Ulrike Reinhard (auf deren Projekt “Conversations at the beginning of a new time” ich hier hinweisen möchte) hat den Hirnforscher und Unternehmensberater Peter Kruse zum Internet befragt. Kruse, dessen Videos ein (bislang noch erstaunlich kleiner) Kreis Interessierter schon länger über Youtube verfolgt, spricht diesmal über die Frage, was die Intelligenz eines Gehirn ausmacht (die Fähigkeit zur Aufmerksamkeit, zur Vernetzug und zur Bewertung), ob sich diese Definition auf das übertragen lässt, was im Netz passiert, was von diesen Eigenschaften bereits heute realisiert ist und was nicht – worin also die zentralen Herausforderungen für die Zukunft liegen. Kruse versucht sich an einer Beschreibung dieser neuen kollektiven Intelligenz (die er “Intelligenz zweiter Ordnung” nennt, und die er für etwas deutlich anderes hält als Schwarmintelligenz). Er spricht über Aufmerksamkeit im Netz und über die Resonanzwirkungen des Internet auf die Offline-Welt. Eigentlich ein abendfüllender Themenkreis – in der vorliegenden Form aber dennoch ein hochanregendes Stück. Gefunden bei Leander Wattig.