iPad: Executive Summary in drei Minuten
Für alle, die keine Gelegenheit zu einem kurzen Trip ins Valley hatten, hier eine knackige Zusammenfassung der wichtigsten Aussagen zum iPad von Neil Curtis.
Links: Ist der Traum von der Netzfreiheit wirklich nur eine kleine temporäre Utopie?
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Frank Schirrmacher, Mitherausgeber der F.A.Z. und mit seinem Buch “Payback” als kulturpessimistischer Maschinenkritiker gerade erst aus den Schlagzeilen, setzt sich mit dem auseinander, was Apples iPad jenseits seiner mittelmäßigen Hardware konzeptionell bedeutet. Man muss Schirrmacher nicht in allen Punkten Recht geben, aber seine Gedanken sind absolut bedenkenswert: Einerseits reduziere das iPad zwar Komplexität in beachtlichem Maß und erschließe dadurch das Netz erst für eine breite Masse, andererseits werde der Computer dadurch zu einer dämlichen Fernbedienung und die Kreativität und Freiheit des Einzelnen in dramatischer Weise beschnitten. Die Kultur des App-Stores verändere die Kultur des Netzes auf eine Art und Weise, die den meisten Apple-Jüngern überhaupt noch nicht klar sei: Die fazinierende Idee der Freiheit des Netzes gehe schlagartig verloren zugunsten einer Kontrolle durch wenige (Apple, Google, etc.).
Links: Wir fühlen uns verappelt
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Andreas Göldi befasst sich auf netzwertig.com mit der Frage, warum Apple derart große Marketing-Hypes auf die Reihe bekommt. Dei Antwort darauf sucht er nicht bei den messianischen Auftritten des Charismatikers Jobs, sondern in einer interessanten Erkenntnis von Markt- bzw. Käuferverhalten: Apple spielt nicht das gleiche Spiel wie der Rest der Gadget-Branche. Vor allem geht es dabei um Unterschiede in den Zyklen der Marktabschöpfung mit Early Adopters, Early Majorities und Late Majorities, die Apple vom Wettbewerb unterscheidet. Ein paar wirklich interessante Gedanken.
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Amir Kassaei, Kreativchef von DDB Tribal in Berlin, derzeit gehandelt als kreativster Werber der Welt, hat sich auf Twitter und in der einen oder anderen provokativen öffentlichen Äußerung bereits gedanklich von der klassischen Werbewelt verabschiedet, dieser Amir Kassaei erklärt uns nun das iPad. Nein, eigentlich erklärt er mal wieder die Welt. Anhand des iPad. Schön: 1. Digital is the new Infrastructure. 2. Design is function not form. 3. Seduce, Convince and Capitalize. 4. Open in the Collaboration. Closed in the Implementation. 5. Marketing is developing the right solutions and creating a great user-experience. 6. I means I and not Internet. 7. Everything is Everything. Auf Horizont.Net.
Das eigentlich Revolutionäre ist das Touch-Betriebssystem und das Konzept, nicht das dämliche Tablett!
Dieser Tage ist ja nun schon so ziemlich alles über Apples neuestes Wunderkind® iPad gesagt worden, was sich sagen lässt, bevor es in der Praxis beweisen kann, was davon stimmt und was nicht. Eine Bemerkung allerdings fehlt durchweg in den diversen Beiträgen, und das liegt möglicherweise daran, dass die Tester vor allem die gegenwärtig präsentierte Hardwarekonfiguration bewerten und dabei übersehen, was das iPad konzeptionell und längerfristig darstellt: Das eigentlich Revolutionäre ist nicht die Hardware, die in der Tat eher enttäuscht, sondern das Prinzip eines einfach bedienbaren Surftabletts mit Touch-Betriebssystem.
Weg mit der Maus, Tastatur nur wenn unbedingt nötig, ansonsten ab aufs Sofa mit dem Pad: Das wird die Wahrnehmung für Computer von Grund auf verändern und damit letzten Endes die gesamte PC-Branche. Natürlich zeichnet sich diese Entwicklung schon lange ab, sie wird mit dem iPad jetzt aber erstmalig greifbar. Microsoft ist mit Windows 7 von diesem Schritt noch ein gutes Stück weit entfernt, vielleicht tauchen deswegen fast zeitgleich zur iPad-Vorstellung Gerüchte auf, Windows 8 könne bereits 2011 vorgestellt werden. Wollen wir wetten, die Touch-Funktionalitäten sind dann massiv ausgebaut? Wollen wir wetten, die Hardwarebranche wird sich nun überbieten mit mehr oder weniger erweiterten Touch-Display-Konzepten? Und last not least, werden sich die versammelten Mobitelfeon-Hersteller nicht in den Hintern beißen, dass sie dieses Konzept nicht auch schon früher vorangetrieben haben? Ach ja, dann war da ja noch Google mit Android, jenem Betriebssystem, das für diese Art von Computerhardware geradezu prädestiniert ist, und das sich vermutlich rasch an Touch-Technologie anpassen lässt.