Links: Nichepaper statt Newspaper und andere Konzepte für die Zeitung – Kommunikation ist vor allem Kultur – Luhmann hat immer noch Recht
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“Knowledge, not news.
Commentage, not commentary.
Topics, not articles.
Scarcity, not circulation.
Now, not then.
Provocation, not perfection.
Snowballs, not sell-outs.
Tasks, not tech.”
- Umair Haque, via “Digitale Notizen”, dem Blog von Dirk von Gehlen
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Übernimmt die PR in Zukunft den Lead in der Kommunikation? Mirko Kaminski, der führende Kopf der Hamburger Agenturgruppe achtung! (die u.a. PR und Werbung macht), greift auf dem Sympra-Blog einen Konflikt auf, der so alt ist wie die Kommunikation selbst: Wer hat eigentlich den Hut auf, das Marketing oder die PR? Die PR, sagt Kaminski, weil sie näher am Dialog ist als das Marketing, und weil sie die Mechanismen eines Gesprächs besser beherrscht, das den Rückkanal einbezieht. In den Kommentaren kriegt er ordentlich Gegenwind, und natürlich führt auch diese Diskussion zu keinem anderen Ergebnis als schon vor zehn Jahren. Trotzdem spannend, weil ein Blick auf des Pudels Kern.
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Michael Arrington von Tech Crunch fragt sich, was eigentlich passierten würde, wenn zehn Prozent der Journalisten einfach die New York Times verließen, um ihr eigenes journalistisches Business zu starten? Er verbindet mit dieser Überlegung die These, dass der Journalismus selbst keineswegs tot ist, sondern lediglich das alte Businessmodell des Journalismus. An und für sich noch nichts atemberaubend Neues – interessant ist vor allem seine Modellrechnung, die auch ein bisschen auf der eigenen Erfahrung mit Tech Crunch fußt und sein Aufruf: Medienspezialsten der Welt, vergesst die alten Tanker und tut Euch zusammen!
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Seth Godin beschreibt in seinem Blog die Mentalität von Angestellten, sich von Dingen zu distanzieren, die im Unternehmen schief laufen – sei es operativ oder in der Außenkommunikation: Es sind immer die anderen. “No Susan, you are them.” “The reason your brand is falling apart is because so many of your colleagues are saying the same thing, denying the same responsibility.” Godin geht auf eine Voraussetzung für authentische Kommunikation ein, die wiederum weitaus mehr mit Identifikation, Haltung und mit Verantwortungsbewusstsein zu tun hat als mit Kommunikation. Erneut: Funktionierende Kommunikation ist keine Frage der Technik, sondern eine der Kultur.
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Otto-Sprecher Thomas Voigt (selbst mal Chefredakteur des Medienblatts “Horizont” und später bei “Impulse”, bevor der in die PR wechselte) spricht eine zentrale Problematik offener Unternehmenskommunikation an (wie sie durch Social Media notwendig wird): Zuerst müssen sich Führungsverhalten und Unternehmenskultur wandeln, bevor wirklich offene Gespräche möglich werden. Das hört sich nach einer Binse an, wird aber sehr gerne übersehen, wenn Agenturen euphorisch neue Kommunikationskonzepte in Unternehmen tragen und dabei übersehen, dass die kulturellen Bedingungen dafür noch lange nicht geschaffen sind.
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Ausgehend von McLuhans legendärem “The medium is the message” dreht Andreas Göldi die These weiter: “Die essenziellen Eigenschaften eines Mediums bestimmen erheblich, wie es von den Konsumenten wahrgenommen wird und damit auch, welche Inhalte darin funktionieren…Das Web lebt nicht von den Inhalten, sondern von der Jagd, vom Verfolgen des nächsten interessanten Links…es ist nicht erstaunlich, dass die kommerziell erfolgreichste Internetfirma eine Suchmaschine ist, die diesen Prozess erheblich erleichtert…Die Zukunft digitaler Inhalte liegt in mehr Kreativität im Umgang mit verschiedenen Medienformen.”
Posted on Donnerstag, Juli 30th, 2009 at 17:08. Filed under: Bemerkenswert Schlagwörter:Journalismus, Kommunikation, Medien, PR, Zeitung RSS 2.0 feed.
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