Posts Tagged ‘Foto’

Ein winzig kleiner Tropfen Zeit

Und am nächsten Tag fahren wir noch mal nach Westen

Und am nächsten Tag fahren wir noch mal nach Westen


Nur im Original atemberaubend (1)

Wie groß müsste dieses Bild werden, um wen zu beeindrucken?

Wie groß müsste dieses Bild werden, um wen zu beeindrucken?


Blick über das Wettersteingebirge ins Karwendel

Gute Fernsicht verstellt einem leicht den Blick aufs Naheliegende

Gute Fernsicht verstellt einem leicht den Blick aufs Naheliegende


Fünf Minuten nur der Wind

Im Leben nicht immer so klar: Wenn du oben bist, geht es erst mal wieder bergab

Im Leben nicht immer so klar: Wenn du oben bist, geht es erst mal wieder bergab

Seltsam, dass der Blick vom Gipfel etwas vollkommen anderes ist, wenn keine Bahn dorthin führt. Als ob eine Horde Turnschuhtouristen etwas anderes wäre als ein Dutzend Alpinisten, die sich ums Gipfelkreuz drängeln, jeder für sich in die Ferne blickend, so als seien die Anderen nicht da. Die Seilbahnfahrer sind sich alle gleich darin, dass sie nichts geleistet haben, die Besteiger neiden sich die Tatsache, dass auch alle anderen zeitgleich genau so gut waren und zum absolut gleichen Höhepunkt gefunden haben. An diesem Tag waren wir allein. Es war wohl zu kalt, zu windig und auch ein bisschen zu spät. Still war es aber nicht. Der Wind piff sein eisiges Liedchen, und Eiskristalle prasselten über den Schnee wie Sand in der Sahara. Wenn man einfach hätte liegen bleiben können. Nach wenigen Minuten wurde es uns zu kalt. Vielleicht ist das überhaupt das Schönste am Berg: Dass man oben genau weiß, dass es höher nicht mehr geht, und dass man ebenso gewiss sein kann, dass dann der Abstieg folgt – und wie lange er dauert.


Gratwanderung

Eisplatte, etwas höher, im Nationalpark Hohe Tauern

Eisplatte, etwas höher, im Nationalpark Hohe Tauern

Hier nichts weiter als der Hinweis auf das hier.


Wovon du keinen blassen Schimmer hast, liebes Internet

Bleibt im Internet nichts übrig von: Die schöne Grausamkeit der Eiskönigin

Bleibt im Internet nichts übrig von: Die schöne Grausamkeit der Eiskönigin

Der böige Wind, der Eiswolken über die offenen Flanken des Geländes peitscht. Eiskristalle, die wie winzige Geschosse auf Kleidung und Gesicht treffen. Die Sonne, die trotz der Kälte das ungeschützte Gesicht verbrennt und austrocknet. Der abgeblasene Hang, an dem zwischen schroffen Brocken nur noch Eis liegt, das im Gegenlicht kalt in der Sonne glänzt. Die trügerische Harschdecke, die an einer Stelle trägt und uns einen unbedachten Schritt weiter knietief einsinken lässt. Die Fingerkuppen, die in der schneidenden Kälte schon nach fünf Minuten Fotografieren ohne Handschuhe gefühllos werden und dann höllisch zu schmerzen beginnen. Die Funktionskleidung, die fürs Gehen am Berg perfekt ist, in der man nach wenigen Minuten Stillstand aber bereits friert. Hier oben ist das Reich der Eiskönigin, und auch bei glänzender Laune bleibt sie eine grausame Herrscherin.Von alledem, liebes Internet, von alledem, was Abenteuer zu Abenteuern und Erlebnisse erst unvergesslich macht, hast du leider nicht den blassesten Schimmer!


Hohe Tauern

Warum empfinden wir Berge eigentlich als schön?

Warum empfinden wir Berge eigentlich als schön?


Verlorenes Wissen

Auch rein metaphorisch wertvoll: Sicheres Bewegen auf gefährlichem Terrain.

Auch rein metaphorisch wertvoll: Sicheres Bewegen auf gefährlichem Terrain.

Bewegen Sie sich sicher auf gefährlichem Terrain? Dann herzlichen Glückwunsch: Es könnte Ihnen gelungen sein, verloren geglaubtes Wissen aus der letzten Eiszeit aufs glatte Parkett der Hochzivilisation zu portieren.


Halbeisheiten: Schneeweißchen und Rosenbrot

In Zeiten des Klimawandels bekommt ein harter Winter eine eigene Qualität

In Zeiten des Klimawandels ist ein harter Winter nicht einfach Wetter, sondern ein irritierendes Ereignis von eigener Qualität

Im Inuktitut, der Sprache der Inuit, gäbe es mindestens ein Dutzend Wörter für Schnee, in Grönland gar über hundert, doziert er in die gleißende Wintersonne. Hat wohl gerade “Fräulein Smillas Gespür für Schnee” gelesen oder eine Ausgabe der New York Times von 1988. Frischer Pulverschnee habe ebenso ein eigenes Wort wie weicher Schnee unter einer Harschdecke, Wörter für festgetretenen Schnee gäbe es, für sulzigen Schnee oder für nassen, für Eisgraupeln und für jungen Schnee. Die eisige Umwelt habe ihre Sprache geprägt, sagt er, und daher habe niemand sonst auf der Welt so lebendige Ausdrücke für Schnee wie die Eskimos.

Ich kneife die Augen ein wenig zu, blinzle in die Sonne und denke daran, dass niemand sonst auf der Welt so abstruse Wortkreationen für immer gleiches Backwerk erfindet wie die Bäcker in München, und ob das wohl auch an der Umwelt liegt. Und warum sie immer persönlich beleidigt sind, wenn man sich weigert, ein “Kraftikus” zu verlangen oder eine “Pfisterer Sonne” und störrisch auf “das Brot da oben links” zeigt. Und ob das bei den Inuit nicht so ähnlich ist. Ich sage aber nichts. Denn auch bei den Inuit gibt es nicht so viele Wörter für Schnee wie angenommen, das ist mittlerweile erwiesen. Die Diskussion wäre mir aber viel zu kleinkariert und zu unromantisch. Wann hatten wir schließlich das letzte Mal solchen Schnee?


Was eigentlich ist urbane Lebensqualität?

Der Englische Garten München im Februar

Der Englische Garten München im Februar

(Verwechseln Sie niemals Bilder mit Antworten. Bilder allein führen beinahe immer in die Irre.)