Nur im Original atemberaubend (5)

Den spektakulärsten Blick auf den Glaciar Grey gibt es an der Abbruchkante aus dem Boot (Torres del Paine, Chile)
Vom Refugio am Lago Pehoe marschiert man einige Stunden gegen den strammen Gegenwind an, der vom Glaciar Grey heranfegt; im böigen eiskalten Wind ist es so gut wie unmöglich, die Kamera ruhig zu halten. Immer wieder vernebelt der Wind die Hänge mit feinen Eiskristallen, und das Wetter wechselt innerhalb weniger Minuten zwischen kurzen Abschnitten mit blauem Himmel und finsteren Schneewolken. Es ist Anfang Sommer. Mehr Bilder vom größten zusammenhängenden Gletschergebiet der Welt (nur die Antarktis hat mehr) gibt es übrigens hier.
Nur im Original atemberaubend (3)
An den Flanken des Hielo Sur, dem südlichen Eisfeld der Anden, schneit es so häufig und so stark, das die gewaltigen Gletscher unterhalb dieser Berge nicht schrumpfen wie sonst überall auf der Welt, sondern wachsen. Allerdings sind auch sie nicht vom Klimawandel verschont: Durch die Erwärnung hat die Fließgeschwindigkeit noch einmal deutlich zugenommen. Die Gletscher der südlichen Anden in Patagonien gehören zu den am schnellsten fließenden der Welt – über zwei Meter am Tag.
Dear Winter: make you fucking away now!

Auf dem Weg zum Campamento Britannico kann es sogar im Somme frostig werden (Torres del Paine, Chile)
Es mag ja sein, dass der Frühling nicht mehr weit ist. Und dass man dankbar sein muss für jede Schneeflocke, die nicht aus der Kanone kommt. Wer weiß schon, wie lange es die noch gibt, die Echten vom Petrus. Und die Eisbären, die armen Eisbären! Aber trotzdem: Dear Winter, make you fucking away fromse Acker now!
Die Nachrichtenlage
Am Anfang scheint alles wichtig und erwähnenswert und unverzichtbar, so lange, bis einem zum Schluss kaum noch etwas wirklich wichtig vorkommt. Schade, dass diejenigen, die einem etwas zu sagen hätten, schon um so viel stiller geworden sind als jene, die laut sein müssen.







