So lange man jung ist, ist es einfach, klar zu beantworten, was richtig ist und was falsch. Dann wird es schwieriger. Man erkennt Lücken. Beginnt andere Standpunkte zu respektieren. Differenziert. Erkennt das Trügerische des scheinbar Richtigen. Zweifelt. Wird geduldiger. Plötzlich behält man die Dinge lieber für sich, um erst noch mal über sie nachzudenken. Dabei wäre es klüger, sie offen zu diskutieren. Streiten aber kostet immer Kraft und Zeit. Und dann ist anderes wichtiger. Und dann ist anderes wichtiger. Immer anderes wichtiger. Dieser Strom, der dich mitreißt. Ehe du verstanden hast, gelten schon wieder neue Regeln. Überhaupt, reden: Weißt was, erzähl’s doch beim Friseur! Der Spaß am Einmischen hat zwar nachgelassen, die Lust am Machen aber nicht: Don’t talk about theory, just live more.
(Ein Online-Auftritt mit Relevanzanspruch sieht anders aus, schon klar. Hatte mal ein Blog, der Zeiteinsatz wurde rasch zu hoch. Hab ich dann verkauft fast verschenkt. Dies ist meine öffentliche Spielwiese, Visitenkarte extended. Mehr nicht.)