Links: Zwischenzeitwahrnehmungen
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“Unser Zeitalter steht meines Erachtens unter dem Eindruck zweier großer kultureller Signifikanten. Da ist einerseits ein analoges System, das unseren Eltern gehörte und mittlerweile von Einschusslöchern durchsiebt ist. Dies symbolisiert das Symbol des verfallenen Schlosses. ‘Gothic Hightech’: die Ruinen des Unhaltbaren, des nicht Nachhaltigen. Das andere Symbol sind die Favela-Slums. ‘Favela Chic’: die informalisierte, illegalisierte, hoch vernetzte Struktur der neuen Ordnung, die sich gerade bildet – alles, was man im 21. Jahrhundert an wirklich Neuem macht und was noch nicht domestiziert oder von der Gesellschaft vereinnahmt wurde.” Der Science-Fiction-Autor Bruce Sterling mit einem Transskript eines ziemlich abgedrehten und dennoch hochspannenden Vortrags anlässlich der Transmediale.
Diedrich Diederichsen in der FAS über die neue SPEX
“…eine qualifizierte Langsamkeit, die antikapitalistische Tiefe eines ungehetzten Lebens im Dienste ästhetischer Reflexion.”
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Links: Werkzeugkiste für den unwahrscheinlichen Fall mahnend erhobener Zeigefinger
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Kathrin Passig beschäftigt sich in ihrer Internetkolumne auf online-merkur.de mit der reflexhaften Ablehnung alles Neuen und definiert die sieben Todsünden des Kulturpessimismus: “Wenn es zum Zeitpunkt der Entstehung des Lebens schon Kulturkritiker gegeben hätte, hätten sie missmutig in ihre Magazine geschrieben: »Leben – what is it good for? Es ging doch bisher auch so.« ” Ein ebenso amüsanter wie scharfsinniger Blick auf das Internet und das Neue, das sich damit verbindet. Abschließender Ratschlag: vergessen lernen “Der erwachsene Mensch kennt einfach zu viele Lösungen für nicht mehr existierende Probleme”.
Links: Zur Knappheit von Geld und Gütern kommt nun die Knappheit der Aufmerksamkeit – Aufmerksamkeit bekommen längst nicht mehr nur etablierte Medien
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“Es spricht vieles dafür, dass durch die Digitalisierung der Medien so etwas wie eine Parallelwirtschaft entsteht, die nicht (wie unsere derzeit etwas leidende traditionelle Ökonomie) durch Geld und knappe Güter beherrscht wird, sondern durch Information und knappe Aufmerksamkeit.” Einmal mehr ein lesenswerter Beitrag von Andreas Göldi.
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Stephan Weichert, Professor für Jounalistik und Christian Zabel, Assistent des Vorstandsvorsitzenden bei der Deutschen Telekom, beschreiben mit dem etwas schwurbeligen Kunstbegriff “Alpha-Journalismus 2.0″ die ewig diskutierte und dennoch so bedeutende Tatsache, dass es nicht mehr nur Journalisten sind, die publizistische Bedeutung für sich in Anspruch nehmen können. Keine neuen Erkenntnisse, aber dennoch ein lesenswerter Beitrag zum Medienwandel.
Startseite vom 18. Juni 2009
The future is speaking Chinese
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