Posts Tagged ‘Google’

Links: Finden wir Google gut oder schlimm – egal, wir finden es unverzichtbar

  • “Auf der politischen Diskussionsebene hat sich eine Lagerbildung unter den Diskutanten etabliert: hier die Fanboys, unkritisch und immer nach vorne gerichtet, dort die rückwärtsgewandten Kulturpessimisten, die weder die Technik verstehen noch Disruption erkennen. Ein sachlicher Diskurs ist aber schwer möglich, wenn die Motivation und Kompetenz der jeweiligen Gegenseite angegriffen wird. Die Spitzenvertreter beider Lager, die gerade sich selbst für besonders gute Kommunikationsprofis halten, sollten einmal darüber nachdenken, wohin das eigentlich führen soll.” Exzellenter Beitrag von Christoph Kappes auf CARTA.

Google Wave kapieren geht auch unter zwei Stunden

via Sixtus. Und wer es ganz genau wissen will, kann sich dann ja das mal ansehen.


Links: Reißt das Fenster auf – Die Zeiten ändern sich – Nicht alle gehen mit

  • Als Googles Browser Chrome Anfang September 2008 in seiner ersten (noch unbefriedigenden) Version vorgestellt wurde, geisterten sofort heftige Expertendiskussionen durchs Netz, ob dies nun das Ende der Betriebssysteme sei. “Netzökonom” Holger Schmidt fasst in wenigen Sätzen zusammen, warum Chrome OS nun nicht nur die Bestätigung dieser These ist, sondern auch auf dem besten Weg, Betriebssystemen alter Machart den Garaus zu machen.
  • “Das Zeitalter privatisierten Wissens ist vorbei. Das Zeitalter kapitalisierter Texte ist vorbei. Das Zeitalter des Bildungsadels und des Meinungsklerus ist vorbei. Das Zeitalter der zentralisierten Massenmedien ist vorbei. Das Zeitalter der fremdbestimmten und extrinsichen Bildung und Erziehung ist vorbei. Das Zeitalter des Kulturkanons ist vorbei.” Interessante Gedanken über Google und Bildungsverständnis. Von Benjamin Birkenhage auf seinem Blog anmutunddemut. Dank an @diplix für den Link!
  • Frank Schirrmacher, Mitherausgeber der F.A.Z., schreibt im gedruckten Spiegel und nun auch online eine einigermaßen weinerliche Geschichte, die Appetit machen soll auf sein neuestes Buch. Darin beklagt er, dass er der Art zu denken, zu der ihn das Internet zwinge, immer weniger gewachsen sein. Das soll mir kein Anlass sein für Mitleid oder Spott – ganz im Gegenteil. Der interessante Teil des Beitrags liegt in der Erkenntnis, dass die Art und Weise, wie das Gehirn gefordert wird, es permanent beeinflusst und verändert. Schirrmacher tritt zurück und versucht sich an einem nüchternen Blick auf das, was gerade passiert. Ein Artikel, den man am besten zehn Jahre archiviert, um ihn dann hervorzuholen und nochmal zu lesen.
  • Die Arbeits- und Konsumgesellschaft kommt an ihre Grenzen, meint Christine Ax (jg. 1953, Philosophin und Ökonomin). Aus ihrer Sicht ist nicht ein Mangel an Bildung die Ursache der Probleme – Information und Wissen würden überbewertet, Persönlichkeitsbildung unterbewertet. Auf lange Sicht produziere dies immer besser qualifizierte Verlierer. Das eigentliche Problem liege im Wachstumsdilemma der Gesellschaft: Zum Wachstum verdammt, obwohl längst jeder weiß, dass dies immer schwerer zu realisieren ist. Christine Ax plädiert für das bedingungslose Gundeinkommen und eine Arbeitsgesellschaft, die nicht mehr nur als Konsumgesellschaft funktionieren darf.

Links: Nun wollen alle ein Klickchen vom Google – Vodafone klingelt weiter

  • Das, liebes manager magazin, ist nun echte Meta-Kommunikation, wenn auch ganz und gar unfreiwillig: Nicht nur, dass manager-magazin.de heute auf ein Interview verweist, das erst übermorgen im gedruckten Heft erscheinen wird (und damit unfreiwillig einen Teil des Problems beschreibt), nein, das Thema, um das es geht, ist auch online längst abgefrühstückt (Hubert Burda will Google am liebsten zur Kasse bitten und fordert Staatshilfe in Form von Steuerentlastungen). Eine Verquickung von Zeitebenen, die ein monatliches Periodikum um so mehr schmerzen müssten, wendete es sich beruhigenderweise nicht mehrheitlich an eine Leserschaft von “Männern über 50″. Ach Medienwelt, ach Echtzeitkommunikation, ach Gezeitenkräfte!
  • Konrad Lischka erkennt hinter dem beliebten Google-Bashing den eigentlichen Kern der Aufregung: Politiker, Verleger, Unternehmer – und auch Blogger haben ein neues Feindbild. Google. Dabei meinen sie in Wirklichkeit die Mechanismen des Internet, das alte Machtstellungen schleift und neue entstehen lässt.
  • Markus Angermeier stellt auf seinem Blog seine Sicht der Dinge rund um den Vodafone-Bohey dar. Unaufgeregt reflektiert und analysiert er die Kampagnenentwicklung und welche Gedanken ihm in den einzelnen Phasen des Projekts durch den Kopf gingen. Professionalität zeichnet sich in meinen Augen auch durch einen Umgang mit kontrovers diskutierten Themen aus, wie Angermeier es hier vormacht.

Links: Heute nur “boykottiert doch Google”

  • Na gut, ein klitzekleines bisschen Senf zur Google-Spitze von Hubsi Burda in der FAZ sei gestattet. Auch wenn der Sturm bereits vorbeigeschwappt ist und jeder weiß: Es ist doch alles Taktik und Politik. Aber dieser Text bringt es so schön auf den Punkt. Von Ulrike Langer, medialdigital.de