Links: If everybody is an artist, you better own the gallery
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“Wie aber sollen künftig politische Diskurse in der bürgerlichen Öffentlichkeit organisiert werden, wenn einerseits die klassischen Medien mit Mut- und Fantasielosigkeit ihre Selbstzerstörung betreiben und zugleich andererseits der Trend zum social cocooning die politischen und sozialen Räume in wenige per RRS-Feed vernetzte Echokammern auf der eigenen Favoritenliste eingrenzt und eine (Re-) Flexion nicht mehr zulässt?” Interessante Bestandsaufnahme von Thomas Huber, Geschäftsführer der Berliner Unternehmensberatung
semanticom, zum gegenwärtigen Ringen zwischen den Gatekeepern der alten Hochkultur und den nachstrebenden jungen Kräften, vor allem mobilisiert durch und über das Internet.
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Eva Maria Schnurr hat an ihrer lesenwerten Auseinandersetzung mit dem Zustand des Journalismus 16 Stunden gearbeitet – und dafür ein Honorar von 125 Euro erhalten. Nachzulesen steht das als Zusatzinformation direkt beim Online-Artikel, und diese Geste der Offenheit ergänzt den Beitrag um eine Facette, die genauso wertvoll ist wie der Beitrag selbst: Solcher Journalismus existiert nicht mehr auf der Grundlage eines Geschäftsmodells, sondern als inneres Bedürfnis, als Engagement. Gut einerseits, dass es dieses Bedürfnis gibt. Respektabel, ehrenwert. Aber was bedeutet das, wenn Journalismus sich auf dem Weg zu einem ähnlichen Status befindet wie Kunst (nur wenige können davon leben, alle andere tun es aus innerem Bedürfnis)? Gilt dann auch für den Journalismus das geflügelte Zitat von Joseph Beuys “jeder ist ein Künstler”?
Posted on Dienstag, April 27th, 2010 at 14:07. Filed under: Bemerkenswert, Medien Schlagwörter: Gesellschaft, Journalismus, Kultur RSS 2.0 feed.
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