Kinder müssen nicht programmieren lernen. Sondern denken.

Kinder müssen nicht programmieren lernen. Sondern denken.

Dass Kinder unbedingt coden lernen sollten, quasi als zweite Fremdsprache, halte ich für kein bisschen weniger last century als den bildungsbürgerlich-deutschen Dünkel, alles Digitale zu verteufeln und sich damit zu brüsten, immer noch offline zu sein. Kinder sollen nicht programmieren lernen, sondern denken. Die Prognose ist vermutlich erschreckend richtig, dass es in Zukunft nur noch zwei Arten von Berufen geben wird: Menschen, die Maschinen sagen, was sie zu tun haben – und Menschen, denen Maschinen sagen, was sie tun sollen (und nur eine Gruppe wird gut bezahlt sein).
Aber. Was heißt das denn?

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Buzzfeed-Strickmustermarketing = Klickvieh-Denken 2.0

Buzzfeed-Strickmustermarketing = Klickvieh-Denken 2.0

Marketing Automation ist auf dem besten Weg, das zu werden, was Callcenter vor zehn Jahren waren: Von Fachpostillen hochgejubelt, Gegenstand unzähliger Abschlussarbeiten aufstrebender BWL-Studenten – und zugleich eine unfassbare Zeitbombe fürs Markenvertrauen. Das Problem: Darüber redet niemand. Weil der kurzfristige Effizienzgewinn so schön messbar und der Automatisierungsbedarf in der Marketingkommunikation so unendlich groß ist. Es folgt: Des Kaisers neue Kleider – Trauerspiel in vier Akten.

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Das Netz wird zum sechsten Sinn

Das Netz wird zum sechsten Sinn

Es ist eine Binse, dass unsere Sinnesorgane das einzige Fenster zur Welt bilden, das uns zur Verfügung steht. Interessant wird die Banalität, weil sich auch digitale Geräte als Sinnesorgane denken lassen – als zusätzliche Fenster in eine virtuelle Wirklichkeit. Weil digitale Geräte tendenziell immer unsichtbarer werden, wird das Netz selbst über kurz oder lang zu einem zusätzlichen „sechsten“ Sinn für den Menschen. Der steht allerdings noch ganz am Anfang seiner Evolution.

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Selbsterfahrungs-Apps für Hochleistungscalvinisten

Selbsterfahrungs-Apps für Hochleistungscalvinisten

Kleine Warnung: Dieser Beitrag hat weder mit Marketing zu tun noch mit Corporate Media. Er ist eine Reflexion über eine eigene interessante Erfahrung, die ich aus der eifrigen Nutzung von allerlei Sport- und Fitness-Trackern entwickelt habe: Einerseits liebe ich es, mit solchen Anwendungen zu spielen, andererseits erzählen sie einem fast mehr über einen, sobald man sie mal weglässt.

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Reden wir nicht über Inhalte. Reden wir übers Verkaufen.

Reden wir nicht über Inhalte. Reden wir übers Verkaufen.

Wer sich um den Kern dessen bemüht, worum es im Content Marketing und meistens auch im Corporate Publishing geht, stößt früher oder später auf die immer gleiche Erkenntnis: Es geht ums Verkaufen. Oder ums bald-wieder-Verkaufen (das nennt sich dann Loyalisierung oder Markenbindung). Das ist eine Wahrheit, die nicht jedem schmeckt. Neben Verkaufszielen geht es den Unternehmen aber auch noch um etwas anderes: um Automatisierung. Nahezu alle Branchen arbeiten an dem langfristigen Ziel, unabhängiger von der eigenen Sales-Truppe zu werden. Denn die kostet Geld. Viel Geld. Noch so eine unaussprechliche Wahrheit…

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Meet me @ #next14 and #rp14

Die re:publica ist auch dieses Jahr wieder das große Sofa der deutschen Internet-Szene, während es auf der von Sinner & Schrader initiierten #next14 konkreter ums Business geht. Vieles von dem, was mit einigen Wochen (oder Monaten) Verspätung (oder gar nie) den Mainstream erreicht, wird hier längst diskutiert. Am schönsten aber: Wenigstens ein paar jener interessanten Menschen persönlich zu treffen, von denen man das ganze Jahr über nur online gelesen hat.

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End of Hannover Messe Industrie

Der Visitenkartenstapel als Inkarnation des möglichen Maximums produktiver Termine während einer einwöchigen Messe, meines aktuellen memory overflows, des Erstaunens darüber, wie wichtig kleine rechteckige Kartonstückchen auch im 21. Jahrhundert immer noch sind, den Druck in der Magengegend in Anbetracht der akquirierten Jobs (zusätzlich zu den vorhandenen) sowie das tiefe Glücksgefühl, wieder Richtung Süden der Republik rollen zu dürfen.

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Kommt die textarme Kommunikationskultur?

Bewegen wir uns durch das Internet auf eine Kultur zu, in der Text nicht mehr jene zentrale Rolle spielt wie die vergangenen rund 5.000 Jahre der Menschheitsgeschichte? Ist das überhaupt denkbar: Eine Kultur, in der Text nur noch eine Nebenrolle spielt? Was tritt an dessen Stelle, um komplexe Zusammenhänge zu dokumentieren, um Denken zu vermitteln, um Menschen ein gründliches Erarbeiten und Verstehen zu ermöglichen? Eine Reflexion über den zentralen Zeitspeicher menschlichen Denkens: Text.

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Wetten, dass Sie sich im Timing verschätzen?

Wir sind ziemlich perfekt darauf trainiert, relativ kurzfristige Prozesse zu managen und zu überblicken. Unsere Fähigkeiten, langfristigen Wandel zu beurteilen, sind hingegen so gut wie überhaupt nicht entwickelt. Das liegt vor allem daran, dass es nicht in unser Alltagsdenken passt – und dass auch noch die Werkzeuge fehlen. Eine Auseinandersetzung mit Zeitebenen und der Frage, was sich daraus für die Beratungspraxis ableiten lässt.

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Alternativlosigkeiten

Relevanz ist ein ganz tolles (Buzz)Wort: Reflexartig klatschen Fachleute Beifall, sobald man einwirft, dass Inhalte ohne Relevanz wertlos sind – und dann versteht jeder etwas anderes darunter. Was für die Marke oder den Verkauf relevant scheint, ist es noch lange nicht für Kunden, und aus der Perspektive kurzfristiger Interessen wirkt Relevanz vollkommen anders als mit Blick auf langfristige Effekte. Ein Plädoyer für bewusste Perspektivenwechsel.

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Netzgedächtnisstörungen, Content-Schock, Markengesichter

„Es ist alles schon gesagt, nur noch nicht von mir“ soll von Karl Valentin stammen, und damit wird er zum Propheten für das Zeitalter der Inhalte. Wer den Kern des Bonmots verstanden hat, konzentriert sich entspannt auf Wichtiges und verlinkt einfach auf Menschen, die gerade mehr Zeit hatten, gute Gedanken aufzuschreiben. Heute über das Gedächtnis des Web, Selbstzerstörungstendenzen im Content Marketing und Markengesichter online.

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Gibt es DAS Rezept für wirksame Headlines?

In letzter Zeit beobachte ich vor allem im B2B-Kontext einen stereotypen Einheitsbrei bei Überschriften. Angeblich ziehen Headlines mit Zahlen und Fragen Leser geradezu magisch an. Aber ist das nicht ganz mieser Stil? Interessante Frage: Was ist eigentlich eine gute Überschrift?

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Nachdenken über Formkäse

Die BWL lehrt zu abstrahieren und Prozesse zu modellieren. So lässt sich mit Hilfe von Technik vieles automatisieren, wo vorher Menschen waren. Für Effizienzsteigerungen in der Produktion ist das sinnvoll. Die gleiche Denke in der Kommunikation ist eine Katastrophe: Menschliche Beziehungen und Emotionen werden aus der BWL-Brille betrachtet zu Formkäse. Das beginnt bereits mit den Begrifflichkeiten. Ein Rant gegen die unerträgliche Worthülse „Content“ – und für mehr Seele in der Kommunikation.

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Zehn gute Gründe für dieses Blog

Hier geht es um Inhalte und deren Management im professionellen Kontext von Marken und Unternehmen. Dieser Beitrag ist ein kleiner Startschuss mit grundlegenden Gedanken über Denken und Lernen, über das Kurz- und Langfristige, über Kommunikation und Entwicklung, über Wirklichkeit und den Nutzen des Teilens. Willkommen!

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