Links: Schon wieder dieses Internet. Das wird ja echt anstrengend, langsam.
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Jürgen Kuri, Altmeister und stellvertretender Chefredakteur der IT-Großinstanz “c’t” aus Hannover verlässt sein angestammtes Terrain und spricht über den Gedanken der Aufklärung in Zeiten des Internet, über Freiheit und Kontrollverlust , über Selbstbestimmtheit und den Glauben an einen Maschinengott. Da geht es also um alles. Es gab Zeiten, da hätten Philosophen milde über Typen gelächelt, denen es um alles ging. Weil es da Jahrzehntelang nichts mehr zu sagen gab. Das Nachdenken über das Sein galt als tot, als sinnlos. Täuscht es mich, oder startet diese Diskussion nun neu, noch leise – aber mit immer mehr Stimmen?
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Ah. Endlich erklärt mal einer das Internet. Mit Video. Mit Infografiken. Sogar mit Infografiken im Video! Und mit ein bisschen Ironie. Das finde ich besonders gut. Die bookmarke ich mal, die Kontextschmiede von Jakob Jochmann aus Düsseldorf.
Das Erzkonservatief: Einfach so tun, als sei alles beim Alten geblieben und könne auch einfach so weiter gehen
Unter den Mechanismen des Verdrängens ist die romantische Verklärung eine der wirksamsten. Sie lässt den Willen gefrieren, die Dinge voranzutreiben und ersetzt sie gegen den Geist des Um-jeden-Preis-Bewahrens. Das scheint ein zutiefst menschlicher Wesenszug zu sein, in dem sich die Angst vor der Zukunft spiegelt. Die romantische Verklärung zeichnet ein Zerrbild von einer Welt, in der der Moment zum Gesamtanspruch erhoben werden kann. Winterstarre ist, so wunderbar und verlockend sie für den Moment erscheinen mag, kein Modell auf Dauer. “Wo doch wieder so schön Schnee liegt, wollen wir den Klimawandel eigentlich nicht wahrhaben. Zumindest nicht hier bei uns”. Konservativ wird, wer etwas zu verlieren hat, mitunter um jeden Preis, und sei es die Zukunft. Ergänzung: “The radical of one century is the conservative of the next.”
Links: Ist der Traum von der Netzfreiheit wirklich nur eine kleine temporäre Utopie?
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Frank Schirrmacher, Mitherausgeber der F.A.Z. und mit seinem Buch “Payback” als kulturpessimistischer Maschinenkritiker gerade erst aus den Schlagzeilen, setzt sich mit dem auseinander, was Apples iPad jenseits seiner mittelmäßigen Hardware konzeptionell bedeutet. Man muss Schirrmacher nicht in allen Punkten Recht geben, aber seine Gedanken sind absolut bedenkenswert: Einerseits reduziere das iPad zwar Komplexität in beachtlichem Maß und erschließe dadurch das Netz erst für eine breite Masse, andererseits werde der Computer dadurch zu einer dämlichen Fernbedienung und die Kreativität und Freiheit des Einzelnen in dramatischer Weise beschnitten. Die Kultur des App-Stores verändere die Kultur des Netzes auf eine Art und Weise, die den meisten Apple-Jüngern überhaupt noch nicht klar sei: Die fazinierende Idee der Freiheit des Netzes gehe schlagartig verloren zugunsten einer Kontrolle durch wenige (Apple, Google, etc.).
Links: 17 Thesen darüber, was das Internet gerade bewegt – noch eine Nachrichtensammelfräsmaschine
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Eine inhaltliche Zusammenfassung in 17 Punkten all der unzähligen Diskussionen zwischen Bloggern und Journalisten, der Zensursula-Debatte, der Motivationsbasis der Piratenpartei, über das Urheberrecht und weiterer zentraler Gedanken. Für Insider wahrscheinlich todlangweilig, weil nichts weiter als eine Zusammenfassung hundertmal wahrgenommener Diskussionsinhalte – in der Summe jedoch ein Meilenstein des digitalen Bewusstseinswandels und des kulturellen Umbruchs, dessen Zeugen wir gerade werden. Geschrieben von 15 bekannten Internet- und Medien-Persönlichkeiten, von Markus Beckedahl über Sascha Lobo bis Fiete Stegers.
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Rein algorithmengesteuerte Nachrichtenaggregation ist derzeit sicher die einzige Möglichkeit, neben den etablierten Großseiten noch etwas Neues zu starten. Nichts anderes macht Nachrichten.de, ganz ohne Redakteur. Dass menschliche Empfehlungen auch im Internet langfristig jedem Algorithmus und jeder Suchmaschine überlegen sein werden, daran zweifelt wohl niemand ernsthaft – was bislang fehlt, ist das funktionierende Geschäftsmodell. Da sind wir mal sehr gespannt, wie nachrichten.de sich so macht. Ein Beitrag von “Netzökonom” Holger Schmidt auf faz.net.
