braun, ist mit den unzähligen Wurzeln aber nicht ohne. Gegen Mittag erreichst du den grasigen Grat, dem du weiter Richtung Osten folgst. Links und rechts geht's nun steil runter - aber nie so, dass Höhenangst angesagt wäre. Trittsicher solltest du aber trotzdem sein. Nach kurzer Zeit passierst du das Feuereck (1.407 Meter), das immer noch komplett im Wald liegt aber bereits grandiose Fernblicke in mehrere Richtungen öffnet. Immer am Grat entlang geht es dann weiter bergauf bis zum Rabenkopf (1.555 Meter), von dem aus du in östliche Richtung auf die Benediktenwand blickst, nach Norden ins Voralpenland mit dem braunen Murnauer Moos direkt zu deinen Füßen - und ganz rechts hinten am Horizont hinter dem Starnberger See München in der flachen Hochebene.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Nach Westen geht der Blick vom Kochelsee über die anderen Münchner Hausberge, auf denen wir allesamt schon so oft gestanden sind, den Herzogstand mit dem Gratweg zum Heimgarten und der Jochberg in direkter Nachbarschaft. Es folgt ein Eintrag ins Gipfelbuch (ja, es gibt eine Metallbox mit Gipfelbuch, sogar ein Stift ist drin) und eine ordentliche Brotzeit. Und dann kannst du entscheiden, ob du genau den gleichen Weg wieder absteigst - oder eher nach Süden ein Stück talwärts bis zur Staffelalm, dort ein Weißbier trinkst und erst dann an der Südflanke des Rabenkopfs zurückquerst. Da es einen Gegenanstieg gibt, sind das noch einmal rund 300 zusätzliche Höhenmeter, die nicht unbedingt sein müssen, der Strecke aber zusätzliche Abwechslung bescheren.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Knappe elf Kilometer bei 1.100 Höhenmetern - das ist keine Tour für Ungeübte aber gut an einem Tag zu machen und mit grandiosen Weitblicken.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/files/uploaded/%C3%9Cberschreitung+Rabenkopf+von+Kochel.gpx" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Hier ist der GPX-Track zum Download.
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           &amp;#55357;&amp;#56393; kleine Beiträge wie dieser sind Erinnerungen: an reine Freude, die ich empfunden habe - und häufig auch immer wieder, wenn ich sie sehe. Ein ungewöhnlicher Blick, überraschende Sichtweisen und Entdeckungen, inspirierende Kreativität, ein schöner Gedanke, gelungenes Handwerk, schöne Formulierungen, Dinge mit Seele. Sie sind vollkommen zweck- und absichtsfrei - und trotzdem alles andere als sinnlos: Es tut unendlich gut, sich jeden Tag über etwas zu freuen. Und sei es noch so unbedeutend. Enjoy!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/Rabenkopf-1.jpg" length="304284" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Sat, 13 Sep 2025 17:53:37 GMT</pubDate>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Unwiederbringlich beschädigt</title>
      <link>https://www.hartmutulrich.de/unwiederbringlich-beschaedigt</link>
      <description>Fünf- oder sechsmal war in in New York, immer beruflich, immer nur kurze Abstecher, zwischen 1993 und 1996. Danach hat es sich einfach nicht mehr ergeben...</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h1&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Unwiederbringlich beschädigt
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h1&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/New+York-057-53eeee7a.jpg" alt="Limonade"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/New+York-062.jpg" alt=""/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Fotos entstanden 1996, es gab noch keine Digitalfotografie und das Labor hatte meinen Diafilm verdorben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Fünf- oder sechsmal war ich insgesamt in New York, zwischen 1993 und 1996, immer kurze Abstecher, immer beruflich. Vielleicht ohnehin die beste aller Arten, den Puls dieser Stadt zu spüren, ihre Atemlosigkeit und Geschäftigkeit, aber auch die Energie, jeweils drei bis zehn Tage mit sehr wenig Schlaf, tagsüber Termine, nachts unterwegs bis zum Umfallen, alles mitnehmen, was der Körper mitmacht, am Ende jedes Mal erschöpft im Flugzeug mit der Gewissheit, unter den Nachwirkungen des Jetlag innerhalb kürzester Zeit Texte fertigstellen zu müssen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            New York passte perfekt zum Jahrzehnt, die Neunziger kannten nur eine einzige Pedalstellung: Vollgas. I'll sleep when I'm dead. Fegefeuer der Eitelkeiten, American Psycho, Supermodels, Glamorama. Wir sind nachdenklicher geworden seit damals, ein wenig zumindest, demütiger auch, sogar
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.google.com/search?q=Bret+Easton+Ellis&amp;amp;oq=Bret+Easton+Ellis&amp;amp;gs_lcrp=EgRlZGdlKgwIABBFGDkYsQMYgAQyDAgAEEUYORixAxiABDIHCAEQABiABDIHCAIQABiABDIHCAMQABiABDIHCAQQABiABDIHCAUQABiABDIHCAYQABiABDIHCAcQABiABDIICAgQ6QcY_FXSAQg0MDMyajBqMagCALACAA&amp;amp;sourceid=chrome&amp;amp;ie=UTF-8" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Bret Easton Ellis
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            .
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            1996 war der letzte Abstecher, und in den wenigen freien Stunden neben den Terminen war ich mit meiner
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.google.com/search?q=olympus+is+3000&amp;amp;oq=Olympus+IS&amp;amp;gs_lcrp=EgRlZGdlKgcIBRAAGIAEMgYIABBFGDkyBwgBEAAYgAQyBwgCEAAYgAQyBwgDEAAYgAQyBwgEEAAYgAQyBwgFEAAYgAQyBwgGEAAYgAQyBwgHEAAYgAQyBwgIEAAYgAQyCAgJEOkHGPxV0gEINTk5M2owajGoAgCwAgA&amp;amp;sourceid=chrome&amp;amp;ie=UTF-8" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Olympus IS-3000
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            unterwegs. Keine Digitalkamera, die kamen ja erst viel später. Ich fotografierte auf Diafilm, ISO 400, das Ergebnis immer leicht körnig aber auch bei schlechtem Licht halbwegs brauchbar, ein technischer Kompromiss. Keine außergewöhnliche Kamera aber mit dem fest eingebauten 35-180-Zoomobjektiv eine für mich gerade so erschwingliche Reise-Spiegelreflex. Die Kontakte zur automatischen ISO-Erkennung waren auf unerklärliche Weise verbogen, was zu einer ständigen Fehlinterpretation der Filmempfindlichkeit führte, ich musste eine Belichtungskorrektur eingeben, damit die Bilder nicht überbelichteten und habe lange gebraucht, um herauszufinden, woran das eigentlich lag.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Als ich wieder zuhause war und meine Dias vom Entwickeln abholte, hatte das Labor die Filme verdorben. Die meisten Originale waren stark verunreinigt und wiesen Spritzer und Flecken von Chemikalien auf. Anbei lag ein belangloses Entschuldigungsschreiben und “zu meiner Entschädigung” eine - unbelichtete - Filmrolle.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Natürlich war ich wütend, tröstete mich aber mit der Aussicht, möglichst bald wieder nach New York zu fliegen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich war nie wieder dort.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die verdorbenen Diafilme lagen jahrelang in einer Blechkiste im Keller, und als ich sie beim nächsten Umzug wiederentdeckte (Anfang 2001), waren sie verstaubt und verschmutzt, von Feuchtigkeit angegriffen und außerdem zerkratzt. 2003 habe ich die Filme durch den Diascanner gejagt wie sie waren. Hier sind drei dieser beschädigten Fotos, schlecht belichtet, unbearbeitet, unperfekt, eine derart unterirdische fotografische Qualität kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen. Priceless, anyway.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Diese Bilder sind mein eigenes Gedenken an eine Zeit, die es nicht mehr gibt. An die stolzen Twin Towers, an meine Bewunderung für Amerika, mit der ich aufgewachsen bin, und die mein Weltbild maßgeblich mit geprägt hat (
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.hartmutulrich.de/mondlandephilosophie" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Mondlandung
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            , Popkultur, Hollywood, das Silicon Valley und überhaupt das amerikanische Freiheitsdenken und die grenzenlose Positivität), unwiederbringlich verloren auf eine Weise, wie ich sie mir damals in den wildesten Träumen nicht hätte ausmalen können.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Erst die Zeit macht Fotos wertvoll, sogar die weniger gelungenen, mitunter auch die vollkommen verdorbenen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           (bis hier stammt dieses Stück aus meinem Blog von 2003 - das es ebenfalls schon lange nicht mehr gibt)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Damals, 2001, galt meine Erschütterung dem Zusammenbruch der Twin Towers. Fassungslos erkennen zu müssen, dass so etwas überhaupt möglich war in einer so geordnet und  unangreifbar scheinenden, überlegenen Welt. Die Erschütterung ist immer noch da, sie gilt nun dem Ganzen. Es kollabiert alles, was wir für unverbrüchlich hielten, auf großer Bühne für die ganze Welt sichtbar, das Weltbild eines Westens, sein Zukunftsversprechen, in dem jeder, der sich nur genug anstrengte, es zu Wohlstand bringen und hoffen durfte, es werde den eigenen Kindern sogar noch etwas besser gehen. Die Zukunftserzählung ist kollabiert wie die Twin Towers, wir stehen fassungslos vor den Trümmern und fragen uns, was die neue Erzählung ist.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Raum zwischen "nicht mehr" und "noch nicht" enthält die Möglichkeit, Dinge anders und neu zu denken. Er enthält noch die gesamte Zukunft. Sie lässt sich in Grundzügen bereits erahnen aber noch nicht sehen, die utopische genauso wie die dystopische. Vielleicht sind Möglichkeitsräume deswegen so schwer zu ertragen für Menschen, die mit den Ansprüchen und vermeintlichen Gewissheiten dieser konsumistischen Wohlstandswelt aufgewachsen sind. Europa bleibt mein Kontinent: Je mehr ich unterwegs war in der Welt, desto klarer sehe ich, was Europa ist - und was es bietet.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/New+York-061.jpg" alt=""/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Thu, 11 Sep 2025 09:15:00 GMT</pubDate>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Von Neuhaus über die Brecherspitz</title>
      <link>https://www.hartmutulrich.de/von-neuhaus-ueber-die-brecherspitz</link>
      <description>Wunderbare Kurzwanderung mit erstaunlich ausgesetzten und steilen Passagen - ideale Kurztour für erfahrener Bergwanderer, mit dem Zug von München gut erreichbar.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h1&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Von Neuhaus über die Brecherspitz
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h1&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Von Neuhaus steigst du steil hoch auf einen U-förmigen Grat mit wundervollem Rundblick bis nach München. Im Hintergrund die Schlierseespitz (1.279 m) mit Blick auf den Schliersee und das Voralpenland bis München.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Neuhaus liegt kurz hinter Schliersee und ist, wenn man an einem sonnigen Spätsommermorgen zwischen den schmucken Häuser hindurch in Richtung Berge wandert, so etwas wie die Insel der Glückseligen: Die Häuser sind allesamt neu und groß und geräumig, teilweise vollständig aus Holz gebaut, alles wirkt wohlhabend, beschaulich, zuversichtlich, gut. Als sei die Zeit stehen geblieben. Ein geradezu absurder Gegenentwurf zu, sagen wir einmal, den Betonhöllen an der Tegernseeer Landstraße in München. Das macht einen schon nachdenklich, denn wer in Neuhaus wohnt, hat allen Grund zu wollen, dass sich niemals auch nur ein bisschen was am Status Quo ändert.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dies ist aber kein philosophisches Stück, sondern eine kleine Wanderungserzählung. Du startest also am Bahnhof in Neuhhaus (der sich auch sehr einfach direkt aus München ohne Auto erreichen lässt), durchquerst Neuhaus und biegst wenige Meter außerhalb der Ortschaft rechts ab in den steil ansteigenden Hang. Die Runde lässt sich auch in umgekehrter Richtung angehen, doch es hatte geregnet, und die nassen Wurzeln im schlammigen Waldgrund schienen uns im steilen Anstieg weniger heikel als bei einem Abstieg. Der schmale Trail ist zugewachsen und sehr leicht zu übersehen, außerdem ist er nichts für Sonntagsspaziergänger. Du bist also mit hoher Wahrscheinlichkeit alleine.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Nach etwa einer halben Stunde krassem Anstieg bist du richtig warm und stehst am ersten kleinen Gipfel, der Anklspitz auf 1.112 Metern, von wo es bereits einen atemberaubenden Blick auf den Schliersee und die umliegenden Ortschaften im Tal gibt. Von der Anklspitz windet sich der Weg auf einem U-förmigen Grat weiter aufwärts, wobei die Anklspitz am linken oberen Ende des U liegt und die Brecherspitz rechts unten am U.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Kurz nach der Schlierseespitz (1.279 m) haben wir es versäumt, auf dem Grat zu bleiben und sind versehentlich schräg hinab zur Ankl-Alm gestiegen, die eigentlich erst als Rastpunkt für den Rückweg vorgesehen war. Um den Fehler zu korrigieren, stiegen wir wieder steil nach oben über eine Kuhweide, um nach rund 300 zusätzlichen Höhenmetern wieder auf dem ursprünglichen Grat anzulangen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Brecherspitz erreichst du über ihren Vorgipfel (1.643 m), an dem erst mal eine schöne Brotzeit fällig war. Der Grat war bis hier wenig begangen - was daran liegen mag, dass er sehr steil, anspruchsvoll und an etlichen Stellen auch ausgesetzt ist - sehr erstaunlich für eine eher harmlose Bergwanderung in den Münchner Hausbergen, die ja allesamt noch zum Voralpenland gehören.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ab dem Vorgipfel ist aber Schluss mit der Einsamkeit, denn es kommen jede Menge Wanderer von der Firstalm hinauf, ein wesentlich leichterer Anstieg oder vom Spitzingsee (du kannst mit dem Auto bis zum Spitzingsattel und dort parken - wesentlich weniger Höhenmeter zu gehen als von Neuhaus).
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Nach der Brecherspitz geht es auf dem U wieder steil bergab, der Abstieg ist technisch nicht schwierig, erfordert aber auch Trittsicherheit und geht auf die Knie.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine wundervolle Runde, die sich je nach Erfahrung und Kondition leicht in drei bis fünf Stunden machen lässt - und mit der kurzen Anfahrtszeit von München eine ganz wundervolle Kurz-Tour für einen sonnigen Tag. Und natürlich haust du dir auf der Ankl-Alm ein Weißbier rein (oder ein Helles) und kaufst ein paar Eckerl vom köstlichen Käse, den sie hier machen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/files/uploaded/Von+Neuhaus+auf+die+Brecherspitz.gpx" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Hier den GPX-Track zur Tour herunterladen
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           &amp;#55357;&amp;#56393; kleine Beiträge wie dieser sind Erinnerungen: an reine Freude, die ich empfunden habe - und häufig auch immer wieder, wenn ich sie sehe. Ein ungewöhnlicher Blick, überraschende Sichtweisen und Entdeckungen, inspirierende Kreativität, ein schöner Gedanke, gelungenes Handwerk, schöne Formulierungen, Dinge mit Seele. Sie sind vollkommen zweck- und absichtsfrei - und trotzdem alles andere als sinnlos: Es tut unendlich gut, sich jeden Tag über etwas zu freuen. Und sei es noch so unbedeutend. Enjoy!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Sat, 06 Sep 2025 08:45:25 GMT</pubDate>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Rundwanderung übers Trainsjoch</title>
      <link>https://www.hartmutulrich.de/rundwanderung-uebers-trainsjoch</link>
      <description>Schöne Bergwanderung von München aus nach Bayerischzell. In vier Stunde, über die Mariandlalm hoch aufs Trainsjoch und wieder zurück - wenig überlaufen.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h1&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Rundwanderung übers Trainsjoch
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h1&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Vom Trainsjoch hat du einen perfekten Rundumblick. Hier in südlicher Richtung der Wilde Kaiser, in der Mitte Ellmauer Halt und Sonnenspitze. © 2025
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Trainsjoch ist mit 1.707 Metern einer der typischen Voralpenberge: Bis oben mit Latschenkiefern bewachsen, auf dem letzten Stück ziemlich steil und schon felsig - aber immer ein einfacher Wanderweg und eine leichte schöne Rundtour. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Du fährt von München aus nicht ganz 80 Kilometer eine gute Stunde nach Bayerischzell, indem du am Irschenberg die Biege machst (oder schon vorher in Weyarn und dann über Schliersee), überquerst gerade mal die Grenze nach Österreich und stellst keinen Kilometer nach der Grenze dein Auto auf einen der zahlreichen Parkplätze ab. Und dann geht's auch schon direkt in den Anstieg.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In knapp drei Stunden gehst du vom Parkplatz auf rund 1.200 Meter vorbei an der Mariandlalm vorbei und hälst dich wahlweise links oder rechts rauf zum Trainsjoch (beide Varianten sind nahezu gleich, eine davon wird auf dem Rückweg dann der Abstieg). Der Weg erfordert keinerlei eigene Orientierung, alles bestens ausgeschildert. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Gipfel besticht trotz der relativ geringen Höhe durch seine Exponiertheit und den freien Rundumblick. In südlicher Richtung siehst du den wilden Kaiser mit bestem Blick auf Sonnenspitze und Ellmauer Halt. Nach einer kleinen Brotzeit steigst du dann auf dem noch nicht begangenen Weg wieder ab, um nach rund 1,5 Stunden wieder bei der Mariandlalm herauszukommen: Beste Gelegenheit, sich mit Kuchen, einer Suppe oder einem Weißbier für die Tour zu belohnen und in einer halben Stunde wieder bis zum Parkplatz zu gehen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auf der lockeren Vier-Stunden-Runde trafen wir überraschend wenige Menschen, ganz anders als sonst an einem Sonntag auf den Münchner Hausbergen. Du startest am Morgen entspannt um 8 in München und bis um vier wieder zurück, ausgiebige Pausen mit eingerechnet. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Oiwei schee! 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/files/uploaded/Rundwanderung+Trainsjoch+%C3%BCber+Mariandlalm.gpx" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Hier den GPX-Track zur Tour herunterladen
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           &amp;#55357;&amp;#56393; kleine Beiträge wie dieser sind Erinnerungen: an reine Freude, die ich empfunden habe - und häufig auch immer wieder, wenn ich sie sehe. Ein ungewöhnlicher Blick, überraschende Sichtweisen und Entdeckungen, inspirierende Kreativität, ein schöner Gedanke, gelungenes Handwerk, schöne Formulierungen, Dinge mit Seele. Sie sind vollkommen zweck- und absichtsfrei - und trotzdem alles andere als sinnlos: Es tut unendlich gut, sich jeden Tag über etwas zu freuen. Und sei es noch so unbedeutend. Enjoy!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/trainsjoch-4.jpg" length="369146" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Sun, 10 Aug 2025 12:27:31 GMT</pubDate>
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      <media:content medium="image" url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/trainsjoch-4.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Werden wir zu Insekten?</title>
      <link>https://www.hartmutulrich.de/wir-werden-zu-insekten</link>
      <description>Technologie neigt dazu, die Werte des Systems zu verstärken, in das sie eingeführt wird. Ist eine Steigerungslogik der einzige verbleibende Wertekern?</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h1&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Werden wir zu Insekten?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h1&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h4&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Produktivitäts- und Erlössprünge durch künstliche Intelligenzen werden absehbar derart enorm ausfallen, dass ganze Gesellschaften deutlich an Wohlstand, Zeit und Muße gewinnen könnten. Für mehr soziales und politisches Engagement, für Miteinander, für Kultur, für Kunst, für das Menschsein. Nur: Das wird nicht passieren. Viel wahrscheinlicher ist ein ganz anderes Szenario.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h4&gt;&#xD;
  &lt;h4&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Eine Auseinandersetzung (25. Juli 2025)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h4&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/ant2.jpg" alt="Blattschneiderameisen"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Ameise ist das höchste Ideal der kybernetischen Denkweise des Silicon Valley: Schleppt ein Vielfaches ihres Körpergewichts, stellt nichts infrage, lässt sich leicht steuern und hat keine anderen Lebensinhalte als für die Ziele der Königin zu malochen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h4&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Technologie verändert Gesellschaften nicht. Sie verstärkt lediglich die Werte des Systems, in das sie eingeführt wird
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h4&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Was ist der eigentliche Wertekern unserer Gesellschaft? Der real gelebte Zeitgeist, nicht jener edel formulierte Ethikkern, der sich z.B. in der Verfassung findet. Könnte es sein, dass rein ökonomische Steigerungs- und Verwertungslogiken alle anderen noch vorhandenen Werte schon längst verdrängt und überschrieben haben?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Falls das stimmt (und es spricht einiges dafür), wird neue Technologie nicht zu mehr Zeitwohlstand für den Einzelnen führen, zu weniger Arbeit oder zu Muße. Sondern zu noch mehr Arbeit: Produktivitätsgewinne werden stets sofort in Geld gewandelt, nie in Zeitwohlstand. Dämmert uns diese Erkenntnis nicht schon länger? Hat uns die ganze Vernetzung und Digitalisierung nicht nur nicht das schon häufig prophezeite "
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.google.com/search?q=%22Das+Ende+der+Arbeit%22&amp;amp;oq=%22Das+Ende+der+Arbeit%22&amp;amp;gs_lcrp=EgRlZGdlKgYIABBFGDkyBggAEEUYOTIICAEQABgWGB4yCAgCEAAYFhgeMggIAxAAGBYYHjIICAQQABgWGB4yCAgFEAAYFhgeMggIBhAAGBYYHjIICAcQABgWGB4yCAgIEAAYFhgeMggICRDpBxj8VdIBCDQ4NDRqMGoxqAIAsAIA&amp;amp;sourceid=chrome&amp;amp;ie=UTF-8" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Ende der Arbeit
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           " beschert - sondern ihr genaues Gegenteil?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h4&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wieso haben uns die ganzen Technologiesprünge nicht längst das Paradies auf Erden beschert, sondern diese Burnout-Alltagshöllen des 21st Century?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h4&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der Imperativ des "immer mehr" als endlose Steigerungslogik ist es, der die Gesellschaft in ihrem Kern antreibt, nicht etwa schöne Ideen humanistischer Prägung á la "Lebenszeit ist kostbar weil endlich, lasst sie uns so menschengerecht wie möglich gestalten". Die innere Logik des "immer mehr" interpretiert "Wert" nicht, indem sie fragt "Was ist ein gutes Leben?", sondern: "Wow, die erste Million! Schon Ideen für die zweite?"
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Steigerung ist dabei der einzige Selbstzweck, ein anderer wird überhaupt nicht diskutiert.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           (Nachtrag vom 9. März 2026
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           : In der Harvard Business Review ist ein Artikel von Aruna Ranganathan und Xingqi Maggie Ye erschienen, der genau diese These stützt: "
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://hbr.org/2026/02/ai-doesnt-reduce-work-it-intensifies-it" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           AI Doesn't Reduce Work - It Intensifies It
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           ")
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Es wäre ja durchaus tolerierbar, würden rein wirtschaftliche Interessen allen zugute kommen (mehr oder weniger zumindest; genau dieser Ansatz war ja der über einige Jahrzehnte funktionierende Pakt der sozialen Marktwirtschaft der alten Bundesrepublik). Spätestens seit dem Siegeszug des
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.google.com/search?q=Plattform%C3%B6konomie&amp;amp;oq=Plattform%C3%B6konomie&amp;amp;gs_lcrp=EgRlZGdlKgkIABBFGDkYgAQyCQgAEEUYORiABDIHCAEQABiABDIHCAIQABiABDIHCAMQABiABDIHCAQQABiABDIHCAUQABiABDIGCAYQABgeMgYIBxAAGB4yCAgIEOkHGPxV0gEIMzY2NGowajGoAgCwAgA&amp;amp;sourceid=chrome&amp;amp;ie=UTF-8" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Plattformk
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           apitalismus
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ist jedoch klar: In der neuen Welt dienen ökonomische Interessen nur sehr wenigen, die überproportional profitieren, auf Kosten aller anderen. Dazu passt der Zeitgeist, die Theorie des 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://news.harvard.edu/gazette/story/2024/03/why-are-we-so-divided-zero-sum-thinking-is-part-of-it/" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Nullsummenspiel
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           s
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            (wo einer gewinnt, muss irgendwer verlieren - die Summe bleibt dabei Null).
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.zeit.de/kultur/2025-10/oliver-nachtwey-carolin-amlinger-faschismus-geschlecht-identitaet-gemeinschaft-gxe" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Der Basler Soziologe Oliver Nachtwey sagt dazu
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            :
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           "Die meisten Leute hätten weniger ein Problem mit der Geschwindigkeit des Fortschritts, wenn sie im eigenen Leben noch stärker vorankommen würden. Und nicht nur den Tech-Milliardären zuschauen müssten, wie sie Macht und Milliarden anhäufen"
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.zeit.de/kultur/2025-10/oliver-nachtwey-carolin-amlinger-faschismus-geschlecht-identitaet-gemeinschaft-gxe" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Oliver Nachtwey
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           : "Der Kuchen wird nicht mehr größer, sondern bleibt gleich groß oder schrumpft. Der Gewinn der einen ist jetzt der Verlust der anderen: Wir treten jetzt ein in die Nullsummenwelt. Dieses Nullsummendenken ist wahrscheinlich der dramatischste Wandel in der Mentalität westlicher Gesellschaften überhaupt. Das Explosive daran ist, dass es den Umgang der Menschen miteinander verändert". Oder anders: Die Theorie des Nullsummenspiels legitimiert egoistische Alleingänge und erschwert bzw. zerstört Kooperationsbereitschaft - zwischen Unternehmen genauso wie zwischen Staaten und Gesellschaften. In der Logik des Nullsummenspiels übersetzt neue Technologie jeden Fortschritt in möglichst viel Profit für Wenige, auf Kosten aller anderen - und nicht, um Freiräume für alle zu schaffen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h4&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Beispiele aus der Praxis?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h4&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Schon heute mangelt es Ärzten keineswegs an Technologie, sondern an Zeit. Die Gesundheitssysteme stellen Effizienz und Kostensenkungen über die "Zeit mit Patienten“. Das führt zu einer im Wortsinn unmenschlichen Entwicklung in Kliniken, in der Pflege, in Artzpraxen. Als Gesellschaft nehmen wir dies zwar kopfschüttelnd zur Kenntnis, sehen uns aber offenkundig außerstande, etwas daran zu ändern. Ärzte verkaufen entnervt und desillusioniert ihre Praxen an Investmentfirmen, weil sie keine Lust mehr haben auf die explosionsartig angewachsenen Verwaltungs- und Dokumentationspflichten und den Ökonomisierungsdruck. Dabei haben sie sich für die Medizin entschieden, weil sie Menschen helfen wollten, Patienten behandeln, heilen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            An Hochschulen ist das Studium zu einer Druckbetankung nach eng vorgeschriebenen Plänen verkommen. Es geht darum, Zeit zu sparen, um der Ökonomie möglichst rasch frische Kopfarbeiterinnen zuzuführen. Zeit zum freien Nachdenken existiert allenfalls noch auf dem Papier, sie ist nicht mehr Teil des gelebten Konzepts.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Auch für Kinderbetreuung ist immer zu wenig Zeit, Mami und Papi müssen ja arbeiten. Eine Entscheidung für Elternzeit oder gar dauerhafte Teilzeit führt mit Ansage zum Karriereknick - die Steigerungslogik akzeptiert nicht, dass Zeit in anderes investiert werden soll als die Maximierung des Outputs. Es greift eine besonders subtile Mechanik: Für ein prinzipiell systemisches Problem wird nach individuellen Lösungen gesucht. Wenn die Eltern die Vereinbarkeit von Arbeit und Familie nicht hinbekommen, ist das ihre Schuld, "Eigenverantwortung" bitte sehr, du hast eben dein Zeitmanagement nicht richtig im Griff, mach mal ein Coaching oder eine Therapie! Gewinne werden auch in dieser Logik privatisiert, die Verluste (an Zeitwohlstand) sozialisiert. Die Diskussion über das systemische Problem findet dabei überhaupt nicht statt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Manch ein Handwerker liebt sein Handwerk, leidet aber sehr unter den Rahmenbedingungen, unter dem es nach den Spielregeln der Effizienzspirale ausgeübt werden soll.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h4&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           I am Big Tech and I have fooled you into believing that my freedom is your freedom
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h4&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nun kommt also die nächste Steigerungsstufe, die künstliche Intelligenz. Sie ist ein äußerst mächtiger Verstärker für jede Steigerungslogik: Durch KI steht die Menschheit zwar ziemlich sicher vor einem beispiellosen Produktivitätssprung. Er wird aber aus den beschriebenen Gründen nicht zu mehr Muße führen oder zum "Ende der Arbeit". Sondern abermals zu mehr Arbeit - die dann nur noch mit Hilfe von KI erledigt werden kann, weil Menschen allein es nicht mehr schaffen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h4&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir haben uns kolonialisieren lassen. Von superreichen Autokraten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h4&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            KI wirkt auf Gesellschaften wie eine
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.perplexity.ai/search/was-ist-eine-code-injection-ocm_sVu9TQ6QyW3_LDICQA" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Code Injection
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           ,
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            sie verstärkt bereits vorhandene Steigerungslogiken nicht nur durch ihre Wirkung auf die Produktivität, sondern auch, indem sie die DNA des Silicon Valley auf Gesellschaften weltweit überträgt:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h4&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die innere Systemlogik des Silicon Valley besteht aus jener
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.google.com/search?q=kybernetischen+Denkweise+Silocon+Valley&amp;amp;sca_esv=da05301a59791ed0&amp;amp;ei=n76DaMLGKt6Kxc8PosfoyAs&amp;amp;ved=0ahUKEwiCksGbxNiOAxVeRfEDHaIjGrkQ4dUDCBA&amp;amp;uact=5&amp;amp;oq=kybernetischen+Denkweise+Silocon+Valley&amp;amp;gs_lp=Egxnd3Mtd2l6LXNlcnAiJ2t5YmVybmV0aXNjaGVuIERlbmt3ZWlzZSBTaWxvY29uIFZhbGxleTIFEAAY7wUyCBAAGKIEGIkFMgUQABjvBTIIEAAYogQYiQUyBRAAGO8FSOBDULYCWJJCcA94AZABAJgBeqABvA6qAQQxNS40uAEDyAEA-AEBmAIioALmD8ICChAAGLADGNYEGEfCAggQABiABBiiBMICBRAhGKABwgIEECEYFZgDAIgGAZAGCJIHBTI0LjEwoAfWOLIHBDkuMTC4B5kPwgcHMC4xNC4yMMgHdQ&amp;amp;sclient=gws-wiz-serp" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           kybernetischen Denkweise
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           , die emotionale, ethische und soziale Aspekte bewusst ignoriert, zugunsten einer möglichst raschen und im Zweifel auch zerstörerischen ("disruptiven") Systemoptimierung nach rein ökonomischen Gesichtspunkten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h4&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Viren funktionieren exakt nach dem gleichen Prinzip: Sie injizieren ihr Erbgut in die attackierten Zellen und zwingen sie so zur Reproduktion der eigenen Viren-DNA. Meist gehen die Zellen daran zugrunde. In der kybernetischen Logik kommt der Mensch nicht mehr als Individuum mit freiem Willen vor, sondern nur noch als berechen- und steuerbare Einheit, als Entität, die kybernetischen Regelsätzen folgt, Algorithmen. Für diese Mechanismen gibt es sogar ein geflügeltes Wort "invasive Technologien". Das Smartphone mit seinen subtilen Angriffen auf unsere Aufmerksamkeit gehört ebenfalls dazu.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Biologische Zellen haben - ebenso wie Gesellschaften - einem solchen "Hackerangriff" nur wenig entgegen zu setzen: Gesellschaftliche Wandlungsprozesse sind kompliziert, langsam und träge, Rechtssysteme (die man als Immunsysteme von Gesellschaften betrachten könnte) reagieren viel zu schwerfällig und erweisen sich bei der Geschwindigkeit des "Überfalls" als untauglich.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das höchste Ideal der kybernetischen Denkweise ist die Ameise: Unermüdlich schleppt sie ein Vielfaches ihres Körpergewichts, stellt nichts infrage und hat keine anderen Lebensinhalte, als  für die Ziele der Königin zu arbeiten. Ob sie dabei Freude empfindet oder Leid, spielt überhaupt keine Rolle. Ameisenkolonien organisieren sich über
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://deu-linsecterie.com/blogs/infos/lutilite-des-pheromones-pour-les-fourmis" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Pheromone, chemische Botenstoffe mit unterschiedlichen Codierungen
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           .
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h4&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Pheromone für die Ameisen des 21. Jahrhunderts sind Algorithmen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.google.com/search?q=Dark+Patterns&amp;amp;oq=Dark+Patterns&amp;amp;gs_lcrp=EgRlZGdlKgwIABBFGDkYsQMYgAQyDAgAEEUYORixAxiABDIHCAEQABiABDIHCAIQABiABDIHCAMQABiABDIHCAQQABiABDIHCAUQABiABDIHCAYQABiABDIHCAcQABiABDIGCAgQRRg9MggICRDpBxj8VdIBCDIwMjVqMGoxqAIAsAIA&amp;amp;sourceid=chrome&amp;amp;ie=UTF-8" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Dark Patterns
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h4&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Übrigens geht es in dieser Betrachtung keineswegs darum, für oder gegen KI zu sein. Oder ganz generell für oder gegen Technologie. Der langfristige Nutzen von Technologie steht für mich völlig außer Frage. Ich bin ein Technikbegeisterter, schätze und nutze all die Errungenschaften, die Technologie der Menschheit bereits beschert hat. Vielleicht gibt es in naher Zukunft sogar Medikamente zur Heilung von Krebs - möglich geworden erst mit Hilfe von KI.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es geht auch nicht um Systemkritik: Wir haben das bestmögliche System, davon bin ich ebenso überzeugt. Aber es muss an seinen offenkundigen Mängeln arbeiten, sein "Immunsystem" stärken. Mir geht es darum, auf den falsch kalibrierten Wertekern hinzuweisen, jener Steigerungslogik als Selbstzweck, die durch neue Technologien weiter verstärkt wird. Es geht um die Frage, in was für einer Gesellschaft wir wirklich wirklich leben wollen. Wir wir als Gesellschaft ein wirksames "Immunsystem" hinbekommen gegen die überfallartigen Mechanismen von Big Tech. Diese Frage stellen wir aber nicht ausreichend: Für systemische Probleme wird weiter nach individuellen Lösungen gesucht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h4&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir lassen uns von ökonomischen Imperativen treiben, die nur wenigen nützen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h4&gt;&#xD;
  &lt;h4&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h4&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Statt dessen lassen wir uns fast vollständig von ökonomischen Imperativen in eine ungenügend reflektierte Beschleunigungsspirale treiben, die entstanden ist, weil sich die astronomischen Tech-Wetten einiger Weniger möglichst schnell refinanzieren müssen - und weil es ein Wettrennen gibt um Machtpositionen in der Welt. In beiden Szenarios spielt der Mensch mit seinen menschlichen Bedürfnissen keine Rolle. Nur als funktionierende Entität. Als Insekt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die "Ameisenkönigin" braucht: Arbeiter und Soldaten. In einem Ameisenstaat wird der Gedanke von Demokratie und Freiheitlichkeit lächerlich. Ameisenstaaten funktionieren streng hierarchisch, absolutistisch. Sie besetzen Territorium, führen systematische Eroberungskriege. Ist es das, was gerade geschieht? Wollen wir das tatsächlich? Wer kann das ernsthaft wollen?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h4&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Lösungsvorschläge?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h4&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die schwierigste Übung für "Alles, und das sofort"-Anspruchshaltungen in Wohlstandsgesellschaften besteht darin, dass es in kulturellen Entwicklungsprozessen weder einfache noch schnelle Antworten gibt. Kultureller Wandel ist ein langwieriger und mühsamer Prozess. Weder lässt er sich abkürzen noch zurückdrehen. Wer das behauptet, ist ein Populist und Scharlatan (und wird leider genau deswegen gewählt). Wir brauchen Geduld - genau darin besteht ja die ungerechte Asymmetrie und Gefahr bei einer Entwicklung, die einer Virusinfektion verblüffend ähnlich ist. Kann gut sein, dass der Organismus ernsthaften Schaden nimmt, bevor das Immunsystem wieder die Oberhand gewinnt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es steht zu befürchten, dass der Homo Sapiens noch das eine oder andere Mal falsch abbiegt,  wie eigentlich immer in seiner Historie, bevor er irgendwann vielleicht doch den richtigen Weg findet. Amerikaner machen immer alles richtig, nicht ohne zuvor alle anderen Möglichkeiten ausprobiert zu haben (
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.google.com/search?q=Amerikaner+machen+immer+alles+richtig&amp;amp;oq=Amerikaner+machen+immer+alles+richtig&amp;amp;gs_lcrp=EgRlZGdlKgYIABBFGDkyBggAEEUYOTIICAEQ6QcY_FXSAQg1MzM3ajBqMagCALACAA&amp;amp;sourceid=chrome&amp;amp;ie=UTF-8" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           das Zitat ist von Winston Churchill
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           ). Deutsche sind Weltmeister im Erklären, warum etwas nicht funktionieren wird. Ich bin Deutscher - aber bei aller Skepsis trotzdem nicht ohne Hoffnung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Drücken wir uns die Daumen, dass die Fehler, die uns beim unkontrollierten Experimentieren mit KI unterlaufen können, nicht zu folgenreich werden. Dass
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.google.com/search?q=murphys+law&amp;amp;oq=Murphys+La&amp;amp;gs_lcrp=EgRlZGdlKg0IABAAGLEDGIAEGPkHMg0IABAAGLEDGIAEGPkHMgcIARAAGIAEMgYIAhBFGDkyBwgDEAAYgAQyBwgEEAAYgAQyBwgFEAAYgAQyBwgGEAAYgAQyBwgHEAAYgAQyBwgIEAAYgAQyCAgJEOkHGPxV0gEIMzUwMmowajGoAgCwAgA&amp;amp;sourceid=chrome&amp;amp;ie=UTF-8" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Murphy
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ein Einsehen hat, nur dieses eine Mal. Hoffen wir, dass es der Menschheit einmal mehr gelingt, sich irgendwie vorwärts zu scheitern, um irgendwann tatsächlich im 21. Jahrhundert anzukommen - und dann absehbar eine andere Spezies geworden zu sein.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zum Insekt zu werden, kommt für mich jedenfalls nicht in Frage.
            &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Ich geh jetzt Rad fahren. Hilft immer, um den Kopf frei zu bekommen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Fri, 25 Jul 2025 17:29:53 GMT</pubDate>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/ant2.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Wie ich einmal 3.000 Euro sparte</title>
      <link>https://www.hartmutulrich.de/volkswagen-qualitaet</link>
      <description>Die Reparatur der Klimaanlage soll 1.700 Euro kosten, das Austauschgerät fürs Navi 1.500. Oder: Wie man Kundenvertrauen dauerhaft zerstört.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h1&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wie ich einmal 3.000 Euro sparte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h1&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/navi-01.jpg" alt="Caddy Navi"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das reparierte Display im Einsatz mit Apple Car Play. Rechts die SD-Karte mit den Kartendaten für das Navi, die zu klein geworden ist für die aktuellen Kartenupdates von Volkswagen, die sich aber auch nicht einfach durch eine beliebige SD-Karte ersetzen lässt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1. Die Klimaanlage
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Neulich fiel bei meinem Caddy (Baujahr 2017), die Klimaanlage aus. Es ist nicht sehr lustig, mit zwei Kindern längere Fahrten durchzustehen, wenn das Außenthermometer 35 Grad zeigt, du auf dem Autobahnring um Antwerpen im Stau stehst und die Klimaanlage geht nicht. Du hast dann die Wahl zwischen dem Rauschen der voll eingeschalteten Lüftung, dem Vorbeirauschen der Fahrzeuge auf der Gegenspur (die keinen Stau haben, is klar) bei geöffneten Fenstern - oder etwas weniger Lärm aber einem schleichenden Hitzeschlag.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Es waren Pfingstferien, und wir hatten beschlossen, von München aus in den Norden zu fahren, auf die holländische Halbinsel Zeeland ans Meer, weil das vermutlich sehr viel weniger Menschen tun würden als in den Süden. An Ferien-, Feier- oder auch nur an schönen Wochenendtagen ist es wirklich kein Spaß, von München aus in Südrichtung aufzubrechen, völlig egal, ob du über den Brenner nach Italien willst, nach Kroatien oder einfach nur bis zum Chiemsee oder nach Salzburg.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Du stehst ab Holzkirchen im Stau, spätestens am Irschenberg, und dann reiht sich Unterbrechung an Unterbrechung. Wir haben mal über Pfingsten 16 Stunden nach Kroatien gebraucht, dabei ist das Hafenstädtchen Poreč auf der istrischen Halbinsel gar nicht sooo weit von München entfernt, nicht so weit jedenfalls wie das holländische Zeeland. Aber jenseits von Salzburg bis durch den Karawankentunnel hindurch war damals eigentlich alles eine einzige genervte, vor sich hinleidende Blechlawine, wir inklusive. Und auf der Rückreise wieder.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wir hätten ja auch mit dem Zug fahren können, ganz richtig. Vielleicht nicht ganz bis an den Deich - aber bis Antwerpen auf jeden Fall. Aber abgesehen davon,
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.tagesschau.de/wirtschaft/verbraucher/bahn-familienreservierung-kritik-100.html" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           dass die Bahn gerade die Familienreservierungen gekillt hat
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            (wtf?), ist es mit einem gehbehinderten Kind eben ein klitzekleines bisschen komfortabler, E-Liegerad und Rollstuhl einfach in den Caddy zu laden, bisschen Gepäck dazu, noch paar Räder für den Rest der Familie auf die Anhängerkupplung (Räder sind in Holland einfach unverzichtbar, besonders auf Zeeland), und auf geht's, bis direkt ans Ziel, mit Zwischenstopp bei der Oma. Vorausgesetzt, die Klimaanlage geht (die soll ja übrigens auch in Zügen häufiger den Dienst verweigern, gerade an sehr heißen Tagen, und wenn dein Abteil wegen Ausfall der Klimaanlage gesperrt ist, nützt dir auch die schönste Individual-Reservierung nichts). 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ich also paar Tage vor Abfahrt schnell noch einen Termin bei der Münchner Markenwerkstatt vereinbart, die mittlerweile komplett zum Volkswagen-Konzern gehört. "Jaa, das wird leider teuer", ruft mich der Kundenberater nach der Erstdiagnose wie vereinbart an, "der Klimakondensator ist undicht, Sie verlieren das Kühlmittel." Sie hätten den Kondensator testweise mit Kontrastmittel befüllt und das gemessen. "So etwa 1.700 Euro", sagt der Berater ins Telefon.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich schweige eine Zehntelsekunde und sage dann "das ist mir zu teuer, das kommt nicht in Frage, den Auftrag erteile ich nicht. Bitte stellen Sie die Arbeit ein". Der Berater etwas kleinlaut "aber Sie bekommen doch 20% auf Teile und Stunden". Sie drehen dir eine Kundenkarte an (die du sogar einmalig bezahlen musst), und auf die du dann über einen Zeitraum von zwei, drei Jahren 20% Rabatt auf Teile und Arbeitszeit bekommst. Kundenbindung, yeah! Hört sich eigentlich toll an, relativiert sich aber, wenn du realisierst, dass die Preise mindestens 30% höher sind in dieser Markenwerkstatt als sonst irgendwo. Das ist so ähnlich wie Kundenkarten bei Tankstellen, bei denen du zwar Rabatt für Markentreue kriegst, aber auf durchschnittlich höhere Literpreise. Irgendwie müssen sich die aufwändigen Kundenbindungsaktionen ja refinanzieren. Sowas denken sich besonders schlaue BWL-Absolventen mit Schwerpunkt Marketing aus und merken nicht, dass sich langfristig jeder verarscht fühlt, der nur einen Funken rechnen kann. Und dass das mit der Kundenbindung langfristig nach hinten losgeht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich musste dann trotzdem noch einen Tag länger warten, weil der Caddy noch auf der Hebebühne war ("der Mechaniker ist schon nach Hause"), erst alles wieder zusammenschrauben und so. Am Ende 200 Euro nur dafür bezahlt, dass der Schaden "diagnostiziert" wurde, und auf der Rechnung stand "Anlage ist leer".
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ich also zu einer freien Werkstatt, mal gucken, ob das sonst noch wer kann und was das dann kostet. Das Original-Ersatzteil jedenfalls gibt es für 150 Euro. Die Füllung mit Spezial-Kühlmittel der neuesten Generation: 180 Euro. Rest Arbeitszeit, Steuern. Der Inhaber persönlich (der Betrieb besteht nur aus zwei Leuten) begrüßt mich bei greller Mittagssonne mit einer eingeschalteten Stirnlampe am Kopf (damit guckt er unter Motorhauben und sieht ein wenig spooky aus, etwa so wie der Augenmacher in "Blade Runner"), lässt sich den Fahrzeugschein geben und murmelt mit griechischem Akzent "Kühlkondensator undicht bei Caddy Baujahr 2017? Sehr ungewöhnlich. Kann ich gar nicht glauben". Und dann "Ich hasse es, wenn Werkstätten ihren Kunden Märchen erzählen".
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wortlos steigt er in meinen Caddy, fährt ihn in die Halle, "mach mal die Motorhaube auf", rollt einen Kompressor ran und saugt den Druck aus der Anlage. "Motor anlassen", fährt mit einem kleinen piependen Messgerät am Kühlergrill entlang und meint dann "da gibt es keine Spuren von Kontrastmittel, ich erkenne auch kein Leck. Bist du sicher, dass die das wirklich gemessen haben?" Ich stottere ein wenig rum, steht auf der Rechnung, Kundenberater und so. "Fahr einfach mal testweise, es gibt nirgends Stellen von Undichtigkeit. Sollte sie doch undicht sein, können wir immer noch die Reparatur machen". Keine 15 Minuten hat die Aktion gedauert. Er berechnet nichts. Die Anlage ist dicht, kühlt nun wieder einwandfrei. Bis heute. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ich war mindestens 20 Jahre Kunde bei der Volkswagen-Markenwerkstatt. Ich werde dort nie wieder einen Termin machen. Ahnungslosigkeit oder schlechter Service sind das eine. Zerstörtes Vertrauen und Kundenverarsche etwas anderes.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           2. Der Touchscreen-Digitizer
            &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           des Navi
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           And now to something completely different. Im gleichen Caddy gibt es ein Multifunktionsgerät mit Touch-Display, mit dem sich ein CD-Player, zwei SD-Kartenleser (einer dafür für die Kartendaten im Navi), die Freisprechanlage, einige Fahrzeugeinstellungen sowie das Navi bedienen lassen. Auch die Rückfahrkamera wird über das Display dargestellt, sobald man den Rückwärtsgang einlegt. Das Gerät war auch 2017 technisch eher schon veraltet, steht aber trotzdem mit vierstelligen Preisen im Car Configurator. Die mitgelieferte SD-Karte mit 16 GByte lässt sich manuell updaten, indem man den Schreibschutzschieber öffnet, die neuesten Daten am PC von einer VW-Webseite lädt und auf die Karte schreibt (vorausgesetzt, man hat einen SD-Kartenleser). Leider hat die mit dem Fahrzeug ausgelieferte Speicherkarte schlicht zu wenig Speicherplatz für die neuesten Versionen der Kartendaten, die Datenmenge ist im Laufe der Zeit gewachsen - über 16 GByte für das Europa-Paket.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Weil es sich bei der SD Card aber um ein proprietär verschlüsseltes VW-Format handelt, kannst du dir nicht einfach eine doppelt so große Speicherkarte beim Media Markt schießen oder bei amazon. Sondern nur bei Volkswagen. Sonst erkennt das Navi die Karte nicht. Was im Elektronik-Handel mittlerweile für unter 10 Euro zu haben ist, kostet bei VW: 200 Euro. Du löschst also kopfschüttelnd den mutmaßlich nie benötigten Teil von Europa und fährst mit weniger Daten auf der alten SD Card weiter. Noch ganz anders: Du tust gar nichts von alledem, steckst dein iPhone über Apple Car Play ans Gerät und navigiert nur noch mit den Echtzeitdaten von Google Maps. Die Navi-Software von VW war eh Mist, vor allem bei Stauprognosen hoffnungslos lost ohne Echtzeit-Daten. Und nie aktuell.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Leider spielt aber auch Apple Car Play auch nur dann so richtig mit, wenn der Touch-Screen funktioniert wie er soll. Tat er aber nicht mehr. Wenn eine Geisterfahrer-Warnung eingespielt wird, du über eine Landesgrenze fährst, möchtest du die entsprechenden Popups bitte schnell wegklicken. Geht nicht mehr. Dass der Digitizer des Touch-Displays generell gerne nach ein paar Jahren den Dienst verweigert, ließ sich leicht googeln: Das Problem tritt nicht nur beim Caddy auf, sondern bei allen Modellen, die diesen Digitizer verwenden. Besagte Werkstatt hat dann auch nur ganz zaghaft versucht, mir das Austauschgerät für die kompletten 1.500 Euro anzudrehen. Der Berater kannte bereits meine Meinung zur SD-Speicherkarte und hat gleich verschwörerisch vorgeschlagen, ein Gebrauchtgerät bei eBay für rund 300 Euro zu kaufen. Ich habe ihm dann gesagt, dass ich mir stattdessen lieber die neueste Navi-Hardware von Garmin kaufen würde und dann mit einem sehr guten Neugerät immer noch günstiger dran wäre als mit dem veralteten Gebrauchtgerät und seiner lächerlichen Speicherkarte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auf eBay gibt es aber auch einen Reparaturservice für genau dieses Gerät. Für 150 Euro schickst du das defekte Teil ein und kriegst es mit neuem Digitizer wieder. "Moment", dachte ich mir, "vielleicht kann ich das auch selber reparieren". Das frag ich jetzt mal eine KI.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;a href="/"&gt;&#xD;
      
           Das Gute an KI-Suchmaschinen wie Perplexity ist
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ,
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.perplexity.ai/search/bei-meinem-vw-caddy-bj-2017-hs-jTCJyfBTR1etszT5Tq0nOA" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           dass man ihnen solche relativ komplexen Fragen einfach mal reinballern kann
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            , ein paar Gerätedaten und die HSN und TSN vom Fahrzeug noch dazu - und schon kommt eine ziemlich hilfreiche Antwort zurück. Selbst hätte ich das weder so schnell noch so umfassend zusammentragen können, schon gar nicht die hilfreichen Quellen von den sinnlosen trennen. Ich wusste also im Handumdrehen, dass das Problem a) häufiger vorkommt, dass es b) auf amazon das entsprechende Ersatzteil zu kaufen gibt - und c) auf YouTube
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.youtube.com/watch?v=p6FNc1gQ0YI&amp;amp;t=2s" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           eine Reihe sehr nützlicher Reparaturvideos dazu
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            .
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Langer Rede kurzer Sinn: In einer halben Stunde hatte ich mit dem Video gelernt, was zu tun war, das richtige Ersatzteil bestellt: 25 Euro. Einen Tag später war es da. Die Reparatur selbst hat keine halbe Stunde gedauert.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/navi-02.jpg" length="175401" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Mon, 07 Jul 2025 08:05:38 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.hartmutulrich.de/volkswagen-qualitaet</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
      <media:content medium="image" url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/navi-02.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/navi-02.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Schaufensterpuppe zukunftspessimistisch</title>
      <link>https://www.hartmutulrich.de/jetzt-auch-schon-schaufensterpuppen</link>
      <description>Krise und kein Ende: Jetzt glauben auch schon Schaufensterpuppen nicht mehr an das Zukunftsversprechen und würden sich am liebsten ins Private zurückziehen.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h1&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Krise und kein Ende: Jetzt auch schon Schaufensterpuppen im Stimmungstief!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h1&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/Grumpy-model.JPG" alt="Schneemann mit Orange"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das ist die einzige schlecht gelaunte Schaufensterpuppe, die ich jemals gesehen habe. Und die einzige Form von schlechter Laune, bei der ich selber sofort bessere kriege. Mutmaßlich hat sich der Absatz schlecht gelaunter Schaufensterpuppen derart nachteilig entwickelt, dass der Designer erst selber anfing zu gucken wie seine Puppe - und dann Trikotagenverkäufer wurde. Oder Busfahrer.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Gemeine an diesem Foto anno zwei ChatGPT ist ja, dass das Bild keinen Ungewöhnlichkeitsmoment mehr bietet: Ein cleverer Prompt, und Midjouney oder jede andere halbwegs leistungsfähige KI (In diesem Fall Googles Gemini-Bilder-KI Nano Banana) wird dir ein solches Motiv zusammenhalluzinieren. Unten habe ich das direkt einmal umgesetzt. Man kann ja nirgends mehr hinklicken, um in eine Wirklichkeit hineingeflunkert zu werden, die überhaupt nicht existier
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            t (böse Zungen behaupten, die Werbung habe seit 50 Jahren auch nichts anderes getan). Aber das jetzt hat eine neue Qualität, denn Ariel wusch immerhin noch für alle porentief rein.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Fakt ist: Die Puppe oben ist echt. Ich habe sie in Bozen/Südtirol in der Fußgängerzone nah dem Waltherplatz fotografiert. Vor rund 20 Jahren. Der
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Gesichtsausdruck passt übrigens perfekt zur gesellschaftlichen Grundstimmung, der die Gesellschaft für Konsumforschung GfK
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://de.statista.com/statistik/daten/studie/2425/umfrage/gfk-konsumklima-index/" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           in ihrer jüngsten Konsumklimastudie
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            , immer noch ganz miese Werte bescheinigt. Post Corona scheinen die Deutschen auf den Trichter gekommen zu sein, dass hemmungsloser Konsumismus vielleicht klingen mag wie eine Ideologie oder Religion, auf Dauer aber leider doch nicht annähernd so tröstlich und sinnstiftend ist,
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/BANI" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           angesichts der ganzen Riesenkrisen
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            rundherum. Und außerdem den Planeten zerstört.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der kurze
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dopaminausstoß eines Kauferlebnisses lässt sich ja auch viel einfacher am heimischen Computer online erzeugen - oder noch besser, bewegungslos auf dem Sofa liegend mit dem iPhone. Ohne sich physisch in die seelenlosen Alltagshöllen begeben zu müssen, zu denen wir unsere Innenstädte in den letzten Jahrzehnten umgebaut haben. Ohne Parkplatzsuche in der Innenstadt und diese unfassbar nervigen Lastenradfahrerinnen, die einem überall gegen die Einbahnstraße entgegenkommen. Ohne Hundekacke-Tretminen auf dem Pflaster, lärmende Panflötenkombos in der Fußgängerzone, die immer gleichen öden Wegwerfbekleidungslabels oder Tüten, die nicht mal ihr eigenes Gewicht halten und auf dem Zebrastreifen bei umspringender Ampel unter hässlichen Reißgeräuschen ihren Inhalt bodenwärts verteilen.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Soziologen nennen das auch den "
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.rheingold-marktforschung.de/gesellschaft/deutschland-auf-der-flucht-vor-der-wirklichkeit/" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Rückzug ins Private
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ", und als Schaufensterpuppe würde ich da auch richtig schlechte Laune kriegen. Das ist ja wie eine Theaterbühne und keiner will mehr das Stück sehen. Allerdings ist die Puppe jung genug, um nicht dauerhaft miesepetrig bleiben zu müssen: Was die U20 betrifft, bin ich ziemlich optimistisch, dass sie die Herausforderungen des 21st Century nicht nur sehr gut verstanden, sondern auch ihre Antworten darauf haben. Nur ganz anders als alle denken.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Zukunft lässt sich jedenfalls nicht lösen, indem man sich aus Mangel an Mut und Ideen einfach an das Vergangene klammert. Let's play!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Gesichtsausdruck des fotografierten Originals gefällt mir immer noch eindeutig besser. Gute AI-Ergebnisse erfordern ja auch entsprechenden Aufwand und Nachbearbeitung. Und natürlich habe ich der KI auch die Originalvorlage hochgeladen. Bild: Google Gemini/ Nano Banana.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/Grumpy-model.JPG" length="69417" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Sat, 10 May 2025 00:15:32 GMT</pubDate>
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      <media:content medium="image" url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/Grumpy-model.JPG">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/Grumpy-model.JPG">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Teksi Teksi</title>
      <link>https://www.hartmutulrich.de/teksi-teksi</link>
      <description>Mit einer frühen Digitalkamera nachts im Taxi quer durch Kuala Lumpur - heraus kam eine Zufallsaufnahme, die jahrelang unsere bescheidene Küche in der ersten Münchner Wohnung geziert hat.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h1&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Teksi, Teksi!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h1&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/teksi.JPG" alt="Harzwürfel, Carbonrahmen, Fahrrad"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir waren mal in Kuala Lumpur, der Hauptstadt von Malaysia, um nach ein paar Tagen Sightseeing auf die andere Seite des Landes zu wechseln, wo östlich von Kuala Terrenganu im südchinesischen Meer ein paar versteute Inseln liegen, die Perhentians. Zur Gruppe gehört eine kleine dschungelüberwucherte Insel namens Pulau Lang Tengah, auf der es ein kleines Ressort gibt. Von dort lässt es sich wunderbar im warmen tropischen Meer tauchen - und mit etwas Glück bekommt man dort auch Walhaie zu Gesicht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Malaysia ist, wie so einige Länder der Welt, aus einer relativ ursprünglichen asiatischen Kultur die Treppe der modernen Welt hinaufgehastet und hat dabei so einige Stufen ausgelassen. Grund waren natürlich wieder Kolonialmächte, in diesem Fall die Briten. Die Stadt ist eine Mischung aus unverwechselbarem ostasiatischem Flair (ich habe dort in einem Straßenrestaurant die schärfste Suppe meines Lebens gegessen, wobei die Wahrheit ist: nur wenige Löffel, sonst wäre ich noch auf der Terrasse den Heldentod gestorben). Und aus eher westlich anmutender Big-City-Architektur, begonnen bei den beiden riesigen Petronas-Towers, den Straßenschluchten der Stadt mit ihren Jugendlichen auf allerlei motorisierten Zweirädern.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Malayische hat zahlreiche Wörter direkt aus der englischen Kolonialzeit in die eigene Sprache übernommen. Lustigerweise bilden diese Wörter exakt den Sound des ausgesprochenen englischen Worts nach. "Imigresen" beispielsweise steht auf dem Schild, wenn du am Flughafen durch die Passkontrolle und Einwanderungsbehöre möchtest, und es bedeutet natürlich Einwanderung. "Teksi" heißt - wie könnte es anders sein - Taxi.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Foto entstand bei der nächtlichen Fahrt durch die Stadt, aus dem geöffneten Fenster eines fahrenden Teksi. Es war, halb beabsichtigt, halb versehentlich, ein Zufallstreffer mit einer frühen Digitalkamera, die der Aufgabe in der Dunkelheit nicht eben gewachsen war. Das Foto habe ich damals groß und breit gerechnet auf dem PC, das Rauschen mühsam im Photoshop reduziert und es dann großflächig auf Kapa aufgezogen (einer Leichtschaumplatte). Die Aufnahme hing dann viele Jahre in unserer ersten gemeinsamen Münchner Wohnung über dem Holztisch an der ziegelrot gestrichenen Wand. Und es erinnert mich gar nicht mehr so sehr an Kuala Lumpur, sondern an die zahlreichen schönen Abende in der Küche.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/CRW_0106_RJ.JPG" alt="Küche"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           &amp;#55357;&amp;#56393; kleine Beiträge wie dieser sind Erinnerungen: an reine Freude, die ich empfunden habe - und häufig auch immer wieder, wenn ich sie sehe. Ein ungewöhnlicher Blick, überraschende Sichtweisen und Entdeckungen, inspirierende Kreativität, ein schöner Gedanke, gelungenes Handwerk, schöne Formulierungen, Dinge mit Seele. Sie sind vollkommen zweck- und absichtsfrei - und trotzdem alles andere als sinnlos: Es tut unendlich gut, sich jeden Tag über etwas zu freuen. Und sei es noch so unbedeutend. Enjoy!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/teksi.JPG" length="172625" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Thu, 08 May 2025 18:08:49 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.hartmutulrich.de/teksi-teksi</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
      <media:content medium="image" url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/teksi.JPG">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/teksi.JPG">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Auf dem Holzsteg</title>
      <link>https://www.hartmutulrich.de/auf-dem-holzsteg</link>
      <description>Das alte Bootshaus war voller Geschichten. Anregende, romantische, rührende, welche, die von der Schönheit des Sees erzählten, von seinem Licht und von seinen Gerüchen.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h1&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auf dem Holzsteg (Starnberger See)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h1&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/Starni_Ammerland_54.JPG" alt="Starnberger See, Bootshaus, Ammerland"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das alte Bootshaus war voller Geschichten. Anregende, romantische, rührende, welche, die von der Schönheit des Sees erzählten, von seinem Licht und von seinen Gerüchen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Allerdings waren die Geschichten sehr scheu. Man musste Geduld haben. Manchmal dauerte es Tage, bis sie ein wenig zutraulicher wurden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Langeweile ist eine große Kunst. So gut wie niemand beherrscht sie noch. Wie denn auch.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Geschwindigkeit ist ja das einzige Ziel, das wir noch haben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           &amp;#55357;&amp;#56393; kleine Beiträge wie dieser sind Erinnerungen: an reine Freude, die ich empfunden habe - und häufig auch immer wieder, wenn ich sie sehe. Ein ungewöhnlicher Blick, überraschende Sichtweisen und Entdeckungen, inspirierende Kreativität, ein schöner Gedanke, gelungenes Handwerk, schöne Formulierungen, Dinge mit Seele. Sie sind vollkommen zweck- und absichtsfrei - und trotzdem alles andere als sinnlos: Es tut unendlich gut, sich jeden Tag über etwas zu freuen. Und sei es noch so unbedeutend. Enjoy!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Wed, 07 May 2025 19:08:17 GMT</pubDate>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/Starni_Ammerland_54.JPG">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Fünf Stockwerke</title>
      <link>https://www.hartmutulrich.de/fuenf-stockwerke</link>
      <description>bewundert hatten wir sie
als wir da standen, tranken und rauchten
ihre stille schönheit und eleganz
ihre aufrechte haltung, ungebrochen</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h1&gt;&#xD;
    
          Fünf Stockwerke
          &#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h1&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/Blume.JPG" alt="Harzwürfel, Carbonrahmen, Fahrrad"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           bewundert hatten wir sie
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           als wir da standen, tranken und rauchten
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           ihre stille schönheit und eleganz
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           ihre aufrechte haltung, ungebrochen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           doch dann war sie weg, einfach so
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           lautlos verschwunden ins dunkel
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           übers geländer gestürzt aufs pflaster
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           fünf stockwerke tief
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           eine unachtsamkeit vielleicht,
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           ein dummes versehen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           niemand bemerkte ihr fallen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           keiner eilte zu hilfe
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           sie lag die ganze nacht im hof
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           unbemerkt
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           wir fanden sie erst am morgen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           die schöne blasse blume
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/Blume.JPG" length="496091" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Wed, 07 May 2025 16:12:43 GMT</pubDate>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/Blume.JPG">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Harzwürfelklappern</title>
      <link>https://www.hartmutulrich.de/die-haertesten-probleme-sind-die-besten</link>
      <description>Es gibt so Geräusche, die können dich in den Wahnsinn treiben. Bei mir sind das Knarzgeräusche am Fahrrad. mso schöner, wenn du die Ursache irgendwann findest.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h1&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die härtesten Probleme sind die besten
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           (da knarzt was am Rad)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h1&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/Harzwuerfel.jpg" alt="Harzwürfel, Carbonrahmen, Fahrrad"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Hatte mal einen losen Harzwürfel im Carbon-Rahmen meines Gravelbikes. Das Geklappere trieb mich so lange in den Wahnsinn, bis ich schließlich mit einer Endoskopkamera übers Steuerrohr ins Oberrohr geguckt und den Würfel IM RAHMEN gefunden und fotografiert habe. Entfernen ließ er sich nicht. Der Hersteller wollte es erst nicht glauben, hat dann aber schließlich den kompletten Rahmen getauscht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aus der berüchtigten Liste "Geräusche aus der Hölle", heute: Da knarzt was am Rad. Jeder hat ja so Geräusche, die dich in den Wahnsinn treiben. Dieses ganz spezielle Kaugeräusch am Esstisch. Der Sprüharm in der Spülmaschine, der bei jeder Umdrehung an einen Teller stößt. Der auf den Wannenrand tropfende Duschkopf. Der zu laut tickende Wecker. Arrgh!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Unangefochtene Nummer eins meiner Geräusche aus der Hölle ist jedoch jede Art von Knarzen am Fahrrad. Das macht mich komplett wahnsinnig. Dazu muss man wissen, dass Radfahren für mich meistens mehr Meditation ist als Sport, zumindest auf dem Weg zum und vom Büro. Ich schalte da ab. Aber genau das ist vollkommen unmöglich, wenn was knarzt. Das ist etwa so, als setzt du dich in einem Raum voller Stechmücken zur Meditation. Bei jeder Kurbelumdrehung. Knarz, knarz, knarz. Alter! Das war doch heute Morgen noch nicht!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Leider sind Knarzgeräusche am Fahrrad komplex. Das kann alles sein: Eine lockere Schraube am Kettenblatt (es gibt davon fünf oder sechs), ein verschlissenes Tretlager, Reibungsgeräusche zwischen Tretlager und Tretlagerschale, zu wenig Fett am Pedalgewinde, ein kaputtes Kugellager oder einfach Dreck im Lager, reibende Rahmenteile, Reibung zwischen Sattelstütze und Sattelrohr usw. Endlos. Schwer einzukreisen, weil der hohle Fahrradrahmen das kleinste Geräusch verstärkt. Du kannst es auch nicht richtig lokalisieren. Mein Alltime-Hit bleibt der Harzwürfel, der lose im Oberrohr des Carbonrahmens steckte und ein Klappern verursachte, das partout nicht abzustellen war. Irgendwann habe ich mir eine Zwölf-Euro-Endoskopkamera fürs iPhone gekauft, mit ihr über den demontierten Steuersatz in den Rahmen geguckt und den losen Würfel gefunden (der Hersteller hatte dann ebenfalls viel Freude mit Fehlerbeschreibung und Doku).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Daheim also den Fehler einkreisen. Pedale runter, fetten, wieder dran, probefahren. Knarz, knarz. Pedale tauschen. Knarz, knarz. Wär ja auch zu schön gewesen. Schrauben am Kettenblatt prüfen, festziehen, sitzen aber eigentlich alle gut. Probefahren. Knarz, knarz. Ich dreh durch. Ok, Kurbel demontieren. Fuck. Dabei wollte ich doch einfach nur ein Weißbier trinken und den Rest des Abends versonnen an die Zimmerdecke starren! Ähm, Schraube am Tretlager, ging die nochmal im Uhrzeigersinn auf oder dagegen? Googlegoogle. Gegen. Hm. Sitzt ganz schön fest. Verlängerung für den Schlüssel holen. Wenn du das in die falsche Richtung hebelst, gehörst du der Katz. Dann ist das Lager am A... Ah ja, offen. Dichtungen runter. Stirnlampe, Kugellager prüfen. Kurbel rausklopfen. Ah, sieh da. Knarz, knarz. Öl reinsprayen. Lagerfett an die Dichtungen. Alles wieder festmachen. Die zwei Kilo getrockneten Isarschlamm zusammenfegen, die von Rahmen und Schutzblechen gebröckelt sind. Probefahren. Stille.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich sag Euch was: Die härtesten Probleme sind die besten. Aber nur, wenn man sie vor 22 Uhr gelöst bekommt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Hollereiduliöh.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nachtrag am 25.2.: Nach 15 Kilometern Gerüttel auf dem Gravel des Isarradwegs heute Morgen: Es ist weg. Komplett weg! Also dann, bis zur nächsten Episode...Ride On!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/Harzwuerfel.jpg" length="193223" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Wed, 07 May 2025 09:48:01 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.hartmutulrich.de/die-haertesten-probleme-sind-die-besten</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
      <media:content medium="image" url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/Harzwuerfel.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/Harzwuerfel.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Eismeerregatta (kunstvoll geknüllt)</title>
      <link>https://www.hartmutulrich.de/eismeerregatta</link>
      <description>Einerseits ist es gar nicht so einfach, Papier so kunstvoll zu knüllen, dass man es als aufgewühltes Eismeer betrachten möchte. Andererseits ist es aber auch so, dass gute Gestaltung auch ins richtige Licht gerückt werden will.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h1&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eismeerregatta (kunstvoll geknüllt)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h1&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/boot-01_1.jpg" alt="Seeadler, Kunst"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Einerseits ist es gar nicht so einfach, Papier so kunstvoll zu zerknüllen, dass man es als aufgewühltes Eismeer betrachten mag. Auch will jede Art von Gestaltung erst ins richtige Licht gerückt werden, bevor die Idee angemessen zur Geltung kommen kann. Und drittens entsteht das eigentliche Werk häufig erst im Remix, etwa so wie ein Mehrkomponentenkleber erst zum Tragen kommt, wenn die Komponenten im richtigen Verhältnis gemischt wurden.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Sohn kommt immer wieder aus dem Unterricht, der Holzwerkstatt oder der Kunstwerkstatt und bringt Kleinigkeiten von überraschender Schönheit mit - auch wenn er möglicherweise gar keine Lust hatte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Den Papierbogen zum Beispiel, den er so hingebungsvoll blau angemalt und zerknüllt hatte wie das nur Vierjährige können, um dann ein winziges Segelboot mit allerliebster Bugwelle in die aufgewühlte See zu setzen. Eine Titanic von Segelschiff, zwischen den bedrohlichen Eisbergen aber immer noch unbeschädigt und unterwegs in zügiger Fahrt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ich habe dem Ganzen dann umgehend den passenden Rahmen verliehen. So ein filigranes Papierwerk wäre sonst unweigerlich dort gelandet, wo doch so vieles landet, das aus Mangel an Achtsamkeit oder Sachverstand nicht für Kunst gehalten wird, sondern für etwas, das weg kann.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://beuysart.org/kunstwerke/fettecke" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Sogar einer wie Joseph Beuys b
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           ekam sein Fett weg
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Lampe über dem Eismeer wiederum hatte ursprünglich gar nichts damit zu tun. Sie hatte nur diesen mattweißen Schirm und die kleine blaue LED-Leuchte und diesen ähnlichen Holzton. Wenn man sie einschaltet, braucht sie erst ein paar Sekunden und manchmal auch gutes Zureden, vielleicht war ja der Lötkolben nicht heiß genug, kein Wunder bei so viel Blau und Eiseskälte, und nun hat alles einen ewigen Wackelkontakt, wie das Leben nun mal ist, aber der Wackelkontakt wirkt dann so, als gäbe es Gewitter im Eismeer.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ich habe alles zusammen im Eingang an der Wand montiert, und nun haben wir eine Installation an der sich freuen kann, wer einen Blick dafür hat. Den Lampenarm musste ich ein bisschen höher hängen, damit nicht dran hängen bleibt, wer dem Ganzen nicht ausreichend Beachtung geschenkt hat. Also fast alle, die vorbei gehen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           &amp;#55357;&amp;#56393; kleine Beiträge wie dieser sind Erinnerungen: an reine Freude, die ich empfunden habe - und häufig auch immer wieder, wenn ich sie sehe. Ein ungewöhnlicher Blick, überraschende Sichtweisen und Entdeckungen, inspirierende Kreativität, ein schöner Gedanke, gelungenes Handwerk, schöne Formulierungen, Dinge mit Seele. Sie sind vollkommen zweck- und absichtsfrei - und trotzdem alles andere als sinnlos: Es tut unendlich gut, sich jeden Tag über etwas zu freuen. Und sei es noch so unbedeutend. Enjoy!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Thu, 17 Apr 2025 18:10:18 GMT</pubDate>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Routenplanung beim Ultracycling</title>
      <link>https://www.hartmutulrich.de/routenplanung-beim-ultracycling</link>
      <description>Bei anspruchsvollen langen Radtouren brauchst Du eine solide Planung und Vorbereitung. Da geht es nicht allein um die reinen GPS-Daten. Sondern um allerhand mehr.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h1&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Routenplanung und Navigation bei Ultracycling und Bikepacking
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h1&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/AMR+RWGPS+Planung.jpg" alt="Ride with GPS Routenplanung"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Route für das Atlas Mountain Race kam vom Veranstalter in der App "Ride with GPS". Die kannte ich voher noch kaum. Sie ist toll.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h4&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Über die richtige Routenplanung für Bikepacking und Radtouren generell sind schon ganze Bücher geschrieben worden. Jeder hat da seinen eigenen Präferenzen, und das ist auch in Ordnung so. Ein paar Gedanken lassen sich aber durchaus verallgemeinern. Ich versuche es mal.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h4&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Verlässlichkeit und Laufzeit sind Trumpf: Die Wahl der Navigations-Hardware
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Bei so einer großen Unternehmung wie dem Atlas Mountain Race möchtest du auf gar keinen Fall mitten im Nichts stehen, und deine Navigation lässt dich im Stich. Selbst mit funktionierendem und exaktem Routing gibt es auf solchen fixed Routes zahlreiche missverständliche Stellen, an denen du falsch abbiegen oder die Wegführung aus dem Blick verlieren wirst - ohne exakte GPS-Navigation bist du schlicht aufgeschmissen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Du bist in Flussbetten unterwegs oder in weitgehend weglosem Gelände. Es ist Nacht, du bist müde und verpasst die Stelle, an der du das Flussbett verlassen und nach links hättest abbiegen sollen. Weil GPS-Routen durchaus einige Meter Abweichung haben können, sieht es auf dem kleinen Display des Radcomputers mitunter so aus, als wärst du exakt auf dem Weg - und bist verwirrt, weil weder Spuren zu sehen sind, noch die Gegend so aussieht als seist du hier richtig. Im Stand zeigt das GPS auch nicht unbedingt die richtige Richtung an, dazu braucht es immer eine messbare Bewegung. In solchen Fällen nützen auch auf Papier ausgedruckte Backups wenig, weil sie viel zu ungenau sind und immer fortgeschrittene Orientierungsfähigkeiten erfordern, zum Beispiel das exakte Einnorden der Karte oder Navigation nach Kompasszahlen. Außerdem existiert für exotische Länder häufig einfach nicht ausreichend genaues Kartenmaterial. Das gilt für Länder wie Marokko oder z.B. auch für Chile oder Argentinien - allenfalls das Militär hat ausreichend genaue Karten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Bei Nacht ist die Sache außerdem immer viel schwieriger - und die Nächte beim Atlas Mountain Race sind lang (etwa 13,5 Stunden Dunkelheit und nur 10,5 Stunden Tageslicht), weil das Rennen Anfang Februar mitten im Winter stattfindet. Ganz ohne GPS-Navigation bist du einfach verloren.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bemerkst du Navigationsfehler rechtzeitig, kannst du immerhin korrigieren, verlierst aber Zeit. Bemerkst du es zu spät, kannst du das Rennen vergessen - du wirst schlicht die nächsten Checkpoints nicht rechtzeitig erreichen. Ist auch dieses Jahr wieder einigen Teilnehmern passiert.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auf so einem Rennen ist alles möglich, die Belastungen sind extrem, nicht nur für die Teilenehmer*innen, sondern auch für das Material. Navigation ist eine kritische Funktionaliät. Du solltest nicht nur alle deine Geräte aus dem Effeff beherrschen, sondern auch die benutzte Navigations-Software mit allen Funktionalitäten ("keine Alternativroute bei Abweichung vorschlagen" "Führe mich an die Stelle zurück, an der ich die Route verlassen habe" usw. Es ist wie mit jedem anderen Detail der Ausrüstung: Was du nicht in- und auswendig kennst, bis zum Umfallen geübt und ausprobiert hast: Verwende es nicht. Die Wahrscheinlichkeit, dass dich etwas Neues in unvorhersehbare Schwierigkeiten bringt, ist beim Ultracycling so hoch, dass ich nur davon abraten kann. Aus schmerzhafter eigener Erfahrung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der neue Edge 1050 ist ein tolles Gerät - aber weniger gut geeignet fürs Ultracycling  als der Edge 840 Solar
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Genauso wie bei meinen Powerbanks, akkubetriebenen Lampen oder dem iPhone, messe ich während der Vorbereitung die genauen Laufzeiten und die Zeit fürs Nachladen via Powerbank und Netzteil. Und ich klügele mir exakt aus, welches Geräte-Setup einen optimalen Kompromiss aus Funktionalität und Laufzeit bietet. Bei Nacht kann das anders aussehen als tagsüber. In jedem Fall schalte ich nicht benötigte LEDs und Töne am Radcomputer und iPhone ab. Bluetooth? Abschalten! WLAN? Abschalten! Und da ich bei Nacht auch in der Regel mit Stirnlampe unterwegs bin, kann ich vielleicht sogar auf die Hintergrundbeleuchtung des Radcomputer-Displays verzichten, was ebenfalls eine Menge Strom spart. Nur: Für solche Details musst du deine Geräte auch wirklich beherrschen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Beispiel Radcomputer. Bringt ein Hersteller kurz vor dem Wettbewerb ein nagelneues tolles Gerät auf den Markt bringt? Sofern es nicht möglich ist, den neuen Radcomputer mit allen seinen Stärken und Schwächen im Detail zu erproben - fahr mit deinem alten Gerät! So hatte ich mir testhalber einen nagelneuen Garmin Edge 1050 bestellt: Sein neues verbessertes und sehr scharfes kontrastreiches Display ist den älteren Garmin Edge-Modellen sichtbar überlegen. Was sich aber erst im Dauertest zeigte: Das Gerät ist nicht fürs Ultracycling optimiert, sondern für Mainstream-Nutzer, die selten mehr als 200 Kilometer am Stück zurücklegen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das hellere Display bringt einen Nachteil mit sich, der den Edge 1050 blitzartig für mich aus dem Rennen geworfen hat (ich habe ihn umgehend zurückgeschickt): Das bessere und größere Display braucht deutlich mehr Strom als mein Edge 840. Das hat mich überrascht, denn die Unterstellung bei weiterentwickelter Gebrauchselektronik sind stromsparendere Bauteile und Fortschritte bei Verlässlichkeit und Laufzeit. Denkste! Das Gegenteil ist der Fall. Außerdem ist der Edge 1050 beinahe doppelt so schwer wie der 840. Als Solar-Variante lädt der Edge 840 im grellen Licht der marokkanischen Wüstensonne außerdem ganz akzeptabel nach - das reicht bei dem winzigen Solarpanel unter dem Display zwar selbst bei einem kompletten Sonnentag nicht aus, um ganz ohne Nachladen über die Distanz zu kommen. Es verlängert die Laufzeit des Edge 840 Solar aber immerhin spürbar. Bei Garmin mag ich allerdings die UX nicht besonders. Sie kann zwar viel, ist aber alles andere als intuitiv bedienbar. WAHOO ist da deutlich klarer. Auch hier: Nimm, was du sicher beherrschst.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dateiformate, Offline-Daten und Dateigrößen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ein weiteres "Highlight" der Navigation bei extrem langen Biketouren sind die Datenmengen. Je mehr Navigationspunkte und POIs die Route enthält, desto wahrscheinlicher wird es, dass dein Radcomputer irgendwann durcheinander kommt. Und das kann mitten auf dem Track im Nichts passieren. Ist mir bei der ISTRIA300 nach rund 200 km passiert - da war es kein Problem, weil ich auf einer abgesperrten und ausgeschilderten Strecke unterwegs war, hat aber trotzdem Zeit und Nerven gekostet.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der Garmin hatte sich einfach aufgehängt. Eingefroren. Tot. Reagierte auf nichts mehr, mitten in einem Radrennen. Manchmal reicht dann ein Neustart oder ein Reset. Aber dann kann es passieren, dass deine Aufzeichnung unterbrochen wird oder ganz verloren ist. Deswegen habe ich mir angewöhnt, immer mit einem zweiten Gerät parallel aufzuzeichnen. Im Fall des Atlas Mountain Race war das Backupgerät mein
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.garmin.com/de-DE/p/765374" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Garmin InReach
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           , mit dem ich im Notfall auch einen Hilferuf über das Satellitennetz Iridium hätte absetzen können. In abgelegenen Gebieten ohne Mobilfunknetz kann dir das buchstäblich den A... retten. Das InReach speichert z.B. alle zehn Minuten einen GPS-Tracking-Punkt (was völlig ausreicht) und kommt damit ohne Nachladen locker über eine Woche Laufzeit. Auch auf mitgeführte Satellitentracker der Veranstalter kannst du dich nicht immer verlassen: Beim TRAKA 360 habe ich viel Zeit verloren, weil die Batterie im Rennen den Geist aufgab und ich den Tracker wechseln musste, um eine Wertung zu bekommen. Wer auf Nummer sicher gehen will, setzt vor dem Start neue Batterien in den Tracker und nimmt einen Satz Ersatzbatterien mit.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aber zurück zu den Datenmengen auf dem Radcomputer: Sowohl mit Garmin- als auch mit WAHOO sind mir bei längeren Distanzen die Geräte ausgefallen. Ich kann nicht genau sagen, woran es lag, da es aber immer Distanzen jenseits der 250 Kilometer waren, muss es wohl an der Menge der GPX-Daten gelegen haben - oder an Fehlern in den Dateien (.fit-Daten sind beim Import auf den Radcomputer besser als .gpx, sie sind genauer und offenbar auch verlässlicher). Ich habe mir angewöhnt, längere Touren in Tagesetappen aufzuteilen, die nur selten 230 Kilometer überschreiten. Damit bin ich datenmäßig auf der sicheren Seite - und sollte ich an einem Tag mehr als 230 Kilometer zurücklegen, starte ich einfach den Folgetag und pausiere die Aufzeichnung bei Bedarf.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das iPhone kommt für die Navigation zwar nicht in Frage - aber als Zusatzgerät an heiklen Stellen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich kenne kein Smartphone, dessen Display bei 18 oder mehr Stunden Betrieb nicht permanent am Ladelimit wäre. Ich kenne auch kein Smartphone, dessen Elektronik der Sonne und Hitze Andalusiens oder dem Anti Atlas auf Dauer gewachsen wäre: Wahlweise überhitzen sie und fallen deswegen aus - oder sie brauchen so viel Strom, dass du entweder eine superschwere Powerbank mit dir herumschleppen musst, viel Zeit mit Nachladen verlierst und ständig zusätzlich belastet bist mit der Frage, wo es eine Steckdose gibt, an der nicht schon zehn andere Teilnehmer ihre Geräte laden. Und dann wäre da noch das krasse Gerüttel eines Mountainbike-Kurses - selbst mit einer erschütterungsgedämpften Halterung hätte ich ein ganz mieses Gefühl, was mein teures Smartphone betrifft. Und über den Staub, der wirklich jede kleine Pore und Ritze gnadenlos zusetzt, haben wir auch noch nicht gesprochen. Trotzdem zücke ich das Smartphone punktuell an Stellen, bei denen ich zweifle und an denen mir der Radcomputer nicht weiterhilft: Oft zeigt dir das größere Display und die bessere GPS-Antenne des Smartphone genauer, wo es lang geht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.komoot.com/de-de" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           komoot
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           , das nach vielen Jahren des Wachstums zu einer wundervollen, übersichtlichen und im Alltag sehr einfach und gut zu bedienenden App geworden ist, erreicht beim Atlas Mountain Race seine Grenzen: Kann ja gut sein, dass du deinen Beitrag für lebenslange Kartendaten weltweit bezahlt hast. Welchen Wert das hat, wirst du bemerken, wenn du versuchst, die geplanten Region in Nordwestafrika als Offline-Kartengrundlage vorab im schnellen WLAN zuhause auf deine Geräte herunterzuladen: Dann kommt die schmeichlerische aber ärgerliche Meldung "Du bist ein Pionier! Für diese Region liegen noch keine Offline-Karten vor". Aha. Das Produktversprechen "Weltweit" ist also sehr relativ, die Welt von komoot besteht im wesentlichen aus Kontinentaleuropa. Der einwöchige Datenpass für Marokko ist dann im Zweifel auch nichts wert, denn ohne Netz und Offline-Kartengrundlage zeigt dir komoot zwar die GPS-Position, sonst aber nichts. Und das ist nutzlos, zumal es auf dem Atlas Mountain Race etliche Passagen ohne jedes Mobilfunknetz gibt, geschweige denn ein passables Datennetz. Soll ja auch in Deutschland vorkommen. P.S. komoot wurde gerade an einen italienischen Risikokaptialinvestor verkauft, der dafür bekannt ist, alle Mitarbeiter der gekauften Firma zu entlassen, die Preise zu erhöhen und dann nur noch abzumelken. Wir werden sehen, wie das bei komoot weitergeht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://ridewithgps.com/" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Ride with GPS
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            hat mich jedenfalls positiv überrascht. Zwar habe ich nicht annähernd so viele Benutzungszeit wie bei komoot, aber nach angemessener Einarbeitung weißt du: Hier ist all das möglich, was komoot auch mit Premium-Abo noch nicht beherrscht: Individuelle POIs von Hand auf der Route eintragen, z.B. Wasserstellen oder Einkaufsmöglichkeiten, Hotels oder Schlafplätze. Eine große Route in Tagesetappen aufzuteilen, beherrschen beide Anwendungen. Die Genauigkeit bei Ride with GPS war in Marokko deutlich besser als bei komoot.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Überhaupt: Wie teilt man sich 1.300 irre Offroad-Kilometer richtig ein?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            In meiner Altersgruppe gehöre ich immer noch zu den fittesten und schnellsten Teilnehmern - im Vergleich zur Leistungsspitze in solchen Extremwettbewerben bin ich jedoch ein alter lahmer Sack. Außerdem bin ich kein guter Bergfahrer, gehe bei Downhills kaum Risiko - und das kostet alles Zeit.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Welche Durchschnittsgeschwindigkeit ist also realistisch? Beim TRAKA 360 bin ich über 18 Stunden einen Schnitt von fast 20 km/h gefahren - das ist relativ flott auf Gravel und in anspruchsvollem Gelände. Das Traka360 ist aber auch relativ flach und nicht allzu technisch. Außerdem gibt es so gut wie keine Schiebepassagen - ganz anders als beim Atlas Mountain Race, wo "bike &amp;amp; hike" komzeptioneller Teil des Rennens ist. Bei Badlands sank meine Durchschnittsgeschwindigkeit in Bewegung auf unter 15 km/h. Für das Atlas Mountain Race habe ich mit 10 km/h geplant: Genug, um das Finish im Zeitlimit zu erreichen, langsam genug, um stundenlange Schiebepassagen einzukalkulieren. Ich bin lieber 20 Stunden am Stück langsam und gleichmäßig auf den Beinen, das passt am besten zu meinen Möglichkeiten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Entsprechend habe ich die gesamte Etappe in Tagesrouten aufgeteilt. Wäre alles nach Plan gelaufen, hätte ich das Finish am Nachmittag des siebten Tags erreicht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/AMR+RWGPS+Planung.jpg" length="433255" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Thu, 17 Apr 2025 15:19:03 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.hartmutulrich.de/routenplanung-beim-ultracycling</guid>
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      <media:content medium="image" url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/AMR+RWGPS+Planung.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/AMR+RWGPS+Planung.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Genial grob</title>
      <link>https://www.hartmutulrich.de/sehadler</link>
      <description>Den Adler hat der kleine Sohn  aus ein paar groben Holzstücken gebastelt und bemalt. Ich beneide ihn um seine Treffsicherheit, jedes Mal, wenn ich dieses Bild ansehe.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h1&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sehadler (ich kann mich nicht satt sehen)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h1&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/IMG_E9284.JPG" alt="Seeadler, Kunst"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Den Adler aus altem Holz und Zahnstochern hat der Fünfjährige gebastelt. Man muss ein wenig zurücktreten und die Augen zukneifen, um zu erkennen, wie unfassbar gut das getroffen ist. Oder ist es doch eher eine Möwe? Na, der Schnabel spricht eher für Adler.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ich frage mich, ob diese Treffsicherheit von damals überhaupt noch zu steigern ist. Und wie ein Fünfjähriger die Details eines Seevogels bereits derart präzise im Kopf haben kann. Ob das gelernt ist oder schon vorher da war, in den Genen. Ob wir also unseren Kindern Bilder von der Welt vererben?
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im Moment spielt Sohnemann jedenfalls lieber auf der Playstation. Und zeichnet lieber Mangas, Drachen oder Ninjas und keine Adler mehr. Aber...
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Lange darüber nachgedacht, was Kunst ist.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           &amp;#55357;&amp;#56393; kleine Beiträge wie dieser sind Erinnerungen: an reine Freude, die ich empfunden habe - und häufig auch immer wieder, wenn ich sie sehe. Ein ungewöhnlicher Blick, überraschende Sichtweisen und Entdeckungen, inspirierende Kreativität, ein schöner Gedanke, gelungenes Handwerk, schöne Formulierungen, Dinge mit Seele. Sie sind vollkommen zweck- und absichtsfrei - und trotzdem alles andere als sinnlos: Es tut unendlich gut, sich jeden Tag über etwas zu freuen. Und sei es noch so unbedeutend. Enjoy!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/Adler2.JPG" length="305482" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Thu, 17 Apr 2025 12:25:10 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.hartmutulrich.de/sehadler</guid>
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      <media:content medium="image" url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/Adler2.JPG">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/Adler2.JPG">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Zombie-Apokalypse</title>
      <link>https://www.hartmutulrich.de/zombie-apokalypse</link>
      <description>Kunst ist, das Besondere im Banalen zu erkennen. In diesem Fall handelt es sich nicht um einen Schlachthof, sondern um eine Druckerei.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h1&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Assoziationsketten-Massaker
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h1&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/handschuhe_Bildgr%C3%B6%C3%9Fe+%C3%A4ndern.jpg" alt="Basteln, Holz, Würfel"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wie es den Trägern dieser Handschuhe geht, kann ich gar nicht so genau sagen. Mutmaßlich sind sie aber wohlauf und wären schwer beleidigt, würde man sie als Zombies bezeichnen. Die Handschuhe stammen aus einer Druckerei.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Nach dem Einsatz kommen sie an ein Board, wo sie auch mit frischer klebriger Druckfarbe an den Fingern nicht festkleben und auf den nächsten Einsatz warten.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein bisschen sieht das Bild nach Operationssaal aus, nach Kettensägenmassaker und anderen schrecklichen Dingen. Wahrscheinlich habe ich einfach zu viele Horrorfilme gesehen. Obwohl, stimmt gar nicht.
           &#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           &amp;#55357;&amp;#56393; kleine Beiträge wie dieser sind Erinnerungen: an reine Freude, die ich empfunden habe - und häufig auch immer wieder, wenn ich sie sehe. Ein ungewöhnlicher Blick, überraschende Sichtweisen und Entdeckungen, inspirierende Kreativität, ein schöner Gedanke, gelungenes Handwerk, schöne Formulierungen, Dinge mit Seele. Sie sind vollkommen zweck- und absichtsfrei - und trotzdem alles andere als sinnlos: Es tut unendlich gut, sich jeden Tag über etwas zu freuen. Und sei es noch so unbedeutend. Enjoy!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/handschuhe_Bildgr%C3%B6%C3%9Fe+%C3%A4ndern.jpg" length="340283" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Wed, 26 Mar 2025 18:03:22 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.hartmutulrich.de/zombie-apokalypse</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
      <media:content medium="image" url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/handschuhe_Bildgr%C3%B6%C3%9Fe+%C3%A4ndern.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/handschuhe_Bildgr%C3%B6%C3%9Fe+%C3%A4ndern.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Hier geht es nicht um Kanten</title>
      <link>https://www.hartmutulrich.de/hier-geht-es-nicht-um-kanten</link>
      <description>Glatte saubere und präzise Kanten sind mit weichem Holz wie Kiefer oder Fichte schwerer herzustellen als mit Hartholz (Eiche, Buche). Das Werkzeug muss sehr scharf sein und das Werkstück sauber geführt. Aber eigentlich geht's um was ganz anderes.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h1&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Hier geht es überhaupt nicht um Kanten
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h1&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/holzw%C3%BCrfel_Bildgr%C3%B6%C3%9Fe+%C3%A4ndern.jpg" alt="Basteln, Holz, Würfel"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Frisches und präzise bearbeitetes Holz: Ist es erst gegilbt, wird es nie wieder sein wie hier
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Weiches Holz zu bearbeiten erfordert sehr scharfes Werkzeug und hohe Präzision in der Materialführung. Diese kleinen Holzwürfel haben eine Kantenlänge von nur etwa einem Zentimeter. Sie sind nichts Besonderes, natürlich nicht. Aber für mich. Sie sind das Ergebnis eines Maschinentests. Ich habe eine Tischkreissäge in meiner Werkstatt installiert, mit einem nagelneuen Holzsägeblatt, dessen Hartmetallschneiden so scharf sind, dass man sich daran schneidet, wenn man mit dem Daumen daran entlangfährt. Das Sägeblatt hat auch besonders viele Zähne, was den Schnitt sauberer macht. Dann kommt es darauf an, das Holz genau in der richtigen Geschwindigkeit am Sägeblatt vorbei zu führen: Ist die Geschwindigkeit zu hoch, gibt es Ausrisse. Ist sie zu niedrig, verbrennt das Holz durch die Reibungshitze, es gibt schwarze Stellen. Bei Sägeblättern mit vielen Zähnen passiert das schnell.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es gibt sogar Holzsägeblätter für Schnitte mit der Maserung und andere nur für Schnitte quer zur Maserung: Zähne und Konstruktion unterscheiden sich. Das Sägeblatt extra dafür zu wechseln, dass sich der Schnitt im Winkel zur Maserung ändert, ist eher was für Profis. Ich habe das nicht getan. Dass die kleinen Würfel dennoch ziemlich exakt wurden, liegt am Schiebeschlitten, den ich mir selbst gebaut habe, um auch kleinere Holzteile ohne Gefahr sicher mit der richtigen Vorschubgeschwindigkeit an der Maschine führen zu können.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Darüber gibt es auf YoutTube ganze Kanäle, die sich ausschließlich mit solchen Themen befassen. Vielleicht ergänze ich mal ein, zwei Bilder vom Schiebeschlitten und der Säge. Wo die kleinen Würfel geblieben sind, kann ich gar nicht sagen. Wahrscheinlich liegen sie in der Holzwerkstatt in irgendeiner Schublade. Aber jedes Mal, wenn ich das Foto sehe, freue ich mich ein bisschen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Glück liegt eher selten in den ganz großen Dingen. Sondern meistens in solch kleinen wie diesen unscheinbaren Holzwürfelchen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/hoz_Bildgr%C3%B6%C3%9Fe+%C3%A4ndern.jpg" alt="Hölzchen"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Hier geht es auch nicht um Kanten. Sondern natürlich um die Frisur.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           &amp;#55357;&amp;#56393; kleine Beiträge wie dieser sind Erinnerungen: an reine Freude, die ich empfunden habe - und häufig auch immer wieder, wenn ich sie sehe. Ein ungewöhnlicher Blick, überraschende Sichtweisen und Entdeckungen, inspirierende Kreativität, ein schöner Gedanke, gelungenes Handwerk, schöne Formulierungen, Dinge mit Seele. Sie sind vollkommen zweck- und absichtsfrei - und trotzdem alles andere als sinnlos: Es tut unendlich gut, sich jeden Tag über etwas zu freuen. Und sei es noch so unbedeutend. Enjoy!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/holzw%C3%BCrfel_Bildgr%C3%B6%C3%9Fe+%C3%A4ndern.jpg" length="250616" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Tue, 25 Mar 2025 07:49:44 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.hartmutulrich.de/hier-geht-es-nicht-um-kanten</guid>
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      <media:content medium="image" url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/holzw%C3%BCrfel_Bildgr%C3%B6%C3%9Fe+%C3%A4ndern.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/holzw%C3%BCrfel_Bildgr%C3%B6%C3%9Fe+%C3%A4ndern.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Berliner Vögel</title>
      <link>https://www.hartmutulrich.de/berliner-voegel</link>
      <description>Die Spatzen in Berlin haben eine besondere Fertigkeit entwickelt: Auch in geschlossenen Räumen eines Cafes geraten sie nicht in Panik. Sondern warten freundlich am Kuchenteller auf die Einladung zu ein paar Krumen.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h1&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Berliner Vögel
            &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h1&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/spatzi.jpg" alt="Spatz, Sperling, Vogel"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Neulich (es ist tatsächlich schon ein paar Jahre her) war ich geschäftlich in Berlin. Und hatte noch ein paar Minuten bis zum Termin. Wenn etwas toll ist an Städten wie Berlin, dann sind das die Cafes, Bars und Restaurants, an denen du vorbeigehst und sponan Lust zum Verweilen bekommst. Weil die Sonne gerade so schön auf den Tischen reflektiert. Weil der Kuchen in der Auslage so einladend..., weil du spürst, hier lebt jemand seinen persönlichen Traum vom eigenen Cafe.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Eigentlich wollte ich aber über das zutrauliche Spatzenweibchen erzählen (Weibchen haben einen graubraunen Kopf, während die Spatzenmännchen ein tiefbraunes Band über Kopf und Rücken haben, siehe die beiden Fotos unten), das einfach durch die Tür in das geschlossene Cafe geflogen kam und sich ohne großes Zögern an meinem Schokokuchen niederließ. Offenbar war die Farbkomposition des Cafes spatzenweibchenkompatibel, die Farbe des Kuchens auch. Und die Erfahrungen des kleinen Vogels mit dem Inneres des Cafes auch.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Man muss dazu wissen, dass es Spatzen oder auch Sperlinge nicht mehr einfach haben in modernen Städten. Obwohl sie gerne in Menschennähe siedeln, als besonders gesellig gelten und bekannt für ihre Intelligenz, Nahrung auch in engen Räumen zu finden. Trotzdem sind die Spatzenbestände seit den 1990er Jahren in Deutschland erheblich zurückgegangen, teilweise um mehr als die Hälfte. Dieser Rückgang wird auf den Mangel an Nistplätzen und Nahrung zurückgeführt. Man muss einfach nur die endlosen versiegelten Flächen in den Städten auf sich wirken lassen, um eine Ahnung davon zu bekommen, warum das so ist. In Städten wie München, Hamburg oder Nürnberg sind Spatzen selten geworden. Der Haussperling steht in Deutschland auf der Vorwarnliste der Roten Liste, ist also noch nicht akut vom Aussterben bedroht - aber auf dem Weg dahin.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Schon alleine deshalb freue ich mich immer sehr, wenn ich die selten gewordenen kleinen Kerlchen aus der Nähe zu Gesicht bekomme. Und wenn es vor einem geschäftlichen Termin in einer fremden Stadt ist, dann ist so ein kleiner zutraulicher Vogel mitten im geschlossenen Cafe eine Begegnung, die freut und auch irgendwie Mut macht.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ob Schokokuchen gesund ist für Spatzen, kann ich allerdings nicht sagen. Aber sie gelten ja nicht nur als erfinderisch, sondern auch als nicht allzu wählerisch.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Warum ich damals eigentlich in Berlin war, habe ich längst vergessen. Aber die Begegnung mit dem kleinen Vogel nie.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           P.S. Die anderen Spatzenfotos entstanden nicht in dem Berliner Cafe. Sondern u.a. in der Abendsonne auf einem Steg am Starnberger See mit Krümeln vom mitgebrachten Vollkornbrot, im Biergarten - und in Stockholm, am Söder Mälarstrand.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           &amp;#55357;&amp;#56393; kleine Beiträge wie dieser sind Erinnerungen: an reine Freude, die ich empfunden habe - und häufig auch immer wieder, wenn ich sie sehe. Ein ungewöhnlicher Blick, überraschende Sichtweisen und Entdeckungen, inspirierende Kreativität, ein schöner Gedanke, gelungenes Handwerk, schöne Formulierungen, Dinge mit Seele. Sie sind vollkommen zweck- und absichtsfrei - und trotzdem alles andere als sinnlos: Es tut unendlich gut, sich jeden Tag über etwas zu freuen. Und sei es noch so unbedeutend. Enjoy!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Sun, 23 Mar 2025 15:04:06 GMT</pubDate>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/spatzi.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Das Grün ist weg</title>
      <link>https://www.hartmutulrich.de/blaetter</link>
      <description>Das Grün ist längst weg, kein Mensch kann sich erinnern, in welchem Buch wir die wundervollen Blätter gepresst haben. Aber ihre Schönheit ist geblieben. Im Wohnzimmer, neben den Büchern.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h1&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Weißdorn und Nasenzwicker
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h1&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/bl%C3%A4tterb-6824711a.jpg" alt="Blätter"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/bl%C3%A4tter2b-7aca76d1.jpg" alt="Blätter"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/IMG_7832.jpg" alt="Laub, Blätter"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Draußen haben die Kinder verschiedene Blätter gesammelt, die dazugehörigen Pflanzen und Bäume notiert und alles auf weißes Papier geklebt. Anfangs waren die Blätter noch frisch und sattgrün. Das Grün hat sich sehr lange gehalten - die Blätter waren noch immer grün, als sie schon längst trocken waren.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Jetzt, einige Jahre später, ist vom Grün nichts mehr übrig. Schön sind die Blätter aber noch immer. Sie hängen im Wohnzimmer, neben den Bücherregalen. Quasi in vertrauter Umgebung: Auch die Bücherregale sind voller vergilbter Blätter, die bei genauerem Betrachten auch immer noch schön sind.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aber wer liest schon heute noch Bücher!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           &amp;#55357;&amp;#56393; kleine Beiträge wie dieser sind Erinnerungen: an reine Freude, die ich empfunden habe - und häufig auch immer wieder, wenn ich sie sehe. Ein ungewöhnlicher Blick, überraschende Sichtweisen und Entdeckungen, inspirierende Kreativität, ein schöner Gedanke, gelungenes Handwerk, schöne Formulierungen, Dinge mit Seele. Sie sind vollkommen zweck- und absichtsfrei - und trotzdem alles andere als sinnlos: Es tut unendlich gut, sich jeden Tag über etwas zu freuen. Und sei es noch so unbedeutend. Enjoy!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/bl%C3%A4tterb.jpg" length="412672" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Mon, 17 Mar 2025 16:22:52 GMT</pubDate>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Wir sind die Roboter</title>
      <link>https://www.hartmutulrich.de/wir-sind-die-roboter</link>
      <description>Es muss so etwas geben wie einen universellen Code für Roboterdesign. Und die Jungs kennen ihn. Jede moderne künstliche Intelligenz kennt diesem Common Sense aber auch.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h1&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir sind die Roboter
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h1&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/roboter.jpg" alt="Roboter"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Es muss sowas geben wie einen Universalcode für Roboterdesign. Nicht erst seit
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.google.com/search?q=robbi+tobbi+und+das+fliewat%C3%BC%C3%BCt&amp;amp;oq=Robi+tobi+und&amp;amp;gs_lcrp=EgRlZGdlKgwIARAAGAoYsQMYgAQyBggAEEUYOTIMCAEQABgKGLEDGIAEMgkIAhAAGAoYgAQyCQgDEAAYChiABDIJCAQQABgKGIAEMgkIBRAAGAoYgAQyCQgGEAAYChiABDIJCAcQABgKGIAEMgkICBAAGAoYgATSAQg0NDM4ajBqMagCALACAA&amp;amp;sourceid=chrome&amp;amp;ie=UTF-8" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            (1972)
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Und die Jungs kennen ihn. Erst kommt die Entwicklung der Hand-Hirn-Koordination, später wachsende Abstraktionsgrade und zunehmende Komplexität. Aus Holz wird dann Software. Vielleicht. Irgendwann. Oder Kunst. Ich kann noch gar nicht sagen, was schöner wäre.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sind die nicht geil? ❤️
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Anmerkung: Die Holzroboter und Zeichnungen sind auch schon fast zehn Jahre alt, stammen also aus einer Zeit weit vor dem KI-Hype. Den Universalcode für Roboterdesign haben die künstlichen Intelligenzen des 21st Century ebenfalls so sehr in ihren Trainingsdaten verinnerlicht, dass man auch so ein Design bekommt, wenn man zum Beispiel Midjourney fragt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Und die Roboter im Regal unten stammen von openAI, ich habe das im Januar 2024 auf LinkedIn gepostet, als der GPT-Store von openAi kurz vor dem Launch stand...
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/robots1.jpg" alt="Roboter"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           &amp;#55357;&amp;#56393; kleine Beiträge wie dieser sind Erinnerungen: an reine Freude, die ich empfunden habe - und häufig auch immer wieder, wenn ich sie sehe. Ein ungewöhnlicher Blick, überraschende Sichtweisen und Entdeckungen, inspirierende Kreativität, ein schöner Gedanke, gelungenes Handwerk, schöne Formulierungen, Dinge mit Seele. Sie sind vollkommen zweck- und absichtsfrei - und trotzdem alles andere als sinnlos: Es tut unendlich gut, sich jeden Tag über etwas zu freuen. Und sei es noch so unbedeutend. Enjoy!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/robots2.jpg" length="126796" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Sun, 16 Mar 2025 19:09:27 GMT</pubDate>
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      <media:content medium="image" url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/robots2.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/robots2.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Flieg, Vogel, flieg!</title>
      <link>https://www.hartmutulrich.de/vogelmaske</link>
      <description>Mit vier Jahren träumst du nachts noch vom Fliegen. Je älter du wirst, desto seltener werden diese Träume, zumindest bei mir was das so. Das Gefühl, einfach vom Boden abheben und schweben zu können, habe ich aber nie vergessen. Und ja, vielleicht an den Vierjährigen vererbt.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h1&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Flieg, Vogel, flieg!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h1&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/vogelmaske.jpg" alt="Basteln, Vogelmaske, Pappmache"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit vier Jahren träumst du nachts noch vom Fliegen. Je älter du wirst, desto seltener werden diese Träume, zumindest bei mir was das so. Das Gefühl, einfach vom Boden abheben und schweben zu können, habe ich nie vergessen. Und ja vielleicht an den Vierjährigen vererbt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Maske hat er in der
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.kunst-werk-haidhausen.de/" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Haidhauser Kunstwerkstatt
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            gemacht, die Flügel aus Pappe dann zuhause dazugebastelt. Ganz alleine. Die Kunstwerkstatt ist ein Kleinod für Kinder: Die Kinder (jüngere und ältere) können dort nicht nur ihre Kreativität ausleben, sondern werden fachkundig begleitet und lernen jede Menge Techniken und kunsthandwerkliche Fähigkeiten.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Heute hängt die Maske im Wohnzimmer. Wo die Flügel geblieben sind, wissen die Götter. Vielleicht hat Ikarus sie ja in die Altpapiertonne geworfen. Oder der alte Daedalus.
           &#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/kunstwerkstatt_Bildgr%C3%B6%C3%9Fe+%C3%A4ndern.jpg" alt="Haidhauser Kunstwerkstatt"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           &amp;#55357;&amp;#56393; kleine Beiträge wie dieser sind Erinnerungen: an reine Freude, die ich empfunden habe - und häufig auch immer wieder, wenn ich sie sehe. Ein ungewöhnlicher Blick, überraschende Sichtweisen und Entdeckungen, inspirierende Kreativität, ein schöner Gedanke, gelungenes Handwerk, schöne Formulierungen, Dinge mit Seele. Sie sind vollkommen zweck- und absichtsfrei - und trotzdem alles andere als sinnlos: Es tut unendlich gut, sich jeden Tag über etwas zu freuen. Und sei es noch so unbedeutend. Enjoy!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/vogelmaske.jpg" length="293408" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Sun, 16 Mar 2025 14:22:04 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.hartmutulrich.de/vogelmaske</guid>
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      <media:content medium="image" url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/vogelmaske.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/vogelmaske.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Drachenfalter Paperwork</title>
      <link>https://www.hartmutulrich.de/drachenfalter-paperwork</link>
      <description>Die Drachen haben es dem Sohn angetan. Geklebt, gefaltet, aus Pappe, Papier. Er sitzt stundenlang am Küchentisch, um aus einem einzigen Bogen Papier ein kleines Kunstwerk zu basteln.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h1&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Drachenfalter
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h1&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/IMG_3591.JPEG" alt="Papierarbeit, Drachen, Kunst, Art"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der Drachenfalter ist kein Schmetterling, sondern zwölf Jahre alt und sitzt mit UHU am Esszimmertisch. Oder, um anders zu beginnen: Du weißt, dass du alt wirst, wenn du nicht mehr mit Papier bastelst, sondern Papier nur noch las Büromaterial wahrnimmst, in bedruckten Stapeln besitzt, in DIN-Formaten, rechteckig, glatt, langweilig, tot.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dabei steckt so unendlich viel Leben und Kreativität und Kunst in ganz normalem langweiligem Druckerpapier. Selbst dann, wenn du dir "nur" Schnittmuster von Etsy heruntergeladen und sie dann am Küchentisch zum Leben erweckt und das Esszimmer mit diesem wundervollen Klebergeruch erfüllt hast, den ich noch von früher kenne, und der schon damals immer bedeutete, das etwas Neues, Aufregendes, von Hand Gemachtes entstand. Wundervoll.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Papierarbeiten sind allesamt vom älteren Sohn. Der zwöf Jahre alt war als sie entstanden. Das Falten des roten Origami-Drachen hat mehr als eine Stunde gedauert. Und die Lichtkanten der Falze sind für die Ewigkeit genial getroffen.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           &amp;#55357;&amp;#56393; kleine Beiträge wie dieser sind Erinnerungen: an reine Freude, die ich empfunden habe - und häufig auch immer wieder, wenn ich sie sehe. Ein ungewöhnlicher Blick, überraschende Sichtweisen und Entdeckungen, inspirierende Kreativität, ein schöner Gedanke, gelungenes Handwerk, schöne Formulierungen, Dinge mit Seele. Sie sind vollkommen zweck- und absichtsfrei - und trotzdem alles andere als sinnlos: Es tut unendlich gut, sich jeden Tag über etwas zu freuen. Und sei es noch so unbedeutend. Enjoy!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/IMG_3564.JPEG" length="210906" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Sat, 15 Mar 2025 15:30:43 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.hartmutulrich.de/drachenfalter-paperwork</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
      <media:content medium="image" url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/IMG_3564.JPEG">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/IMG_3564.JPEG">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Im Haus der Eigenarbeit</title>
      <link>https://www.hartmutulrich.de/hockerchen-aus-holz</link>
      <description>Ein kleiner Hocker aus Eichen- und Fichtenholz in Eigenarbeit</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h1&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Patchwork-Hocker aus dem HEI
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h1&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/HOcker_01.jpg" alt="Hocker, Holzarbeit, Schreinerei"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            In München Haidhausen gibt es das
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.hei-muenchen.de/" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           HEI, das Haus der Eigenarbeit
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           . Eine gut ausgestattete Werkstatt in einem der Haidhauser Hinterhöfe nahe dem Ostbahnhof, in der du von Holzarbeiten über Handarbeiten bis Schweißen eine Menge Dinge tun kannst, die die eigene Heimwerkstatt überfordern würden. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Anmelden kann sich wer will - und gegen überschaubare Gebühren darfst du an professionellen Maschinen arbeiten. Zum Beispiel an einer grandiosen Formatkreissäge oder einem leistungsstarken Dickenhobel. Begleitet wird die angemietete Maschinenzeit durch fachkundige Anleitung - so vermeidest du Bedienfehler und lernst eigentlich immer was dazu.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Im konkreten Fall habe ich ein altes schönes Stück Eichenholz abgerichtet, an dem anfangs noch die Rinde dran war. Abrichten, Referenzfläche hobeln, in Streifen schneiden, die Holzstreifen mit Richtungswechsel in Maserung zu einer Platte verleimen, glatthobeln, zusägen: Das hat ein paar Tage gedauert und hat viel Spaß gemacht.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dann von Hand an der Hobelbank das Untergestell für das Hockerchen bauen, Verzapfungen aussägen bzw. ausstemmen und schließlich die fertige Eichenholzplatte aufleimen. Leider reichte das Eichenholz nicht auch noch für die Beine (beim Zurichten von rohem Holz fällt viel Abfall weg), so dass ich mich für die Beine bei weicherem und billigem Fichtenholz bedient habe.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das so entstandene Hockerchen steht nun in meinem Arbeitszimmer, und ich benutze es beinahe täglich: Es hat die ideale Höhe, um sich auf ihm die Schuhe anzuziehen. PS: Die Bilder unten entstanden nicht im HEI, sondern in meinem feuchten viel zu engen Altbaukeller, wo ich die fertigen Elemente zusammengeleimt habe. Und wo du Holz nicht so richtig lagern konntest, weil es einfach viel zu feucht war und teilweise sogar geschimmelt hat. Sehr schön zu erkennen sind auf den Fotos die Unterschiede zwischen dem harten Eichenholz und der weißen weichen Fichte...
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           &amp;#55357;&amp;#56393; kleine Beiträge wie dieser sind Erinnerungen: an reine Freude, die ich empfunden habe - und häufig auch immer wieder, wenn ich sie sehe. Ein ungewöhnlicher Blick, überraschende Sichtweisen und Entdeckungen, inspirierende Kreativität, ein schöner Gedanke, gelungenes Handwerk, schöne Formulierungen, Dinge mit Seele. Sie sind vollkommen zweck- und absichtsfrei - und trotzdem alles andere als sinnlos: Es tut unendlich gut, sich jeden Tag über etwas zu freuen. Und sei es noch so unbedeutend. Enjoy!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/HOcker_01.jpg" length="96018" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Thu, 13 Mar 2025 17:22:38 GMT</pubDate>
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      <media:content medium="image" url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/HOcker_01.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/HOcker_01.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Der Liegestuhl</title>
      <link>https://www.hartmutulrich.de/der-liegestuhl</link>
      <description>Zu viele Dinge werden hergestellt, nur um verkauft zu werden. Nicht um benutzt zu werden.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h1&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Liegestuhl-Obsoleszenz
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h1&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/Liegestuhl-11_Bildgr%C3%B6%C3%9Fe+%C3%A4ndern.jpg" alt="Reifen, Platten, Fahrrad, Laufrad, Panne"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Zu viele Dinge werden nur hergestellt, um verkauft zu werden. Nicht, um benutzt zu werden. Auch dieser Liegestuhl. Er war nicht einmal billig. Im Gegenteil.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Um präzise zu sein: Obszön überteuert, gemessen daran, dass er aus nicht mehr bestand als einer schönen Stoffplane, ein paar unbehandelten Holzlatten und ein paar schnell korrodierenden Billigschrauben. Selber Schuld, dass ich den nicht gleich komplett selbst gebaut habe!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es war dann aber so: Ein lauer Sommerabend, das Gras wundervoll saftig grün und gerade frisch gewässert, die Abendluft voll von diesem wunderbaren Gefühl, alles könne doch nicht so furchtbar werden wie nüchtern betrachtet. Dann, kracks! Zwischen zwei Schluck Augustiner Hellem. Du musst dir das so vorstellen, dass dein Eskapismus aus der Tretmühle des täglichen Terminkalenders am lauen Sommerabend aus einer Flasche Augustiner besteht, sehr langsam genossen, während die Sonne hinter dem Hausdach verschwindet und die Amsel ihr Lied tiriliert. Kracks!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Frau hat amüsiert gelacht, als der Mann slapstickartig mit schwappendem Bier nebenan im kollabierenden Liegestuhl seitwärts zu Boden kippte und dabei wohl nicht ganz so graziös aussah (mit zunehmendem Alter sieht man bei jeglicher Art von Bewegungsherausforderung nicht mehr grazös aus, am allerwenigsten aber in einem zusammenbrechenden Liegestuhl). Schadenfreude ist die schönste. Linke Seite Holzstrebe: gebrochen. Dabei gehöre ich keineswegs zum adipösen Teil der Bevölkerung, sondern eindeutig, zu jenem Teil, den ihre Mütter immer noch bei Besuchen fragen, ob man denn auch immer ordentlich esse.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.google.com/search?q=bmi+rechner&amp;amp;oq=BMI+Rechner&amp;amp;gs_lcrp=EgRlZGdlKgwIABBFGDsYsQMYgAQyDAgAEEUYOxixAxiABDIKCAEQABixAxiABDIKCAIQABixAxiABDIHCAMQABiABDIKCAQQABixAxiABDIHCAUQABiABDIGCAYQRRg8MgYIBxBFGDwyBggIEEUYPNIBCDIxNzNqMGoxqAIAsAIA&amp;amp;sourceid=chrome&amp;amp;ie=UTF-8" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           BMI 22
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            . Liegestuhl trotzdem keine Lust mehr. Es gibt sie noch, die guten Dinge. Nicht.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ich also irgendwann später, ausreichend ausgenüchtert in der Werkstatt. Minderwertiges Holz, Herkunft unbekannt, weich, marode, vom Regen bereits nach zwei Jahren stark geschwächt. Badetablettenwiderstandsfähigkeit gegen Nässe. Die Schrauben: korrodiert, hoffnungslos, grünspanig. Es gehört anscheinend zur
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.google.com/search?q=Obsoleszenz&amp;amp;oq=Obsoleszenz&amp;amp;gs_lcrp=EgRlZGdlKgwIABBFGDkYsQMYgAQyDAgAEEUYORixAxiABDIHCAEQABiABDIHCAIQABiABDIHCAMQABiABDIHCAQQABiABDIHCAUQABiABDIHCAYQABiABDIHCAcQABiABNIBCDM1MDlqMGoxqAIAsAIA&amp;amp;sourceid=chrome&amp;amp;ie=UTF-8" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Obsolenszenz-Dreistigkeit
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            dieser Hersteller überteuerter Liegestühle minderer Qualität, neben minderwertigem Holz auch ausschließlich Schrauben zu verwenden, die bereits nach dem ersten Regen in eine unaufhaltsame Spirale von Korrosion und Verfall geraten. Rostfreie Schrauben aus Edelstahl kosten nur unwesentlich mehr.
             &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
            Nicht nur, dass diese Schrauben sich im täglichen Gebrauch ständig durch das Auf- und Zuklappen des Stuhls lockern (und man sie wöchentlich nachziehen muss. So eine profunde Technik wie Loctite oder in anderen Worten
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.google.com/search?q=Schraubensicherungslack&amp;amp;oq=Schraubensicherungslack&amp;amp;gs_lcrp=EgRlZGdlKgkIABBFGDkYgAQyCQgAEEUYORiABDIHCAEQABiABDIHCAIQABiABDIHCAMQABiABDIHCAQQABiABDIHCAUQABiABDIHCAYQABiABDIHCAcQABiABNIBCDg0MTVqMGoxqAIAsAIA&amp;amp;sourceid=chrome&amp;amp;ie=UTF-8" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Schraubensicherungslack
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            , scheinen die Hersteller ebenfalls bewusst zu ignorieren, das wäre ja ein Arbeitsschritt mehr. Viel zu aufwändig!). Es ist auch so, dass man den Schraubensatz nach einer Saison idealerweise komplett tauscht durch rostfreie Edelstahlvarianten, rein präventiv, fürs Nervenkostüm. Hersteller solcher Produkte sollten belegt werden mit einer entsprechenden Obsoleszenz-Abgabe, so dass sie entweder binnen eines Jahres pleite wären oder begännen, anständige Qualität für ihre überteuerten Preise auszuliefern.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich habe dann die gebrochene linke vordere Holzstrebe auf der Fräsmaschine selbst nachgemacht (wer hat schon eine Fräsmaschine zuhause in der Werkstatt und kann sie verletzungsfrei bedienen). Aus einem Reststück Buchenholz, das in meiner illustren Holzrestesammelkiste sehnsüchtig auf Neuwidmung wartete. Eigentlich war es ein Reststück aus dem alten Kinderbett, das es vor einiger Zeit beim Umzug nicht mehr ins Haus geschafft hatte.
            &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Trockene Buche ist eine so unverzichtbare Holzreste-Art, dass man sie nur dann im Kamin verfeuert, wenn die Stücke bereits unrettbar in 25-cm-Scheite zerkleinert sind. Sonst bringe ich es nicht übers Herz. Oder wenn sie lackiert sind. Lackiertes oder behandeltes Holz hat nichts im Ofen verloren, beim Verbrennen entstehen hochgiftige Stoffe wie Dioxine. Ich lagere trockene Buchenholzreste in meiner Sammelkiste, um damit vielleicht irgendwann einen überteuerten Liegestuhl reparieren zu können. Spare in der Zeit...
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Liegestuhl ist nun wie neu. Rostfreie Schrauben aus Edelstahl. Schraubensicherungslack an den beweglichen Parts. Eine wundervolle Imprägnierung, die aussieht, als handele es sich nicht um minderwertige Qualität zu überteuertem Preis, sondern um unbezahlbareres Tropenholz allerbester Qualität. Der Sommer kann kommen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           &amp;#55357;&amp;#56393; kleine Beiträge wie dieser sind Erinnerungen: an reine Freude, die ich mal empfunden habe - und häufig auch immer wieder, wenn ich sie sehe. Ein ungewöhnlicher Blick, überraschende Sichtweisen und Entdeckungen, inspirierende Kreativität, ein schöner Gedanke, gelungenes Handwerk, ein schöne Formulierung - Dinge mit Seele. Sie sind vollkommen zweck- und absichtsfrei und trotzdem alles andere als sinnlos: Es tut gut, sich jeden Tag über etwas freuen zu können. Und sei es noch so unbedeutend. Enjoy!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/Liegestuhl-09_Bildgr%C3%B6%C3%9Fe+%C3%A4ndern.JPEG" length="332770" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Sat, 01 Mar 2025 20:25:12 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.hartmutulrich.de/der-liegestuhl</guid>
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      <media:content medium="image" url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/Liegestuhl-09_Bildgr%C3%B6%C3%9Fe+%C3%A4ndern.JPEG">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/Liegestuhl-09_Bildgr%C3%B6%C3%9Fe+%C3%A4ndern.JPEG">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Rubik's Cube</title>
      <link>https://www.hartmutulrich.de/rubiks-cube</link>
      <description>Der Rubik's Cube, auch als Zauberwürfel berühmt geworden, ist so etwas wie die mechanische Urform eines Algorithmus: Nur mit einem Set von logischen Zügen zu lösen.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h1&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Regenwetter-Slowdown
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h1&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/RubiksCube.jpg" alt="Rubik's Cube, Zauberwürfel"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Rubik's Cube war so etwas wie die mechanische Urform eines Algorithmus. Und ursprünglich ein Lernprojekt
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Heute war das Wetter ja nun wirklich Scheiße und mein Innenmeniskus ausreichend lädiert, um einfach mal den gesamten Sonntag auf dem Sofa zu verbringen. Tina war mit den Mädels beim Skifahren (bei Windstärke 6 und quasi ohne Schnee), die Jungs hingebungsvoll mit Lego beschäftigt. Damit könnte die Geschichte schon zu Ende sein. Ist sie aber nicht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Mir ist es nämlich gelungen, etwas zu lösen, wofür ich meine gesamte Schulzeit zu blöd war: Rubik's Cube, auch Zauberwürfel genannt. Ich hab ihn nicht nur gelöst, sondern verstanden. Beispielsweise, warum es so gut wie ausgeschlossen ist, den Würfel durch reines Ausprobieren komplett zu ordnen. Und dass er sowas darstellt wie das mechanische Urtierchen eines Algorithmus', also ein Set einzelner Regeln, von denen jede für sich eine ganz bestimmte Funktion ausführt und damit ein ganz bestimmtes Problem isoliert löst.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Dass der gesamte Würfel mit allen Ebenen sich aber nur mit dem ganzen Paket ALLER Einzelfunktionen lösen lässt, einem Lösungsprogramm aus Algorithmen. Damals, in den 80er Jahren, habe ich die Logik schlicht nicht verstanden. Weil mir die Erklärungen zu abstrakt waren - und weil ich mir jungsarroganztypisch eingebildet habe, ich könnte die Lösung durch pures Probieren rausfinden. Mehr als die zweite Ebene wurde es nie (die geht tatsächlich durch Probieren).
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           40 Jahre und ein paar eher so mittelgeil dahingeschnodderte YouTube-Videos später war das plötzlich überraschend einfach zu kapieren. Dass Bewegtbild jedem Fachbuch haushoch überlegen ist, ist im 21. Jahrhundert nun keine so wahnsinnig weltbewegende Erkenntnis mehr: Es gibt ganze Bildungssender auf YouTube, die sehr komplexe mathematische Zusammenhänge (zum Beispiel ein Integral) auf anschaulichste Weise erklären und verständlich machen. Die Topchecker hier winken natürlich gelangweilt ab - zum einen, weil sie Rubik's Cube mit verbundenen Augen und einhändig unter zehn Sekunden lösen. Und weil sie Lehrbücher eh nur noch verwenden, um wackelnde Tischbeine zu unterlegen. Das gesamte deutsche Schulsystem allerdings scheint von alledem genau das bereits verstanden zu haben: [Leerzeichen].
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ganz sicher bin ich auf meine alten Tage nicht intelligenter geworden. Eher mit den Jahren einseitig verblödet vom universellen Ökonomisierungsdiktat. Aber die Werkzeuge sind besser als damals. Viel besser! Und darüber lohnt es sich wirklich nachzudenken. Und nun: zurück zum Feierabendbier.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           P.S. Die Motivation für den Zauberwürfel kam übrigens von Söhnchen. Der wollte, dass Papa ihm den Würfel so erklärt, dass er ihn auch lösen kann.
           &#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           &amp;#55357;&amp;#56393; kleine Beiträge wie dieser sind Erinnerungen: an reine Freude, die ich empfunden habe - und häufig auch immer wieder, wenn ich sie sehe. Ein ungewöhnlicher Blick, überraschende Sichtweisen und Entdeckungen, inspirierende Kreativität, ein schöner Gedanke, gelungenes Handwerk, schöne Formulierungen, Dinge mit Seele. Sie sind vollkommen zweck- und absichtsfrei - und trotzdem alles andere als sinnlos: Es tut unendlich gut, sich jeden Tag über etwas zu freuen. Und sei es noch so unbedeutend. Enjoy!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Sat, 18 Jan 2025 11:32:23 GMT</pubDate>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Nussschalenschifffahrt</title>
      <link>https://www.hartmutulrich.de/nussschalenschifffahrt</link>
      <description>Es gibt ja kaum Wörter im Deutschen, bei denen drei Konsonanten in Folge vorkommen. Bei der Nussschalenschifffahrt sind es sogar zweimal drei. Eigentlich gibt es diesen Post nur darum.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h1&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nussschalenschifffahrt
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h1&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/37302639-nussschale.jpg" alt="Schneemann mit Orange"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nicht nur, weil die Bastelei beim Knacken einer ganzen fast geschenkten Kiste Walnüsse abfiel (niemand hat noch Lust, Nüsse zu sammeln und dann auch noch zu knacken, also kosten fertig geknackte Walnüsse immer ein Vermögen, die frischen jedoch nur sehr wenig, vor allem auf einem Wochenmarkt im Herbst).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sondern weil es meines Wissen im Deutschen nicht allzu viele Wörter gibt, bei denen sich an zwei Stellen drei Konsonanten in Folge im Wort befinden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eigentlich nur deswegen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           &amp;#55357;&amp;#56393; kleine Beiträge wie dieser sind Erinnerungen: an reine Freude, die ich empfunden habe - und häufig auch immer wieder, wenn ich sie sehe. Ein ungewöhnlicher Blick, überraschende Sichtweisen und Entdeckungen, inspirierende Kreativität, ein schöner Gedanke, gelungenes Handwerk, schöne Formulierungen, Dinge mit Seele. Sie sind vollkommen zweck- und absichtsfrei - und trotzdem alles andere als sinnlos: Es tut unendlich gut, sich jeden Tag über etwas zu freuen. Und sei es noch so unbedeutend. Enjoy!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/37302639-nussschale.jpg" length="116879" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Sat, 12 Oct 2024 07:46:32 GMT</pubDate>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/37302639-nussschale.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Heute ist Weltfahrradtag. Aber eigentlich wollte ich was ganz anderes.</title>
      <link>https://www.hartmutulrich.de/heute-ist-weltfahrradtag-aber-eigentlich-wollte-ich-was-ganz-anderes</link>
      <description>Nicht die Unvernunft der Menschen sei das Problem, sagt Hanno Rauterberg, sondern die Vernunft: Sie erschöpfe sich in diesen Zeiten, in denen immer mehr Menschen nicht mehr an jenes Fortschritts- und Glücksversprechen glauben wollen, das die Vernunft der Aufklärung so lange getragen hat. Eine Denkanregung, die mich seit Tagen nicht loslässt. Gerade nach der Europawahl.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h1&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Heute ist Weltfahrradtag. Aber eigentlich wollte ich ganz was anderes.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h1&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/biker-b63e727e.gif" alt="Eintrittskarte, Flugwerft Oberschleißhiem, Museum"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Heute ist
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.google.com/search?q=world+bicycle+day&amp;amp;oq=world+bicycle+day&amp;amp;gs_lcrp=EgZjaHJvbWUyCQgAEEUYORiABDIHCAEQABiABDIICAIQABgWGB4yCAgDEAAYFhgeMggIBBAAGBYYHjIICAUQABgWGB4yCAgGEAAYFhgeMggIBxAAGBYYHtIBCDM0NjBqMGo0qAIAsAIB&amp;amp;sourceid=chrome&amp;amp;ie=UTF-8" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           World Bicycle Day
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           . Ja und?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Jeden Tag ist irgendein anderer World-Whatever-Day. Jeden Tag sollst du dich für was anderes interessieren, erregen, engagieren. Jede Sekunde überfällt dich in deiner Vertical Scrolling Timeline irgendeine andere random Emotionsattacke. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es ist gar nicht mehr möglich, NICHT überfordert zu sein von all dem emotional und intellektuell unverarbeiteten Rauschen im Kopf. Die Überflutungen, die in dieser Woche, Anfang Juni 2024 akut waren (und jetzt schon wieder vergessen sind): Ist das jetzt noch Wetter oder schon Klimawandel +++ ist es nicht pure Ironie, dass nun ausgerechnet die Raserautobahn A9 wegen Überflutung gesperrt +++ die Wutbauern, ob die es je verpackt kriegen, warum sie mit ihren schweren bodenverdichtenden Landmaschinen jetzt tagelang nicht auf ihre Felder +++ jaja, Korrelation und Kausalität +++ Söder muss jetzt ja eigentlich +++ Den Teufel wird er +++ Lustige Memes mit Söder unterm Regenschirm +++ Lachen ist in der Krise ja immer +++ Distraction, anytime, anywhere.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich wollte ja ganz was anderes. Sorry. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Fahrrad. Das Fahrrad ist längst ein überaus politisches Vehikel. Daran ändern auch noch so viele Word-Bicycle-Days nichts. Am Fahrrad arbeiten sich die Populisten ab, es dient als Feindbild, die Radfahrenden inkl. Es braucht immer wen, den man kreuzigen kann. Sind denn alle Appelle an die Vernunft sinnlos?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Tatsächlich: Nicht Unvernunft ist das Problem. Sondern die Vernunft. Hä? 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.zeit.de/autoren/R/Hanno_Rauterberg/index.xml" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Hanno Rauterberg
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            hat diesen grandiosen Gedanken einmal ganz wundervoll durchdacht. Abstract: Die Vernunft erschöpft sich gerade historisch. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aufklärung: Wer vernünftig lebte, war frei. Frei von den Zwängen der Kirche und des Allesglaubenmüssens. Weil aber Vernunft ohne objektives Wissen nicht zu haben ist, machte man sich ans Vermessen der Welt. Streng nach den Maßstäben der Wissenschaft. Alles objektivierbar. Fahndete nach einer Formel fürs Glück. Eines gar nicht fernen Tages, da war man sich sicher, würde sie gefunden werden. Vernunft verhieß Fortschritt, ein gutes Leben für alle. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Heute: Das Hashtag#Fortschrittsversprechen hat ein Problem. Von wegen gutes Leben für alle! Eine wachsende Mehrheit glaubt nicht mehr daran. Geht doch eh alles den Bach runter.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das durchaus bittere Eingeständnis, dass reine Logik offenbar doch nicht ausreicht, um die Probleme einer widersprüchlichen Wirklichkeit zu lösen, treibt seltsame Blüten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Trotzig ausgelebte Unvernunft wird zur Lebenshaltung, in der sich das Individuum noch eine Geste der eigenen Freiheit und Souveränität bewahren kann. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Fahrrad kriegt es mit ab. Es ist einfach zu vernünftig. Wird es also zunehmend sinnlos, wieder und wieder das Vernünftige zu betonen, nicht nur am Fahrrad, sondern generell? 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Interessante Zeiten für Kommunikatoren!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Hier noch schnell der Link zum Artikel
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.zeit.de/2024/24/unvernuenftigkeit-entscheidungen-leichtsinn-regeln/komplettansicht" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           über die Krise der Vernunft
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            (genau, $)
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und damit einen schönen Montag - and to something completely different.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/biker-b63e727e.gif" length="25633" type="image/gif" />
      <pubDate>Mon, 03 Jun 2024 10:50:04 GMT</pubDate>
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      <media:content medium="image" url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/biker-b63e727e.gif">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/biker-b63e727e.gif">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Montag ist, wenn...</title>
      <link>https://www.hartmutulrich.de/montag-ist-wenn</link>
      <description>Montag ist, wenn du auf dem Weg zur Arbeit einen Platten hast, bei der Reparatur in Hundescheiße trittst, es aber nicht gleich merkst.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h1&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Montag ist, wenn...
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h1&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/IMG_6619.jpg" alt="Reifen, Platten, Fahrrad, Laufrad, Panne"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Montag ist, wenn dein erstes Erlebnis des Tages ein Platten ist. Weil zum hundertsten Mal irgendein besoffener Asi seine Bierflasche in der Unterführung zerschmettert hat.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wenn du dann also fluchend um 20 vor acht an den Wegrand fährst, um mit von der Morgenkälte klammen Fingern den Schlauch abseits des morgendlichen Radverkehrs zu wechseln - und prompt in Hundescheiße trittst (es aber nicht gleich merkst).
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Dann eine gefühlte halbe Stunde für den Schlauchwechsel brauchst, weil die handmade Grifo-Mäntel so beknackt eng ausfallen, dass sie in der Morgenkälte noch strammer und kaum noch über die Felgen zu kriegen sind. Auch nicht mit Spucke.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und schließlich...was STINKT denn da...Arrrgh!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Textzusatz hier unten klingt in diesem Fall wie pure Ironie - mit etwas Abstand und sauber geputzten Schuhen kann ich allerdings längst drüber lachen.
            &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           &amp;#55357;&amp;#56393; kleine Beiträge wie dieser sind Erinnerungen: an reine Freude, die ich mal empfunden habe - und häufig auch immer wieder, wenn ich sie sehe. Ein ungewöhnlicher Blick, überraschende Sichtweisen und Entdeckungen, inspirierende Kreativität, ein schöner Gedanke, gelungenes Handwerk, ein schöne Formulierung - Dinge mit Seele. Sie sind vollkommen zweck- und absichtsfrei und trotzdem alles andere als sinnlos: Es tut gut, sich jeden Tag über etwas freuen zu können. Und sei es noch so unbedeutend. Enjoy!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Mon, 22 Apr 2024 14:48:56 GMT</pubDate>
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      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Ticket für alles</title>
      <link>https://www.hartmutulrich.de/ticket-fuer-alles</link>
      <description>Das Ticket für alles öffnet alle Türen, gewährt dir überall Zugang, es ist die universale Eintrittskarte für ein besseres Leben. Leider gibt es so ein Ticket gar nicht. Nur in der Flugwerft Oberschleißheim.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h1&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ticket für alles
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h1&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/IMG_1517.jpeg" alt="Eintrittskarte, Flugwerft Oberschleißhiem, Museum"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Ticket für alles öffnet dir jede Tür. Einige öffnen sich sogar von selbst. Die Frage ist natürlich immer, welchen Wert so eine offene Tür tatsächlich hat. Man muss schon hindurchgehen, um es herauszufinden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Leo und ich waren zusammen in der Flugwerft Oberschleißheim, während Tina mit Tim Skifahren war. Leo kann nicht Skifahren. Er sitzt im Rollstuhl. Leo hatte sich den Besuch schon länger gewünscht, und Papa hat ja nie Zeit. An diesem Samstag schon, versprochen ist versprochen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Flugwerft gehört zum Deutschen Museum in München und besteht aus einigen ausgebauten Hangars am Rand des alten stillgelegten Flugfelds im Münchner Norden. Dort stehen die großen Exponate, die keinen Platz fänden in den Hallen des Museums am Isarufer. Und sie dient auch als Restaurationswerkstatt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir waren nicht zum ersten Mal da - und an diesem Samstag ein bisschen enttäuscht von der Ausstellung: Es wirkte alles irgendwie ungeordnet, unfertig, mitten im Umbau. Schubwagen mit renovierungsbedürftigen Flügeln eines alten Segelflugzeugs unter der DC-3, Transportkisten aus Holz, leere Flächen, in Halle eins nur wenige Exponate, abgesperrte nicht zugängliche Zonen. Da ist gerade einiges im Umbruch.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eigentlich wollte Leo ja auch nur am Ende des Besuchs in den Musemusshop. Er sagt es nicht so offen, aber ich weiß natürlich, wie wichtig ihm das ist. Ich habe ihm einen Bausatz von einer Bell-UH1 im Maßstab 1:70 geschenkt, den klassischen "Teppichklopfer". Ein Helikopter, der in den sechziger Jahren für den Vietnamkrieg gebaut wurde, und der bis heute im Einsatz ist. Leo hatte ihn ausgesucht, und diese Revell-Bausätze habe ich früher auch geliebt - und hatte genau wie Leo noch keinerlei Gefühl dafür, dass man die Modelle natürlich aufwändig bemalen und ausstaffieren sollte und nicht einfach so zusammenkleben mit diesem Plastikkleber, der die Teile ein bisschen auflöst und dann verklebt. Seine Freude hatte er dennoch. Die Bell steht gerade im Wohnzimmer und ist noc nicht ganz fertig.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das "Ticket für alles" aber war der Lächler des Tages für mich.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           &amp;#55357;&amp;#56393; kleine Beiträge wie dieser sind Erinnerungen: an reine Freude, die ich mal empfunden habe - und häufig auch immer wieder, wenn ich sie sehe. Ein ungewöhnlicher Blick, überraschende Sichtweisen und Entdeckungen, inspirierende Kreativität, ein schöner Gedanke, gelungenes Handwerk, ein schöne Formulierung - Dinge mit Seele. Sie sind vollkommen zweck- und absichtsfrei und trotzdem alles andere als sinnlos: Es tut gut, sich jeden Tag über etwas freuen zu können. Und sei es noch so unbedeutend. Enjoy!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Sat, 02 Mar 2024 11:03:23 GMT</pubDate>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Die babylonische Wirklichkeitsverwirrung</title>
      <link>https://www.hartmutulrich.de/die-babylonische-wirklichkeitsverwirrung</link>
      <description>Wer zu begreifen beginnt, was KI schon jetzt leistet und was sie verändern wird, dem bleibt schlicht die Luft weg. Einige Notizen (2024-01-24)</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h1&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die babylonische
            &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Wirklichkeitsverwirrung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h1&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im berühmten
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%B6hlengleichnis" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Höhlengleichnis des Philosophen Platon
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           sitzen Gefangene in einer Höhle und halten für die Wirklichkeit, was sie an Schatten an der Wand wahrnehmen - bis einer von ihnen sich befreit, hinaus ans Licht tritt und die wirkliche Welt erkennt. Als er zurückkehrt und den anderen davon erzählt, glaubt ihm niemand. Mir ist, als sei ich derjenige, der gerade ans Licht getreten ist. KI fühlt sich an wie ein LSD-Trip - in vielerlei Hinsicht bewusstseinsverändernd.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Derzeit (manche Texte verfallen schneller als andere, Texte über Technik am schnellsten - und über KI am allerschnellsten. Der Text stammt vom
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           24. Januar 2024
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ). Derzeit also befasse ich mich intensiv mit KI-Anwendungen. Nicht nur, dass es bereits ein Vollzeitjob ist, sich im Wirrwarr der rundherum in atemberaubendem Tempo entstehenden Angebote zu orientieren (neben
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.google.com/search?q=LLMs&amp;amp;oq=LLMs&amp;amp;gs_lcrp=EgZjaHJvbWUyBggAEEUYOTIJCAEQABgKGIAEMgkIAhAAGAoYgAQyBwgDEAAYgAQyCQgEEAAYChiABDIPCAUQABgKGIMBGLEDGIAEMgkIBhAAGAoYgAQyDwgHEAAYChiDARixAxiABDIHCAgQABiABNIBCDIzNTFqMGoxqAIAsAIA&amp;amp;sourceid=chrome&amp;amp;ie=UTF-8" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           den großen Sprachmodellen (LLMs
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           )
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            fanden sich am Launchtag im GPT-Store von
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://openai.com/" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           openAI
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            sage und schreibe drei Millionen (!) GPTs, die das Sprachmodell von openAI nutzen, um eigene Anwendungen zu realisieren). Daneben entwickelt jede große Plattform eigene KI-Initiativen, nicht zu sprechen von den OpenSource-Modellen, rein für die Wissenschaft bestimmten Anwendungen oder KI-Integrationen, die seit langem etablierte Softwarepakete komplett auf links drehen, zum Beispiel die
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.google.com/search?q=adobe+creative+cloud&amp;amp;oq=Adobe+Creative&amp;amp;gs_lcrp=EgZjaHJvbWUqCggAEAAYsQMYgAQyCggAEAAYsQMYgAQyDwgBEEUYORiDARixAxiABDIHCAIQABiABDINCAMQABiDARixAxiABDIHCAQQABiABDIHCAUQABiABDIHCAYQABiABDIHCAcQABiABNIBCDQ3ODZqMGoxqAIAsAIA&amp;amp;sourceid=chrome&amp;amp;ie=UTF-8" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Creative Cloud von Adobe
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            oder die Anwendungen der
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.google.com/search?q=Microsoft+365&amp;amp;oq=Microsoft+365&amp;amp;gs_lcrp=EgZjaHJvbWUyDwgAEEUYORiDARixAxiABDINCAEQABiDARixAxiABDINCAIQABiDARixAxiABDIKCAMQABixAxiABDINCAQQABiDARixAxiABDIKCAUQABixAxiABDIHCAYQABiABDIGCAcQRRg8MgYICBAFGEDSAQg3MTMwajBqMagCALACAA&amp;amp;sourceid=chrome&amp;amp;ie=UTF-8" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Microsoft 365
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            mit
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.google.com/search?q=copilot+microsoft&amp;amp;oq=Copliot&amp;amp;gs_lcrp=EgZjaHJvbWUqDwgCEAAYChiDARixAxiABDIGCAAQRRg5Mg8IARAAGAoYgwEYsQMYgAQyDwgCEAAYChiDARixAxiABDISCAMQABgKGIMBGLEDGIAEGIoFMg8IBBAAGAoYgwEYsQMYgAQyCAgFEAAYAxgKMg8IBhAAGAoYgwEYsQMYgAQyDwgHEAAYChiDARixAxiABDIGCAgQBRhA0gEIMzgzOGowajGoAgCwAgA&amp;amp;sourceid=chrome&amp;amp;ie=UTF-8" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Copilot
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            , das ja in direkter Linie zu openAIs ChatGPT arbeitet. SAP hat gerade angekündigt,
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.handelsblatt.com/technik/it-internet/software-sap-streicht-weltweit-8000-stellen-01/100009881.html" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           rund 8.000 Stellen abzubauen
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           , um sie neu zu besetzen oder nicht mehr, nicht ausschließlich, aber auch wegen KI.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Besonders angetan haben es mir bei meinen Gehversuchen die Bild-Generatoren. Weit vorne liegt dabei
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.midjourney.com/" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Midjourney
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           . D
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            as war bereits bei der Version 5.2 so, aber mit der Version 6.0 vergrößert das Modell den Abstand zur Konkurrenz. Ein bisschen absurd bei Midjourney ist die Tatsache, dass der Einstieg in die Anwendung noch ziemlich nerdy ist: Man muss sich zuerst einen Account bei
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://discord.com/" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Discord
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            zulegen, eigentlich eine Chatplattform, die ursprünglich als Kommunikations-Sidecar für Gamer entwickelt wurde, und auf denen Midjourney jetzt als Chatkanal läuft. Obwohl es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis man auch direkt über die Webseite prompten kann, braucht es im Moment noch eine persönliche Einladung in die Gruppe, die erst dann erteilt wird, wenn du deinen Account (und einen Zahlungsplan) eingerichtet hast.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Version 6 erfordert eine etwas andere Art des Prompting – die Entwickler sprechen davon, dass man in der neuen Version (die noch Alpha-Status hat) sich im Vergleich zur Vorgängerversion völlig umstellen – das Prompting quasi neu lernen müsse. Mit absurd meine ich, dass das Prompting als Klarsprache grundsätzlich erst einmal sehr einfach erscheint - und durch seine intuitive Erlernbarkeit die aktuell mit Abstand höchste Evolutionsstufe der Mensch-Maschine-Kommunikation darstellt (noch bis vor kurzem musste man zumindest die mehr oder weniger gelungenen User Interfaces in Applikationen durchdringen. iPhone-Apps stellen dabei bereits eine sehr weit fortgeschrittene UX dar, wer jemals Datenbankanwendungen aus den 90er Jahren bedienen musste, weiß, wovon ich spreche. Darunter liegen die Programmiersprachen - zwar auch Sprachmodelle, jedoch so abstrakt, dass sie gelernt werden müssen wie eine Fremdsprache.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der intuitive erste Eindruck der großen Sprachmodelle täuscht allerdings (noch): Wer Midjourney perfekt prompten will, sollte unter anderem fundierte Kenntnisse der Fotogafie mitbringen, weil sich über mitgepromptete Brennweiten, Blenden und Belichtungszeiten gezielt Kameraeffekte ins gewünschte Bild rechnen lassen, die der Maschine sonst kaum kontrolliert mit Sprache zu vermitteln wären. Daneben gibt es eine Reihe von Funktionsprompts, mit denen sich zum Beispiel das Bildformat pixelgenau kontrollieren lässt. Das ist keineswegs intuitiv, sondern will ausprobiert und schrittweise erlernt werden.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der nächste Schritt der generativen Transformer steht bereits in den Startlöchern; die sog.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.google.com/search?q=multimodal+large+language+model&amp;amp;oq=Multimodal+&amp;amp;gs_lcrp=EgZjaHJvbWUqBwgEEAAYgAQyBggAEEUYOTIHCAEQABiABDIHCAIQABiABDIHCAMQABiABDIHCAQQABiABDIHCAUQABiABDIHCAYQABiABDIHCAcQABiABDIHCAgQABiABNIBCDU4NjNqMGoxqAIAsAIA&amp;amp;sourceid=chrome&amp;amp;ie=UTF-8" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Multimodalen Modelle
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            : Apple hat mit
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.google.com/search?q=apple+multimodal+llm&amp;amp;oq=Apple+multimod&amp;amp;gs_lcrp=EgZjaHJvbWUqCAgDEAAYFhgeMgcIABAAGIAEMgYIARBFGDkyBwgCEAAYgAQyCAgDEAAYFhge0gEINTAxMmowajGoAgCwAgA&amp;amp;sourceid=chrome&amp;amp;ie=UTF-8" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Ferret
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            eins ganz ohne den sonst üblichen Lärm angekündigt, und dann auch noch als Open Source Modell - ebenfalls vollkommen Apple-untypisch - und eigentlich nur erklärbar mit der Tatsache, dass Apple in kurzer Zeit ziemlich in Rückstand geraten ist gegenüber den anderen Big Four. Auch
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.google.com/search?q=gemini+ultra+google&amp;amp;oq=Gemini+Ultra&amp;amp;gs_lcrp=EgZjaHJvbWUqBwgCEAAYgAQyDwgAEEUYORiDARixAxiABDIHCAEQABiABDIHCAIQABiABDIHCAMQABiABDIHCAQQABiABDIHCAUQABiABDIHCAYQABiABDIHCAcQABiABNIBCDQyNjBqMGoxqAIAsAIA&amp;amp;sourceid=chrome&amp;amp;ie=UTF-8" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Googles Gemini Ultra
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            verspricht Multimodalität: Modelle wie ChatGPT, die den aktuellen Hype Anfang letzten Jahres überhaupt erst ausgelöst haben, verstehen nur Sprache als Eingabeinstanz. Multimodale Modelle werden Bilder interpretieren, Text, Töne, Videos und Programmcode: Als Grundlagen für Initial bzw. Masterprompts und für die exakte Ergebnisgenerierung wird das erneut ein Riesensprung sein.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Und wenn die großen Modelle dann auch noch eine Aktionsschnittstelle bekommen, mit denen sie selbst Funktionen ausführen, also "handeln" können, wird es erst richtig spannend. Im Moment leben die meisten GPTs im Store davon, dass sie etwas ausführen können, was ChatGPT alleine nicht kann. Dann dürfte der Weg zum universalen persönlichen Assistenten nicht mehr allzu weit sein – idealerweise direkt integriert in eine Hardware, deren Sensorik mit Mikrofon, Kamera und Screen so etwas bildet wie eigene „Sinnesorgane“, was der KI eine echte selbstlernende Welterfahrung ermöglichen würde. Dann ist es möglicherweise auch nicht mehr weit
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.google.com/search?q=AGI&amp;amp;oq=AGI&amp;amp;gs_lcrp=EgZjaHJvbWUqCQgAEEUYOxiABDIJCAAQRRg7GIAEMg0IARAAGIMBGLEDGIAEMg0IAhAAGIMBGLEDGIAEMhAIAxAAGIMBGLEDGIAEGIoFMg0IBBAAGIMBGLEDGIAEMg0IBRAAGIMBGLEDGIAEMgcIBhAAGIAEMg0IBxAAGIMBGLEDGIAE0gEIMTA0N2owajGoAgCwAgA&amp;amp;sourceid=chrome&amp;amp;ie=UTF-8" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           bis zur AGI
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            .
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           (dieser Text ist vor allem geschrieben, um in sechs, zwölf oder 24 Monaten nochmal nachzulesen und darüber zu lächeln. Weil sich so viel verändert haben wird bis dahin. Auch hier ist es ein bisschen wie mit Fotos: An Wert gewinnen Logbucheinträge erst mit zunehmendem Alter, wenn sie zu Dokumenten einer Zeit geworden sind, die nicht mehr existiert.)
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die technische Entwicklung läuft weitaus schneller davon als das Nachdenken über die Auswirkungen folgen kann.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            P.S.: Was da entsteht, erfordert sorgfältiges Nachdenken, was möglich sein darf - und was nicht. Wie immer gibt es eine utopische und eine dystopische Version, und Wirklichkeit ist niemals nur Schwarz oder Weiß, sondern fein ausdifferenziert in Grautöne, bei denen du genau auf den Einzelfall gucken musst.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Was mich aber beunruhigt, ist die Geschwindigkeit, mit der sich die Speerspitze dieser Entwicklung vom gesamten Rest der Menschheit entfernt. Oder, um in der Metapher des Höhlengleichnisses zu bleiben: Nur wenige haben das Licht gesehen und alle anderen wollen nicht hören, was ihnen von draußen erzählt wird.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            In vielen Fällen ist nicht mehr klar zu sagen, was wirklich ist und was Simulation.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.google.com/search?q=INception&amp;amp;oq=Inception&amp;amp;gs_lcrp=EgZjaHJvbWUqDAgAEEUYOxixAxiABDIMCAAQRRg7GLEDGIAEMgoIARAAGLEDGIAEMgoIAhAAGLEDGIAEMg0IAxAAGIMBGLEDGIAEMgcIBBAAGIAEMgcIBRAAGIAEMgcIBhAAGIAEMgcIBxAAGIAE0gEIMTU5NmowajGoAgCwAgA&amp;amp;sourceid=chrome&amp;amp;ie=UTF-8" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Der Film Inception
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            aus dem Jahr 2010 befasste sich auf faszinierende Weise mit dem Wirklichkeitsbegriff,
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.google.com/search?q=Matrix&amp;amp;oq=Matrix&amp;amp;gs_lcrp=EgZjaHJvbWUqDAgAEEUYOxixAxiABDIMCAAQRRg7GLEDGIAEMg0IARAAGIMBGLEDGIAEMgcIAhAAGIAEMg0IAxAAGIMBGLEDGIAEMg0IBBAAGIMBGLEDGIAEMgcIBRAAGIAEMhAIBhAAGIMBGLEDGIAEGIoFMg0IBxAAGIMBGLEDGIAE0gEIMTA4N2owajGoAgCwAgA&amp;amp;sourceid=chrome&amp;amp;ie=UTF-8" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Matrix
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            setzte 1999 neue Maßstäbe:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.google.com/search?q=nimmst+du+die+rote+oder+die+blaue+pille&amp;amp;oq=Die+rote+pille+oder+die+blau&amp;amp;gs_lcrp=EgZjaHJvbWUqCAgCEAAYFhgeMgYIABBFGDkyCAgBEAAYFhgeMggIAhAAGBYYHjIICAMQABgWGB7SAQkxMDk0OWowajGoAgCwAgA&amp;amp;sourceid=chrome&amp;amp;ie=UTF-8" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Nimmst du die rote Pille oder die blaue?
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.google.com/search?q=Her&amp;amp;oq=Her&amp;amp;gs_lcrp=EgZjaHJvbWUyBggAEEUYOTIQCAEQABiDARixAxjJAxiABDINCAIQABiSAxiABBi4BDINCAMQABiSAxiABBiKBTIHCAQQABiABDIGCAUQRRg8MgYIBhBFGEEyBggHEEUYPDIGCAgQRRhB0gEHNTA3ajBqMagCALACAA&amp;amp;sourceid=chrome&amp;amp;ie=UTF-8" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Her
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            erzählte 2013 die Geschichte von einem Mann, der sich in eine KI verliebt und eine tiefe Beziehung zu ihr aufbaut - bis er erkennt, dass sie das zeitgleich noch mit 10.000 anderen Männern tut. Jetzt ist es aber keine Hollywood-Unterhaltung mehr, sondern das eigene Leben und die eigene Wirklichkeitswahrnehmung. Creepy.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Es ist die größte Herausforderung, vor der die Menschheit jemals stand. Und es ist durchaus im Rahmen des Möglichen, dass es die letzte sein wird. Weil die Fehler, mit denen sich die Menschheit unter Schmerzen und großen Verlusten durch die Jahrtausende nach vorne gescheitert hat, nun einfach zu folgenreich werden.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aber das wäre ein viel zu pessimistischer Schluss. Begreifen wir KI doch besser als das größte Abenteuer der Menschheitsgeschichte: Bekanntlich besteht das Wesen jedes Abenteuers darin, dass der Ausgang vollkommen ungewiss ist, dass es sich weder bis ins Detail planen noch vorhersagen lässt, und dass sein Verlauf gleichermaßen fasizinierend wie furchterregend ist.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Wenn wir es überleben, werden wir einiges zu erzählen haben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Nachtrag: diesen Text habe ich wie bereits erwähnt Anfang 2024 geschrieben. Am 27. Juli 2025 erschien in der ZEIT ein Interview mit Daniel Kokotajlo, dem Direktor des Think Tanks
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://ai-futures.org/" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           AI Futures Project
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            , und mit Jonas Vollmer, dessen Sprecher.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.zeit.de/zeit-magazin/2025-07/daniel-kokotajlo-kuenstliche-intelligenz-think-tank-technologie-wettruesten" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Die beiden skizzieren in dem Gespräch ein Szenario, das sehr viel näher an der oben skizzierten dystopischen Variante liegt als an einer utopischen.
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Nachtrag vom 6. August 2025:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.hartmutulrich.de/wir-werden-zu-insekten" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Ich habe mir ein paar Gedanken darüber gemacht, was aktuell geschieht. Hier habe ich sie aufgeschrieben.
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/IMG_1516.jpg" alt="KI, AI, Wandel, Wirklichkeit"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/hartmut4125_Female_bicyle_rider_in_the_city_summer_scene_sunny__fb2a6b40-e2cf-48ce-aa6e-10528e6b2be2.webp" length="93500" type="image/webp" />
      <pubDate>Wed, 24 Jan 2024 20:09:14 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.hartmutulrich.de/die-babylonische-wirklichkeitsverwirrung</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
      <media:content medium="image" url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/hartmut4125_Female_bicyle_rider_in_the_city_summer_scene_sunny__fb2a6b40-e2cf-48ce-aa6e-10528e6b2be2.webp">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Selbstporträt mit Orange</title>
      <link>https://www.hartmutulrich.de/selbstportraet-mit-orange</link>
      <description>Die kleine Zitrusfrüchtesehnsucht wird am stärksten, wenn der Winter am kältesten ist. Mittelmeerweh. Sonnenuntergangshypovitaminose. Ich glaub, ich muss zur Apotheke. Vielleicht haben die was gegen Winter.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h1&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Selbstporträt mit Orange
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h1&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/orange.JPG" alt="Schneemann mit Orange"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dringendes, nicht erklärliches
            &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Bedürfnis nach Orange,
            &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           immer, ständig, unbefriedigt. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zitrusfrüchtesehnsucht.
            &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Mittelmeerweh.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sonnenuntergangshypovitaminose,
            &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Ascorbinsäuredelirium,
            &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Orangenschalenspritzgeruch. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich glaub, ich
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           muss zur Apotheke.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vielleicht haben die
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           was gegen Winter.
           &#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/IMG_8856.JPG" length="742055" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Mon, 08 Jan 2024 18:38:10 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.hartmutulrich.de/selbstportraet-mit-orange</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
      <media:content medium="image" url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/IMG_8856.JPG">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/IMG_8856.JPG">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Siehst du's auch?</title>
      <link>https://www.hartmutulrich.de/picasso</link>
      <description>Treffen sich ein Rollkragenpullover und ein T-Shirt auf der Heizung.
"Und du so?""Picasso"</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h1&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Siehst du's auch?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h1&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/IMG_9860.JPG" alt="Picasso, Kleider"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Treffen sich ein Rollkragenpullover und ein T-Shirt auf der Heizung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           "Und Du so?"
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           "Picasso"
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           &amp;#55357;&amp;#56393; kleine Beiträge wie dieser sind Erinnerungen: an reine Freude, die ich mal empfunden habe - und häufig auch immer wieder, wenn ich sie sehe. Ein ungewöhnlicher Blick, überraschende Sichtweisen und Entdeckungen, inspirierende Kreativität, ein schöner Gedanke, gelungenes Handwerk, ein schöne Formulierung - Dinge mit Seele. Sie sind vollkommen zweck- und absichtsfrei und trotzdem alles andere als sinnlos: Es tut gut, sich jeden Tag über etwas freuen zu können. Und sei es noch so unbedeutend. Enjoy!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Thu, 04 Jan 2024 13:28:13 GMT</pubDate>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Venezianischer Wackelpanda</title>
      <link>https://www.hartmutulrich.de/venezianischer-wackelpanda</link>
      <description>Den Wackelpanda haben wir mal bei einem Chinesen in Venedig gekauft. Sein Laden war hell erleuchtet, schrillbunt und voller Plastikdinge, die er liebevoll auf tausend kleinen Regalen und Flächen angeordnet hatte. Und alles hat geblinkt, gepiept und gewackelt.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h1&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Venezianischer Wackelpanda
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h1&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Den Wackelpanda haben wir Ende 2010 bei einem Chinesen in Venedig gekauft. Sein Laden war hell erleuchtet, voller schrillbuntem Plastiknippes aus asiatischer Billigproduktion, den er liebevoll auf tausend kleinen Regalen und Flächen angeordnet hatte. Alles hat geblinkt, gepiept und gewackelt. Wir haben auch noch einen winkenden Affen gekauft. Aber der ist längst kaputtgegangen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Wackelpanda hingegen funktioniert immer noch. Von Zeit zu Zeit poliere ich sein winziges Solarpanel, das immer wieder matt wird von feinem Staub und der verstrichenen Zeit. Bei gutem Licht reicht es aber immer noch aus für ein paar Minuten fröhliches Gewackel.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           &amp;#55357;&amp;#56393; kleine Beiträge wie dieser sind Erinnerungen: an reine Freude, die ich empfunden habe - und häufig auch immer wieder, wenn ich sie sehe. Ein ungewöhnlicher Blick, überraschende Sichtweisen und Entdeckungen, inspirierende Kreativität, ein schöner Gedanke, gelungenes Handwerk, schöne Formulierungen - eben Dinge mit Seele. Sie sind vollkommen zweck- und absichtsfrei und trotzdem alles andere als sinnlos: Es tut unendlich gut, sich jeden Tag über etwas zu freuen. Und sei es noch so unbedeutend. Enjoy!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Wed, 03 Jan 2024 12:15:34 GMT</pubDate>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Der Blick der kleinen Eule</title>
      <link>https://www.hartmutulrich.de/der-blick-der-kleinen-eule</link>
      <description>Die kleinen Bastelarbeiten, die Leo in der Kunstwerkstatt macht oder in der Schule, verdienen häufig besondere Aufmerksamkeit. Der Gesichtsausdruck der kleinen Eule, der Blick aus den Pappmache-Augen und die Stellung der Augenbrauenfedern - all das finde ich unfassbar toll getroffen.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h1&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Blick
            &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           der kleinen Eule
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h1&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/IMG_6355.JPG" alt="Basteln, Eule, Hartmut Ulrich"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die kleinen Bastelarbeiten, die Leo in der Kunstwerkstatt macht oder in der Schule, verdienen häufig besondere Aufmerksamkeit. Der Gesichtsausdruck der kleinen Eule, der Blick aus den Pappmache-Augen und die Stellung der Augenbrauenfedern - all das finde ich unfassbar toll getroffen. Die Eule ist schon einige Jahre alt, da war Leo sechs oder sieben. Wenn ich solche gelungenen kleinen Werkstücke sehe, hüpft mein Herz: Es kommt ja keineswegs darauf an, dass der Junge mal Künstler wird (das wäre ja schon wieder eine Reduktion auf das Ökonomische, ein stumpfes "make a living", aber Kunst ist immer etwas vollkommen anderes gewesen als Gelderwerb). Wenn Leo will, wird er den Weg schon selber finden. Aber seine Arbeiten haben Seele (häufig), weil sie so unvollkommen vollkommen sind.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           &amp;#55357;&amp;#56393; kleine Beiträge wie dieser sind Erinnerungen: an reine Freude, die ich empfunden habe - und häufig auch immer wieder, wenn ich sie sehe. Ein ungewöhnlicher Blick, überraschende Sichtweisen und Entdeckungen, inspirierende Kreativität, ein schöner Gedanke, gelungenes Handwerk, schöne Formulierungen, Dinge mit Seele. Sie sind vollkommen zweck- und absichtsfrei - und trotzdem alles andere als sinnlos: Es tut unendlich gut, sich jeden Tag über etwas zu freuen. Und sei es noch so unbedeutend. Enjoy!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/IMG_6355.JPG" length="492845" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Wed, 03 Jan 2024 12:07:04 GMT</pubDate>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Der Steinfisch</title>
      <link>https://www.hartmutulrich.de/steinfisch</link>
      <description>Den Steinfisch gibt es wirklich, er liegt meist am Grund und ist sehr gut getarnt. Man sollte nicht den Fehler machen, versehentlich auf ihn zu treten oder ihn zu berühren. Er hat nämlich einen giftigen Stachel in der Rückenflosse.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h1&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Steinfisch
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h1&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/IMG_8056.JPG" alt="Fisch, Steinfisch, Pfirsich, Hartmut Ulrich"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der "
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.zvab.com/servlet/BookDetailsPL?bi=30996883097&amp;amp;ref_=ps_ggl_2039977853&amp;amp;cm_mmc=ggl-_-ZVAB_Shopp_TradeStandard-_-naa-_-naa&amp;amp;gclid=CjwKCAiAqNSsBhAvEiwAn_tmxVgvV8H1nhZ4YgSK3X-54kbvMiTmdx5HkFnVF21vp7lceSpqcX30ixoC1RIQAvD_BwE" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Atlas der Meeresfische
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           " ist so etwas wie die Bibel für Taucher und erzählt auf 700 bunt bebilderten Seite mehr über das Leben in den Ozeanen als du als Bewohner der bayerischen Landeshauptstadt je verinnerlichen wirst (über 4.400 Fischarten sind gelistet). Damals, während meiner aktiven Tauchphase, war es eine ungeheure Bereicherung, nach den Tauchgängen nachlesen zu können, was es alles zu den Lebewesen zu wissen gab, die wir unter Wasser beobachtet hatten. Und es war natürlich genauso wie an Land: Je mehr du über fremde Lebewesen weißt, desto besser kannst du sie einschätzen - und desto weniger Angst bereitet dir das Ungewisse.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Der Steinfisch hier, auch bekannt als Pfirsichschwanz, könnte ohne weiteres eine Seite in der maritimen Enzyklopädie bekommen haben (
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.google.com/search?q=steinfisch&amp;amp;sca_esv=595996923&amp;amp;ei=zzSYZeyzE42Mxc8PutGUgAs&amp;amp;ved=0ahUKEwis18He28aDAxUNRvEDHbooBbAQ4dUDCBA&amp;amp;uact=5&amp;amp;oq=steinfisch&amp;amp;gs_lp=Egxnd3Mtd2l6LXNlcnAiCnN0ZWluZmlzY2gyCBAuGIAEGLEDMgUQABiABDIFEAAYgAQyBRAAGIAEMgUQABiABDIFEAAYgAQyBRAAGIAEMgUQABiABDIFEAAYgAQyBRAAGIAEMhcQLhiABBixAxiXBRjcBBjeBBjfBNgBAUjAEVDVC1iwD3AAeAKQAQCYAUygAd8BqgEBM7gBA8gBAPgBAcICBBAAGEfCAgwQLhiABBiKBRhDGArCAhsQLhiABBiKBRhDGAoYlwUY3AQY3gQY3wTYAQHiAwQYACBBiAYBkAYIugYGCAEQARgU&amp;amp;sclient=gws-wiz-serp" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           den Steinfisch gibt es übrigens wirklich
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            , er liegt meist am Grund und ist sehr gut getarnt. Man sollte keinesfalls den Fehler machen, versehentlich auf ihn zu treten oder ihn zu berühren. Er hat nämlich einen hochgiftigen Stachel in der Rückenflosse). Dieser kleine Steinfisch hier bekommt allerdings grüne Blätter beim Keimen und später wunderschöne Blüten.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           &amp;#55357;&amp;#56393; kleine Beiträge wie dieser sind Erinnerungen: an reine Freude, die ich empfunden habe - und häufig auch immer wieder, wenn ich sie sehe. Ein ungewöhnlicher Blick, überraschende Sichtweisen und Entdeckungen, inspirierende Kreativität, ein schöner Gedanke, gelungenes Handwerk, schöne Formulierungen, Dinge mit Seele. Sie sind vollkommen zweck- und absichtsfrei - und trotzdem alles andere als sinnlos: Es tut unendlich gut, sich jeden Tag über etwas zu freuen. Und sei es noch so unbedeutend. Enjoy!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/IMG_8056.JPG" length="483145" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Wed, 03 Jan 2024 11:50:20 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.hartmutulrich.de/steinfisch</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
      <media:content medium="image" url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/IMG_8056.JPG">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Rostschokolade</title>
      <link>https://www.hartmutulrich.de/die-dinge-beharrten-darauf-nicht-das-zu-sein-als-was-sie-erschienen</link>
      <description>Schokolade so aussehen zu lassen wir rostige Schrauben ist Irritation genug, um damit auf dem Weihnachtsmarkt ordentlich Geschäft zu machen. Aber...</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h1&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Dinge beharrten darauf, nicht das zu sein, als was sie erschienen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h1&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/schokolade.JPG" alt="Schrauben, Schokolade, Wirklichkeit"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           "Tief im Unterbewusstsein des Menschen
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           befindet sich der alles durchdringende Wunsch
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           nach einem Universum, das einen logischen Sinn ergibt.
            &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Doch das echte Universum liegt immer einen Schritt
            &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           jenseits der Logik."
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Dune_%E2%80%93_die_erste_Trilogie" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Frank Herbert, Dune
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           "Chaos ist das Wort,
            &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           das wir für eine Ordnung erfunden haben,
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
            die wir nicht verstehen."
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.getabstract.com/de/zusammenfassung/wendekreis-des-krebses/5966" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Henry Miller, Wendekreis des Krebses
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das sind gar keine Schrauben. Es sind auch keine rostigen Nägel. Und keine Zangen. Es ist Schokolade. Auf dem Weihnachtsmarkt am Weißenburger Platz fotografiert.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Siehste mal, wie oberflächlich die Wahrnehmung tatsächlich ist.
            &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ein findiger Konditor spielt also mit der Tatsache, dass die Leute bereit sind, absurde Preise für Gegenstände aus Schokolade zu bezahlen, die aussehen als wären sie aus Metall. Die Irritation, täuschend echt wirkendes Metall essen zu können, ist so überraschend, dass sich daraus ein Geschäft machen lässt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das ist lustig, harmlos, unterhaltsam, überraschend.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Weniger lustig ist hingegen die Tatsache,
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.hartmutulrich.de/ueber-mich" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           dass sich mit AI komplette Menschen und Charaktere fälschen lassen
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           . Ihre Optik. Ihre Stimme. Die Hintergründe. Dass in den Social Networks sehr schöne Frauen hunderttausende Follower einsammeln (Männer!) und damit Kohle machen.  Und es gibt sie gar nicht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Werbeagenturen buchen bereits immer weniger echte Models, sondern erfinden lieber welche. Das ist nicht nur deutlich billiger, die Werbung hat ohnehin schon immer ihre eigene Wirklichkeit erfunden, die mit dem richtigen Leben nur so viel zu tun hatte, dass es gereicht hat, unsere Wahrnehmung nachhaltig mit konsumistischen Irrtümern zu verseuchen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Mit AI erreicht die babylonische Wirklichkeitsverwirrung aber nun einen Punkt, an dem es gleichermaßen interessant wie beängstigend wird. Zieht künstliche Intelligenz uns gerade den Boden der Wirklichkeit unter den Füßen weg? Oder war Wirklichkeit schon immer ganz anders als wir dachten? Haben wir nur einfach bielang nicht gelernt, in Multrirealitäten zu denken, weil Schwarzweiß-Realitäten so schön einfach waren? Sie haben ja die meiste Zeit der realtiv kurzen Geschichte menschlicher Existenz ziemlich gut funktioniert.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aber was zum Geier kommt jetzt?
            &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/schokolade.JPG" length="133883" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Fri, 24 Nov 2023 09:40:34 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.hartmutulrich.de/die-dinge-beharrten-darauf-nicht-das-zu-sein-als-was-sie-erschienen</guid>
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      <media:content medium="image" url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/schokolade.JPG">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/schokolade.JPG">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Aber sie war auch schon sehr alt</title>
      <link>https://www.hartmutulrich.de/aber-sie-war-auch-schon-sehr-alt</link>
      <description>Diese City Cards sind ja teilweise immer noch grandios (für mich heißen sie bis in alle Ewigkeit Edgar Cards - aber Edgar war leider auch schon sehr alt). Die hier habe ich in Bielefeld ergattert, drei Minuten bevor die Dönerbude dicht machte.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h1&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aber sie war auch schon sehr alt
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h1&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/gewissheit.jpg" alt="Gewissheit, Hartmut Ulrich
"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Diese City Cards sind ja teilweise immer noch grandios (für mich heißen sie bis in alle Ewigkeit
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.edgarfreecards.de/" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Edgar Cards
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            - aber Edgar war leider auch schon sehr alt).
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wenn du also mit Bahn Delay (&amp;#55357;&amp;#56393; Wortspiel aus der Hölle &amp;#55357;&amp;#56834;) bei den
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.google.com/search?q=d%C3%B6ner+brothers+bielefeld&amp;amp;oq=d%C3%B6ner+brothers+bi&amp;amp;gs_lcrp=EgZjaHJvbWUqBwgBEAAYgAQyBggAEEUYOTIHCAEQABiABDIHCAIQABiABDIHCAMQABiABDIHCAQQABiABDIHCAUQABiABDIICAYQABgWGB4yCAgHEAAYFhgeMggICBAAGBYYHtIBCTEwMjY1ajBqMagCALACAA&amp;amp;sourceid=chrome&amp;amp;ie=UTF-8" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Döner Brothers in Bielefeld
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            (sic!) aufschlägst und dann DIESE Card im Regal steckt, schießen dir direkt zwei, drei epische
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.google.com/search?q=zitate+pulp+fiction&amp;amp;oq=zitate+pulp+fiction&amp;amp;gs_lcrp=EgZjaHJvbWUyCQgAEEUYORiABDIHCAEQABiABDIICAIQABgWGB4yCAgDEAAYFhgeMggIBBAAGBYYHjIICAUQABgWGB4yCAgGEAAYFhgeMggIBxAAGBYYHtIBCDQzMTZqMGoxqAIAsAIA&amp;amp;sourceid=chrome&amp;amp;ie=UTF-8" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Zitate aus Pulp Fiction
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            durchs Hirn.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die philosophische Preisfrage besteht natürlich darin, wofür die Bahn eigentlich Beweis ist: Für die Richtigkeit des Spruchs - oder für sein genaues Gegenteil. Weil im Grunde genommen ja gewiss ist, dass du den Anschlusszug nicht kriegen wirst.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ein Ayran auf die
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           VUCA
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.google.com/search?q=BANI+WOrld&amp;amp;oq=BANI+WOrld&amp;amp;gs_lcrp=EgRlZGdlKgkIABBFGDkYgAQyCQgAEEUYORiABDIHCAEQABiABDIICAIQABgWGB4yCAgDEAAYFhgeMggIBBAAGBYYHjIICAUQABgWGB4yCAgGEAAYFhgeMggIBxAAGBYYHjIGCAgQRRg7MggICRDpBxj8VdIBCDM3NTFqMGoxqAIAsAIA&amp;amp;sourceid=chrome&amp;amp;ie=UTF-8" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           BANI World
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           ! Für Edgar.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           &amp;#55357;&amp;#56393; kleine Beiträge wie dieser sind Erinnerungen: an reine Freude, die ich empfunden habe - und häufig auch immer wieder, wenn ich sie sehe. Ein ungewöhnlicher Blick, überraschende Sichtweisen und Entdeckungen, inspirierende Kreativität, ein schöner Gedanke, gelungenes Handwerk, schöne Formulierungen, Dinge mit Seele. Sie sind vollkommen zweck- und absichtsfrei - und trotzdem alles andere als sinnlos: Es tut unendlich gut, sich jeden Tag über etwas zu freuen. Und sei es noch so unbedeutend. Enjoy!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/gewissheit.jpg" length="623288" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Thu, 19 Oct 2023 19:22:15 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.hartmutulrich.de/aber-sie-war-auch-schon-sehr-alt</guid>
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      <media:content medium="image" url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/gewissheit.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>"Kann ich eine Dusche buchen?"</title>
      <link>https://www.hartmutulrich.de/kann-ich-eine-dusche-buchen</link>
      <description>Als wir Anfang Oktober im Karwendel waren, hatte es teilweise wochenlang nicht geregnet. Und wenn, dann viel zu wenig. Vor Ort trafen wir auf trockene Bäche, begehbare Flussbetten und auf Bergtouristen, die  nicht verstehen wollen, dass sich die Natur mit Geld nicht kaufen lässt.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h1&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           "
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Kann ich eine Dusche buchen?"
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h1&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Als wir Anfang Oktober im Karwendel waren, hatte es teilweise wochenlang nicht geregnet. Und wenn, dann viel zu wenig. Vor Ort trafen wir auf trockene Wasserfallwände, begehbare Flussbetten und auf Bergtouristen, die bis heute nicht verstehen wollen, dass sich die Natur mit Geld nicht kaufen lässt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           "Kann ich eine Dusche buchen?", fragt der Hüttenbesucher. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           "Na, leider ned", sagt der Hüttenwirt. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           "Gegen Aufpreis?", fragt der Gast.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           "Wir haben im Moment viel zu wenig Wasser - und nicht genug Strom". Unten am Eingang hängt ein Schild, das auf den Wassermangel hinweist und darauf, dass Duschen nicht möglich ist. Versuchen kann man‘s ja trotzdem. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aus den Wasserhähnen im Karwendelhaus kommt nur ein feines Rinnsal. Fürs Zähneputzen und Katzenwäsche reicht's. Für mehr halt nicht. Aber die Klospülungen funktionieren. Und die Trinkwasserstelle vor dem Hütteneingang liefert genug Wasser für alle leeren Trinkflaschen - auch für die, die gar nicht einchecken im Karwendelhaus.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Was der Hüttenwirt nicht sagt: Ihr Gäste kommt's aus dem Tal für ein, zwei Tage mit all Euren Ansprüchen - aber eine Ahnung, was hier oben abgeht, habt's ihr nicht. Die Neue Prager Hütte (2.796 m) am Großvenediger musste ihren Betrieb Ende August vorzeitig wegen Wassermangels einstellen. Dass Duschen am Berg nicht möglich ist, ist wirklich das kleinste Problem.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Karwendelhaus bietet Platz für 150 Gäste, und die nur drei Gehstunden entfernte Falkenhütte, die gerade über drei Jahre für 6,3 Mio. Euro umgebaut und modernisiert wurde - hat aus ursprünglich 156 Übernachtungsplätzen 135 gemacht, 20 weniger, um Raum für einen dritten Speisesaal zu schaffen. Wenig ist das auch nicht für eine Berghütte. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Niveau der beiden Häuser hat auch nicht mehr viel mit alpinen Schutzhütten zu tun. Viel mehr mit Hotellerie. Wahrscheinlich entsteht genau da das Missverständnis: Je mehr Komfort du bietest, desto stärker ziehst du Gäste mit entsprechenden Ansprüchen an, da ist nichts mehr mit spartanischen Biwakpraktiken. So ein Millionenumbau will refinanziert sein - das Zeitalter der reinen Schutzhütten ist weitgehend vorbei. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           "Der Tourist zerstört, was er sucht, indem er es findet", zitierte die Süddeutsche Hans Magnus Enzensberger in einem Artikel über Overtourism, die Stille, die Schönheit, das Ursprüngliche. Das Zitat habe ich nie vergessen. Natürlich gönnst du den Leuten den Besuch in den Alpen. Ist ja ein Geschäft. Und bündelst sie am besten in den ohnehin schon großen Hütten. Besucherlenkung heißt das im Touristikerjargon. Das Karwendelhaus ist so eine Riesenhütte. Mit DAV Umweltsiegel. Und jetzt zickt ausgerechnet das Wasser! Die Natur lässt sich nicht kaufen, auch nicht gegen Aufpreis. Sie spielt das Spiel nicht mit.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nicht mehr leicht zu vermitteln, dass die Versorgungslage hoch oben am Berg trotz all der Annehmlichkeiten nicht besser geworden ist - sondern immer schlechter. Dass allein schon eine Toilettenspülung Luxus ist am Berg. Aber halt nicht anders zumutbar ist bei Platz für 150 Menschen gleichzeitig.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Schuld am Wassermangel ist - wer hätte es gedacht - der Klimawandel. Wo früher Altschneefelder, Toteisgletscher oder „ewiges Eis“ genügend Wasser für die Quellen und Bäche nahe der Hütten lieferten (eine Berghütte legte man - anders als reine Biwakschachteln - auch schon vor 150 Jahren selbstverständlich nur in der Nähe einer verlässlichen Wasserversorgung an), kommt nun mitunter tage-, wochenlang gar nichts mehr. Da helfen auch die eingebauten Speichertanks für das aufbereitete Wasser nur eine Zeitlang. Zu lange Trockenperioden, zu geringe Niederschlagsmengen. Dann alles auf einmal, mit Hochwasserfluten, Erdrutschen, Murenabgängen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           "Wie machen die das am Berg eigentlich mit den…Toiletten?" fragt mich am Abend einer der Gäste bei uns am Tisch. Er ist ein sehr sympathischer und anregender Gesprächspartner, kommt aus Bremen, ist über zehn Stunden mit dem Auto hergefahren, um mit einem Freund und ohne die Familie (vier Kinder!) für ein paar Tage hier wandern zu gehen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           "Naja, die legen Versetz- bzw- Sickergruben neben der Hütte an, da verrottet das dann in mehreren Stufen. Organisch. Deshalb ist es so wichtig, nichts ins Klo zu werfen, was nicht von selbst zerfällt. In manchen Hütten darfst du nicht mal Klopapier reinwerfen, da stehen Eimer neben der Schüssel. Und in manchen Hütten, wo das alles nicht möglich ist", füge ich hinzu, "fliegen sie Fäkalientanks mit dem Heli raus". Ungläubiges Staunen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vielleicht sollten Berghüttenbetreiber bei Wassermangel ihre Gäste direkt zum Nachdenken bringen und mit der Kanne zum Wasserholen schicken für den eigenen Toilettengang, getreu dem Motto: Wos ma ned im Kopf hod, lernt ma mit die Fiaß! Immerhin beansprucht die Klospülung einer Berghütte zusammen mit den Waschräumen etwa 60-70 Prozent des Wasserverbrauchs. Ohne Duschen. Ob's was bewirken würde? Wahrscheinlich blieben dann die Gäste aus. Und das will der Wirt ja schließlich auch nicht. Kann er nicht. Der Wirt steckt genauso in der Falle mit seinem Riesenhaus.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ob mir ein lustiger Schluss eingefallen ist, ist jetzt eh scho wurscht. Weil ohnehin kaum wer bis hier gelesen haben wird. Facebooks organische Reichweite (der Artikel erschien urprünglich auf Facebook, dort bin ich aber schon eine Weile nicht mehr) geht gegen Null. Solche Texte schreibst du für dich. Oder sie erscheinen eh woanders. Oder du kaufst Reichweite. Gegen Aufpreis ist das möglich. Auf Instagram genauso. Ist ja ein Geschäft.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und wir haben noch gar nicht über die künstliche Beschneiung von Skipisten geredet. Das geht jetzt dann wieder los. Ist ja ein Geschäft. Ein Riesengeschäft. Für die Grundbeschneiung (30 cm Schneehöhe) von einem Hektar Skipiste (das reicht grade mal für die Fläche vor dem Lift) werden rund 1.000 Kubikmeter Wasser verbraucht, von der nötigen Energie fürs Pumpen und Ausbringen ließen sich ganze Dörfer versorgen. Ich kann gut nachvollziehen, dass der Gast nicht verstehen will, dass er nicht duschen darf. Auch nicht gegen Aufpreis.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Trink ich halt noch ein Weißbier. Auch eine Möglichkeit, Wasser zu sparen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/382721986_10223688291622688_1521054839172151069_n.jpg" length="631900" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Sun, 08 Oct 2023 16:37:13 GMT</pubDate>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Glaskügelchenlutscher</title>
      <link>https://www.hartmutulrich.de/glaskuegelchenlutscher</link>
      <description>Kennt Ihr das noch? Die winzigen Glaskügelchen, mit denen die Tintenpatronen im Schulfüller verschlossen waren? Du hast die leergeschriebene Patrone mit einem spitzen Stift aufgeweitet, das kleine Kügelchen rausgenommen, im Mund saubergelutscht und hattest ganz kurz den eigenartigen Eisengeschmack von blauer Füllertinte auf der Zunge. Dann hast du das Kügelchen in eine leere Patrone zurückgesteckt, bis sie ganz voll war - oder wie hier, in einer Streichholzschachtel gesammelt.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h1&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Glaskügelchen-Lutscher
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h1&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/Glask%C3%BCgelchen.jpg" alt="Siebziger, Streichholzschachtel, Füllerkügelchen, Hartmut Ulrich"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Kennt Ihr das noch? Die winzigen Glaskügelchen, mit denen die Tintenpatronen im Schulfüller verschlossen waren? Du hast die leergeschriebene Patrone mit einem spitzen Stift aufgeweitet, das kleine Kügelchen rausgenommen, im Mund saubergelutscht und hattest ganz kurz den eigenartigen Eisengeschmack von blauer Füllertinte auf der Zunge. Dann hast du das Kügelchen in eine leere Patrone zurückgesteckt, bis sie ganz voll war - oder wie hier, in einer Streichholzschachtel gesammelt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Heute beim Aufräumen gefunden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Um 1978. It's a time machine.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           &amp;#55357;&amp;#56393; kleine Beiträge wie dieser sind Erinnerungen: an reine Freude, die ich empfunden habe - und häufig auch immer wieder, wenn ich sie sehe. Ein ungewöhnlicher Blick, überraschende Sichtweisen und Entdeckungen, inspirierende Kreativität, ein schöner Gedanke, gelungenes Handwerk, schöne Formulierungen, Dinge mit Seele. Sie sind vollkommen zweck- und absichtsfrei - und trotzdem alles andere als sinnlos: Es tut unendlich gut, sich jeden Tag über etwas zu freuen. Und sei es noch so unbedeutend. Enjoy!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Wed, 27 Sep 2023 19:14:27 GMT</pubDate>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Du musst mich erst zähmen, sagte der Fuchs</title>
      <link>https://www.hartmutulrich.de/der-fuchs</link>
      <description>Ein Fuchs kommt am Abend vorbei. Und hält eine Weile neugierig still.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h1&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           "Du musst mich erst zähmen", sagte der Fuchs
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h1&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/Fuchs1.jpg" alt="Fuchs, Fanö"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/Fuchs2.jpg" alt="Fuchs, Fanö"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Guten Tag“, sagte der Fuchs. „Guten Tag“, antwortete der kleine Prinz höflich, der sich umdrehte, aber nichts entdecken konnte. „Ich bin hier“, sagte die Stimme unter einem Apfelbaum.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Der_kleine_Prinz" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           „Wer bist du?“, fragte der kleine Prinz
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           . „Du bist sehr hübsch…“ „Ich bin ein Fuchs“, sagte der Fuchs. „Komm und spiel mit mir, schlug der kleine Prinz vor. „Ich bin so traurig …“ „Ich kann nicht mit dir spielen“, sagte der Fuchs. „Ich bin nicht gezähmt.“ „Ah! Verzeihung“, sagte der kleine Prinz.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das sind keine Bilddatenbankfotos. Die Bilder von der erstaunlichen Begegnung entstanden im Sommerurlaub 2018 und 2020 auf der dänischen Nordseeinsel Fanø. Auf Fanø sind die Füchse auch sehr hübsch. Und sie sind auch nicht gezähmt - aber sehr zutraulich.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nein, für Bedenkenträger: Es ist mit Sicherheit auszuschließen, dass eines dieser Füchslein Tollwut hatte und deswegen keine natürliche Scheu vor Menschen. In Dänemark gilt die Tollwut seit 1982 als ausgerottet, auf Fanø sind seit Jahrzehnten keine Fälle bekannt. Es ist viel wahrscheinlicher, dass die Füchse auf der Insel häufig von den Urlaubern gefüttert werden und deswegen bereits an Menschen gewöhnt sind - und also beinahe gezähmt. Aber nur beinahe. Gespielt haben wir trotzdem nicht. Aber gestaunt. Und geguckt. Den Moment genossen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir haben uns dann noch ein paarmal getroffen. Immerhin waren wir beide auf einer Insel. Einmal am Strand, in den Dünen. Und dann einmal, zwei Jahre später, bei Nacht, draußen im Watt. Offenbar dachte der Fuchs, ich sei auf Nahrungssuche. Und bei mir würde sicher was abfallen. Dachte der Fuchs. Aber ich war gar nicht auf Nahrungssuche. Sondern auf Schatzsuche.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Fotografiert mit dem iPhone: Die beste Kamera ist immer die, die du gerade dabei hast.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           &amp;#55357;&amp;#56393; kleine Beiträge wie dieser sind Erinnerungen: an reine Freude, die ich empfunden habe - und häufig auch immer wieder, wenn ich sie sehe. Ein ungewöhnlicher Blick, überraschende Sichtweisen und Entdeckungen, inspirierende Kreativität, ein schöner Gedanke, gelungenes Handwerk, schöne Formulierungen, Dinge mit Seele. Sie sind vollkommen zweck- und absichtsfrei - und trotzdem alles andere als sinnlos: Es tut unendlich gut, sich jeden Tag über etwas zu freuen. Und sei es noch so unbedeutend. Enjoy!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/Fuchs1.jpg" length="1032832" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Sat, 12 Aug 2023 11:02:30 GMT</pubDate>
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      <media:content medium="image" url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/Fuchs1.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/Fuchs1.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Schmeckt lecker! &#x1f602; (Epic Branding Fail)</title>
      <link>https://www.hartmutulrich.de/schmeckt-ueberraschend-lecker</link>
      <description>Manche Produktnamen funktionieren nur ihn ihrer jeweiligen Landessprache. Also zum Beispiel, äh, der hier funktioniert auf Deutsch nicht so richtig toll...</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h1&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Schmeckt überraschend lecker!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h1&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/IMG_5327.JPEG" alt="Limonade"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Es gibt so Produktnamen, die funktionieren nur in ihrer jeweiligen Landessprache. Außerhalb könnten sie wirklich zu Irritationen führen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dieses leckere Orangensaftgetränk (mit einem Berg Zucker drin) steht in kroatischen Supermärkten. Wäre es mit zwei p geschrieben, könnte man sich die Nähe zu Pippi Langstrumpf ja noch irgendwie schönreden. Aber so...
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir haben es trotzdem den ganzen Urlaub über im Kühlschrank gehabt. Aber nur ein Glas pro Tag!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/pinkelacker_1.jpg" alt="Bier"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das Bier heißt sehr sehr ähnlich und wird viel in Baden-Württemberg getrunken. Es genügte eine klitzekleine typografische Änderung, um hier perfekt dazu zu passen...
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           &amp;#55357;&amp;#56393; kleine Beiträge wie dieser sind Erinnerungen: an reine Freude, die ich empfunden habe - und häufig auch immer wieder, wenn ich sie sehe. Ein ungewöhnlicher Blick, überraschende Sichtweisen und Entdeckungen, inspirierende Kreativität, ein schöner Gedanke, gelungenes Handwerk, schöne Formulierungen, Dinge mit Seele. Sie sind vollkommen zweck- und absichtsfrei - und trotzdem alles andere als sinnlos: Es tut unendlich gut, sich jeden Tag über etwas zu freuen. Und sei es noch so unbedeutend. Enjoy!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/IMG_5327.JPEG" length="429278" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Fri, 28 Jul 2023 09:40:09 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.hartmutulrich.de/schmeckt-ueberraschend-lecker</guid>
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      <media:content medium="image" url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/IMG_5327.JPEG">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/IMG_5327.JPEG">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Das grüne Grashorn</title>
      <link>https://www.hartmutulrich.de/das-gruene-grashorn</link>
      <description>DIe Überschreitung des grünen Grashorns über den Nordostgrat hatte ich mir anspruchsvoller vorgestellt.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h1&gt;&#xD;
    
          Überschreitung des grünen G
          &#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           rashorns
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h1&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/Grashorn.jpg" alt="Grashorn"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Überschreitung des Grünen Grashorns (756 mm ü.N.N.) über den Nordostgrat hatte ich mir anspruchsvoller vorgestellt. (Aus: "Flachwitze für Kletterer, die grad nicht klettern können").n
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Berge müssen nicht groß und imer größer werden. Es geht auch nicht darum, sie zu bezwingen. Es geht darum, sie zu erleben. Es geht um die richtige Perspektive. Selbst so ein übersehener Brocken in einer Wiese ist schön wie das Matterhorn. Wenn du es nur zu sehen gelernt hast.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Früher oder später kommt der Punkt, an dem du bemerkst, dass eine weitere Verschiebung der Grenzen nicht möglich ist. Weil das Risiko zu hoch wird, weil sie dich das Leben kosten würde, weil du zu alt geworden bist, weil sie deine Möglichkeiten überschreiten würde.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Man geht in die Berge, um zu herauszufinden, wer man ist. Am Ende weiß man's.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Gilt übrigens auch für das Radfahren in den Bergen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           &amp;#55357;&amp;#56393; kleine Beiträge wie dieser sind Erinnerungen: an reine Freude, die ich empfunden habe - und häufig auch immer wieder, wenn ich sie sehe. Ein ungewöhnlicher Blick, überraschende Sichtweisen und Entdeckungen, inspirierende Kreativität, ein schöner Gedanke, gelungenes Handwerk, schöne Formulierungen, Dinge mit Seele. Sie sind vollkommen zweck- und absichtsfrei - und trotzdem alles andere als sinnlos: Es tut unendlich gut, sich jeden Tag über etwas zu freuen. Und sei es noch so unbedeutend. Enjoy!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/Grashorn.jpg" length="412337" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Wed, 15 Sep 2021 11:44:50 GMT</pubDate>
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      <media:content medium="image" url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/Grashorn.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/Grashorn.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>So ist das Leben</title>
      <link>https://www.hartmutulrich.de/ueber-das-leben</link>
      <description>Gegen fünf Uhr in der Früh schreckte ich aus unruhigem Schlaf und hörte ein Flattern und Kämpfen  vor dem Schlafzimmer. Nur kurz, dann war es still. Der Nachtkönig!</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h1&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           So ist das Leben
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h1&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/LebenundTod.JPG" alt="Vogelbein"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Es war früh am Morgen, so gegen fünf Uhr, als ich schlaftrunken aus dem Schlafzimmer und durch das gekippte Fenster hindurch ein wildes Flattern und Zappeln zu hören glaubte. Wenige Augenblicke später war es still, und ich wusste nicht, ob ich nur geträumt hatte.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Als ich später am Morgen auf unser winziges Rasenstück vor der Terrassentür zum Schlafzimmer blickte, sah ich dort eine junge Amsel liegen. Kopflos. Der Stumpf blutete noch, und einzelne Federn auf dem Rasen zeugten davon, dass ich nicht geträumt hatte. Die jungen Amseln waren wenige Tage zuvor flügge geworden. Ich hatte sie beobachtet, wie sie noch sehr tapsig am Boden herumhopsten und mir schon Gedanken darüber gemacht, wie viele Nächte sie wohl überleben würden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Eine der Widersprüchlichkeiten des Lebens besteht in der Erkenntnis, dass Katzen kuschelige charmante Haustiere sind. Deutschland zählt zu den Ländern mit den größten Katzenpopulationen in Europa. Rund 15,9 Millionen Katzen leben in Deutschland (2024).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Darf man ein Tier Mörder nennen, weil es von Natur aus einen Killerinstinkt hat? Sind Amseln weniger wert als geschützte, weil selten gewordene Vogelarten? Scheren sich Katzen darum, ob Vögel vom Aussterben bedroht sind? Menschen darf man Mörder nennen. Menschen töten vorsätzllich. Ist die instinktive Mordlust dosenfuttersatter Hauskatzen Mord? Nur aus Menschensicht (aus Sicht der Amsel natürlich auch). Warum hat das Scheißvieh die tote Amsel nicht wenigstens gefressen?
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Vogelbein auf dem Foto ist jedenfalls ein bisschen aus dem, äh, Kontext gerissen. Es stammt vom gleichen Hof - aber nicht vom gleichen Vogel und nicht vom gleichen Tag. Es hatte gerade geregnet als ich das Bein fand und die ausgerissenen Sehnen wirkten besonders bleich und morbide. Wahrscheinlich lag es am Regen. In Filmen regnet es immer, wenn wer stirbt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Rund 1,7 Millionen Hühner werden jeden Tag in Deutschland geschlachtet. Rund 142.000 Schweine. Und 8.200 Rinder. Jeden Tag. 365 mal im Jahr (die Zahlen ergeben sich aus der Summe der jährlichen Schlachtungen, Stand 2023, Quelle: statistisches Bundesamt). Und was ist all das im Angesicht der tausendfachen (Kriegs)morde rund um den Globus, bei denen täglich Menschen Menschen töten? Die monströsesten Statistiken verstören nicht näherungsweise so sehr wie ein einzelnes ausgerissenes Vogelbein mit bleichen Sehnenfetzen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ich hör jetzt auf. Heute bekomme ich keinen freundlichen, optimistischen Schluss hin.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.google.com/search?q=game+of+thrones+wiederg%C3%A4nger&amp;amp;sca_esv=c173bc27a76e97b6&amp;amp;ei=17htaJ26OcKoxc8PmYCjoAo&amp;amp;oq=Game+of+thrones+wiede&amp;amp;gs_lp=Egxnd3Mtd2l6LXNlcnAiFUdhbWUgb2YgdGhyb25lcyB3aWVkZSoCCAAyBRAAGIAEMgYQABgWGB4yBhAAGBYYHjIGEAAYFhgeMgYQABgWGB4yBhAAGBYYHjIGEAAYFhgeMgYQABgWGB4yBhAAGBYYHjIGEAAYFhgeSONKULkOWOg6cAF4AZABAJgBTqABlAOqAQE2uAEByAEA-AEBmAIHoALTA8ICChAAGLADGNYEGEfCAg0QABiABBiwAxhDGIoFwgIOEAAYsAMY5AIY1gTYAQHCAhMQLhiABBiwAxhDGMgDGIoF2AEBwgIKEAAYgAQYQxiKBcICBRAuGIAEmAMAiAYBkAYTugYGCAEQARgJkgcBN6AHqjqyBwE2uAfJA8IHBTItMy40yAc3&amp;amp;sclient=gws-wiz-serp" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Too much Game of Thrones
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            . Vielleicht schreibe ich ja mal eine Geschichte über Merlin. Merlin ist einer der Kater aus der Nachbarschaft. Kräftig, selbstbewusst, tiefschwarz, mit weißer Brust und weißen Pfoten. Ein Musterkater. Er gehört nicht uns, kommt aber gerne und häufig zu Besuch. Wir mögen Merlin sehr, er hat einen überaus liebenswerten Katzencharakter. Wahrscheinlich ist Merlin für alles verantwortlich. Ziemlich sicher ist Merlin
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.google.com/search?q=der+nachtk%C3%B6nig&amp;amp;oq=der+nachtk%C3%B6nig&amp;amp;gs_lcrp=EgRlZGdlKgkIABBFGDkYgAQyCQgAEEUYORiABDIHCAEQABiABDIHCAIQABiABDIHCAMQABiABDIICAQQABgWGB4yCAgFEAAYFhgeMggIBhAAGBYYHjIICAcQABgWGB4yCAgIEOkHGPxV0gEIMzEzMWowajGoAgCwAgE&amp;amp;sourceid=chrome&amp;amp;ie=UTF-8" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           der Nachtkönig
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/LebenundTod.JPG" length="405067" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Mon, 24 May 2021 15:40:24 GMT</pubDate>
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      <media:content medium="image" url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/LebenundTod.JPG">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/LebenundTod.JPG">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>21st Century Moment</title>
      <link>https://www.hartmutulrich.de/21st-century-moment</link>
      <description>Manche Ereignisse sind derart einmalig, dass man sich erinnern möchte. Auch wenn sie komplett folgenlos waren und von kaum jemandem bemerkt. So wie dieses Zeitereignis.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h1&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           21st Century Moment
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h1&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/21-21.jpg" alt="Spatz, Sperling, Vogel"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Original war seinerzeit bei Facebook. Ich bin schon lange nicht mehr bei Facebook, das Konto ist längst mit allen Inhalten gelöscht. Das hat Gründe. Aber den Screenshot von damals wollte ich nicht einfach löschen. Er ist einfach zu selten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Schönheit der Zahlenkombinationen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wenn das ein Computer gemacht hat, dachte er, dann war er Ästhet, dann muss man ihn bewundern. Er fühlte sich seltsam bei der Erkenntnis, die Ästhetik der Zahlenkombinationen körperlich spüren zu können, wo Zahlen ihm sonst nur wenig bedeuteten. Kunst ist weitgehend Zufall, dachte er, und sie lässt sowohl den Künstler wie auch den Betrachter im Glauben, da sei etwas mit Plan und Absicht entstanden. Kein besserer Weg, das Leben an sich zu beschreiben...
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Noch 377 Elemente.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Oberstudienrat Greuther wollte gerade sein
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Moleskine
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            zuklappen, als ihm plötzlich alles so lächerlich erschien, so wirr und ganz ohne Sinn, dieses ganze Getue, so affektiert, gekünstelt und aufgesetzt. Kichernd riss er die Seite aus, zerknüllte sie und warf sie über die Schulter in Richtung Papierkorb. Wie immer traf er nicht. Es klappte nie. Er warf das Büchlein hinterher, und es kümmerte ihn nicht, wo es niederfiel.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Versuch, den Dingen eine Richtung und einen Sinn geben zu wollen, ist in gleichem Maße ehrenhaft und jämmerlich.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Noch 127 Elemente.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Stille holte ihn ein und überrollte ihn wie ein Güterzug aus dem Nichts, er war unfähig auszuweichen. Er hatte kaum je etwas anderers getan als auszuweichen, und nun holte ihn die Stille ein und konfrontierte ihn mit sich selbst und das mit solcher Wucht, dass es ihm den Atem nahm. "Milch", dröhnte ihm der Kopf, "wir haben keine Milch mehr".
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Du machst ja gar nicht. Du tust nur.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Ist das etwa ein Unterschied?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Noch 75 Elemente
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Als sie die Straße betrat, trieb der Wind nasskalte Schneeflocken ins Licht der Laternen, und es fühlte sich nach Erkältung und Schmerzen an. Sie fröstelte und lief los. Ihre Absätze klangen in der Dunkelheit, als sei sie der einzige Mensch auf dem Planeten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wenn man hinter Motivationen schaut, dachte er, auf das, was Menschen aus welchem Grund bewegt, und wenn man dann alles weglässt, was irgendwie jämmerlich ist und armselig, was bleibt dann übrig? Sie befolgen Befehle, seien sie nun innerer oder äußerer Natur, folgen Zwängen, Ängsten. Wie viel wahre Größe bleibt, nein, bleibt nicht, dachte er. Vielleicht ist ja das der Grund. Nicht 15 Minuten Ruhm sollt ihr haben, nein, 15 Minuten Größe, und diese 15 Minuten kosten ein ganzes Leben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Noch 33 Elemente
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es geht um 600.000 Dollar. Doch nur um Geld? Mit Geld kann man keine Liebe kaufen, Geld ist nur Asche. Du Narr. Natürlich kann man mit Geld Liebe kaufen, denn Geld ist Zeit, und Zeit bedeutet Zeit für Aufmerksamkeit, und Aufmerksamkeit ist so kostbar wie Liebe. Deine Milchmädchenrechnungen sind legendär. Wieso eigentlich 600.000?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Noch zwölf Elemente
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ist das zu viel oder zu wenig?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich habe das Licht ausgemacht und angehalten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Noch fünf Elemente.
           &#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/21-21.jpg" length="21488" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Thu, 21 Jan 2021 15:10:46 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.hartmutulrich.de/21st-century-moment</guid>
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      <media:content medium="image" url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/21-21.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/21-21.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Korkohrhasen</title>
      <link>https://www.hartmutulrich.de/korkohrhasen</link>
      <description>Dies könnte ohne weiteres ein Hase sein, ein Schaf oder ein Esel. Oder ein nicht ganz richtig geschriebener Kinofilm-Titel.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h1&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Korkohrhasen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h1&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/2014-02-09+00.33.09.jpg" alt="Hase, Kork, Schaf"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Korkhase da könnte auch ohne weiteres ein Esel sein oder ein Schaf. So ganz sicher bin ich mir da aber nicht mehr, nüchtern betrachtet. Es fehlen einfach noch ein, zwei Eindeutigkeitsmerkmale. Mitunter ergeben sich nach dem Entkorken hübsche - aber nicht immer ganz eindeutige Blicke auf die Welt. Und am nächsten Morgen ist man sich überhaupt nicht mehr sicher.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Das Schöne an lebendiger Vorstellungskraft sind ja immer die offenen Möglichkeitsräume. Die rationale Wirklichkeit hingegen scheint dagegen entsetzlich nüchtern. Und das hat keineswegs mit Sauvignon zu tun! (Eigentlich trinke ich gar nicht so gerne Wein. Er ist mir fast immer zu sauer, vor allem Weißwein).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Zufallstür
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           fällt ständig zu
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           das liegt ihr so im Wesen
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           doch manchmal,
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           wenn sie offen steht
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           gibt's Spannendes zu lesen.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           (von meinem Twitter-Account, um 2004. Als Twitter noch Twitter war. Längst gelöscht. Satz mit x.)
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           &amp;#55357;&amp;#56393; kleine Beiträge wie dieser sind Erinnerungen: an reine Freude, die ich empfunden habe - und häufig auch immer wieder, wenn ich sie sehe. Ein ungewöhnlicher Blick, überraschende Sichtweisen und Entdeckungen, inspirierende Kreativität, ein schöner Gedanke, gelungenes Handwerk, schöne Formulierungen, Dinge mit Seele. Sie sind vollkommen zweck- und absichtsfrei - und trotzdem alles andere als sinnlos: Es tut unendlich gut, sich jeden Tag über etwas zu freuen. Und sei es noch so unbedeutend. Enjoy!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/2014-02-09+00.33.09.jpg" length="385407" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Fri, 15 Jan 2021 15:06:19 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.hartmutulrich.de/korkohrhasen</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
      <media:content medium="image" url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/2014-02-09+00.33.09.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/2014-02-09+00.33.09.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Mensch, was hast du denn da gemacht?</title>
      <link>https://www.hartmutulrich.de/mensch-was-hast-du-denn-da-gemacht</link>
      <description>Mensch, was hast du denn da gemacht? (Gesamtsitatution, in einem BIld)</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h1&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mensch, was hast du denn da gemacht?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h1&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/kagge.jpg" alt="Kunst, Kacke, Schule"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Damals, gegen Ende des ersten Corona-Lockdowns 2020, kam der ältere Sohn aus der Schule. Er hatte da was gemacht, hm. Im Kunstunterricht. Keine Ahnung wie er auf den Gedanken kam, aber es wurde dieser wundervolle Haufen, sogar im Ofen gebrannt und deswegen beständig für eine Ewigkeit. Das Werk erscheint mir im weiteren Verlauf der Geschichte in immer kürzeren Abständen als ideal geeignet, um die Gesamtsituation in einem einzigen Bild zusammenzufassen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Humor ist schließlich die beste Möglichkeit, um mit wirklich ... Zeiten umzugehen. Seinerzeit hatte ich gepostet (auf FB, wo ich seit langem nicht mehr bin):
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           "Ja zum Glück sind die Kinder wieder in der Schule, lernen was fürs Leben und holen den monatelangen Bildungsrückstand auf, zum Beispiel im... Kunstunterricht. Als gesellschafts-, politik- und kirchenkritische Töpferarbeit (jeder nur eine Fliege, bitte) durchaus pointiert auf den Punkt gebracht, wie ich finde.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Guten Abend."
            &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Und das war vor [hier bitte gesellschaftliche und politische Multikrisen-Entsetzlichkeiten eigener Wahl einsetzen].
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           And now to something completely different: Hättest du gewusst, dass trockene Hyänenkacke weiß ist? Weil Hyänen die Knochen ihrer Beute mit fressen und die unverdaulichen Reste wieder ausgeschieden werden. Wer einmal die Zähne einer Hyäne gesehen hat, weiß: Du willst nicht die Beute sein.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Die Bilder unten entstanden in Tansania, im Ngorongoro-Krater, wo man problemlos an wildlebende Hyänen herankommt. Und an das, was sie gemacht haben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           &amp;#55357;&amp;#56393; kleine Beiträge wie dieser sind Erinnerungen: an reine Freude, die ich empfunden habe - und häufig auch immer wieder, wenn ich sie sehe. Ein ungewöhnlicher Blick, überraschende Sichtweisen und Entdeckungen, inspirierende Kreativität, ein schöner Gedanke, gelungenes Handwerk, schöne Formulierungen, Dinge mit Seele. Sie sind vollkommen zweck- und absichtsfrei - und trotzdem alles andere als sinnlos: Es tut unendlich gut, sich jeden Tag über etwas zu freuen. Und sei es noch so unbedeutend. Enjoy!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/kagge.jpg" length="467548" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Mon, 14 Sep 2020 11:53:09 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.hartmutulrich.de/mensch-was-hast-du-denn-da-gemacht</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
      <media:content medium="image" url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/kagge.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/kagge.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>COPIC Marker</title>
      <link>https://www.hartmutulrich.de/copic-marker</link>
      <description>Die Jungs malen meine 25 Jahre alten Copic-Marker leer. Vielleicht habe ich sie eigentlich nur deswegen gekauft.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h1&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die wundervollsten Filzstifte der Welt
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h1&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/copic.jpg" alt="Copic Marker, Stifte"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/Gingco-015_Bildgr%C3%B6%C3%9Fe+%C3%A4ndern.jpg" alt="Copic Marker"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Jungs malen meine 25 Jahre alten Copic Marker leer. Die haben damals ein Vermögen gekostet und sind immer noch die großartigsten Filzstifte der Welt. Damals hab ich mir extra ne Holzkiste mit Einzelfächern gebaut, um sie zwanghaft-akribisch nach Farbton sortieren zu können. Acht Umzüge, mindestens. Immer wieder nachfüllbar und unverwüstlich. Und kein Schwein arbeitet noch damit.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Photoshop und Illustrator, KI-Desgin, questions, any? (ich war ja ewig Freehand-Jünger und habe Adobe gehasst dafür, dass sie das zugekaufte Konkurrenzprodukt sterben ließen für ihren eigenen Code). Und auf einem Wacom-Tablett kannst du tausendmal radieren, korrigieren, und die Farbe schlägt auch nicht auf den Küchentisch durch, weil du vergessen hast, ein, zwei Blatt unterzulegen. Mindestens die letzten 15 Jahre standen die Marker unbenutzt im Regal, und die Farbe schlägt immer noch durch. Geil! (nicht für den Küchentisch jetzt, eher so generell).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Game Designer. Wieso eigentlich nicht Game Designer? Und wieso müssen alte Säcke eigentlich immer gleich reflexhaft ans Berufliche denken, wenn die Blagen mal einen Funken Interesse für was anderes zeigen als Computergames? Ach so, sind ja gewissermaßen auch Games: Fortnite-Skins zeichnen ist zumindest verdammt nah dran.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           cheers!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           &amp;#55357;&amp;#56393; kleine Beiträge wie dieser sind Erinnerungen: an reine Freude, die ich empfunden habe - und häufig auch immer wieder, wenn ich sie sehe. Ein ungewöhnlicher Blick, überraschende Sichtweisen und Entdeckungen, inspirierende Kreativität, ein schöner Gedanke, gelungenes Handwerk, schöne Formulierungen, Dinge mit Seele. Sie sind vollkommen zweck- und absichtsfrei - und trotzdem alles andere als sinnlos: Es tut unendlich gut, sich jeden Tag über etwas zu freuen. Und sei es noch so unbedeutend. Enjoy!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/copic.jpg" length="458161" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Mon, 16 Mar 2020 19:17:44 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.hartmutulrich.de/copic-marker</guid>
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      <media:content medium="image" url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/copic.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/copic.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>"Dem Mut ist keine Gefahr gewachsen"</title>
      <link>https://www.hartmutulrich.de/dem-mut-ist-keine-gefahr-gewachsen</link>
      <description>1988 habe ich als junger unerfahrener Reporter Rüdiger Nehberg für ein Interview in Hamburg getroffen. Ich hatte gerade ein Volontariat begonnen, und das Magazin, in dem das Stück erscheinen sollte, war pleite, noch bevor ich mit dem Zug aus Hamburg zurück war. Das Gespräch mit Rüdiger Nehberg aber habe ich nie vergessen. Es hat mich geprägt.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h1&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           "Dem Mut ist keine Gefahr gewachsen" - Erinnerung an einen Abenteurer,
            &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           der mich inspiriert und geprägt hat
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h1&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/Nehberg-1.JPG" alt="Seeadler, Kunst"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/Nehberg-2.JPG" alt=""/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.globetrotter.de/nobrand-biografie-nehberg-r-mut-ist-keine-gefahr-gewachsen-piper-verlag-gmbh-1252647/" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Dem Mut ist keine Gefahr gewachsen
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            “ heißt das letzte Buch von „Sir Vival“
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.ruediger-nehberg.de/buecher.htm" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Rüdiger Nehberg
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            . Nach diesem Motto hat er immer gelebt, und kaum ein freier Geist hat mich mehr inspiriert als der „Würmerfresser“ aus der Hansestadt, die Welt so zu erleben und zu nehmen wie sie ist, so wundervoll und widersprüchlich, so grausam und unendlich schön zugleich.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1988 habe ich Nehberg in Hamburg interviewt für ein Magazin, bei dem ich gerne volontiert hätte, das aber pleite ging, noch bevor ich mit dem Zug zurück aus Hamburg war. Eigentlich hatte Nehberg gar keine Zeit für mich, nahm sich aber dennoch einen ganzen Nachmittag  für das Interview, ich hätte ihm so eine nette Anfrage geschrieben (es gab damals noch keine E-Mail. Man musste telefonieren, ein Fax schicken oder einen Brief schreiben). Seine Freundlichkeit und Zugewandtheit hat mich unerfahrenen Jungspund damals ebenso beeindruckt und geprägt wie sein unbedingter Wille, sein Ding zu machen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Nehberg hatte einige Jahre zuvor seine gut gehende Konditorei verkauft, um Abenteurer zu werden. Er hatte ein Grundstück erworben und dort aus einer Müllkippe ein Naturparadies gemacht, ein kleines Wildreservat mitten in Hamburg, wo er anfangs Survivalkurse für Freizeitabenteurer gab, als Begleitbusiness für seine Bücher und zur Finanzierung seiner Aktivitäten. Als ich ihn besuchte, war er gerade dabei, seine Kurse aufzugeben und zum Menschenrechtsaktivisten zu werden. Unter anderem setzte er sich engagiert gegen die grausame Beschneidung junger Mädchen in Afrika ein und gegen die Ausrottung der Yanomami im brasilianischen Regenwald.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Elf Jahre später, im Oktober 1999, habe ich Nehberg noch einmal in München getroffen, auf einem seiner zahlreichen Vorträge und mir eins seiner ersten Bücher signieren lassen. Es war 1981 erschienen und zum Zeitpunkt des Treffens schon reichlich vergilbt und abgegriffen. „Oh, eine Erstausgabe“, sagte er, „das sind mir die liebsten“.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ich kann mir kaum ein reicheres Leben vorstellen als das dieses etwas verrückten aber unendlich liebenswerten Lebenskünstlers und Menschenfreunds. Diesen Reichtum hat er immer ausgestrahlt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Rüdiger Nehberg ist gestern im Alter von 84 Jahren gestorben (2. April 2020)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/Nehberg-1.JPG" length="200706" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Sun, 02 Feb 2020 12:19:04 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.hartmutulrich.de/dem-mut-ist-keine-gefahr-gewachsen</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
      <media:content medium="image" url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/Nehberg-1.JPG">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/Nehberg-1.JPG">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Perlentaucher</title>
      <link>https://www.hartmutulrich.de/die-ganze-welt-in-zwei-minuten</link>
      <description>Da unten, da liegt was, ruft Tim beim Schnorcheln, da, am Grund! Eine Taucherbrille. Irgendwer hat sie verloren, seltsam, warum nicht wieder hoch geholt? Sie liegt gar nicht soo weit unten - aber offenbar zu weit für diejenigen, die sie verloren haben. Ich probiere es. Ohne Brille, ohne Schnorchel, ohne Flossen oder Gewichte.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h1&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zufallsperlen-taucher
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h1&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/IMG_5996-dd5a114b.JPG" alt="Höhle, Sardinien, Italien, Meer, Tauchen"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/IMG_5990.JPG" alt="Tauchen, Sardinien, Küste, Meer, Hartmut Ulrich"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ein Motorboot für einen Tag. Ein kleines Zodiac, ein verstärktes Schlauchboot mit 40-PS-Außenborder, rund 30 km/h schnell, wendig und einfach zu handhaben, nichts zum Angeben, etwas zum Spaß haben mit der Familie, im Urlaub auf Sardinien (Sardinien ist ein Sehnsuchtsort für mich, allein schon die Fahrt mit der Fähre ist immer der Übergang zu einer anderen Welt). Wir tuckern an der zerklüfteten Kalkküste durch den Golf von Orosei nach Süden, die Orientierung ist simpel. Man braucht keinen Guide und auch keinen Bootsführerschein, und wer auf einem der lärmenden Touristenboote mitschippert, bekommt vielleicht Selfie-Shots für Instagram - aber garantiert kein Erlebnis. Die Jungs dürfen auch mal ans Steuer, reine Freude.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
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  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Wasser hat hier Tropfsteinhöhlen gebildet, phantastische Dome aus Kalk und Wasser, teilweise über, teilweise unter dem Meeresspiegel. In einige fahren wir hinein, leise, ehrfürchtig, wie in ein Kirchenschiff. Springen ins schimmernde Azurblau, wo es uns gefällt. Man kann auch an Strände, einsame, unbesuchte, wirft mit etwas Abstand zum Ufer den Anker und schwimmt an Land.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Da unten, da liegt was, ruft Tim beim Schnorcheln, da, am Grund! Eine Taucherbrille. Irgendwer hat sie verloren, seltsam, warum nicht wieder hoch geholt? Sie liegt gar nicht soo weit unten - aber offenbar zu weit für diejenigen, die sie verloren haben. Ich probiere es. Ohne Brille, ohne Schnorchel, ohne Flossen oder Gewichte. Ein tiefer Atemzug erst, zwei, drei, dann alle Luft ausatmen, um schwer genug zu werden in dem Salzwasser mit seinem starken Auftrieb. Der Atemreiz kommt durch das CO2 in der Atemluft, mit vollen Lungen kannst du nicht sinken und nicht lang die Luft anhalten, schon gar nicht ohne Bleigürtel und Flossen. Apnoetaucher atmen aus, bevor sie in die Tiefe gehen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
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  &lt;p&gt;&#xD;
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      &lt;br/&gt;&#xD;
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  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ich sinke, falle, schwebe abwärts, zehn Meter vielleicht oder zwölf. Ich lasse mich auf den Grund sinken, schwerelos, bewegungslos, dabei hellwach, ohne jede Ausrüstung, wie ein Perlentaucher. Es wird schon reichen, muss reichen. Frei von Angst, eine seltsame Geborgenheit umfängt mich: Ich bin ein Kind von Mutter Erde und schwebe in ihrem Bauch. Die berühmten Cenotes in Mexiko kommen mir in den Sinn,
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.hartmutulrich.de/the-big-blue" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           wir sind dort getaucht
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           , seinerzeit, auf Yucatan, an der Grenze zu Belize. Parallelwelt, still, azurblau. Der Druck steigt, ich greife an die Nase, schlucke, einmal, zweimal, es quietscht in den Ohren.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Über 100 Tauchgänge mit Pressluft haben wir gemacht, auf allen Kontinenten, im südchinesischen Meer, am Great Barreer Reef, vor Zanzibar, im Roten Meer, auf Trinidad-Tobago. Der unvergessene Drift Dive vor Australien zum Wrack der Yongala, 1911 vor Townsville in einem Sturm gesunken, mit allen 122 Passagieren. Der Nachttauchgang an den Whitsundays, bei dem mir bereits beim Abtauchen die geliehene Schrottlampe voll Wasser lief, und ich eine Stunde lang mit geschärften Sinnen im Dunkel schwebte - einer der tollsten Tauchgänge ever. Das hier ist neu. Faszinierend. Dann greife ich nach der Brille am Grund, habe sie, stoße mich mit den Füßen vom Boden ab, schieße nach oben. Um Atem ringend tauche ich wieder auf.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Keine zwei Minuten hat das alles gedauert, dennoch so intensiv wie ein Fallschirmsprung. Ein tiefes Glücksgefühl durchströmt mich. Abenteuer müssen weder aufwändig sein, noch teuer, noch lebensgefährlich, noch müssen sie lange dauern. Nur eins müssen sie immer sein: intensiv.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Brille habe ich jetzt hier, gewaschen, getrocknet. Sie ist fast neu und passt perfekt. Sie erzählt eine Geschichte aus jener Tropfsteinhöhle an der Steilküste bei Cala Gonone, und ich stelle mir vor, wer sie wohl vorher getragen hat. Wir fahren weiter. Über den Bergen ziehen Gewitter auf.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/IMG_E6027.JPG" alt="Taucherbrille"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/IMG_5996-dd5a114b.JPG" length="438419" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Fri, 23 Aug 2019 13:34:48 GMT</pubDate>
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      <g-custom:tags type="string" />
      <media:content medium="image" url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/IMG_5996-dd5a114b.JPG">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Mondlandephilosophie</title>
      <link>https://www.hartmutulrich.de/mondlandephilosophie</link>
      <description>"Als wir von der Mondoberfläche nach oben blickten, sahen wir über uns den Planeten Erde. Er war sehr klein - aber er war sehr schön. Und er sah aus wie eine Oase im Weltall. Es war uns in dem Moment sehr wichtig, dass wir und die Menschen überall auf der Welt diesen Planeten erhalten als wunderschöne Oase, von der wir alle gemeinsam bis in alle Zeiten profitieren.“</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h1&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Lauf der Dinge, der sich deswegen dann doch nicht verändert hat
            &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           (50 Jahre Mondlandung)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h1&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/mond.jpg" alt="Gelb, Ocker, Putz, Wand, "/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Mond ist voll, der Mond ist voll! Dabei hatte der Mond sich geschworen, heute einmal nichts zu trinken und früh schlafen zu gehen. Aber...sieht ein Vollmond nicht etwas anders aus?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Wie haben Sie sich nach der (Mond)Landung gefühlt? Mächtig oder unbedeutend?“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Neil Armstrong: „Mir wurde bewusst, wie klein ich bin und welch großes Glück ich habe. Als wir von der Mondoberfläche nach oben blickten, sahen wir über uns den Planeten Erde. Er war sehr klein aber er war sehr schön. Und er sah aus wie eine Oase im Weltall. Es war uns in dem Moment sehr wichtig, dass wir und die Menschen überall auf der Welt diesen Planeten erhalten als wunderschöne Oase, von der wir alle gemeinsam bis in alle Zeiten profitieren.“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.google.com/search?q=Mondlandung&amp;amp;sca_esv=593784007&amp;amp;ei=MfWKZe2qGovcxc8P1-GHmAc&amp;amp;ved=0ahUKEwith-aeua2DAxULbvEDHdfwAXMQ4dUDCBA&amp;amp;uact=5&amp;amp;oq=Mondlandung&amp;amp;gs_lp=Egxnd3Mtd2l6LXNlcnAiC01vbmRsYW5kdW5nMgsQABiABBixAxiDATIFEAAYgAQyBRAAGIAEMgUQABiABDIFEAAYgAQyBRAAGIAEMgUQABiABDIFEAAYgAQyBRAAGIAEMgUQABiABEiuFVCnC1iQFHABeAGQAQCYAXOgAZ4HqgEEMTAuMbgBA8gBAPgBAcICChAAGEcY1gQYsAPCAg0QABiABBiKBRhDGLADwgIOEAAY5AIY1gQYsAPYAQHCAhAQLhhHGNYEGMgDGLAD2AECwgIWEC4YQxjUAhiABBiKBRjIAxiwA9gBAsICExAuGIAEGIoFGEMYyAMYsAPYAQLCAgoQLhiABBiKBRhDwgILEAAYgAQYigUYsQPCAggQABiABBixA8ICERAuGIAEGLEDGIMBGMcBGNEDwgIFEC4YgATCAgsQLhiABBjHARjRA8ICGRAuGIAEGIoFGEMYlwUY3AQY3gQY3wTYAQPCAggQLhiABBjUAsICDhAuGIAEGMcBGK8BGI4FwgIKEAAYgAQYigUYQ8ICGRAuGIAEGIoFGEMYlwUY3AQY3gQY4ATYAQPCAgsQLhiABBixAxiDAcICDhAAGIAEGIoFGLEDGIMBwgIOEC4YgAQYigUYsQMYgwHCAh0QLhiABBjHARivARiOBRiXBRjcBBjeBBjgBNgBA8ICEBAuGIAEGIoFGEMYsQMYgwHCAgsQLhiDARixAxiABMICEBAuGIAEGIoFGEMYxwEY0QPCAh8QLhiABBiKBRhDGLEDGIMBGJcFGNwEGN4EGOAE2AED4gMEGAAgQYgGAZAGE7oGBggBEAEYCboGBggCEAEYCLoGBggDEAEYFA&amp;amp;sclient=gws-wiz-serp" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Als Neil Armstrong am 20. Juli 1969 als erster Mensch den Mond betrat
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            , war ich gerade vier Jahre alt geworden. Alt genug, um die Aufregung zu spüren, dass etwas Großes geschah, aber nicht alt genug, um mehr zu verstehen. Ich erinnere mich an unseren kleinen Schwarzweiß-Röhrenfernseher mit dem gewölbten Bild und an meinen Vater, der bis tief in die Nacht davor saß, um die Mondlandung live zu erleben. Mein kleiner Bruder und ich haben über Wochen nichts anderes gezeichnet als Raketen, Astronauten und den Mond.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Heute nimmt kaum noch jemand Notiz davon. Manche Ereignisse sind medial derart überstrapaziert worden, dass man sie auszublenden beginnt wie Werbung. Beispielsweise durch die Space Night des BR, die mit Weltraumvideos ein paar Jahre lang das Pausenzeichen nach Sendeschluss ersetzte. Viele schlaflose Nächte habe ich Weltraumbilder geguckt, dann irgendwann ging es nicht mehr.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Von der Mondlandung jedenfalls, von der damals alle dachten, es würde den Lauf der Dinge verändern, ist kaum etwas geblieben. Raumfahrt leistet bis heute nichts außer ein bisschen Materialforschung. Und es pflastert die Umlaufbahnen um die Erde zu mit Satelliten und Weltraumschrott, auf dass sich die Machtverhältnisse zu denjenigen verschieben, die die meisten Satelliten hochgeschossen haben.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Hier unten, auf unserer wunderbaren blauen Murmel, die so einsam im Nichts des Weltraums schwebt, hat es so gut wie nichts verändert. Wir zerstören unsere Oase Schritt für Schritt. Jenes Wesen, das damals als fähig erschien, das Universum zu erobern, erweist sich als offenkundig zu blöde, um seinen eigenen Lebensraum zu erhalten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h4&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           We are by far the most intelligent species on the planet.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h4&gt;&#xD;
  &lt;h4&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h4&gt;&#xD;
  &lt;h4&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Look what we are doing!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h4&gt;&#xD;
  &lt;h4&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h4&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://youtu.be/xc1SzgGhMKc?si=jDJi7-SBWEDR_Ilw" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Es gibt auf Youtube übrigens einen Ausschnitt (20 min.) aus der Originalübertragung der Mondlandung von 1969. Mit allen Dialogen und dem ruckeligen Video (nur 6 fps!), das aus der Landekapsel von den Astronauten gedreht wurde, bis zum berühmten Satz "The eagle has landed". Ich fand's episch.
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/mond.jpg" length="50801" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Sat, 20 Jul 2019 12:42:03 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.hartmutulrich.de/mondlandephilosophie</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
      <media:content medium="image" url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/mond.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Bernstein-Schatzsuche</title>
      <link>https://www.hartmutulrich.de/auf-schatzsuche</link>
      <description>Auf der dänischen Nordseeinsel Fanö findet man Bernstein - obwohl die eigentlichen Fundstellen eher in der Ostsee liegen. Es ist unmöglich, auf der Insel zu sein und nicht dem Bernsteinfieber zu verfallen</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h1&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Schatzsuche mit Fuchs
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h1&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/Bernstein+_x1.jpg" alt="Bernstein"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            © 2025 Hartmut Ulrich. Rohbernstein-Fundstücke von der dänischen Nordseeinsel Fanø: Einige hundert Gramm waren die Beute einer Woche
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           © 2025 Hartmut Ulrich. Diese Kostbarkeiten enthalten beinahe alle Einschlüsse, sog. Inklusen. Insekten, Spinnen, ein Blatt. Alter: 20-40 Millionen Jahre.   
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es ist vollkommen unmöglich, nach Fanø zu fahren und NICHT dem Bernsteinfieber zu verfallen. Weil die Insel ein Top-Spot ist und ALLE, Touristen wie Einheimische, grundsätzlich mit gesenktem Kopf am Strand entlang laufen (oder eben bei Ebbe durchs Watt), in der Hoffnung, einen dieser wundervollen honigfarbenen Harzbrocken zu entdecken, die so zwischen 20 und 40 Millionen Jahre alt sind - so alt, dass man es sich gar nicht mehr vorstellen kann. Die Alpen existierten noch nicht als Hochgebirge, die Menschheit war noch lange lange nicht von den Bäumen, die Kontinente sahen noch ganz anders aus, die Dinosaurier waren aber trotzdem schon längst ausgestorben (das ist bereits 60 Mio. Jahre her). Ich bin völlig außerstande, mir diese Zeitspanne auch nur irgendwie auszumalen. Und mit viel Glück ist dann eine Spinne im Stein oder ein Käfer, und dann sind sie besonders wertvoll.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die meisten Leute spazieren bei Tag am "Spülsaum" entlang, das ist der Streifen Tang, Holz und Dreck, den die Flut am Strand hinterlässt. Um da was bei Tag zu finden, muss man schon wirklich Glück haben. Und ganz schön im Dreck wühlen. Wer es richtig angehen will, sucht bei Dunkelheit, mit einer UV-Lampe. Bernstein reflektiert die UV-Strahlung dieser speziellen Taschenlampen und leuchtet grellgelb zurück. Das ist so genial und so eindeutig, dass man es nie wieder anders versuchen wird, wenn man einmal gesehen hat, wie viel Krümel tatsächlich im Meer liegen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Suche bei Dunkelheit mit UV-Licht hat noch einen anderen Vorteil:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.geo.de/wissen/diese-strand-fundstuecke-sollten-sie-niemals-die-hosentasche-stecken-30168400.html" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Es gab schon schwere Unfälle mit weißem Phospor aus dem Zweiten Weltkrieg, der aussehen kann wie Bernstein
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           . Phospor brennt unter Wasser nicht, entzündet sich bei Körpertemperatur aber von selbst, brennt dann mit 1.300 Grad und lässt sich mit Wasser nicht mehr löschen. Die Verbrennungen sind furchtbar. Weißer Phosphor reflektiert das UV-Licht nicht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Um bei Nacht ins Watt rauszugehen, sollte man allerdings solide ohne Sicht orientieren können (am besten mit GPS, Seenebel zieht schnell auf und kann ziemlich tückisch sein, und es reicht ja eigentlich schon, das Auto am Strand nicht wiederzufinden), genau über den Tidenhub Bescheid wissen, eine Ahnung vom Wetter haben (ideal für Bernstein ist vorangegangener Sturm aber bei Sturm im Watt ist jetzt auch kein Spaß) und einen Blick für typische Ablagerungsstellen von Bernstein entwickeln. Orientieren im Watt ist aber viel einfacher als Orientieren am Berg, und die Gezeiten heißen so, weil sie so schön berechenbar sind - also beides eigentlich harmlos. Ein irres Gefühl ist es in jedem Fall, bei Nacht im Watt, eine echte Parallelwelt. Dazu fährt man ja hinaus in die Welt, um die gewohnten Zonen mal zu verlassen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das erinnert mich an einen
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.hartmutulrich.de/the-big-blue" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Nachttauchgang am Great Barrier Reef bei Cape Tribulation
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            vor Australien. Damals, vor 15 Jahren, war das Riff schon schwer angeschlagen, weil das Wasser schon damals zu warm wurde - aber im Gegensatz zu heute noch halbwegs ok. Bereits beim Abtauchen war mir die geliehene Schrottlampe voll Wasser gelaufen und sofort ausgegangen. Meine Gruppe hatte das nicht mitbekommen (konnten mich ja nicht sehen), und ich musste mich entscheiden, ob ich allein ohne Licht auftauchen wollte (und dann vielleicht das Boot verpasst hätte und keiner hätte mich sehen können) oder ohne Licht den Tauchgang fortsetzen und an der Gruppe dranbleiben wollte. Ich bin dann 45 Minuten schwerelos und bei völliger Dunkelheit in 15 bis 18 Metern Tiefe im Pazifik geschwebt und habe plötzlich Details wahrgenommen, die mit Lampe niemals zu sehen gewesen wären. Es war einer der schönsten Tauchgänge überhaupt...
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/fox2.JPG" alt="Fuchs"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Im UV-Licht der Suchlampe taucht plötzlich ein Fuchs auf - bei Nacht, mitten im Watt
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Als ich also gegen 22:00 Uhr mit meiner Lampe im Watt vor mich hingummistiefele, höre ich hinter mir ein leises Tapsen im Matsch. Konnte das sein? Welches Tier schleicht denn Nachts im Watt rum? Nun, nicht einmal Füchse können so leise gehen, dass sie im Watt nicht ein ganz kleines bisschen mit den Pfoten patschen. Ich dreh mich also um und sehe im violetten Schein meiner UV-Lampe ein kleines schmächtiges Füchslein, das mir in respektvollem Abstand folgt. Offenbar hält es mich für sowas wie einen Jäger, der sich was im Watt holen geht, und wo Jäger sind, fällt vielleicht auch was für hungrige Füchslein ab. Dass es der zweibeinige Jäger auf honigfarbene Steinchen
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.google.com/search?q=Pal%C3%A4ogen&amp;amp;oq=Pal%C3%A4ogen&amp;amp;gs_lcrp=EgRlZGdlKgkIABBFGDkYgAQyCQgAEEUYORiABDIHCAEQABiABDIHCAIQABiABDIHCAMQABiABDIHCAQQABiABDIHCAUQABiABDIHCAYQABiABDIHCAcQABiABNIBCDI0NDNqMGoxqAIAsAIA&amp;amp;sourceid=chrome&amp;amp;ie=UTF-8" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           aus dem Paläogen
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            abgesehen hat, konnte der Fuchs ja nicht ahnen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Einmal entdeckt, gab der Fuchs sein Schleichen auf und hat mich ganz offen umkreist, immer so ein paar Meter Abstand. Wir sind dann noch einträchtig rund eine halbe Stunde durchs Watt geschlichen, während sich der Mond blutrot im Osten über die Dünen erhob. Mit dem Mond war es dann deutlich heller. Irgendwann hat sich das Füchslein getrollt. Wahrscheinlich war es sehr enttäuscht über diesen komischen Jäger. So bekloppt, bei Nacht im Watt etwas anderes zu suchen als Fressen, können auch nur Menschen sein.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bernstein findest du natürlich auch im Sommer
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es habe keinen Sinn, im Sommer nach Bernstein zu suchen, habe ich gelesen. Das Wasser ist dann zu warm, und weil Bernstein beinahe die gleiche Dichte hat wie Wasser bei vier Grad Celsius, wird er vor allem in den Wintermonaten bei starkem Wind und Wellen vom Grund hochgespült und verfängt sich dann an den Spülsäumen der Fluten zwischen Tang und Holzresten. Im Sommer nicht. Im Sommer ist das Wasser zu warm, ergo weniger dicht als im Winter und die schönen dicken Brocken bleiben am Grund. Wer große Stücke finden will, muss im Winter kommen, die richtigen Stellen kennen - und immer noch Glück haben. Steht im Internet. Aber zum Glück hat das Internet auch nicht immer Recht. Man kann auch im Sommer einfach so auf Bernsteinsuche gehen, der frischen Luft wegen, und um dieses Gefühl zu genießen. Es ist wie Pilze sammeln, eine Mischung aus Jäger, Sammler und "Schatzinsel" in einem. "Microadventure" nennen sie das im Marketingsprech, in jedem Fall ist es archaisch und großartig, ganz gleich, ob man was findet oder nicht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Natürlich ist das schon richtig mit der Wassertemperatur und der Dichte. Ich erwarte also keine Schatzfunde, sondern allenfalls ein paar anständige Krümel. Letztes Mal vor zwei Jahren habe ich ein Stück mit einer Fliege drin gefunden, eins von tausend enthält solche "Inklusen", und die sind dann besonders wertvoll. Der Schleifer in Sønderho wollte es aber nicht polieren, weil er sonst die Hälfte der Fliege wegpoliert hätte. Das Insekt im Harztropfen ist zwischen 20 und 40 Millionen Jahre alt, und man erkennt noch genau seine Flügelstrukturen im fossilen Baumharz. Ich finde es unglaublich, dass der Bernstein über diesen ebenso unfassbaren Zeitraum seine Struktur, Farbe und Transparenz behalten hat, und dass man ihn nun einfach so am Strand auflesen kann.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/bernstein-03.JPG" alt=""/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Beim Bernsteinschleifer in Sonderhø gibt es natürlich viel schönere Stücke zu kaufen als ich sie jemals selbst finden werde. Aber das wäre gegen die Ehre.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Schleifer ist gleich neben dem Haus mit dem lustigen dänischen Schild "Glaspusteri", das man nicht übersetzen muss, sich aber sehr über das drollige Wort freut, sofern man Wörter mag. Ich mag Wörter. Und Bernstein.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wenn man den Laden des Schleifers betritt, dann riecht es gleich unverwechselbar nach Bernstein (der Schleifstaub macht das, er liegt in der Luft). Aber man kauft keinen Bernstein im Laden, das ist gegen die Ehre. Etwa so, als würde man einen Hecht beim Großmarkt kaufen, um damit bei einem Angelwettbewerb anzutreten. Oder mit dem Moped auf Strava einen KOM zu holen (Radsport-Insider). So oder so: Das ist was für arme Würstchen. Gekauft ist Bernstein einfach nur goldgelb und honigfarben, hübsch anzusehen und nicht ganz billig. Aber gekauft erzählt er keine Geschichte. Nicht deine Geschichte. Wie du am Abend gegen acht nochmal den Wetterbericht checkst und umrechnest, wie viel 35 Knoten in Stundenkilometern sind: 64,82 km/h - Windstärke 8 oder "stürmischer Wind". Hmhm. Soll ich wirklich raus ins Watt bei dem Sturm und bei Dunkelheit?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Den Wind hatte es zwar den ganzen Tag auch schon, aber bei Sonne wirkt so ein Lüftchen weitaus weniger bedrohlich als bei Nacht im Watt. Nicht mal die Strandsegler waren heute draußen, denen war es auch zu stürmisch. Und dann die Regenwahrscheinlichkeit dazu: Ich werde mit größter Wahrscheinlichkeit nass werden. Richtig nass. Mal sehen, was die Ausrüstung kann. Ebbe ist heute um 00:17 Uhr, das Wasser zieht sich also noch weiter zurück, wenn ich gegen 22 Uhr meine Lampe einschalte, das ist ok. Jetzt nicht lange rumeiern hier, los jetzt! Wir haben zu Abend gegessen, Papi verschwindet im Dunkel (echte Abenteuer brauchen immer ein bisschen Restrisiko, sonst sind es ja keine, nicht mal klitzekleine Microadventures).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Am besten sucht es sich Bernstein bei Nacht. Mit UV-Licht
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Natürlich findet man auch tagsüber Bernstein. Das ist aber nicht nur ziemlich unwahrscheinlich, das ist was für Anfänger. Man sieht die Brocken tagsüber im Spülgut einfach kaum, zwischen Holz, Muscheln, Kohleresten, Tang und anderen Dingen, die das Meer so an Land wirft. Plastik, Müll, Schaum. Viel klüger ist es, mit einer UV-Lampe bei Dunkelheit zu suchen. UV-Licht hat zwei entscheidende Vorteile: Erstens reflektiert Bernstein das UV-Licht zuverlässig leuchtend gelb mit einem ziemlich unverwechselbaren Farbton. Das ist grandios, denn plötzlich wird sichtbar, wie unfassbar viel davon tatsächlich im Meer liegen muss - an den richtigen Stellen der Nord- und Ostsee (die muss man natürlich kennen). Und zweitens reflektiert Phospor kein UV-Licht: Es liegt immer noch ziemlich viel weißer Phosphor vom Krieg im Meer, aus Bomben und Kampfmitteln, Bernstein optisch zum Verwechseln ähnlich. Wenn der Phosphor trocknet, entzündet er sich von selbst und brennt dann mit etwa 1.300 Grad - ein Killer, so gut wie nicht zu löschen. Hat schon schlimme Unfälle gegeben mit Sammlern, die tagsüber so ein Stück für Bernstein gehalten und eingesteckt haben, das sich dann entzündete. Mit einer UV-Lampe bei Nacht ist die Verwechslung ausgeschlossen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In den ersten Tagen auf der Insel waren wir mit den Jungs draußen, kein Wind, schönstes Wetter, 27 Grad, warmes Wasser: Für die Jungs auch schon ein Abenteuer - aber eben kaum was zu finden. Für Bernstein braucht es auf Fanø richtig mieses Wetter und Sturm aus Nordost. Auch im Sommer. Und da beginnt die Geschichte.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/bernstein-13.jpg" alt="UV-Lampe"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Bernstein suchst du am besten in der Nacht. Mit einer UV-Lampe wie dieser. Im UV-Licht leuchtet Bernstein grell gelb.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich ziehe eine Regenhose über die Gummstiefel und die Hardshelljacke mit Kapuze an. Mal sehen, ob das Zeugs auch bei Windstärke 8 dicht hält. Die Lampe ist frisch aufgeladen, los geht's. Von unserem Ferienhäuschen gleich hinter den Dünen ist es nicht weit bis zum Meer, morgens bin ich hier joggen. Mit dem Smartphone markiere ich meinen Startpunkt am Strand - auch wenn die Orientierung selbst bei Nacht kein Problem ist, komme ich doch gerne wieder exakt an der Stelle raus, wo ich losgelaufen bin. Und manchmal gibt es Nebel, unwahrscheinlich um diese Jahreszeit, aber sicher ist sicher. Bei Nebel im Watt kann doof enden - wenn man die Orientierung verliert, raus aufs Meer latscht statt landeinwärts und dann von der Flut den Weg abgeschnitten bekommt. Der Sturm ist da, der Regen noch nicht. Am Horizont über dem Wasser sehe ich den finsteren Wolkensaum gegen den klaren Teil des Nachthimmels - selbst bei Dunkelheit erkennt man die Unterschiede am Himmel.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Heute ist ein guter Tag, hm, Spätabend. Der Wind hat einiges in Bewegung gebracht, und ich fühle mich wie ein Pilzsammler, der eine geheime Stelle mit Steinpilzen entdeckt. Noch während ich mit Umherleuchten und Sammeln beschäftigt bin, kommt der Regen. Regen auf dem Meer ist anders als so ein entspannter Landregen in Isarnähe. Regen im Wattenmeer bei Windstärke 8 ist eine Naturgewalt. Erst fallen ein paar einzelne schwere Tropfen, und dann bricht es los über mich, ein sintflutartiger Schauer, der die Luft mit Gischt füllt und mich zwingt, mich mit dem Körper aus dem Wind zu drehen und das Gesicht auf die Leeseite zu nehmen, weil sonst die Brille innerhalb von Sekunden beidseitig nass und regenblind wird. Ich sehe gerade so gut wie nichts mehr, die Luft ist voller Wasser, der Wind peitscht eine neblige Gischt beinahe horizontal über das Watt, Wo eben noch der Wattboden war, peitscht nun eine geschlossene Wasserdecke windwärts. An Weitersammeln ist im Moment nicht zu denken.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Immerhin hält die Ausrüstung, was sie verspricht, ich bleibe trocken, bis auf die Hände und das Gesicht. Wer leicht in Panik gerät, lässt solche Aktionen trotzdem besser bleiben, das ist nichts für schwache Nerven, bei völliger Dunkelheit im Wattenmeer bei Ebbe. Doch schon nach ein paar Minuten lässt der Schauer nach - der Wind allerdings nicht. Ich entspanne mich und gehe langsam weiter, setzte meine Suche fort. Glück kann man nicht kaufen. Glück ist eine Prämie für Selbstüberwindung - nicht ausschließlich - aber sehr, sehr oft.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Mon, 16 Apr 2018 18:37:01 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Landschaftsschutzgebiet</title>
      <link>https://www.hartmutulrich.de/landschaftsschutzgebiet</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h1&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           "We are by far the most intelligent beings on the planet. Look what we are doing!"
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h1&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/IMG_8929b_Bildgr%C3%B6%C3%9Fe+%C3%A4ndern.JPG" alt="Natur, Landschaftsschutzgebiet"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h1&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           About the relationship between man and nature, in one picture.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h1&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Wie lange hat dieser Baum geduldig mit seiner Rinde um das Schild gefasst, um es fest zu umschließen wie mit einer Hand. Nur, um dann schließlich doch abgesägt zu werden.
            &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Verwaltungsdeutsch dazu: "In Deutschland gibt es zwei wichtige Schutzgebietskategorien: Naturschutzgebiete (NSG) und Landschaftsschutzgebiete (LSG). Der Hauptunterschied zwischen ihnen liegt in den Schutzzielen, der Schutzintensität und den Nutzungseinschränkungen."
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Naturschutzgebiete sind strenger geschützt und zielen auf die Erhaltung unberührter Natur ab, während Landschaftsschutzgebiete kultivierte Landschaften schützen und eine geringere Schutzintensität aufweisen. Aha. Ganz schlecht für die beiden Bäume am Isarufer bei Unterföhring.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Bild entstand 2018. Da stand dieses bemerkenswerte Naturdenkmal noch. Mittlerweile sind beide Bäume vollständig gefällt, das Schild verschwunden.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Fri, 16 Mar 2018 13:41:14 GMT</pubDate>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Montage können so schön sein!</title>
      <link>https://www.hartmutulrich.de/montage-koennen-so-schoen-sein</link>
      <description>DU hast deinen Laptop immer an der Dockingstation. Schaltest ihn am Montag ein und willst loslegen. Nix. Screen of Death. Ja toll. Und jetzt?</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h1&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Montage können soo schön sein!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h1&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/MS+Task.JPEG" alt="Hase, Kork, Schaf"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Montag, ne, is klar (kleiner Nerd-Rant). Anscheinend hat Microsoft mal wieder ein Windows-10-Update-Problem, das auch die konzerneigene Hardware betrifft, das ansonsten ziemlich schnafte Surface Pro 4. Schalte es also ein, bzw. versuche es. Nix. Screen of Death. Ist schwarz, bleibt schwarz. Tippitappi, Kunstgrifftastaturtänze, Spreizgriffdehnung, nix. Tot. Akku leer, Tiefentladung und so? Wie das denn? Kann eigentlich nicht sein, der klebt doch immer an der Dockingstation...?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Googelgoogel (mit dem iPhone, PC is ja tot), Problem einkreis. Aha! Screen of Death: Bekanntes Windows-Problem mit Win10, 30 Sekunden Einschaltknopf drücken, danach Einschalt- und Lautstärketaste zusammen für 15 Sekunden, 10 Sekunden warten, Braten mit der Soße übergießen, ach ne, das war ein anderes Rezept. Alter! Immer noch nix, ich hab gleich Meeting! Montag eben. Wenigstens hab ich mich auf dem Glatteis heute morgen beim Reinradeln an der Isar nicht auf die Fresse gelegt, immerhin. Aber das Bike läuft ja auch nicht unter Windows. Sondern mit SRAM Force1 und powered by Müsli.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Also nochmal. Tastatur ab, Dockingstation ab, mobiles Netzteil dran. Ah, gugge da, da tut sich doch was! Netzteil an der Dockingstation hin? Nö, LED leuchtet ja. Jetzt Windows-Logo, dann Batterienotstandsanzeige. Stecker raus, zong, schwarz. Aha, also doch Akku leer! Ladlad, erst mal Kaffee hol. Wir kommen der Sache näher. Neustart. Die Batterie zeigt jetzt "Netzbetrieb, wird nicht aufgeladen". What? Hat Microsoft sich das von Apple abgeguckt, etwa so, wie wenn man versucht, sein iPad über die zu schwache Ladekapazität eines USB-Anschlusses oder zu kleinen Netzteils (oder zu langen Kabels) zu laden? Elektrotechnik, ich sag's Euch! Also wieder googelgoogel, badabing: Der Update-Bug von Windows steckt im Akkutreiber! Gerätemanger auf, Akkutreiber manuell deinstallieren, das Surface Pro protesiert heftig, dass ich ihm den Treiber wegnehme. Nein, mein Lieber, der Blinddarm muss raus. Neu starten. "Akku wird aufgeladen" Es ist also so, dass der Laptop nach dem Update nicht mehr lädt, obwohl er weiter an der Dockingstation hängt. Entlädt sich dann auf Null und geht schließlich nicht mehr an. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Da musste auch erst mal drauf kommen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich jetzt also auch aufgeladen (100%). Montage können so schön sein!
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           &amp;#55357;&amp;#56393; kleine Beiträge wie dieser sind Erinnerungen: an reine Freude, die ich empfunden habe - und häufig auch immer wieder, wenn ich sie sehe. Ein ungewöhnlicher Blick, überraschende Sichtweisen und Entdeckungen, inspirierende Kreativität, ein schöner Gedanke, gelungenes Handwerk, schöne Formulierungen, Dinge mit Seele. Sie sind vollkommen zweck- und absichtsfrei - und trotzdem alles andere als sinnlos: Es tut unendlich gut, sich jeden Tag über etwas zu freuen. Und sei es noch so unbedeutend. Enjoy!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Mon, 12 Mar 2018 19:31:10 GMT</pubDate>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Wie man ein Krokodil fängt</title>
      <link>https://www.hartmutulrich.de/wie-man-ein-krokodil-faengt</link>
      <description>Wie man aus einer Avocado ein Krokodil macht.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h1&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wie man ein
            &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Krokodil fängt
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h1&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/14680990_10207248123108750_976266677806961827_o_10207248123108750.jpg" alt="Basteln, Avocado, Krokodil, Hartmut Ulrich"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Heute den Jungs gezeigt wie man ein Krododil fängt. Scheiterte dann aber daran, dass Leo Angst vor Avocados hat. Auch keine Ahnung, warum... (Blogeintrag von FB aus 2017)
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           &amp;#55357;&amp;#56393; kleine Beiträge wie dieser sind Erinnerungen: an reine Freude, die ich empfunden habe - und häufig auch immer wieder, wenn ich sie sehe. Ein ungewöhnlicher Blick, überraschende Sichtweisen und Entdeckungen, inspirierende Kreativität, ein schöner Gedanke, gelungenes Handwerk, schöne Formulierungen, Dinge mit Seele. Sie sind vollkommen zweck- und absichtsfrei - und trotzdem alles andere als sinnlos: Es tut unendlich gut, sich jeden Tag über etwas zu freuen. Und sei es noch so unbedeutend. Enjoy!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/14680990_10207248123108750_976266677806961827_o_10207248123108750.jpg" length="112405" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Fri, 09 Mar 2018 18:09:28 GMT</pubDate>
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      <media:content medium="image" url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/14680990_10207248123108750_976266677806961827_o_10207248123108750.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/14680990_10207248123108750_976266677806961827_o_10207248123108750.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>"Können wir heute das Ninjaschwert?"</title>
      <link>https://www.hartmutulrich.de/koennen-wir-heute-das-ninjaschwert</link>
      <description>Die Jungs schnitzen Holzschwerter in der Märzsonne auf der Terrasse, und Pappi fragt sich, ob sie wohl jemals das Verb.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h1&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           "Pappaaa, können wir heute das Ninjaschwert?"
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h1&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Während Tina drei Tage Skifahren ist, üben die Jungs sich im Schnitzen. In der Märzsonne auf der Terrasse. Während Pappi assistiert und anschließend die Späne zusammenfegt, fragt er sich, ob sie wohl jemals das Verb...
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           (Wir haben die Schwerter aus viel zu frischen Stöcken geschnitzt, so dass sie anfangs zwar ganz toll aussahen, dann aber beim Durchtrocknen ziemlich krumm wurden - leider in der falschen Richtung, sonst hätten wir sie ja einfach als Säbel umwidmen können. Hätte ja sonst auch ein toller Effekt werden können. Die beiden Stockschwerter gibt es heute noch. Auch wenn keiner mehr damit spielt. Sie hängen jetzt an der Wand, wo der große Screen und die Spielhölle ist, in der sich die Jungs und ihre Kumpels treffen, um Fortnite zu zocken)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           &amp;#55357;&amp;#56393; kleine Beiträge wie dieser sind Erinnerungen: an reine Freude, die ich mal empfunden habe - und häufig auch immer wieder, wenn ich sie sehe. Ein ungewöhnlicher Blick, überraschende Sichtweisen und Entdeckungen, inspirierende Kreativität, ein schöner Gedanke, gelungenes Handwerk, ein schöne Formulierung - Dinge mit Seele. Sie sind vollkommen zweck- und absichtsfrei und trotzdem alles andere als sinnlos: Es tut gut, sich jeden Tag über etwas freuen zu können. Und sei es noch so unbedeutend. Enjoy!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/ninja-4_Bildgr%C3%B6%C3%9Fe+%C3%A4ndern.JPG" length="292512" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Thu, 08 Mar 2018 01:11:25 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.hartmutulrich.de/koennen-wir-heute-das-ninjaschwert</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
      <media:content medium="image" url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/ninja-4_Bildgr%C3%B6%C3%9Fe+%C3%A4ndern.JPG">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Der Murnauer Robinson</title>
      <link>https://www.hartmutulrich.de/der-bayerische-robinson</link>
      <description>Im Murnauer Moos, das eigentlich ein Hochmoor vor den Garmischer Alpen ist, gibt es eine Menge wundervolles Schilf. Und wenn du ein Bastler bist, kannst du ein kleines Robinson-Haus bauen für deine Kinder. Es dann aber so toll finden, dass es seitdem im Arbeitszimmer steht. Zum Träumen.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h1&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Giggelig, geht aber
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h1&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Man fährt auf der Garmischer Autobahn bis Murnau und biegt schlau vorm Stau am Autobahnende ab
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.google.com/search?q=murnauer+moos&amp;amp;oq=Murnauer+moo&amp;amp;gs_lcrp=EgZjaHJvbWUqBwgAEAAYgAQyBwgAEAAYgAQyBwgBEAAYgAQyBggCEEUYOTIHCAMQABiABDIHCAQQABiABDIHCAUQABiABDIHCAYQABiABDIHCAcQABiABDIHCAgQABiABNIBCDI4NDZqMGoxqAIAsAIA&amp;amp;sourceid=chrome&amp;amp;ie=UTF-8" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           ins gleichnamige Moos
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            , das besser Murnauer Schilf hieße, weil es dort nämlich genau überhaupt kein Moos gibt. Schilf dafür ohne Ende. Zudem kapiert kein Mensch jenseits des Weißwurscht-Äquators, dass das bayerische „Moos“ ein Moor ist, um präzise zu sein, eins jener
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.google.com/search?q=hochmoor&amp;amp;sca_esv=593633385&amp;amp;ei=beaJZdy2H92Nxc8P56684AU&amp;amp;ved=0ahUKEwicobKCt6uDAxXdRvEDHWcXD1wQ4dUDCBA&amp;amp;uact=5&amp;amp;oq=hochmoor&amp;amp;gs_lp=Egxnd3Mtd2l6LXNlcnAiCGhvY2htb29yMgoQABhHGNYEGLADMgoQABhHGNYEGLADMgoQABhHGNYEGLADMgoQABhHGNYEGLADMgoQABhHGNYEGLADMgoQABhHGNYEGLADMgoQABhHGNYEGLADMgoQABhHGNYEGLADMg0QABiABBiKBRhDGLADMg0QABiABBiKBRhDGLADMg0QABiABBiKBRhDGLADMg0QABiABBiKBRhDGLADMg4QABjkAhjWBBiwA9gBATIOEAAY5AIY1gQYsAPYAQEyDhAAGOQCGNYEGLAD2AEBMhkQLhhDGK8BGMcBGIAEGIoFGMgDGLAD2AECMhkQLhiABBiKBRhDGMcBGK8BGMgDGLAD2AECMhMQLhiABBiKBRhDGMgDGLAD2AECSNwPUPkOWPkOcAJ4AZABAJgBAKABAKoBALgBA8gBAPgBAeIDBBgAIEGIBgGQBhK6BgYIARABGAm6BgYIAhABGAg&amp;amp;sclient=gws-wiz-serp" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Hochmoore
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           , wie sie die Eiszeitgletscher überall im Voralpenland hinterlassen haben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Und wo die Seen so grün sind und der Himmel so blau, da kann man ja eh nur tiefreligiös werden oder wahnsinnig - und an beiden Varianten ist Bayerns Geschichte nicht eben arm. Zumindest war wohl auch jener schottische Wandermönch mystisch verklärt, als er um 730 a. D. am Murnauer Moos die älteste Kirche Bayerns gründete, das
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ramsachkircherl oder Ähndl
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            (was so viel heißt wie „Ur-Ahnin“), und der Altarstein ist noch von anno dazumal.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aber zurück zum Schilf: Die frische Luft beflügelt auch unsere Phantasie, und wir sinnieren darüber, wie schön das Leben sein könnte, wäre man dort, wo Schilf so groß wird, dass es Bambus heißt. Ist Bambus eigentlich eine Schilfart - oder Schilf eine Bambusart - oder weder noch? Die Ähnlichkeiten sind jedenfalls offensichtlich, und als Baumaterial für miniaturisierte Karibikträume taugt Schilf ganz famoos. Famos, zefix! Daheim gleich mal ausprobiert, wie Schilf sich so laubsägt. Giggelig, geht aber.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sehr viel später mault dann die Gattin, weil sie endlich Abendbrot machen will, der Tisch ist aber voller Schnipsel und Späne, und wir haben alle miteinander mächtig Respekt vor Robinson, der sich auf diese Weise nicht nur eine schmucke Hütte nebst Palisadenzaun ins Inselgrün gestellt hat, sondern auch noch einen Bootssteg dazu, ein Floß, Tisch, Stuhl und Hängematte obendrein. Und alles im Maßstab 35:1 im Vergleich zu unserem Schilfhäusl. Na gut, Robinson hatte sich ja auch nicht dem Diktat der Altersvorsorge unterworfen, schon gar nicht im überteuerten München, und am allerwenigsten durch was mit Medien.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Übrigens sind Schilf und Bambus tatsächlich miteinander verwandt: Beide sind Unterfamilien in der Ordnung der Süßgrasartigen (Poales), die wiederum zur Familie der Süßgräser (Poaceae) gehören. Ich muss jetzt Schluss machen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ins Moos…, Moor, fahren wir aber ganz bestimmt nochmal!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           &amp;#55357;&amp;#56393; kleine Beiträge wie dieser sind Erinnerungen: an reine Freude, die ich empfunden habe - und häufig auch immer wieder, wenn ich sie sehe. Ein ungewöhnlicher Blick, überraschende Sichtweisen und Entdeckungen, inspirierende Kreativität, ein schöner Gedanke, gelungenes Handwerk, schöne Formulierungen, Dinge mit Seele. Sie sind vollkommen zweck- und absichtsfrei - und trotzdem alles andere als sinnlos: Es tut unendlich gut, sich jeden Tag über etwas zu freuen. Und sei es noch so unbedeutend. Enjoy!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/_MG_3044_Bildgr%C3%B6%C3%9Fe+%C3%A4ndern-c50c862f.jpg" length="194399" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Mon, 23 Oct 2017 15:06:01 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.hartmutulrich.de/der-bayerische-robinson</guid>
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      <media:content medium="image" url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/_MG_3044_Bildgr%C3%B6%C3%9Fe+%C3%A4ndern-c50c862f.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Die Tanzenden</title>
      <link>https://www.hartmutulrich.de/die-tanzenden</link>
      <description>Nirgendwo auf der Welt blättern Wände derart malerisch ab wie in Südfrankreich. Na gut, auch in Italien. Aber sehen musst du sie.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h1&gt;&#xD;
    
          When too perfect
          &#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           , lieber Gott böse 
            &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           (die Tanzenden)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h1&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/tanzende.jpg" alt="Die Tanzenden"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wände müssen nicht perfekt sein. Sondern einladend, anregend, malerisch. Oder heimelig. Oder alles zusammen.
            &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
            Nirgendwo sonst auf der Welt blättern Wände derart malerisch ab wie in Südfrankreich. Na gut, auch in Italien
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.hartmutulrich.de/auf-ockergelbe-fjorde-starren" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           oder Kroatien
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            oder Griechenland. In jedem Fall braucht es Zugang zum Mittelmeer und eine sehr alte Geschichte. Die abblätternde Farbe an der Tür entdeckte ich im Urlaub in der
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Moli%C3%A8re" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Mòliere
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            -Stadt
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.geo.de/reisen/pezenas-praechtige-patrizierhaeuser-treffen-hier-auf-kunsthandwerk-30179850.html" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Pézenas
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           , im s
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            üdfranzösischen Languedoc.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Da war die Familie bereits weitergeschoben mit zwei gelangweilten kleinen Jungs und Kinderwagen. Und nirgendwo auf der Welt formt die abblätternde Farbe so vollkommene Silhouetten.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nur sehen musst du sie.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            P.S. "Whe too perfect, lieber Gott böse" ist übrigens nicht von mir - aber Kunst und sehr berühmt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.google.com/search?q=when+too+perfect+lieber+gott+b%C3%B6se&amp;amp;sca_esv=2c6794a567f3346b&amp;amp;ei=4nR_aKWMMd2_xc8P-9HscQ&amp;amp;start=20&amp;amp;sa=N&amp;amp;sstk=Ac65TH6TfOQAFY1k9oysIXC9MpwbGE3ybKVwmx3JKcuWLmF_E9MRP3aKrMCu8QdWGBVbx-iV_ND3vT4vrJk4rkzdq6jO86WjGYwJfyR6O5sR2_hqnA7J07AKEmQKyHRGPCpG&amp;amp;ved=2ahUKEwilhaeqrdCOAxXdX_EDHfsoOw44ChDy0wN6BAgpEAc&amp;amp;biw=2167&amp;amp;bih=1747&amp;amp;dpr=0.9" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Kanntest Du nicht? Dann hier
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/farbent%C3%BCr.JPG" alt=""/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Foto der Tür mit Vorhängeschloss entstand beim gleichen Spaziergang durch Pézenas wie das Foto der Tanzenden. Dieses Foto bildete während des Lockdowns das Schlussbild meines Facebook-Accounts: Ein paar Monate später habe ich ihn dann endgültig gelöscht. Tschüss, Meta!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           &amp;#55357;&amp;#56393; kleine Beiträge wie dieser sind Erinnerungen: an reine Freude, die ich empfunden habe - und häufig auch immer wieder, wenn ich sie sehe. Ein ungewöhnlicher Blick, überraschende Sichtweisen und Entdeckungen, inspirierende Kreativität, ein schöner Gedanke, gelungenes Handwerk, schöne Formulierungen, Dinge mit Seele. Sie sind vollkommen zweck- und absichtsfrei - und trotzdem alles andere als sinnlos: Es tut unendlich gut, sich jeden Tag über etwas zu freuen. Und sei es noch so unbedeutend. Enjoy!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/tanzende.jpg" length="639529" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Thu, 17 Aug 2017 12:01:26 GMT</pubDate>
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      <media:content medium="image" url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/tanzende.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/tanzende.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Münchner Liebeserklärung</title>
      <link>https://www.hartmutulrich.de/liebeserklaerung</link>
      <description>Irgendwo zwischen 35 und 40 verläuft ein Bruch, ein großer Graben, ein Rubikon, eine Demarkationslinie, auf der die Avantgardisten irgendwie zu Spießern mutieren, die Punks zu Bürgern und die ehemals Radikalen zu Angepassten. Kinder scheinen etwas damit zu tun zu haben. Oder das Alter. Erst dann beginnst zu verstehen, warum das Leben in München so gut ist.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h1&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Münchner Liebeserklärung (Rebellen über 27 sind entweder tot oder traurige Figuren)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h1&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit jeder Reise in die weite Welt bin ich lieber nach München zurückgekehrt. Weil mir mit jedem Mal klarer wurde, wie gut es sich hier tatsächlich lebt. IN SUMME. Gute Jobs, die Berge in der Nähe, Seen auch, Wasser trinken direkt aus der Leitung so viel du willst, die Isar mitten durch die Stadt, der Englische Garten, der Wiener Platz, die Auer Dult und die Biergärten. Ich würde aber auch jederzeit woanders hingehen. Nur: Es gibt grad gar keinen Grund dafür. Seit 1990.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/IMG_7159b.JPEG" alt="München, Fernsehturm, Hartmut Ulrich"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Auf dem Olympiaturm war ich erst, da lebte ich schon über 20 Jahre in der Stadt. Typische Touristenziele meidest du natürlich.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/IMG_0447_Bildgr%C3%B6%C3%9Fe+%C3%A4ndern.JPG" alt=""/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           An der Isar sitzen bei der Praterinsel, flache Steine werfen und einfach sein. Mehr ist nicht nötig. Ein Augustiner Helles vielleicht noch.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/IMG_7147.JPEG" alt=""/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Jetzt fangen sie vielleicht doch einmal an, dem groß gewordenen Dorf München auch ein paar richtige Hochhäuser zu spendieren. Dabei gibt es auch dann nichts Größeres für die Stadt als den Alpenhauptkamm, den man bei gutem Wetter deutlich sieht. Alle Fotos ©2022 Hartmut Ulrich
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Jaja,
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            lieber Max Scharnigg,
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.sueddeutsche.de/muenchen/lebensgefuehl-muenchen-da-ist-keine-stadt-nirgends-1.3492547" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           über München lässt sich grandios ranten
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            (äh, Verzeihung, Paywall)
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           . Nur sollte niemand das virtuose Wortgewitter verwechseln mit Sinn. Über München lästern, Herr Scharnigg, ist im Kern nämlich auch nichts weiter als ein lupenreines Distinktionsscharmützel, etwa wie Schimpfen über Schwaben in Prenzlauer Berg. Ach ja.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im Kern ging es ja auch nie um die Stadt (
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.google.com/search?q=mailand+oder+madrid+hauptsache+italien&amp;amp;oq=Mailand+oder+Madrid&amp;amp;gs_lcrp=EgRlZGdlKgwIABBFGDsYgAQY-QcyDAgAEEUYOxiABBj5BzIJCAEQRRg5GIAEMgcIAhAAGIAEMgcIAxAAGIAEMgcIBBAAGIAEMgcIBRAAGIAEMgcIBhAAGIAEMgcIBxAAGIAEMggICBDpBxj8VdIBCDI4OTVqMGo3qAIAsAIA&amp;amp;sourceid=chrome&amp;amp;ie=UTF-8" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Mailand oder Madrid, Hauptsache Italien
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ). Sondern immer nur um Lebenshaltung. Den Streit darüber, was ein gutes Leben ist und wie man richtig lebt. Ich würde das nicht notwendigerweise mit Cafes verknüpfen, sondern im Zweifel
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.google.com/search?q=Thomas+Glavinic&amp;amp;oq=Thomas+Glavinic&amp;amp;gs_lcrp=EgZjaHJvbWUyCQgAEEUYORiABDIHCAEQABiABDIHCAIQABiABDIHCAMQABiABDIHCAQQABiABDIHCAUQABiABDIHCAYQABiABDIHCAcQABiABNIBCDY1NTJqMGoxqAIAsAIA&amp;amp;sourceid=chrome&amp;amp;ie=UTF-8" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           nachlesen bei Thomas Glavinic
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           . Oder aufs Rad steigen und aus dem Perlacher Forst hinaus in Richtung Walchensee fahren und wieder zurück.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Irgendwo im Alter zwischen 35 und 40 verläuft ein Bruch, ein großer Graben, ein Rubikon, eine Demarkationslinie, auf der die Avantgardisten und Rebellen plötzlich zu Spießern mutieren, die Punks zu Bürgern und die ehemals Radikalen zu Angepassten. Kinder scheinen etwas damit zu tun zu haben. Oder das Alter. Beides, wahrscheinlich. Man kann sich dem natürlich bewusst verweigern. Echte Rebellen über 27 sind aber entweder tot (Janis Joplin, Amy Winehouse, Jimi Hendrix - alle mit 27). Oder irgendwie traurige Figuren. Auf jeden Fall nicht mehr überzeugend.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Rest wählt alternativlos Merkeldeutschland: Sicherheit (fünffache Polizeipräsenz!), wohltemperierte Ruhe (keine Clubs! Schon gar nicht nahe zum Haus! Biergärten nur bis 22 Uhr!) und Materialismus (sorry, keine Zeit, zu registrieren, wie steril die Stadt TATSÄCHLICH an vielen sehr hässlich flächenversiegelten Stellen ist - muss arbeiten, um mir das Leben hier leisten zu können!). Über die Münchner Bauträgerarchitektur lässt sich so trefflich herziehen, es ist beinahe schon sprichwörtlich. Schimpfwörtlich. Architekturpreise gewinnen aber die stadtplanerische Lebensqualität einer Justizvollzugsanstalt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sehr, sehr deutsch jedenfalls alles. Warum sonst wäre München seit Jahren Deutschlands Nr. 1 auf der Beliebtheitsskala? München, wo die Jungs wieder Leopold, Maximilian oder Benedikt, nein, nicht einfach nur heißen, wo sie so GETAUFT werden, in der Isar natürlich mit entsprechendem Familienbrimborium. Eigentlich sympathisiert man ja mit dem FC St. Pauli. Oder wenigstens mit Schalke. Um Gottes willen nein, natürlich mit den 60ern (1860 München), schon wegen Giesing und dem Stadio mitten in der Stadt. die 60er spielen zwar seit jeher nie sonderlich gut haben aber das schönste Stadion mit der besten Stimmung  (die Spiele hört man in unserem Garten in Ramersdorf, und das Stadion gehört nicht dem Verein, sondern der Stadt München weil der Verein notorisch klamm ist). Uneigentlich steht die eigene Brut aus unerfindlichen Gründen aber auf den FC Bayern (die fraglos viel besser spielen als die 60er), und du findest dich im Fanshop wieder, überteuerte Trikots in Rot kaufend. Oder heimlich online. Demokratie ist eben auch, die Haltung Andersdenkender mit zu verteidigen, lol.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Disclosure: Ich war in mehr als 50 Ländern, auf allen Kontinenten und in sehr vielen Städten, großen und kleinen. Ich bin Kurpfälzer (aus Heidelberg, auch eine sehr nice Stadt mit Fluss), mit hessischen, italienischen und ostpreußischen Wurzeln. Mit jeder Reise bin ich lieber nach München zurückgekehrt. Weil mit jedem Mal klarer wurde, wie gut es hier ist, im Vergleich. IN SUMME. Ich würde aber auch jederzeit woanders hingehen. Nur: Es gibt grad gar keinen Grund dafür. Seit 1990.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Komischer Satz übrigens, vollkommen uncool auf den ersten Blick - aber sehr wert, genauer darüber nachzudenken (den verlinkten Artikel lesen hilft auch, aber der ist wieder mal hinter einer Paywall):
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.sueddeutsche.de/wissen/deutschland-usa-forscherin-online-hass-musk-trump-li.3469919" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           "In Deutschland spürt man die Rechtsstaatlichkeit"
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Münchner Logik
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           dunkles Weißbier
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Gemüse-Fleischpflanzerl
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           konservative Progressivität
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           kreative Saturiertheit
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           dörfliche Großstadt
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/Freieheit-1_Bildgr%C3%B6%C3%9Fe+%C3%A4ndern.jpg" alt="Münchner Freiheit
"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/IMG_7249.JPG" length="348353" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Fri, 05 May 2017 19:57:53 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.hartmutulrich.de/liebeserklaerung</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
      <media:content medium="image" url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/IMG_7249.JPG">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Freiflächengestaltungsverordnung</title>
      <link>https://www.hartmutulrich.de/freiflaechengestaltungsverordnung</link>
      <description>Was ist eigentlich schützenswerter - Bäume oder Biber? Den Baum vor unserer Terrasse zuhause dürfen wir jedenfalls nicht mal laut anhusten.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h1&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Freiflächengestaltungsverordnung, bayerische
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h1&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/biber1_Bildgr%C3%B6%C3%9Fe+%C3%A4ndern.jpg" alt="Biberfraß"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der angenagte Baum steht an einem Entwässerungskanal bei Benediktbeuren. Um genauer zu sein, wird er dort mittlerweile nicht mehr stehen, denn so angefressen hatte es ja auch keinen Sinn mehr. Das Foto entstand im Januar 2016.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das stellt Naturschützer ja vor ernsthafte Gewissensfragen: Was ist hier eigentlich schützenswerter - Bäume oder Biber?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Liebe Oberbayernbiber*, wir hätten da einen Job für Euch: Bei uns steht ein Baum vor der Terrasse, den wir laut bayerischer Freiflächengestaltungsverordnung (sic!) nicht mal schneiden dürfen. Geschweige denn umnieten. Wenn Ihr den mal so abkauen könntet wie die auf den Fotos. Das wäre famos. Wir würden uns dann schon was einfallen lassen, wegen bibergerechter Honorierung und so.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           the Ulrichs
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           *keine Ahnung, ob Biber Internetzugangen haben oder hier mitlesen. Wahrscheinlich eher nicht. Die sind ja alle auf Snapchat. Auf Snap bin allerdings ich nicht.
            &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/biber2_Bildgr%C3%B6%C3%9Fe+%C3%A4ndern.jpg" alt=""/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           &amp;#55357;&amp;#56393; kleine Beiträge wie dieser sind Erinnerungen: an reine Freude, die ich empfunden habe - und häufig auch immer wieder, wenn ich sie sehe. Ein ungewöhnlicher Blick, überraschende Sichtweisen und Entdeckungen, inspirierende Kreativität, ein schöner Gedanke, gelungenes Handwerk, schöne Formulierungen, Dinge mit Seele, Absurdes und absurd Witziges. Sie sind vollkommen zweck- und absichtsfrei - und trotzdem alles andere als sinnlos: Es tut unendlich gut, sich jeden Tag über etwas zu freuen. Und sei es noch so unbedeutend. Enjoy!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/biber1_Bildgr%C3%B6%C3%9Fe+%C3%A4ndern.jpg" length="342746" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Sat, 23 Jan 2016 19:20:53 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.hartmutulrich.de/freiflaechengestaltungsverordnung</guid>
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      <media:content medium="image" url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/biber1_Bildgr%C3%B6%C3%9Fe+%C3%A4ndern.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/biber1_Bildgr%C3%B6%C3%9Fe+%C3%A4ndern.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Auf ockergelbe Fjorde starren</title>
      <link>https://www.hartmutulrich.de/auf-ockergelbe-fjorde-starren</link>
      <description>Wenn man Slartibartfass heißt, Magratheaner ist und von Beruf Planetendesigner, möchte man stunden- oder von mir aus auch tagelang auf diesen wundervoll abbröckelnden Putz starren und sich von den Rändern inspirieren lassen für die Gestaltung all der großartigen Küstenlinien der Erde.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h1&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auf ockergelbe Fjorde starren
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h1&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/Unbenanntes+Bild-feea7886.jpg" alt="Gelb, Ocker, Putz, Wand, "/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wenn man Slartibartfass heißt, Magratheaner ist und von Beruf Planetendesigner, möchte man stunden- oder von mir aus auch tagelang auf diesen wundervoll abbröckelnden Putz starren und sich von den Rändern inspirieren lassen für die Gestaltung all der großartigen Küstenlinien der Erde (besonders die norwegischen Fjorde). Die Erde ist ja bekanntermaßen ein riesiger Computer und hat eine sehr wichtige Aufgabe zu lösen. Sie wird aber auch sehr offensichtlich durch einen außergewöhnlich lästigen Organismus auf zwei Beinen derartig darin beeinträchtigt, dass sie ihre Aufgabe im Moment nicht besonders gut macht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Jedenfalls kann keine Rede davon sein, dass
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.google.com/search?q=die+Antwort+auf+die+Frage+nach+dem+Sinn+des+Lebens%2C+dem+Universum+und+den+ganzen+Rest&amp;amp;oq=die+Antwort+auf+die+Frage+nach+dem+Sinn+des+Lebens%2C+dem+Universum+und+den+ganzen+Rest&amp;amp;gs_lcrp=EgZjaHJvbWUyBggAEEUYOdIBBzMyNWowajGoAgCwAgA&amp;amp;sourceid=chrome&amp;amp;ie=UTF-8" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           die Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens, dem Universum und den ganzen Rest
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            über kurz oder lang gefunden wird - sieht man einmal davon ab, dass mit "42" ja bereits eine Antwort existiert, allerdings keine sonderlich zufriedenstellende, was bekanntlich mit der unpräzisen ursprünglichen Formulierung der Frage zu tun hat („Es gibt eine Theorie, die besagt, wenn jemals irgendwer genau herausfindet, wozu das Universum da ist und warum es da ist, dann verschwindet es auf der Stelle und wird durch noch etwas Bizarreres und Unbegreiflicheres ersetzt. - Es gibt eine andere Theorie, nach der das bereits passiert ist.“).
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es kann aber auch an den Menschen liegen, die den Supercomputer Erde bevölkern, weil sie, bei aller grundsätzlichen Liebenswürdigkeit, immer alles durcheinanderbringen und sich als ziemlich überfordert zeigen mit exponentiellen oder gar vernetzten Zusammenhängen. („Der Mensch, mit seiner nahezu einzigartigen Fähigkeit, aus den Fehlern anderer zu lernen, ist ebenso einzigartig in seiner festen Weigerung, genau das zu tun.“).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Darüber könnte man durchaus verzweifeln, kann aber auch einfach einen flachen Witz darüber reißen: Treffen sich zwei Planeten im Weltraum. Sagt der eine "Hi, wie geht's?". "Geht so. Ich hab Mensch." "Ach, das kenn ich. Lästig, geht aber bald von selber wieder weg." Außerdem haben viele Menschen mittlerweile eine derart verkürzte Aufmerksamkeitsspanne, dass die meisten von ihnen weder die wundervollen Küstenlinien im Putz bemerkt noch diesen Text je zu Ende gelesen haben werden, was beides natürlich total unerheblich ist für den Fortgang des Universums.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Kontemplativ auf die warme Farbtemperatur dieser abbröckelnden Wand zu starren, regt jedenfalls nicht nur die Fantasie an. Es macht auch gute Laune, weil das Unperfekte meist sowieso sympathischer ist als makellose Glätte. Und weil dieses Sahara-Gelborange einfach eine Wohlfühlfarbe ist, ganz ohne jede Ausschweifung über die Psychologie der Farben.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/Unbenanntes+Bild-feea7886.jpg" length="500553" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Fri, 28 Aug 2015 14:47:29 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.hartmutulrich.de/auf-ockergelbe-fjorde-starren</guid>
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      <media:content medium="image" url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/Unbenanntes+Bild-feea7886.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Der Zaubertrank und die Eberraute</title>
      <link>https://www.hartmutulrich.de/die-eberraute-und-das-geheimnis-von-coca-cola</link>
      <description>Alle Welt kümmert sich um Zahlen, Algorithmen, Geldvermehrung und technische Intelligenz. Dabei geht neben der Artenvielfalt noch etwas anderes Stück für Stück verloren: Das Wissen um die Kräfte und Wirkung von Pflanzen. Diejenigen, die dieses Naturwissen noch besitzen, legen häufig nicht den geringsten Wert darauf, ihr Wissen zu teilen und weiterzugeben. Hättest du gewusst vom Geheimnis der Eberraute?</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h1&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Eberraute und der Zaubertrank
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h1&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/Unbenanntes+Bild.jpg" alt="Flasche, Colakraut, Hartmut Ulrich"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/tommelehof.jpg" alt="Tommelehof"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im wundervoll gepflegten Kräutergarten dieses uralten Südtiroler Hofs wächst auch die Eberraute, auch Cola-Kraut genannt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Alle Welt kümmert sich um Zahlen, Algorithmen, Geldvermehrung und technische Intelligenz. Dabei geht neben der Artenvielfalt noch etwas anderes Stück für Stück verloren: Das Wissen um die Kräfte und Wirkung von Pflanzen. Diejenigen, die dieses Naturwissen noch besitzen, legen häufig nicht den geringsten Wert darauf, ihr Wissen zu teilen und weiterzugeben. Hättest du gewusst vom Geheimnis der Eberraute?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In Südtirol, in der Nähe des Schlern gibt es einen uralten Hof. Die Grundmauern reichen auf einen über 1.000 Jahre alten Signalturm zurück, mit dem sich die Vorfahren Feuersignale von Berg zu Berg schickten, und im Kellergewölbe lagert der lange schwere Balken einer römischen Weinpresse, einem Torculum, von dem der Südtiroler Begriff "Törggelen" abstammt, der Name für das Südtiroler Weinfest, bei dem im Herbst der neue Wein gefeiert wird.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die betagte Hausherrin pflegt nicht nur einen begnadeten Kräutergarten, in dem frei zu bedienen sie uns immer aufforderte, wenn wir dort für ein paar Tage zu Gast waren. Sie ist auch eine Meisterin längst vergessener Rezepturen. Für die Jungs haben wir zum Beispiel eine geheimnisvolle Flasche mit schwarzbraunem Sud mitgebracht, auf den sie ganz wild sind. Mit gesprudeltem Wasser verdünnt, lässt sich daraus nämlich ein Getränk anrühren, das exakt wie Cola schmeckt. Es ist vom Original nicht zu unterscheiden - nein, eigentlich schmeckt es besser. Nicht umsonst heißt die Eberraute auch Cola-Kraut, wächst in besagtem Kräutergarten, ist eine Heilpflanze und außerdem mit Wermut verwandt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Möglicherweise lagert die Originalrezeptur für Coca Cola ja auch gar nicht in einem atombombensicheren Safe in den USA, sondern auf einem tausend Jahre alten Südtiroler Hof. Seit Jahrzehnten sind Spione aus aller Welt im Alto Adige unterwegs auf der Suche nach dem Rezept. Und sie können es bis heute nicht finden.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aber sagt es nicht weiter!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           &amp;#55357;&amp;#56393; kleine Beiträge wie dieser sind Erinnerungen: an reine Freude, die ich empfunden habe - und häufig auch immer wieder, wenn ich sie sehe. Ein ungewöhnlicher Blick, überraschende Sichtweisen und Entdeckungen, inspirierende Kreativität, ein schöner Gedanke, gelungenes Handwerk, schöne Formulierungen, Dinge mit Seele. Sie sind vollkommen zweck- und absichtsfrei - und trotzdem alles andere als sinnlos: Es tut unendlich gut, sich jeden Tag über etwas zu freuen. Und sei es noch so unbedeutend. Enjoy!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/Unbenanntes+Bild.jpg" length="97352" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Wed, 24 Sep 2008 14:47:09 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.hartmutulrich.de/die-eberraute-und-das-geheimnis-von-coca-cola</guid>
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      <media:content medium="image" url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/Unbenanntes+Bild.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/Unbenanntes+Bild.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Bariloche und die Siete Lagos</title>
      <link>https://www.hartmutulrich.de/bariloche-und-die-siete-lagos</link>
      <description>Wir erreichen das Seengebiet „Siete Lagos“, die sieben Seen, eine bergige Landschaft, die in ihrer Anmutung so sehr an die Westalpen erinnert, dass sie auch die „chilenische Schweiz“ heißt. Und tatsächlich gibt es auch eine Menge deutschsprachiger Einwanderer, die in den neunzehnhundertsiebziger Jahren hierher kamen, als Chile gezielt um Zuwanderer warb.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h1&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bariloche und die Siete Lagos
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h1&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Von den Torres del Paine erholen wir uns im Flugzeug auf dem Weg nach Puerto Montt in Chile, von wo aus wir nach Puerto Varas weiter wollen. Auf dem Plan steht das Seengebiet „Siete Lagos“, die sieben Seen, eine bergige Landschaft, die in ihrer Anmutung so sehr an die Westalpen erinnert, dass die auch die „chilenische Schweiz“ heißt. Und tatsächlich gibt es auch eine Menge deutschsprachiger Einwanderer, die in den neunzehnhundertsiebziger Jahren hierher kamen, als Chile gezielt um Zuwanderer warb. Es gibt Schokoladenspezialitäten und Hotels, die „Schweizer Hof“ heißen oder „Weisser Haus“.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
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    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der Unterschied zur echten Schweiz wird allerdings schnell klar: Die Entfernungen sind weitaus größer, und das Straßennetz ist nicht nur dünn, es besteht auch häufig aus abenteuerlichen Schotterpisten. Sowohl Chile wie Argentinien sind schlicht zu dünn besiedelt, um die Kosten für einen Ausbau nach europäischen Maßstäben aufbringen zu können. Wir wechseln mehrfach vom Boot in den Bus und zurück aufs Boot und überqueren schließlich die Anden von Chile nach Argentinien am Paso de Nubes und treffen in Bariloche ein.
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      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bariloche de los Andes ist ein von deutschsprachigen Einwanderern gegründeter Ort. Schokolade und „Selva Negra“ – Schwarzwälder Kirschtorte (!) sowie eine rustikale Architektur prägen die Stadt und erinnern auch stark an die Schweiz. Weil alle Hostels ausgebucht sind, verbringen wir die Nacht in einem äußerst merkwürdigen „Schweizer Hotel“, das sogar eine Kuckucksuhr im Frühstücksraum hat, mit seinem seltsam verdrucksten Personal aber auf uns ganz so wirkt wie Bates Motel aus „Psycho“. Zum Glück sind wird nur diesen einen Tag da. Wir mieten ein Auto, laden unser Geraffel in den Kofferraum und fahren ins Seengebiet.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
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  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Monte Tronador mit seinen 3.554 Metern gilt als südlicher Eckpfeiler des Seengebiets. Leider ist das Wetter wieder eher schlecht, und die meisten Campingplätze haben um diese Jahreszeit noch gar nicht geöffnet – obwohl der Sommer längst begonnen hat. Wir wussten das nicht und stehen auf der Suche nach einem geeigneten Schlafplatz wiederholt vor verschlossenen Zäunen. Am zweiten Tag ändern wir spontan unsere Pläne und fahren weiter nach Norden zum Lago Puelo in der Hoffnung, dass es dort besser ist - das Wetter und die Schlafplätze. Ist es nicht. Auch am Lago Puelo ist alles tot, auch wenn die Anlagen rund um den See eine gute Vorstellung davon vermitteln, was in der Hochsaison hier los sein muss. Offen oder geschlossen nichts für uns, wir ergreifen die Flucht, und unser Roadmovie findet noch einige hundert Kilometer Fortsetzung auf teils geteerten Straßen, überwiegend aber rumpeligen Schotterpisten.
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    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
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  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Schließlich erreichen wir den Nationalpark am erloschenen Vulkan Lanin, der mit 3.444 Metern der höchste Berg im Seengebiet ist. Hier ist uns auch das Wetter wieder gnädiger, und nach einer wundervollen Tour mit romantischem Zeltplatz am See unter einer riesigen Araukarie steuern wir am nächsten Morgen wieder in Richtung Bariloche, um das Auto abzugeben. Inzwischen ist der Dezember angebrochen, hier auf der südlichen Erdhalbkugel ist das schon mitten im Sommer - aber wir sind so weit südlich, dass bis zum letzten Tag keine rechte Sommerstimmung aufkommen will. Es ist egal: Dieser Teil der Erde ist rauh und gnadenlos zu seinen Lebewesen - aber unfassbar schön und weit.
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    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
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  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir fliegen zurück nach Buenos Aires, holen Teile des Gepäcks, das wir dort zurückgelassen haben und machen uns auf den Weg nach Uruguay.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/Bariloche-21_Bildgr%C3%B6%C3%9Fe+%C3%A4ndern.jpg" length="149719" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Sun, 02 Dec 2007 14:56:36 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Torres del Paine</title>
      <link>https://www.hartmutulrich.de/torres-del-paine</link>
      <description>Es muss an einer nicht ganz ergründbaren Verflechtung lokaler Interessen liegen, dass es nicht möglich ist, von Argentinien über die Grenze nach Chile kommend, den direkten Weg zum Nationalpark zu nehmen. Aber was sind schon 100 Kilometer Umweg in diesem gewaltigen Land!</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h1&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Torres del Paine
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    &lt;/span&gt;&#xD;
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  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Puerto Natales liegt auf der chilenischen Seite Patagoniens an einem Meeresarm umgeben von Fjorden und Gletschern und ist ein kleiner Fischerort am „Seno ultima Esperanza“, am „Meeresarm der letzten Hoffnung“. Wo früher nur Schafzüchter anzutreffen waren, hat sich längst eine auf Tourismus fokussierte Stadt entwickelt, die zwar nicht mehr ganz so ursprünglich ist – uns Trekkingreisenden aber eine Menge nützlicher Annehmlichkeiten zu bieten hat. Unter anderem können wir uns hier mit fehlenden Ausrüstungsteilen (Gaskartuschen!) und Verpflegung für den geplanten Abstecher in den rund 100 Kilometer entfernten Parque National Torres del Paine eindecken.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
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  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Es muss an einer nicht ganz ergründbaren Verflechtung lokaler Interessen liegen, dass es nicht möglich ist, von Argentinien über die Grenze nach Chile kommend, den direkten Weg zum Nationalpark zu nehmen: Zuerst musst du diesen absurden Umweg machen, es sei denn, man ist Argentinier oder Chilene und weiß das „Verbot“ mit ein paar diskreten Scheinchen an der Grenze zu lösen. Aber was sind schon 100 Kilometer Umweg in diesem gewaltigen Land!
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      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
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  &lt;p&gt;&#xD;
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      &lt;br/&gt;&#xD;
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  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Von den Ufern des Lago Pehoe ragt der mächtige, 2.730 Meter hohe Gebirgsstock des Cerro Paine Grande auf sowie die schwarzen Schieferkappen der Cuernos del Paine. Die Menschen der Pampas erzählen, dass hier die Luft der Welt entsteht. Vielleicht gerade in der Nähe der Torres gäbe es einen gewaltigen Schlund, aus dem die Luft der Welt kraftvoll austritt, und je näher man der Quelle kommt, desto stärker wird der Wind.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es ist eine der zauberhaftesten Regionen der Erde, auch wenn sie ihren Liebhabern eine gewisse Dosis an Stoizismus abverlangt: Wir treffen an einem geradezu lieblichen Tag ein, bekommen jedoch bald den unablässigen Wind und die Wechselhaftigkeit des Wetters am eigenen Leib zu spüren. Heilfroh sind wir über unsere sturmerprobte gute Ausrüstung und das starke Tunnelzelt, das den Sturmböen tapfer standhält, die in der Nacht von den Bergen herabjagen und wütend an den Zeltwänden zerren.
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    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir beginnen beim „Campamento Torres“ und umwandern das „W“, eine fünftägige anspruchsvolle Trekkingtour, anfangs bei gutem Wetter, das dann – hey, es ist Sommer! - von Tag zu Tag rauher wird. Rund 20 Kilometer legen wir im Schnitt pro Tag zurück, und wo wir das Zelt nicht stehen lassen können, schleppen wir die ganze Ausrüstung ins nächste Camp. Allein meine Kameraausrüstung wiegt sieben Kilo – eine Tatsache, die ich nach heutigem Stand von Kameratechnik und Erfahrungen mit Leichtgepäck beim Trekking weder hinnehmen noch so planen würde. Aber solche Trips sind „once in a lifetime“, also hast du mitgenommen, was nach damaligem Stand deines Wissens und der Technik das Beste war, was du kriegen und dir leisten konntest. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Am „Campamento Britannico“ finden wir einen unebenen Platz unter Baumwurzeln, lassen uns von einem schlecht gelaunten Ranger anschnauzen, der nur Spanisch spricht und hören in der Nacht durch den Wind in den Bäumen das Donnern der Eisblöcke, die aus dem nahegelegenen Eisfeld in die Tiefe stürzen. Es ist abenteuerlich – und hart.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Lago Grey hat seinen Namen vom zerriebenen Gestein der Gletschermoränen, deren Türkistöne einen eigentümlichen Kontrast bilden zum windgepeitschten Grau des Seewassers. Als wir am Steilufer des Lago Grey entlangwandern, ist der Wind so stark, dass es uns trotz der schweren Ausrüstung vom Pfad zu wehen droht. Vollkommen unmöglich, die Kamera selbst eine einzige Sekunde ruhig zu halten in diesen Böen. Über uns die mit frischem Eis überzogenen Spitzen der Felstürme, die aussehen wie der Palast der Schneekönigin. Dies ist bei weitem der anstrengendste Teil unseres Patagonien-Ausflugs – aber auch der beeindruckendste.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Später besuchen wir noch per Boot ein paar Magellan-Pinguine, die zwar nicht direkt zu den Torres del Paine gehören aber in nicht allzu weiter Entfernung draußen vor Puerto Natales auf einigen sehr verlassenen Eilanden herumlungern. Sieht man einmal davon ab, dass sie gelegentlich Besuch von neugierigen Touristen bekommen und dann mindestens so neugierig sind wie die Touristen. Die Laute, die Pinguine so vin sich geben, passen jedenfalls ziemlich gut zu den trostlosen Gegenden, die sie bevorzugen, wobei ich mir nicht anmaße, das Lebensgefühl eines Pinguins auch nur näherungsweise empfinden zu können.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
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    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir sind dann aber mal wieder weiter.
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      &lt;br/&gt;&#xD;
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  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/Torres+del+Paine_059_Bildgr%C3%B6%C3%9Fe+%C3%A4ndern.jpg" length="167684" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Sat, 24 Nov 2007 21:26:42 GMT</pubDate>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Perito Moreno: Ultimatives Eisspektakel</title>
      <link>https://www.hartmutulrich.de/glaciar-perito-moreno</link>
      <description>Der Perito-Merino-Gletscher ist ohne Zweifel eine der Top-Attraktionen Patagoniens. Kein Gletscher der Welt ist so mühe- und gefahrlos erreichbar wie diese rund 60 Kilometer riesige zerklüftete Eisfläche. Ganz Buenos Aires fände in dem Eisfeld Platz.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h1&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Perito Moreno: Ultimatives Eisspektakel
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h1&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der Perito-Merino-Gletscher ist ohne Zweifel eine der Top-Attraktionen Patagoniens. Kein Gletscher der Welt ist so mühe- und gefahrlos erreichbar wie diese rund 60 Kilometer riesige zerklüftete Eisfläche. Ganz Buenos Aires fände in dem Eisfeld Platz.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Von Calafate aus fahren wir mit dem Bus eine Stunde dorthin und stehen mit Dutzenden von Schaulustigen auf einer Plattform, von der man aus sicherer Entfernung einen atemberaubenden Blick auf den Gletscherabbruch hat. Seine geografische Lage führt dazu, dass er sich im Vergleich zu anderen ähnlich großen Gletschern sehr rasch bewegt – pro Tag schieben sich die Eismassen etwa einen Meter talwärts. Man muss nur etwa eine halbe Stunde Geduld mitbringen, um dabei zuzusehen, wie mehrere hundert Tonnen schwere Eiskolosse aus der über 60 Meter hohen Abbruchkante brechen und unter infernalischem Getöse in den Lago Argentino stürzen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Gletscher des südlichen Eisfelds, das sich über den gesamten Andenkamm erstreckt, gehören zu den wenigen weltweit, die trotz des Klimawandels noch wachsen. Über 8.000 Millimeter Niederschläge fallen hier im Jahr, das als verregnet geltende Hamburg zum Vergleich bringt es nicht mal auf 700 Millimeter. So kommt immer genügend Neuschnee hinzu, der sich im Lauf der Jahrhunderte zu Eis verdichtet, das dann unter dem Druck des eigenen Gewichts schmilzt. So gleitet der Gletscher auf seiner eigenen Wasserschicht talwärts.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wir umfahren den Perito Merino mit einem kleinen Schlauchboot und legen an seiner rechten Flanke wieder an. Dort leihen wir uns Steigeisen aus, um einen Ausflug auf den Eisriesen zu unternehmen. Im Sommer ist das gefahrlos, weil Gletscherspalten nicht von Neuschnee bedeckt und damit gut zu sehen sind. Trotzdem müssen wir aufpassen: Aus den 20 oder mehr Meter tiefen Spalten führt kein Weg zurück.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Für das Labyrinth durch die geborstenen Eistürme braucht es ohnehin einen kundigen Guide, der uns nebenbei auch noch eine Menge erzählt über die kleinen Organismen, die hier im Eis leben, die reine Luft, die mehrere Jahrhunderte im Eis eingeschlossen war und die das Schmelzwasser nun freigibt. Eine eigentümliche Erfahrung, Luft zu atmen aus einer Zeit, in der es weder Industrie noch Autoabgase gab. Das Schmelzwasser der sommerlichen Hitze bildet tiefblaue Kavernen und schießt durch schmale Rinnen tiefer und tiefer, bis es auf die felsige Gletscherbasis trifft und sich von dort einen Weg bis zum See bahnt. Wo wir gerade stehen, ist das Eis etwa 300 Meter dick.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Weg ist ohnehin schon mühsam und wird schnell immer steiler. Hier ist nur noch mit solider Eiskletterei ein Weiterkommen. Doch wir haben genug gesehen und drehen um.
            &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/Perito-Moreno_38_Bildgr%C3%B6%C3%9Fe+%C3%A4ndern.jpg" length="133185" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Tue, 20 Nov 2007 19:02:11 GMT</pubDate>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Ushuaia und die Tierra del Fuego</title>
      <link>https://www.hartmutulrich.de/ushuaia-und-die-tierra-del-fuego</link>
      <description>3.000 Kilometer südlich von Buenos Aires an der Südseite der Isla Grade del Tierra del Fuego liegt Ushuaia. Die große Feuerland-Insel liegt direkt am Beagle-Kanal, von dem aus man noch weiter nach Süden fahren kann: Bis in die Antarktis</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h1&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ushuaia, das "Fin del Mundo" und die Tierra del Fuego
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h1&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            3.000 Kilometer südlich von Buenos Aires an der Südseite der Isla Grande del Tierra del Fuego liegt Ushuaia. Die große Feuerland-Insel liegt direkt am Beagle-Kanal, von dem aus man noch weiter nach Süden fahren kann: Bis in die Antarktis sind es immerhin noch – oder je nach Standpunkt nur noch – 1.000 Kilometer. Moskau zum Beispiel liegt näher am Nordpol als die „südlichste Stadt“ an der Landgrenze der Antarktis. Allein zum Kap Hoorn fährt man mit dem Schiff von Ushuaia aus ganze sechs Stunden.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ushuaia (Aussprache: Uswaja) mit rund 64.000 Einwohnern die „südlichste Stadt der Welt“. In der abendländischen Fantasie hat sich Feuerland als eine Metapher für das Äußerste festgesetzt, den Punkt, über den man nicht hinausgehen konnte. Noch weiter südlich gab es nichts, nichts als das Eis des Südpolarmeers. Lange stritt man sich mit dem zu Chile gehörenden Flecken Puerto Williams um den Titel der südlichsten Stadt. Tatsächlich liegt „Wilhelmshafen“ noch weiter südlich auf der Insel Navarino, umfasst aber lediglich ein paar Häuser und zählt deswegen nicht so recht als Stadt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Überhaupt nehmen es die Südamerikaner nicht so genau mit den Fakten, sobald es um die Ehre geht: Der höchste Berg der Anden beispielsweise, der Acongagua nahe Santiago de Chile, steht nach wir vor mit 7.004 Metern Höhe in den Büchern, und jeder Chilene würde bei der heiligen Mutter Gottes schwören, er sei höher als 7.000 Meter. Dabei ist der höchste Berg Südamerikas längst exakt vermessen: 6.962 Meter ist er hoch.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das Wort „Ushuaia“ stammt übrigens aus der Sprache der Ureinwohner, der Yámana und bedeutet „Bucht, die nach Osten sieht“. Ihren Namen Feuerland hat die Tierra del Fuego von den Lagerfeuern eben jener Ureinwohner, die überall leuchteten
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.deutschlandfunk.de/vor-500-jahren-bei-feuerland-als-der-generalkapitaen-die-100.html" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           als dem portugiesischen Seefahrer Fernão de Magalhães (besser bekannt als Ferdinand Magellan) im Oktober 1520 etwas gelang, was zuvor weder Kolumbus noch Cortés geschafft hatten: Er entdeckte eine Wasserstraße zwischen Atlantik und Pazifik
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           . Im „Museu Fin del Mundo“, dem Museum am „Ende der Welt“ erfährt man jede Menge über die Geschichte von Land und Einwohnern. Wer fragt, bekommt einen offiziellen Stempel in den Reisepass als Beweis dafür, dass man wirklich dort war, am „Ende der Welt“ (mittlerweile sind Insta-Selfies vor dem Schild an der Küste wahrscheinlich üblicher, und der Stempel im Reisepass vor allem Folklore).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Eigentlich hatten wir vor, im Nationalpark Tierra del Fuego zu zelten. Aber Feuerland empfängt uns standesgemäß mit stürmischen Winden, eisigem Schneeregen und tiefem Morast und erinnert uns daran, dass der Sommer zwar kalendarisch längst begonnen haben sollte, dass die Antarktis aber vielleicht doch nicht ganz so weit weg ist, und dass den Sommer hier wirklich gar niemand interessiert. Die Wanderung bei Schneeregen durch den tiefen Morast des Nationalparks oder die Bootstour mit dem kleinen Segelboot zu den Kormoran- und Seelöwenkolonien werden wir jedenfalls nicht so schnell vergessen – und haben danach nicht die geringste Lust auf Camping.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir lassen das Zelt also sauber und trocken eingepackt und mieten uns in „La Casa“ ein, einem ulkigen Häuschen nicht weit vom Zentrum, bewohnt von einem ausgetrockneten Weiblein, die es irgendwann aus dem Norden hierher verschlagen hat, und die heute von den Touristen lebt.
            &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/Ushuaia-044_Bildgr%C3%B6%C3%9Fe+%C3%A4ndern.JPG" length="140223" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Sun, 18 Nov 2007 16:28:18 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.hartmutulrich.de/ushuaia-und-die-tierra-del-fuego</guid>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>In der Welthauptstadt des Tango</title>
      <link>https://www.hartmutulrich.de/buenos-aires</link>
      <description>Am Delta des Rio de la Plata liegt Buenos Aires, die Welthauptstadt des Tango, die Stadt des „guten Windes“ wie ihre Gründer sie 1536 nannten. Buenos Aires bildet – wie Paris für Frankreich – das beinahe schon erdrückend dominante kulturelle und wirtschaftliche Zentrum des Landes.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h1&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
            In der Welthauptstadt des Tango
           
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h1&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
            Als Europäer fühlt man sich in Buenos Aires sofort zuhause, wie in einer spanischen Großstadt. Besonders gilt das für die besseren Viertel wie Recoleta oder Palermo mit den schmucken Herrenhäusern aus der Jahrhundertwende oder darum. In den besseren Vierteln ist nicht allzu viel von
           
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
            den Krisen zu spüren,
           
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.dw.com/de/warum-argentinien-immer-wieder-pleitegeht/a-54292481" target="_blank"&gt;&#xD;
      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
           die das Land seit Jahrzehnten zerrütten
          
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
           : Ende 2001 kam es zum Staatsbankrott, von dem sich Argentinien bis heute nicht erholt hat. Als wir dort waren, war das gerade sechs Jahre her, und schon damals galt das Land als fragil. Ob der gerade gewählte Präsident das Ruder endlich herumreißen kann, ist fraglich. Die Kluft zwischen Arm und Reich wird derweil weiter größer. Die ärmeren Viertel lässt man als Tourist besser aus, das war schon damals so – vor allem nach Einbruch der Dunkelheit. Auch wenn Buenos Aires noch nicht ganz so gefährlich ist wie die meisten anderen Städte Süd- und Mittelamerikas, gehören stets verschlossene Eisengitter zu den nachhaltigen Eindrücken die wir mitnehmen.
          
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
            Unser Zuhause ist für drei Tage „La Otra Otrilla“ ein verträumtes altes Haus im Stadtteil Recoleta mit beinahe viktorianischer Anmutung, knarzenden Holztreppen und einem Frühstücksraum mit einem einzigen großen Tisch, an dem sich alle Hausgäste versammeln. Am ersten Morgen treffen wir vier amerikanische Ladies an, die sich hier aus allen Teilen der USA eingefunden haben, und die sich mit Alter, Kleidung und Verhalten perfekt ins Ambiente einfügen.
           
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
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      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
            Natürlich ist unser Aufenthalt bei weitem zu kurz für mehr als ein paar flüchtige Eindrücke von der Stadt. Alleine der Gedenkzug der demonstrierenden Witwen und Mütter wäre eine eigene Geschichte wert: Woche für Woche treffen sie sich, um an
           
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.deutschlandfunk.de/argentinien-die-graeuel-der-militaerdiktatur-100.html" target="_blank"&gt;&#xD;
      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
           die Gräueltaten der Militärdiktatur zu erinnern
          
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
            - und an ihre spurlos verschwundenen Angehörigen.
           
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
           Wir aber schultern bald unsere schweren Rucksäcke wieder und machen uns auf den Weg zum Aeroparque Jorge Newbery, von dem aus nur Inlandsflüge gehen. Natürlich wäre es auch möglich gewesen, ein Auto zu nehmen statt ein Flugzeug und den ganzen Weg von Buenos Aires nach Ushuaia auf dem Landweg zurückzulegen. Es sind über 3.000 Kilomoter.
          
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
                        
            Möglicherweise ist es ein besonderes Erlebnis kontemplativer Art, tagelang durch die Pampas zu rollen, während sich absolut nichts ereignet oder verändert. Ganz sicher erzählt einem auch diese Art zu Reisen eine Menge über das Land, seine Weite, seinen Wind, über die argentinische Art zu atmen und die Welt zu empfinden.
           
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
           Tatsächlich sind die Entfernungen in Argentinien derart riesig, das kein Mensch das Auto in Erwägung zieht, wenn es auch per Flugzeug geht – nicht anders übrigens als in Nordamerika. Außerdem haben wir zu wenig Zeit.
           
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      
                      &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/Buenos_Aires_17.JPG" length="178567" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Thu, 15 Nov 2007 16:05:21 GMT</pubDate>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Bei Sonne kann ja jeder (Rain Men)</title>
      <link>https://www.hartmutulrich.de/bei-sonne-kann-ja-jeder-rain-men</link>
      <description>Bei Regen im Karwendel: Kann man machen, ist aber vielleicht ein etwas anderes Bergabenteuer als sonst üblich. Bei schwierigen Bedingungen werden selbst einfache Pfade manchmal zur Herausforderung.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h1&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bei Sonne kann ja jeder (Rain Men)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h1&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/IMG_0045.JPG" alt="Berge, Nebel, Hartmut Ulrich, Karwendel"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Am Abend zieht es vollständig zu, und während wir unsere klammen Sachen aufhängen, prasselt der Regen aufs Dach der Berghütte. Immerhin kein Biwak. In der Früh frischer
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Puderzucker auf den Felsen. Wilde Schönheit wolkenverhangener Riesen. Wer noch nie bei Regenwetter in den Alpen war, weiß gar nichts.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der Isar-Ursprung liegt ca. 15 km östlich von Scharnitz. Man folgt einem endlos langen aber wunderschönen Tal und landet schließlich im hohen Karwendel. Offiziell entspringt die Isar aus zwei Hauptquellen im Tal, die sich bei genauerem Hinsehen aber als mindestens acht kleinere Quellen entpuppen. Am meisten Wasser erhält die Isar zudem aus dem Birkkarbach, dem Lafatascher Bach und dem Moserkarbach, die alle weit oberhalb der Isarquellen von den Bergen ins Tal fließen. Vor Scharnitz kommt noch der Karwendelbach dazu - und da ist die Isar bereits ein stattlicher Fluss.
            &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
            Wir haben uns die Besteigung der
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.google.com/search?q=speckkarspitze&amp;amp;oq=speckkarspitze&amp;amp;gs_lcrp=EgZjaHJvbWUyCQgAEEUYORiABDIHCAEQABiABDIHCAIQABiABDIHCAMQABiABDIHCAQQABiABDIHCAUQABiABDIHCAYQABiABDIHCAcQABiABNIBCDU3OTdqMGoxqAIAsAIA&amp;amp;sourceid=chrome&amp;amp;ie=UTF-8" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Speckkarspitze
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            von der
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.google.com/search?q=halleranger+alm&amp;amp;oq=halleranger+alm&amp;amp;gs_lcrp=EgZjaHJvbWUyCQgAEEUYORiABDIHCAEQABiABDIICAIQABgWGB4yCAgDEAAYFhgeMggIBBAAGBYYHjIICAUQABgWGB7SAQgyMTEwajBqMagCALACAA&amp;amp;sourceid=chrome&amp;amp;ie=UTF-8#ip=1" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Halleranger Alm
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            aus vorgenommen. Das Wetter ist unstabil, wir wussten das. Als wir die letzten Vegetationsspuren hinter uns lassen, beginnt es wieder zu regnen. Die Sicht sinkt innerhalb von Minuten auf unter zehn Meter. Starke Windböen an den ungeschützen Flanken. Zunehmende Erschöpfung. Mit 20 km und fast rund 1.700 Höhenmetern in den Beinen sind wir an diesem Tag zu müde für einen beherzten Schlussspurt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Vor zwei Jahren war die
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.bergtour-online.de/bergtouren/bergwanderungen/schwer/birkkarspitze-karwendel/" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Birkkarspitze
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           , der höchste Punkt im Karwendel, eine leichte Übung für mich. Aber da hatte ich vorher ausgeruht und das Wetter war optimal. Heute gibt es ja noch den Rückweg zur Hütte. Die Temperatur fällt um fast acht Grad auf nahe Null. Handschuhe im August.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Felsen nass und rutschig. Immerhin kein Schnee. Unerfahrene geraten jetzt in jene  Situationen, über die dann später die Bergwacht berichtet. Die bitterkalte Waschküche macht den harmlosen Zweitausender zum Abenteuer. Wir sind mindestens zwei Stunden zu spät dran, um den Schauer auszusitzen und es dann weiter zu versuchen. 300 m unterhalb des Gipfels entschließen wir uns zum Abbruch. Grenzen eingestehen ist gut für den Charakter, was soll ich auch sagen, wir Weicheier. Frank hätte es möglicherweise geschafft, als einziger von uns dreien.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die anderen Teilnehmer unseres kleinen Ausflugs haben es erst gar nicht versucht und sind gleich auf der Hütte geblieben. Schlau, eigentlich. Wir werden sie später schlafend antreffen. Aber auch ohne Gipfel ein grandioses Erlebnis. Zu einem erfolgreichen Bergsteiger gehört vor allem diese eine meistunterschätzte Eigenschaft: Rechtzeitig umkehren können.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wir bestellen noch eine Runde Weißbier. Die klammen Klamotten vom Vortag werden natürlich nicht vollständig trocknen. Am nächsten Morgen machen wir uns auf den Rückweg. Es regnet immer noch. Bergsteigergeschichten ohne grandiose Bilder sind so
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           yesterday!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/IMG_0045.JPG" length="275221" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Sun, 07 Aug 2005 14:04:50 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.hartmutulrich.de/bei-sonne-kann-ja-jeder-rain-men</guid>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>"This is not Disneyland": Rafting Ötztaler Ache</title>
      <link>https://www.hartmutulrich.de/rafting-oetztaler-ache</link>
      <description>Rafting auf der Ötztaler Ache bei Hochwasser: Wer sich nie vorstellen konnte, wieso der Tsunami 2002 so viele Leben forderte, soll nur drei Minuten in diesen Gletscherfluss, mit Helm, verstärkter Schwimmweste und Halteseil am Schlauchboot, ohne Hindernisse und ohne Trümmerteile, er wäre sehr sehr kleinlaut danach. Bizarre Gewalt.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h1&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           "This is not Disneyland":
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Rafting Ötztaler Ache
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h1&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/29.5.05-05_Gr-F6-DFe-20-E4ndern-7E0.jpg" alt="Rafting, Adventure, Ötztaler Ache, Hochwasser, Hartmut Ulrich"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich erinnere mich noch genau, was mir durch den Kopf schoss, als unser Boot im reißenden Fluss kenterte und ich mich der bizarren Gewalt des Hochwassers ausgesetzt sah. Mit Helm, Schutzweste und ohne Trümmerteile im Wasser bestand zwar keine große Gefahr - aber ich dachte im braunen Tosen an all die Menschen, die beim Tsunami 2004 von der Welle überrascht worden waren und verstand, warum sie keine Chance hatten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.oetztal.com/de/sommer/outdoor-adventure/rafting.html" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Eine Lektion in Naturgewalt
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           , wie sie kein Text jemals vermitteln kann.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Fluss vom Regen angeschwollen und ganz braun. Der Wasserstand kratzt an der roten Marke, steigend. Rot heißt: zu hoch, zu reißend, unfahrbar - verboten. Noch eine halbe Stunde, sagen die Guides, dann haben wir Rot, dann wird der Fluss gesperrt, also rein jetzt, so lange es noch geht. Wenn es nicht geht, mach es trotzdem, denke ich mir: Was du nicht gemacht hast, existiert nicht. Die werden schon wissen, was geht und was nicht. Der beste Wasserstand dieses Jahr, sagen die Guides, wird bumpy. Grinsen. Es hat wenig geschneit im Winter, schon das ganze Jahr zu wenig Wasser im Fluss. Heute nicht. Starke Böen und einsetzender Regen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein paar ungläubige Spaziergänger ducken sich unter ihre Schirme und beobachten uns von der Brücke nahe dem Startpunkt. Die wollen doch nicht etwa da rein, da in den Fluss! Doch,
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           w
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           ollen sie. Und schon sind wir weg, beschleunigt von der Strömung, die nur wenige Paddelschläge vom Ablegeplatz vorbeischießt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wenn du mit dem Fallschirm auf dem Rücken aus der Seitentür eines Flugzeugs aussteigst, trifft dich der Windwiderstand wie eine gewaltige Faust und bremst deine horizontale Geschwindigkeit in wenigen Sekunden auf null, während deine vertikale Geschwindigkeit rasend zunimmt, bis die Luft dich schließlich trägt im Fallen. Auch in den Booten erleben wir diesen Ausgleich von Momentum - wenn auch viel viel gemächlicher. Wasser ist langsamer als Luft. Aber viel kraftvoller.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Rasch flussabwärts, schnelle Paddelbewegungen, um das Boot halbwegs in Richtung zu halten. Wenn du weder sonderliche Übung im Paddeln hast noch als Team eingespielt bist, ist das eine Herausforderung bei diesen Bedingungen. Nach wenigen Metern die ersten Brecher im Boot. Eiseskälte, trotz Neopren, das Wasser kommt von den Gletschern rund ums Ötztal. Plötzlich eine steile Welle, Boot kommt quer, einige halten sich nicht richtig fest, rutschen auf die Gegenseite, das Boot kippt, kentert. Weiter kieloben flussabwärts, rasend. Acht Schwimmwesten im Tosen. Weiß verkrampfte Hände an den Halteseilen, bloß nicht loslassen. Sand knirscht zwischen den Zähnen, Wasser in Mund, Nase, Augen und Ohren. Routine für die Guides. Boot drehen, Leute reinzerren. Ein Paddel ist weg. Wer kentert, zahlt eine Kiste Bier. Wird ein lustiger Abend.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wer sich nie vorstellen konnte, wieso der Tsunami so viele Leben forderte, soll nur drei Minuten in diesen Gletscherfluss, mit Helm, verstärkter Schwimmweste und Halteseil am Schlauchboot, ohne Hindernisse und ohne Trümmerteile, er wäre sehr sehr kleinlaut danach. Bizarre Gewalt. "This is not Disneyland" grinst Paul, unser Guide aus Liverpool. Er macht das hier seit 14 Jahren. Im Winter ist er in Nepal, Indien oder sonstwo auf dem Globus. Simone findet ihn toll.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Später Schnaps zum Aufwärmen und Sprüche.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir Postheroischen ohne Ziel.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/29.5.05-05_Gr-F6-DFe-20-E4ndern-7E0.jpg" length="60794" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Sun, 29 May 2005 11:21:55 GMT</pubDate>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Flaschengrüntrunken (Siebensonnensatz)</title>
      <link>https://www.hartmutulrich.de/flaschengruentrunken</link>
      <description>Am Morgen fällt ein kurzer Sonnenstrahl in die Kochnische und trifft auf die grünen Flaschen, die dort herumstehen. Glücksmomente ereignen sich immer dann, wenn man sie am wenigsten erwartet.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h1&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Flaschengrün-trunken
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h1&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/IMG_1995.JPG" alt="Küche, Grün, Sonne"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Noch während der Tag nicht recht entschieden hat, ob er überhaupt anbrechen soll, sucht sich die Sonne nach viel zu langem Dauerregen eine schräg einfallende Bahn in die ansonsten noch völlig dunkle Wohnung und erhellt die Kochnische samt der dort abgestellten Gegenstände auf eine Weise, die für einen kurzen Moment das sanfte, nicht begründbare Gefühl weckt, es könne sich möglicherweise doch alles zum Guten wenden.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Glücksmomente lassen sich nicht planen oder absichtsvoll herbeiführen. Vielleicht ist das das größte Missverständnis der Menschheit überhaupt. Sie ereignen sich immer dann, wenn man sie am wenigsten erwartet. Vielleicht sind sie genau deshalb so schön.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           &amp;#55357;&amp;#56393; kleine Beiträge wie dieser sind Erinnerungen: an reine Freude, die ich empfunden habe - und häufig auch immer wieder, wenn ich sie sehe. Ein ungewöhnlicher Blick, überraschende Sichtweisen und Entdeckungen, inspirierende Kreativität, ein schöner Gedanke, gelungenes Handwerk, schöne Formulierungen, Dinge mit Seele. Sie sind vollkommen zweck- und absichtsfrei - und trotzdem alles andere als sinnlos: Es tut unendlich gut, sich jeden Tag über etwas zu freuen. Und sei es noch so unbedeutend. Enjoy!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Thu, 21 Apr 2005 14:32:54 GMT</pubDate>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Oh, Vollkornbrot</title>
      <link>https://www.hartmutulrich.de/oh-vollkornbrot</link>
      <description>Es scheint eine seltsame Eigenschaft des Menschen zu sein, sich immer genau das zu wünschen, was er gerade NICHT hat. Beispielsweise, wenn du gerade für vier Jahre nach Australien gezogen bist, und deine Freunde in der Heimat schicken dir ein Bild mit Vollkornbrot.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h1&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           "
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Oh, Vollkornbrot!"
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h1&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/Starni_Ammerland_55.JPG" alt="Starnberger See, Ammerland, Bootssteg, Sonnenuntergang"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auf der anderen Seite des Zauns ist das Gras immer grüner - bis du auf der anderen Seite bist. Down under, genauer genommen. Es scheint eine seltsame Eigenschaft des Menschen zu sein, sich immer genau das zu wünschen, was er gerade NICHT hat. Wird sich diese Art der Unruhe jemals in etwas auflösen lassen, das dich vollkommen im Hier und Jetzt ruhen lässt? Ich habe bisher keine Lösung gefunden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Silvi ist nach Melbourne gezogen, wo sie für mindestens vier Jahre rumhüpft, um das Badewasser beim linksrum Ablaufen zu beobachten. Weil wir sie sehr vermissen, schicken wir ihr ständig irgendwelche Fotos, T-Shirts oder andere Memorabilia, die ihr ohne große Worte vermitteln sollen, dass es überhaupt keinen Grund gibt, länger als nötig dort zu bleiben. Beispielsweise diese Fotos vom Picknick auf dem Steg am Starnberger See an einem lauen Sommerabend (in Melbourne ist gerade Winter).
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Radieschen, Brot, Wurst, Bier. Und dann dieser Sonnenuntergang! Das Einzige, was von Silvi zurückkam, war der Kommentar "Oh Vollkornbrot, lecker!"
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Hätten wir ja wissen müssen. Sie haben da nur dieses pappige Weißbrot. Australier machen eine Menge besser als Deutsche, daran besteht kein Zweifel. Aber Brot können sie auch nicht. Zu blöd, dass man keine Agarprodukte nach down under verschicken darf! Erst verseuchen sie den ganzen Kontinent mit importierten Karnickeln, Kamelen oder gelben Hunden und richten eine ökologische Katastrophe nach der anderen an. Und dann kriegen sie 'ne Paranoia, wenn du ein Stück Schwarzbrot ins Land bringen willst.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich glaub, Silvi kommt bald wieder!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/Tina_Starni_26.JPG" alt="Vollkornbrot, Hartmut Ulrich"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Mon, 07 Jun 2004 12:57:40 GMT</pubDate>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Die Bambusflöte</title>
      <link>https://www.hartmutulrich.de/die-bambusfloete</link>
      <description>Eine kleine Flöte, am Strand auf einem Stein geschnitzt mit dem neuen Taschenmesser. Frischer Bambus ist ein wundervoller Werkstoff, wenn du im Urlaub bist und alles möglich scheint.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h1&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Selbstgeschnitzte Bambusflöte
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h1&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://irp.cdn-website.com/f42140c2/dms3rep/multi/Fl%C3%B6te.jpg" alt="Grashorn"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Als wir vor deutlich über 20 Jahren auf Mallorca waren, da sah ich zum ersten Mal wundervollen dicken frischen hoch gewachsenen Bambus in freier Natur. Vielleicht habe ich auch schon früher im Leben Bambus gesehen, zumindest nicht bewusst. Und dieses Mallorca-Mal nahm ich ihn erstmals bewusst wahr. Der Malle-Ausflug war ein Geschenk des Himmels, ich wollte eigentlich gar nicht frei nehmen, steckte mitten in meinem ersten richtigen Startup und musste eigentlich arbeiten. Dann flogen wir doch, gegen den Widerstand meiner damaligen Mitgründer. Es wurden ein paar sehr erholsame Tage. Es war Februar, zuhause war noch tiefer Winter. Aber auf der Baleareninsel war bereits Frühling, und alles stand in frischem Grün und voller Blüten.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Frischer Bambus ist ein grandioser Werkstoff, darüber lässt sich allerhand erzählen (wer Bambus googelt, bekommt nur Tipps zum Kaufen und für den eigenen Garten, die Reduzierung der Wirklichkeit auf das rein Ökonomische ist ein Verlust an Reichtum in der Welt, der mich immer aufs Neue erschüttert. Vielleicht habe ich aber auch nicht richtig gegoogelt). Wenn du jedenfalls dein nagelneues dabei Taschenmesser hast, eigentlich einen halben Werkzeugkoffer mit Dutzenden von Funktionen, dann wirst du mit Erstaunen feststellen, wie hervorragend sich frischer Bambus damit bearbeiten lässt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Um es kurz zu machen: Die kleine Flöte funktionierte tatsächlich ganz prima. Was bei den mitgereisten Freunden ungläubiges Erstaunen hervorrief. Wie man nur mit einem Taschenmesser und sonst nichts einfach so am Stand auf einem Felsen eine richtige einwandfrei funktionierende Flöte zaubern könne. Bei mir wiederum rief es ungläubiges Erstaunen hervor, wie weit man sich von der Welt entfernen konnte, um das Schnitzen einer einfache Flöte aus Bambus außergewöhnlich zu finden.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es war ein wundervoller Sonnentag mit Gerüchen, die hier natürlich nicht wiederzugeben sind. Ich erinnere mich auch gar nicht mehr an die Gerüche, nur dass sie wundervoll waren. Und wir alle das Leben genossen. Was aus der Flöte geworden ist, kann ich gar nicht sagen. Das Bild aber gibt es immer noch. Es ist nur ein bisschen schlecht belichtet.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           &amp;#55357;&amp;#56393; kleine Beiträge wie dieser sind Erinnerungen: an reine Freude, die ich empfunden habe - und häufig auch immer wieder, wenn ich sie sehe. Ein ungewöhnlicher Blick, überraschende Sichtweisen und Entdeckungen, inspirierende Kreativität, ein schöner Gedanke, gelungenes Handwerk, schöne Formulierungen, Dinge mit Seele. Sie sind vollkommen zweck- und absichtsfrei - und trotzdem alles andere als sinnlos: Es tut unendlich gut, sich jeden Tag über etwas zu freuen. Und sei es noch so unbedeutend. Enjoy!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Fri, 22 Feb 2002 14:47:07 GMT</pubDate>
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