Dieser Tage ist ja nun schon so ziemlich alles über Apples neuestes Wunderkind® iPad gesagt worden, was sich sagen lässt, bevor es in der Praxis beweisen kann, was davon stimmt und was nicht. Eine Bemerkung allerdings fehlt durchweg in den diversen Beiträgen, und das liegt möglicherweise daran, dass die Tester vor allem die gegenwärtig präsentierte Hardwarekonfiguration bewerten und dabei übersehen, was das iPad konzeptionell und längerfristig darstellt: Das eigentlich Revolutionäre ist nicht die Hardware, die in der Tat eher enttäuscht, sondern das Prinzip eines einfach bedienbaren Surftabletts mit Touch-Betriebssystem.
Weg mit der Maus, Tastatur nur wenn unbedingt nötig, ansonsten ab aufs Sofa mit dem Pad: Das wird die Wahrnehmung für Computer von Grund auf verändern und damit letzten Endes die gesamte PC-Branche. Natürlich zeichnet sich diese Entwicklung schon lange ab, sie wird mit dem iPad jetzt aber erstmalig greifbar. Microsoft ist mit Windows 7 von diesem Schritt noch ein gutes Stück weit entfernt, vielleicht tauchen deswegen fast zeitgleich zur iPad-Vorstellung Gerüchte auf, Windows 8 könne bereits 2011 vorgestellt werden. Wollen wir wetten, die Touch-Funktionalitäten sind dann massiv ausgebaut? Wollen wir wetten, die Hardwarebranche wird sich nun überbieten mit mehr oder weniger erweiterten Touch-Display-Konzepten? Und last not least, werden sich die versammelten Mobitelfeon-Hersteller nicht in den Hintern beißen, dass sie dieses Konzept nicht auch schon früher vorangetrieben haben? Ach ja, dann war da ja noch Google mit Android, jenem Betriebssystem, das für diese Art von Computerhardware geradezu prädestiniert ist, und das sich vermutlich rasch an Touch-Technologie anpassen lässt.