Posts Tagged ‘Berge’

Die Nachrichtenlage

Das Meer der Stille ist nicht irdisch, es liegt auf dem Mond

Das Meer der Stille ist nicht irdisch, es liegt auf dem Mond

Am Anfang scheint alles wichtig und erwähnenswert und unverzichtbar, so lange, bis einem zum Schluss kaum noch etwas wirklich wichtig vorkommt. Schade, dass diejenigen, die einem etwas zu sagen hätten, schon um so viel stiller geworden sind als jene, die laut sein müssen.


Ein winzig kleiner Tropfen Zeit

Und am nächsten Tag fahren wir noch mal nach Westen

Und am nächsten Tag fahren wir noch mal nach Westen


Nur im Original atemberaubend (1)

Wie groß müsste dieses Bild werden, um wen zu beeindrucken?

Wie groß müsste dieses Bild werden, um wen zu beeindrucken?


Blick über das Wettersteingebirge ins Karwendel

Gute Fernsicht verstellt einem leicht den Blick aufs Naheliegende

Gute Fernsicht verstellt einem leicht den Blick aufs Naheliegende


Fünf Minuten nur der Wind

Im Leben nicht immer so klar: Wenn du oben bist, geht es erst mal wieder bergab

Im Leben nicht immer so klar: Wenn du oben bist, geht es erst mal wieder bergab

Seltsam, dass der Blick vom Gipfel etwas vollkommen anderes ist, wenn keine Bahn dorthin führt. Als ob eine Horde Turnschuhtouristen etwas anderes wäre als ein Dutzend Alpinisten, die sich ums Gipfelkreuz drängeln, jeder für sich in die Ferne blickend, so als seien die Anderen nicht da. Die Seilbahnfahrer sind sich alle gleich darin, dass sie nichts geleistet haben, die Besteiger neiden sich die Tatsache, dass auch alle anderen zeitgleich genau so gut waren und zum absolut gleichen Höhepunkt gefunden haben. An diesem Tag waren wir allein. Es war wohl zu kalt, zu windig und auch ein bisschen zu spät. Still war es aber nicht. Der Wind piff sein eisiges Liedchen, und Eiskristalle prasselten über den Schnee wie Sand in der Sahara. Wenn man einfach hätte liegen bleiben können. Nach wenigen Minuten wurde es uns zu kalt. Vielleicht ist das überhaupt das Schönste am Berg: Dass man oben genau weiß, dass es höher nicht mehr geht, und dass man ebenso gewiss sein kann, dass dann der Abstieg folgt – und wie lange er dauert.


Gratwanderung

Eisplatte, etwas höher, im Nationalpark Hohe Tauern

Eisplatte, etwas höher, im Nationalpark Hohe Tauern

Hier nichts weiter als der Hinweis auf das hier.


Hohe Tauern

Warum empfinden wir Berge eigentlich als schön?

Warum empfinden wir Berge eigentlich als schön?


Verlorenes Wissen

Auch rein metaphorisch wertvoll: Sicheres Bewegen auf gefährlichem Terrain.

Auch rein metaphorisch wertvoll: Sicheres Bewegen auf gefährlichem Terrain.

Bewegen Sie sich sicher auf gefährlichem Terrain? Dann herzlichen Glückwunsch: Es könnte Ihnen gelungen sein, verloren geglaubtes Wissen aus der letzten Eiszeit aufs glatte Parkett der Hochzivilisation zu portieren.


Das Erzkonservatief: Einfach so tun, als sei alles beim Alten geblieben und könne auch einfach so weiter gehen

Winterstarre

Winterstarre

Unter den Mechanismen des Verdrängens ist die romantische Verklärung eine der wirksamsten. Sie lässt  den Willen gefrieren, die Dinge voranzutreiben und ersetzt sie gegen den Geist des Um-jeden-Preis-Bewahrens. Das scheint ein zutiefst menschlicher Wesenszug zu sein, in dem sich die Angst vor der Zukunft spiegelt. Die romantische Verklärung zeichnet ein Zerrbild von einer Welt, in der der Moment zum Gesamtanspruch erhoben werden kann. Winterstarre ist, so wunderbar und verlockend sie für den Moment erscheinen mag, kein Modell auf Dauer. “Wo doch wieder so schön Schnee liegt, wollen wir den Klimawandel eigentlich nicht wahrhaben. Zumindest nicht hier bei uns”. Konservativ wird, wer etwas zu verlieren hat, mitunter um jeden Preis, und sei es die Zukunft. Ergänzung: “The radical of one century is the conservative of the next.”


Alpenkamm im Hochzillertal, lawinengefährdet

Alpenkamm Hochzillertal, lawinengefährdet

Alpenkamm Hochzillertal

Rund eine halbe Stunde nach dieser Aufnahme wurden an diesem Alpenkamm im Hochzillertal drei Snowboarder von einer Lawine verschüttet, die sich in den unsicheren Steilhang gewagt hatten. Stundenlang sahen wir die Hubschrauber der Bergwacht im Einsatz. Alle drei konnten gerettet werden.