Links: Wahn und Wirklichkeit – auch digitale Utopien haben Grenzen – die Sehnsucht nach Entscheidungen – das Semisoziale am Internet

  • “Das Digitale wird nie Elite sein. Nie. Unter keinen Umständen. In Bayern gibt es drei Sprüche, die man sich dazu merken sollte: 1. Wer ko, der ko. 2. Wer nix daheirat und nix dairbt, bleibt arm, als wiara schtiabt. Und 3. Wer zoiht, schafft oh. Wir können, wir erben, wir zahlen, wir schaffen an. Das ist Elite. Der Rest ist in Berlin und betet, dass der Geldautomat die Karte nach der Handyrechnung noch ausspuckt.” Don Alphonso im FAZ-Blog über das Ende digitaler Utopien und einen neuen Klassenkampf.
  • “Nur suchen, ohne etwas finden zu können ist Religion. Im Umgang mit Maschinen ist das ein Problem. Denn es geht nicht um die Menge an Möglichkeiten, sondern um die Kunst, sie zu beschränken. Sie zu reduzieren oder zu kompilieren auf das, was man sich so unter Qualität vorstellt.” Peter Glaser beschreibt in der ihm eigenen unnachahmlichen Art, warum Soziale Netzwerke langfristig jedem Suchmaschinenalgorithmus überlegen sind.
  • Ein Cartoon. Vorsicht, explosiv!
  • “Social Media Marketing” bedeutet im aktuellen Stadium vor allem zweierlei: Unternehmen tun sich unglaublich schwer, sich von ihrem Kontrollwahn zu lösen und sich zu öffnen (sie lernen noch). Die Online-Öffentlichkeit beweist, dass ebenso wenig reif ist für einen Dialog mit Unternehmen (sie lernt noch). Eine Bestandsaufnahme gegenseitiger Unmöglichkeiten.
  • Matthias Schwenk denkt auf CARTA über die “Generation Upload” nach. In diesem Fall hat das weniger mit dem Gezanke um die Vodafone-Kampagne zu tun, sondern mehr mit der Frage, wie sich das semisoziale Gefüge jenes Kulturwandels begreifen lässt, dessen Teilnehmern man nachsagt, sie wollten nur noch etwas bekannt geben und eigentlich gar keinen echten Dialog.
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