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	<title>Hartmut Ulrich &#187; Liebe</title>
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		<title>Nimmerkonnten</title>
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		<pubDate>Fri, 31 Jul 2009 20:45:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hartmut</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Kurzgeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Sinn]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Schönheit der Zahlenkombinationen. Wenn das ein Computer gemacht hat, dann war er Ästhet, dann musste man ihn bewundern. Natürlich hat das ein Computer gemacht. Er fühlte sich seltsam bei der Erkenntnis, die Ästhetik der Zahlenkombinationen körperlich spüren zu können, wo Zahlen ihm sonst wenig bedeuteten. Kunst ist weitgehend Zufall, dachte er, und sie lässt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Schönheit der Zahlenkombinationen. Wenn das ein Computer gemacht hat,  dann war er Ästhet, dann musste man ihn bewundern. Natürlich hat das  ein Computer gemacht. Er fühlte sich seltsam bei der Erkenntnis, die Ästhetik  der Zahlenkombinationen <em>körperlich</em> spüren zu können, wo Zahlen ihm  sonst  wenig bedeuteten. Kunst ist weitgehend Zufall, dachte er, und sie  lässt sowohl den Künstler wie auch den Betrachter im Glauben, da sei etwas mit  Plan und Absicht entstanden. Im Rückblick ist alles linear. Kein besserer Weg, das Leben zu beschreiben. Man muss, wenn man am Ende angelangt ist, nochmal ganz nach vorne blicken, um zu verstehen.</p>
<p><strong>Noch 377 Elemente</strong></p>
<p>Oberstudienrat Greuther wollte gerade sein <em>Moleskine</em> zuklappen, als  ihm plötzlich alles so lächerlich erschien, so wirr und ganz ohne Sinn, dieses  ganze Getue, so affektiert, gekünstelt und aufgesetzt. Kichernd riss er die  Seite aus, zerknüllte sie und warf sie über die Schulter in Richtung Papierkorb.  Wie immer traf er nicht. Es klappte nie. Er warf das Büchlein hinterher, und es  kümmerte ihn nicht, wo es niederfiel. Der Versuch, den Dingen eine Richtung und einen Sinn geben zu wollen, ist in  gleichem Maß ehrenhaft und jämmerlich.</p>
<p><strong>Noch 127 Elemente</strong></p>
<p>Die Stille holte ihn ein und überrollte ihn wie ein Güterzug aus dem Nichts,  er war unfähig auszuweichen. Er hatte kaum je etwas anderers getan als  auszuweichen, und nun holte ihn die Stille ein und konfrontierte ihn mit sich  selbst und das mit solcher Wucht, dass es ihm den Atem nahm. &#8220;Milch&#8221;, dröhnte  ihm der Kopf, &#8220;wir haben keine Milch mehr&#8221;. Du machst ja gar nicht. Du tust nur  (ist das etwa ein Unterschied?).</p>
<p><strong>Noch 75 Elemente</strong></p>
<p>Als sie die Straße betrat, trieb der Wind nasskalte Schneeflocken ins Licht  der Laternen, und es fühlte sich nach Erkältung und Schmerzen an. Sie fröstelte  und lief los. Ihre Absätze klangen in der Dunkelheit, als sei sie der einzige  verbliebene Mensch auf Erden. Schaut man hinter Motivationen, auf das, was Menschen aus  welchem Grund auch immer bewegt, und lässt man dann alles weg, was irgendwie jämmerlich  ist und armselig, was bleibt dann noch übrig? Befehlen folgen, seien sie nun  innerer oder äußerer Natur, Zwängen, Ängsten, Vorurteilen. Determinismus oder wirkliche Freiheit? Langweilt mich nicht mit Euren Theorien. Wie viel wahre Größe  bleibt, wenn man alles abzieht? Nicht 15  Minuten Ruhm sollt ihr haben, nein, 15 Minuten Größe, und diese 15 Minuten  kosten ein ganzes Leben.</p>
<p><strong>Noch 33 Elemente</strong></p>
<p>Es geht um 600.000 Dollar. Doch nur um Geld? Mit Geld kann man keine Liebe  kaufen, Geld ist nur Asche. Narr! Natürlich kann man mit Geld auch Liebe kaufen,  denn Geld ist Zeit, und Zeit bedeutet auch Zeit für Aufmerksamkeit, und  Aufmerksamkeit ist heute  so kostbar wie Liebe. Vielleicht ist Liebe nichts anderes als überdurchschnittliche Aufmerksamkeit. Deine Milchmädchenrechnungen sind  legendär (wieso eigentlich 600.000?).</p>
<p><strong>Noch zwölf Elemente</strong></p>
<p>Zahlen bis zwölf werden ausgeschrieben. Bis zum bitteren Ende. Ist das zu viel oder zu wenig? Licht ist aus, und die Zeit  angehalten.</p>
<p><strong>Noch fünf Elemente</strong></p>
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		<title>Black is beautiful</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Jun 2009 22:32:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hartmut</dc:creator>
				<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehung]]></category>
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		<category><![CDATA[Liebe]]></category>

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		<description><![CDATA[Sie betrat den Raum, wir hatten sie zwei Monate nicht gesehen, sie hatte ihren Neuen dabei, stellte ihn jedoch niemandem richtig vor, ließ ihn verschämt hinter sich stehen, als habe sie ihn an der Garderobe abzugeben vergessen wie einen Mantel, als sei er ein Fremdkörper, wozu er in jenem Moment auch buchstäblich wurde, sie ließ [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sie betrat den Raum, wir hatten sie zwei Monate nicht gesehen, sie hatte ihren Neuen dabei, stellte ihn jedoch niemandem richtig vor, ließ ihn verschämt hinter sich stehen, als habe sie ihn an der Garderobe abzugeben vergessen wie einen Mantel, als sei er ein Fremdkörper, wozu er in jenem Moment auch buchstäblich wurde, sie ließ ihm keine Chance, und alle wussten, sie fickt ihn nur, nicht er sie, eigentlich ist er untragbar für sie, für ihren Anspruch, und alle taten so als bemerkten sie es nicht und schwiegen. Es blieb das einzige Mal.</p>
<p>Zwei Monate später kam sie wieder allein, leicht flackernd der Blick, fragt mich nicht, und alle wussten und fragten nicht, und sie schaute auf ihr Weinglas, redete über das Wetter und trank. Wäre er nicht schwarz gewesen.</p>
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		<title>Ihr Gesicht</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Jun 2009 22:17:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hartmut</dc:creator>
				<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>

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		<description><![CDATA[Für einen kurzen Moment nur, für den Bruchteil einer Sekunde, zeigte sie ihr Gesicht, und er erschrak. Er hatte es nicht sehen wollen und war zugleich unfähig, nicht hinzusehen. Unter keinen Umständen hatte er ihr Gesicht sehen wollen, er hatte weiter das Abbild behalten wollen, das nur in seinem Kopf existierte. Er hatte sich weiter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Für einen kurzen Moment nur, für den Bruchteil einer Sekunde, zeigte sie ihr Gesicht, und er erschrak. Er hatte es nicht sehen wollen und war zugleich unfähig, nicht hinzusehen. Unter keinen Umständen hatte er ihr Gesicht sehen wollen, er hatte weiter das Abbild behalten wollen, das nur in seinem Kopf existierte. Er hatte sich weiter vorstellen wollen, was sie hätte sein können. Nun, da ihm die Wirklichkeit jenes Urbild verweigerte, das noch jede Möglichkeit enthielt, da sie ihm lediglich eine Kopie zeigte, eine einzige von unendlich vielen möglichen, nahm sie ihm im Bruchteil einer Sekunde jede Hoffnung. Ich bin gleich wieder da, sagte er, drehte sich und ging, erst langsam, dann immer schneller. Er würde nicht wiederkommen.</p>
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		<title>Krähenvögelkonversation</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Jun 2009 04:13:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hartmut</dc:creator>
				<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>

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		<description><![CDATA[Das gegen halb fünf vorgetragene Lied der Krähe führt zur Bemerkung, dass doch bei weitem nicht jeder Star sein könne, der den Schnabel aufreiße. Du immer mit deinen Einfällen, du hast ja ne Meise, sagt sie. Nein, einen süßen Spatz, schmeichle ich in ihre Richtung, nicht eben geistreich aber bemüht. Komm lass uns vögeln, grinst [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das gegen halb fünf vorgetragene Lied der Krähe führt zur Bemerkung, dass doch bei weitem nicht jeder Star sein könne, der den Schnabel aufreiße. Du immer mit deinen Einfällen, du hast ja ne Meise, sagt sie. Nein, einen süßen Spatz, schmeichle ich in ihre Richtung, nicht eben geistreich aber bemüht. Komm lass uns vögeln, grinst sie zurück, nicht eben überwältigt aber immerhin.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Schlundroman</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Mar 2009 18:10:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hartmut</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Wortspiel]]></category>

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		<description><![CDATA[Wahnticket Liebeswienerin Miezwohnung Nacktflug Vögelschlag]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wahnticket<br />
Liebeswienerin<br />
Miezwohnung<br />
Nacktflug<br />
Vögelschlag</p>
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