Posts Tagged ‘Socialmedia’

Links: Das Web erfordert ein Umdenken sozialer Beziehungen – was nicht bedeutet, dass sich der Mensch ändert

  • Nach klassischem Verständnis ist das menschliche Potenzial für soziale Kontakte ziemlich rasch erschöpft – wirkliche Freunde hat jeder nur wenige. Social Media mit allen ihren Plattformen haben daran wenig geändert, auch wenn einige das gerne anders sähen. Der Mensch wechselt sein Medien- und Kommunikationsverhalten zwar innerhalb weniger Jahre, nicht aber sein grundsätzliches Sozialverhalten. Das weiß auch Thomas Pfeiffer von den Webevangelisten: Er macht gar nicht erst den Fehler, über die Unmöglichkeit von 500 “Freunden” zu sinnieren, sondern analysiert die Stärke schwacher Bindungen: Social Media bieten vor allem dort Vorteile, wo sie herkömmliches Sozialverhalten sinnvoll erweitern und ergänzen.

Links: Unkritische Euphorie ist ein ebenso schlechter Ratgeber wie Desinteresse

  • Nach dem monatelangen Hype häufen sich nun immer mehr Stimmen, die die Möglichkeiten von Social Media kritisch hinterfragen. Klaus-Dieter Knoll tut das in seinem Blog mit erfrischend klarem Blick für die Gegebenheiten und mit ausreichend Abstand zum mitunter recht hysterischen Social-Media-Beratergetöse. Er konzentriert sich auf drei von zahlreichen Social-Media-Mythen: 1. E-Mails sind out, 2. Unternehmer müssen bloggen, 3. “Viral” ist gleichbedeutend mit Erfolg. Wie immer nicht die ganze Wahrheit – aber ein unverzichtbarer Teil davon.

Links: Community ist keine Technik, kein Kanal und keine Lösung

  • Martin Oetting erklärt, warum er “Community” weder für eine Lösung, eine Technik noch für einen strategischen Ansatz hält. Seine Einschätzung passt sehr gut zu jener rotzigen Antwort, die Facebook-Gründer Mark Zuckerberg mal auf die mehr oder weniger verzweifelte Frage eines US-Verlegers gab, wie er es denn anstellen müsse, um auch so eine Community wie Facebook zu schaffen: “You can’t”. Zuckerberg meinte damit, dass man Communities nicht einfach so erschaffen könne, sie seien immer bereits vorhanden: Ein Blog oder eine Plattform sei immer nur ein Katalysator für bereits vorhandene Interessen und Gemeinsamkeiten. Sehr schön kommentiert nachzulesen bei Jeff Jarvis’ Blog Buzzmachine.

Links: Was für Statistiker

  • Prof. Dr. Matthias Fank, FH Köln, Fakultät für Informations- und Kommunikationswissenschaften zur Social-Media-Studie 2009: “Bereits 2008 habe ich Blog- und Forenbetreiber nach Ihrer Sicht der Dinge befragt. Die Bereitschaft, an der Studie teilzunehmen war enorm und die Ergebnisse äußerst interessant. Daher lag die Idee nahe, in 2009 eine weitere Studie durchzuführen, die nun vorliegt und kostenlos auf der Website der infospeed GmbH herunter geladen werden kann.” via marketing-blog.biz

Links: Statt jeder Menge Pannen mal ein positiver Ansatz


Links: Muss man mit Unternehmen befreundet sein? – Das Internet produziert viel Dreck, unter dem Strich aber wächst die Qualität relevanter Beiträge

  • Interessante Diskussion unter PR-Experten auf dem Weblog massenpublikum.de, ob es überhaupt sinnvolle Social-Media-Kampagnen geben kann, wenn ja, was 2009 positive oder native Beispiele gewesen sein könnten, und ob die Kommunikationsaktivitäten von Unternehmen im Netz auch dann immer persönlich und verbindlich sein können bzw. müssen, obwohl eindeutige Verkaufsziele dahinter stehen.
  • “Die Medienlandschaft des Internets öffnet den Qualitätswettbewerb für Alle. Der Netz-Effekt: Mehr gute Inhalte. Genau das ist das Problem der Medienunternehmen, die zuviel Durchschnitt produzieren.” Eine brillante Analyse vom US-Medienexperten Umair Haque auf CARTA (auf Deutsch), nicht unbedingt neu aber angesichts der jüngsten Debatten um das Leistungsrecht auf jeden Fall lesenswert. Grundidee des Beitrags ist der Vergleich von Medienangeboten mit Wein (gute journalistische Inhalte) und Wasser (fade Beimischung), und was das Internet für diesen “Getränkehandel” bedeutet. “Im Netz sind die neuen schlechten Angebote nicht dramatisch schlechter als die in den klassischen Medien, aber die guten sind um einiges besser. In einer offenen Medienlandschaft gibt es daher im Endeffekt – mehr Qualität.”

Links: Zielgruppenscheren über den einen Kamm – Die Wellenreiter des Hype – Google Wave für frühe Vögel

  • Jörg Wittkewitz befasst sich auf seinem Blog digitalpublic.de differenziert mit der Frage, wer die eigentlich sind, diese Generation Internet. Und natürlich ist die Wahrheit weitaus komplexer als es irgendwelche plakativen Vereinfachungen suggerieren. Das Internet und diejenigen, die sich dort zuhause fühlen, ist nicht mehr oder weniger zu vereinfachen als Gesellschaft generell.
  • Der US-PR-Berater Brian Solis macht sich lustig über den Beraterhype, den Social Media ausgelöst haben. Er belächelt das Heer sog. Experten, die in Wirklichkeit oft kaum mehr sind als Glücksritter mit neuem Geschäftsmodell, und die sich nun “Consultants” nennen. Er sinniert darüber, dass Social-Media-Expertise bei den echten Profis mittlerweile schon fast als Negativvotum gilt. Ein interessantes Stück darüber, was passiert, wenn Hypes sich zu überdehnen beginnen und die unweigerliche Ernüchterung eintritt (ohne die Bedeutung des Themas an sich in Frage zu stellen).
  • Google Wave hat bereits mit der ersten Vorstellung Wellen geschlagen. Marcel Weiss schlägt auf netzwertig.com aus der Fülle der Online-Beiträge drei besonders lesenswerte vor, die den aktuellen Status aufgreifen und das Potenzial umreißen.

“I’m not desperate, but give me attention”


Links: Die Vermessung der Online-Welt – nicht jedes harmlose Tool bleibt harmlos

  • Nach dem Vorbild des US-PR-Beraters Brian Solis hat die Hamburger Spezialagentur ethority sich die Mühe gemacht und mal das Äquivalent für den deutschsprachigen Raum zusammengetragen. Der Nutzwert liegt vor allem im Versuch einer Kategorisierung der unterschiedlichen Social-Media-Welten und der damit verbundenen Plattformen und Tools. Und im schönen plakativen Schaubild.
  • Twitter – war das nicht das Medium für Leute mit Langeweile? Und Firmen, waren das nicht jene üblen Organisationen, die ihre Mitarbeiter abhören, persönliche Daten filtern und E-Mails lesen? Mit xefer.com kriegen Sie es künftig exakt gelistet: Wer twittert an welchem Wochentag und um wie viel Uhr am fleißigsten? Ein Tool, das nicht nur Spaß macht, sondern demnächst garantiert von irgend einem Schlaumeier als finsteres Werkzeug beschrieben werden wird, mit dem sich (unproduktives?) Mitarbeiterverhalten genau überwachen lässt. Und dann wird wieder ein steil erhobener Online-Reputations-Beraterzeigefinger warnen: Vorsicht, Chef liest mit!

Links: Eine nicht ganz zufriedenstellende aber dennoch erwähnenswerte Befragung zur Bekanntheit bzw. Akzeptanz von Social Media in Unternehmen

  • “In einer empirischen Erhebung im Verlauf der ersten Jahreshälfte 2009 wurden leitende Angestellte, Vorstände, Geschäftsführer oder Firmeninhaber von insgesamt 350 Unternehmen von Studenten der Cologne Business School unter der Leitung von Prof. Dr. Klemens Skibicki zur Nutzung des Web 2.0 befragt. Die Auswertung übernahm die Kölner Unternehmensberatung Brain Injection. Wichtigstes Ergebnis der Studie: über 20 Prozent der Führungskräfte von Unternehmen wissen nicht, was sich hinter dem Begriff Web 2.0 verbirgt.” – Anmerkung: Twitter bzw. Microblogging wurde nicht in der Studie differenziert – das finde ich – vorsichtig formuliert – enttäuschend.