Peter Kruse in einem dctp.tv Video am Rande der re:publica über das “Leben im Netzwerk” und das Wesen technisch basierender Netzwerke im Unterschied zu den herkömmlichen Beziehungsnetzwerken des realen Lebens. Kernthese: Die leichten Bindungen der Social Networks folgen anderen Mechanismen als herkömmliche soziale Kontakte, sie sind weniger verbindlich als Beziehungsnetzwerke, weniger personengebunden, schneller, kompromissloser “kälter”. [...]
Sie betrat den Raum, wir hatten sie zwei Monate nicht gesehen, sie hatte ihren Neuen dabei, stellte ihn jedoch niemandem richtig vor, ließ ihn verschämt hinter sich stehen, als habe sie ihn an der Garderobe abzugeben vergessen wie einen Mantel, als sei er ein Fremdkörper, wozu er in jenem Moment auch buchstäblich wurde, sie ließ [...]
Als das Glas kippte und seinen Inhalt quer über den Tisch auf ihren Bauch und die Hose ergoss, überging sie das Ereignis, als sei nichts geschehen. Sie würde den Rest des Abends durchnässt in einer Wolke von feuchtem Alkoholdunst sitzen, und ihre helle Hose war ziemlich sicher ruiniert. Sie aber tat als sei nichts, wischte kommentarlos mit einigen Servietten die Lache vom Tisch und setzte ruhig ihre Unterhaltung fort.
Er: setzt seinen Facebook-Status auf “Single”. Sie: aha!